Archiv für Mai 2011
Guckt nicht auf mich – guckt auf den König!
Ich möchte Euch heute etwas schreiben, was mich oft beschäftigt und worüber ich immer wieder mit Gott spreche.
Es gibt Christen, die erzählen öffentlich von ihrem Glauben an Jesus, sowie ich das auch hier auf meinem Blog tue. Sie erzählen davon, was sie mit Gott erlebt haben, wie er ihr Leben verändert hat. Sie reisen um die ganze Welt, sie füllen große Hallen – viele Menschen kommen, um diesen Christen einmal live zu erleben.
Das bewirkt total viel Gutes, nicht selten finden hunderte Menschen auf solchen Events zu Gott.
Aber das Ding ist, sie machen diesen Christen zum Star. Und so ein "Starkkult" kann auch tragische Folgen haben. Nämlich das sich dieser Christ als was Besseres fühlt.
Ich habe meinen Blog vor nun fast drei Jahren gegründet. Am Anfang war es eine Handvoll Leser. Ich schrieb über meine Erfahrungen mit Jesus und meine Gedanken zu Gott und der Welt. Ich bat die Leser für mich zu beten. Mit der Zeit kamen immer mehr Leute auf diesen Blog, mittlerweile sind es Tausende.
Ich merke, dass viele Leser mich loben, mir die Aufmerksamkeit schenkten, über mich sprechen und nicht über Gott…. dass macht mich sooo traurig….
"Ich heiße 'Herr', und ich bin es auch. Die Ehre, die mir zusteht, lasse ich mir nicht rauben. Ich dulde nicht, dass Götterfiguren für meine Taten gerühmt werden."
Jesaja 42, 8
Gott verdient die ganze Ehre!
Irgendwann fragte eine Autