Ein liebender Gott kann niemals Menschen in die Hölle schicken?!"

Die Hölle!

Ein Thema über das selten gesprochen wird…. die Vorstellung an den Himmel ist schließlich deutlich angenehmer.

In Johannes 3, 16 steht:
 

"Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab.
Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben."

 

Wer nicht an Jesus glaubt wird "zugrunde" gehen. Aha, schauen wir doch mal weiter…

In Lukas 16 wird von Lazarus gesprochen.

Ein armer Bettler, der vor dem Haus eines reichen Mannes liegt… seine Geschwüre werden von Hunden abgeleckt und er sehnt sich nach Essenresten. Ein armseliges Zeugnis für den Reichen, der den kranken hungrigen Mann so vor seinem Haus dahin vegetieren sieht und anscheinend nur zuschaut.

Der Name des reichen Mannes wird nicht genannt. Beide Männer sterben.

Lazarus kommt ins Himmelreich und der Reiche in die Hölle, von da aus ruft er:

"Lieber Vater Abraham, bitte hilf mir!
Sag doch dem Lazarus, er soll mir nur mal einen Spritzer Wasser vorbeibringen, damit ich wenigstens meine Lippen etwas nass machen kann! Ich leide hier Höllenqualen!"

Der Mann hat einen menschlichen Körper, er hat Lippen und er hat Durst!
Er hat Gefühle, er spürt Höllenqualen!

 

Petrus sagt den Leuten aus einer Gemeinde:

"Judas hat uns verlassen, um an den Platz zu gehen, wohin er gehört. "
Apostelgeschichte 1, 25

 

Das griechische Wort für "Platz" ist "topos" und bedeutet "geografischer Ort". Jesus beschreibt den Himmel mit genau dem gleichen Wort:

"Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen, und ich gehe jetzt hin, um dort einen Platz (topos) für euch bereitzumachen."
Johannes 14, 2-3

 

Die Hölle ist genau wie der Himmel ein existierender Ort, kein Seelenzustand oder eine komische Dimension, wo Geister rum schweben. Nein! Die Hölle ist ein Ort, der von körperlichen Wesen bewohnt wird!

Max Lucado sagte mal:
 

"Gott hat in seinem weiten Universum eine Dauer-Quarantänestation für hartherzige Menschen eingerichtet!"

 

Krass diese Vorstellung, oder?

Abraham meinte auch noch zu dem Reichen:
 

"Zwischen uns ist ein Riesen-Graben. Keiner kann da so mal eben rüber, selbst wenn er es wollte. Umgekehrt ist es genauso.‘"
Lukas 16, 26 Volxbibel

 

Himmel und Hölle sind völlig voneinander getrennt…. nix mit "mal eben rüberfahren". Bibeln wir mal weiter…. da steht das Leid ist der Hölle wird kein Ende haben…

"Der Qualm, der von dem Ort ausgeht, wo sie gequält werden, wird für immer aufsteigen. So wird es ewig weitergehen, und sie bekommen keine Ruhe."
Offenbarung 14, 11 Volxbibel

"Die Strafe, die diese Menschen erhalten, wird ewiges Verderben sein, sodass sie für immer vom Herrn und von seiner Macht und Herrlichkeit getrennt sind".
2. Thessalonicher 1, 9

 

Max Lucado sagte mal:

"Menschen, die gar nichts von Gott halten, erfreuen sich trotzdem an seinen Wohltaten. Adolf Hitler genoss die Schönheit der Alpen. Saddam Hussein freute sich an dem strahlenden Sonnenaufgang in der Wüste, Diktatoren, Kinderschänder, Serienmörder und Drogenhändler – sie alle sind Nutznießer der allgemeinen Güte Gottes.
Sie hören das Lachen der Kinder, riechen den Duft guten Essens und wippen mit den Fußspitzen zum Rhythmus eines schönen Liedes. Sie leugnen Gott, freuen sich aber an seinen Wohltaten."

 

Genau das, was Max Lucado da beschreibt wird in der Hölle nicht mehr sein… keine schöne Natur mehr, kein Kinderlachen…..

Die Hölle ist die vollständige Abwesenheit Gottes!

 

Nun, wie kann ein liebender Gott Menschen in die Hölle schicken?

Das Ding ist…. Gott schickt sie nicht hin! Sie sind freiwillig da!

 

Die Hölle ist der Platz der für Menschen bestimmt ist, die Gott verachten!
Der Himmel ist für die Menschen reserviert, die Gott suchen und respektieren.

 

Gott sagt:

"Ich freue mich nicht über den Tod eines gottlosen Menschen, sondern ich freue mich viel mehr, wenn er sein Verhalten ändert und am Leben bleibt."
Hesekiel 33, 11

 

Gott möchte das wir zu ihm kommen. Er liebt uns. Doch Gott ist auch gerecht und muss Sünde bestrafen.

Gott zwingt niemanden an ihn zu glauben, er hat uns die Freiheit gegeben selbst zu entscheiden.

Gott ist nicht unfair, er hat soo oft gesagt: "Kehrt um, glaubt an mich!"

Hey, der hat das ganze Tor zur Hölle mit Plakaten bekleistert, dass wir uns an Jesus wenden sollen!

 

Auch wenn es heute viel ist… ich möchte Dir noch von zwei Menschen schreiben bzw. von ihren letzten Worten.

Ich las von einer alten Frau, Atheistin, sie wollte mit niemanden über Gott sprechen, lehnte all das ab…im Trance sagte sie die letzten Worte:
 

"Du kennst mich nicht? Du kennst mich nicht?!"

 

Dann ein Mann, schwer krank, Christ…. sagte als letztes im Sterbebett:

"Bin ich etwas Besonderes? Warum darf ich all das sehen?"

 

 

Also…. Gott macht Dir ein Angebot. Nimmst du es an?

 

Sei gesegnet!
Deine Jesus Punk


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18 Kommentare zu „Ein liebender Gott kann niemals Menschen in die Hölle schicken?!"“

  • Jane:

    Mandy!

    Wenn ich das lese fällt mir sofort ein und auf, wieviel Grund ich täglich zur Dankbarkeit habe,

    Dankbarkeit, daß Gott mir die Hand gereicht hat und immer wieder reicht und Dankbarkeit, daß ich ihn erkennen, ja kennenlernen durfte.

    Was ich mir wünsche: Das viele, viele, viele Menschen auch erkennen, was es für sie bedeuten würde, ihn kennenlernen zu wollen … nicht zuletzt, um zu entscheiden, ob die letzte Wohnung im Himmel oder in der Hölle sein wird.

    Jane

  • Deborah:

    Was mir ins Auge gefallen ist…das war mir nie so deutlich…
    Der Reiche sitzt in der Hölle und hat seine herablassende Haltung kein bisschen, kein Fitzelchen, kein nichts und kein gar nichts geändert… und er erwartet von Abraham, dass der den Lazarus genauso herablassend behandelt…

    da fehlen mir erstmal die Worte…

    Jesus sagt: Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, sondern Freunde….

  • Susanne:

    Ein sehr guter Blog, Mandy!
    Vieles von dem, was ich jetzt gelesen habe, muss sich erst mal setzen!
    Wow!!!
    Danke, be blesses

    Susanne

  • senf:

    Der Reiche hat sich selbst mitgenommen. Was er auf Erden hatte, hat er auch danach!
    Wissen wir heute, was wir haben? Oder Illusionieren wir uns
    christlisch?
    Jemand sagte einmal: "Die hat christlisches AD(H)S".
    Menschen, die das Christsein als Tätigkeit verstehen, anstatt als Neues Leben.
    Menschen mit christlischsein oder ohne können leicht prüfen, ob sie wirklich der Wirklichkeit Gottes gehören: Hast du dich selbst vergessen?
    DER KÜNSTLER UND DER TOD

    Es war einnmal ein großer Bildhauer und Maler, ein großer Künstler. Seine Kunst war so perfekt, dass es kaum möglich war, die Statue eines Menschen, die er gemacht hatte, von dem Menschen selbst zu unterscheiden – so lebensecht und lebendig, so ähnlich war sie.

    Ein Astrologe sagte ihm, dass sein Tod bevorstünde, dass er bald sterben werde. Das machte ihm natürlich große Angst; er fürchtete sich sehr. Und wie jeder Mensch den Tod zu vermeiden sucht, so suchte auch er ihn zu vermeiden. Er dachte darüber nach, er meditierte und fand eine Lösung.

    Er stellte einige Statuen von sich selbst her – elf an der Zahl – und als der Tod an seine Tür klopfte und der Engel des Todes eintrat, verbarg er sich zwischen den elf Statuen seiner selbst und hielt den Atem an.

    Der Engel des Todes war verwirrt, er konnte seinen Augen nicht trauen. So etwas Ungewöhnliches war noch nie dagewesen! Wie jeder weiß, hat Gott noch nie zwei identische Menschen erschaffen. Er erschafft immer nur Unikate. Er hält nichts von Routine, er ist ja kein Fließband. Er hat absolut etwas gegen Kopien, ermacht nur Originale. Was war geschehen? Insgesamt zwölf Menschen – und alle sahen absolut gleich aus. Wen sollte er da nur mitnehmen? Er war doch nur wegen einem gekommen …

    Der Engel des Todes konnte sich nicht entscheiden. Verwirrt, beunruhigt und nervös kehrte er zurück. Er fragte Gott: "Was hast du da gemacht? Da sind zwölf Leute und sie sehen absolut gleich aus, aber ich soll nur einen holen. Wie soll ich das entscheiden?"

    Gott lachte. Er winkte den Engel des Todes zu sich heran und flüsterte ihm eine Formel ins Ohr, einen Schlüssel, wie erd den echten Menschen unter den unechten herausfinden konnte. er gab ihm einen geheimen Code und sagte:

    "Geh nur und sprich es aus in dem Raum, wo der Künstler sich zwischen seinen eigenen Statuen verbirgt."

    Der Engel des Todes sagte: "Und wie soll das gehen?"

    Gott sagte: "Keine Sorge. Geh einfach und versuche es."

    Also ging der Engel des Todes, immer noch zweifelnd, ob es funktionieren würde. Doch wenn Gott es sagte, musste er es befolgen. Er kam in das Zimmer, schaute sich um, und ohne jemand Bestimmten anzusprechen, sagte er:

    "Mein Herr, es ist alles perfekt, bis auf eines. Sie haben gute Arbeit geleistet, aber eines haben Sie übersehen. Da ist ein Fehler!"

    Der Mann vergaß völlig, dass er sich versteckt hatte. Er sprang hervor und fragte: "Was für ein Fehler?"

    Der Tod lachte und sagte: "Du bist ertappt! Der einzige Fehler ist, dass du dich selbst nicht vergessen kannst! Komm und folge mir."

    Aus Osho "Kreativität", (C) Heyne 2001

  • Viktor J.:

    Spannend – ich habe heute erst ein Buch zu Ende gelesen:
    Kann ein Gott der Liebe… Menschen in die Hölle schicken? von John Benton.

    Ist sehr gut und nicht so dick…

    Ich leide daran, dass so viele Menschen nicht hören wollen…

  • Jesus Punk:

    Hey danke euch für die Kommentare.
    Die Geschichte ist sehr gut Senf, vielleicht werde ich sie mal mit in den Newsletter schreiben. Auf jeden Fall vile Raum zum nachdenken.

    Deborah schreibt:

    "Was mir ins Auge gefallen ist…das war mir nie so deutlich…
    Der Reiche sitzt in der Hölle und hat seine herablassende Haltung kein bisschen, kein Fitzelchen, kein nichts und kein gar nichts geändert… und er erwartet von Abraham, dass der den Lazarus genauso herablassend behandelt… "

    darauf werde ich heute nochmal Bezug nehmen. Das ist wirklich ein Hammer.
    Ich bin ganz verblüfft, wieviel man aus dieser Geschichte mit Lazarus ziehen kann.

    Danke!

  • flunra:

    So ist es! Viele wollen es nicht wahr haben, dass mit dem Tod alles vorbei ist. Sie denken, wenn ihre Asche in der Büchse ist, ist alles vorbei. dabei fängt nach dem Tod erst das richtige Leben an, entweder in der Gegenwart Gottes oder in der Gottesferne. Die Entscheidung, wo ich meine Ewigkeit verbringen will, muss ich auf der Erde in diesem Leben fällen. Nur die, die vor Jesus gestorben sind, hatten eine Chance die Wahrheit noch zu hören, wie es uns Petrus aufgeschrieben hat.
    JAHWEH möchte, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Doch schon der Prophet Jesaja schrieb: "Wer glaubt unserer Botschaft?" So werden wir von vielen verlacht. Das Sprichwort sagt aber: Wer zuletzt lacht, lacht am Besten! das große Erschrecken kommt für jeden, der das Heil in Jesus Christus abgelehnt hat. Bis zu deinem Tode ist noch Gnadenzeit, Zeit sich mit JAHWEH und seinem Sohn zu beschäftigen und dann die richtige Entscheidung zu fällen.
    Jesus selbst hat es gesagt, wer mir glaubt und dem, der mich gesandt hat, kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tod schon ins Leben(ZOE) hinüber gegangen(Joh 5, 24).
    Und Paulus ruft jedem zu: Ergreift das ewige Leben, dazu ihr berufen seid(1.Tim 6, 12).
    Neues Jerusalem oder Feuersee, der mit Schwefelbrennt, du hast die Wahl, wo du am Ende landest. Es gibt kein Nirwana, kein Nichts in das man sich auflösen kann. JAHWEH hat uns für die Ewigkeit geschaffen, weil er als liebender Vater mit uns eine ewige Gemeinschaft pflegen will, aber eben ganz freiwillig und ohne jeden Zwang.
    Wir wollen niemanden Angst und Bange machen, sondern dir nur deine Zukunft erläutern. Du bist am Zug und musst dich entscheiden!
    Wenn du dich schon für das Leben mit Gott und aus Gott entschieden hast, dann kann ich dir gratulieren und mich mit dir an deiner Zukunft freuen(Jer 29, 11).

  • Ulrike:

    Deine Blogs werden immer besser, Mandy. Ich werde dieses Teil heute ausdrucken, als Grundlage für einen der nächsten Hauskreistreffen. Hervorragend. Besonders (unter anderem) das Bild, wie Gott die Pforte der Hölle mit Warn-Plakaten vollpflastert! Ich liebe Bildersprache! Mandy, das ist sehr eindrücklich!!!!Danke. Ulrike

  • Jesus Punk:

    Hey Flunra. Danke für die Bibelstellen – faszinierend was man so alles findet, wenn man gezielt nach schaut.
    Gerade Johannes 5 gefällt mir noch gut, da kommen mir gleich einige Dinge in den Sinn die ich in einem Beitrag verwursteln könnte – mal sehen ;-)

    Danke Ulrike, na da wäre ich ja gern dabei in eurem Hauskreis.

    *überlegt ob sie mal ne "Hauskreis Besuchs Tour" durch Deutschland startet*

    Das wäre doch echt mal ne Idee oder??

  • Anonymous:

    Hallo Jesus Punk,
    deine Argumentation ist leider doch an einigen stellen fehlerhaft.
    Die Frage wie das zusammenpasst, dass ein gott der gande und feindesliebe, der gandenlos eine ganze ewigkeit an seinen feinden rache nimmt, nicht auch nach dem Tod barmherzig sein sollte, bleibt dennoch im raum stehen.
    Im neuen testament präsentiert sich dieser gott auch nicht als hartherziger gläubiger. Es ist unvorstellbar, dass Tote von der Barmherzigkeit eines gottes, wie er sich im NT darstellt, ausgeschlossen sind.
    Ich leugne nicht, dass es Strafe für Menschen gibt, die völlig an Gott vorbeigelebt haben,
    dennoch darf diese Strafe nie als zeitlich absolut gesehen werden, denn das einzig ewige ist gott, und damit auch seine barmherzigkeit.
    So und jetzt hoff ich mal ich bin keinem zusehr auf den schlips getreten^^
    (wollte halt auch mal eine konträre meinung dazu abgeben, da dieses thema sehr selten genau reflektiert wird.)
    mfg

  • Sei ermutigt:

    Sei gewarnt unser liebender Gott schickt Menschen in die Hoelle!
    Gott als liebender Vater will mit uns eine intime reine Gemeinschaft pflegen.
    Ja, Leser der Bibel du hast die Wahl, wo du am Ende landest.Jetzt bist du am Zug und musst dich entscheiden!
    Achtung! Es gibt kein Nichts in das man sich auflösen kann!
    Ja, die Entscheidung, wo wir unsere Ewigkeit verbringen wollen, müssen wir auf der Erde in diesem Leben fällen.
    Wir haben eine einzigartige Chance, ganz freiwillig und ohne jeden Zwang, die Wahrheit Gottes noch zu lesen hören und gehorchen.
    Der Gott der Bibel möchte, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
    Bis zu deinem Tode ist noch Gnadenzeit, Zeit sich mit Gott und seinem Sohn, dem Christus, zu beschäftigen und dann die richtige Entscheidung zu fällen.
    Jesus selbst hat es hilfreich gesagt, wer mir glaubt und dem, der mich gesandt hat, kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tod schon ins Leben hinüber gegangen (Joh 5, 24). Seid gesegnet.

  • Jerko:

    “Gott schickt sie nicht hin! Sie sind freiwillig da!”
    So ist es.

  • ja klar, sie sind “freiwillig” da… aber niemand kann zu Jesus kommen, es sei denn, dass der Vater ihn zieht… und dass nicht wir ihn erwählt haben, sondern er uns ist natürlich auch Quatsch… und im Übrigen ist die Story von dem armen Lazarus ein Gleichnis.. und darüber hinaus steht im Griechischen nicht das Wort “ewig”… und, und, und…

  • Kevin:

    Gänsehaut.
     
    Wahr und verständlich geschrieben. Danke :)

  • Olli:

    Kein einfaches Thema und zum Teil schon so. Allerdings kommt vor dem Ende ein Gericht, und ich denke, Gott entscheidet vollkommen und absolut gerecht, wer bei ihm wohnen darf und wer nicht, da vertraue ich ihm. Und echt, ich bin froh, dass ich das nicht zu entscheiden habe.

  • Ingo:

    Ich finde, wenn man so entschieden den Standpunkt vertritt, dass die Hölle ein realer Ort ewiger Qual ist an den alle gelangen, die hier im Leben nicht an Jesus und sein stellvertretendes Opfer geglaubt haben, dann sollte man diese Vorstellung auch mal konsequent durchdenken.
    In der Argumentation werden dann gern Adolf Hitler, Kinderschänder und ähnliche Gestalten als Beispiele herangezogen, bei denen jedem sofort gefühlt klar ist, dass für diese die Hölle ein angemessener Ort sei.
    Aber die allermeisten, die auf dem Weg in die Hölle gesehen werden, haben ganz andere Geschichten. Da ist die Frau, die als junge Frau nach dem Krieg von den Russen vergewaltigt wurde, dann vierzig Jahre lang im Sozialismus eingebleut bekommen hat, dass es keinen Gott gibt und inzwischen dement im Altenheim vor sich hin dämmert. Ein Leben lang Mangel und Schmerzen in ihrer  Seele, nie Jesus angenommen, und als "Strafe" wird ihr Leiden dann noch gesteigert und ins Unendliche verlängert.

    Da ist der Mann, der in einem katholischen Waisenhaus aufgewachsen ist und dort mehr Prügel als Brot bekommen hat, dessen Ehe gescheitert ist und der sich jetzt langsam zu Tode säuft. Die zwei, drei Begegnungen, die er in seinem Leben mit Christen hatte, haben ihn nicht überzeugen können, dass darin Hoffnung für seine kaputte Seele ist. Ein Leben voller Leiden und Schmerz – und mit richtig viel Sünde – und am Ende dann die ewige Qual, ohne je eine echte Chance gehabt zu haben.

    Und so hat jeder Einzelne seine Geschichte und lange bevor er oder sie sich entscheiden konnten, wurden bereits Grundlagen in ihrem Leben und in ihren Herzen gelegt, die es ihnen sehr, sehr schwer machen, zu glauben, dass es einen liebenden Gott gibt. Auch unter den Wohlanständigen gibt es solche Geschichten zuhauf.
    Und das sind nur Beispiele aus Kulturkreisen, wo es noch eine gewisse Chance gegeben hätte, das Evangelium zu hören. Was ist mit den Milliarden in moslemischen und kommunistischen Ländern, die nie von Jesus gehört haben oder hören werden? Alle in die Hölle? Und immer mal wieder hört man doch, dass Jesus hier und da einem Moslem im Traum oder einer Vision erschienen ist. Warum macht er das dann nicht bei viel mehr? Weil er die anderen nicht vor dieser ewigen Qual retten kann oder nicht retten will? Wohl kaum, oder?
    Und dann bitte, halten wir uns doch mal vor Augen, was Hölle nach überlieferter Vorstellung bedeutet. Ewige, real empfundene Qual. Dann bitte mal einen Bericht aus den Folterkammern von Nordkorea und einem Gulag lesen und sich das Ganze noch verstärkt und ins Unendliche verlängert vorstellen. Dann wissen wir wenigstens, wovon wir hier so leichtfertig reden.
    Wenn das stimmt, dann hat jener Atheist Recht gehabt, der sagte, dass wir Christen die herzloseste und grausamste Truppe auf diesem Planeten sind. Wir wissen um eine Gefahr, die alles, was auf dieser Erde vorstellbar und geschehen ist, weit in den Schatten stellt (weit schlimmer als Krieg, Folter und tödliche Krankheiten) und sehen weitgehend untätig zu, wie die meisten Menschen dieses Schicksal ereilt.

    Ich finde, wir sollten die Vorstellung von der Hölle im Gesamtzusammenhang mal konsequent zu Ende denken, ehe wir allzu vollmujndig davon reden.
    Ich kann nicht behaupten, dass es sie nicht gibt, die Hölle, aber eins kann ich mit Gewissheit sagen, dass an dem allgemein verbreiteten Konzept (Hölle – ewige Qual – allmächtiger und liebender Gott – Haltung der Gemeinde) irgendwas nicht sitmmen kann.

  • Mandy, das hast du absolut treffend ausgedrückt. Gott redet echt durch dich. Sei gesegnet!

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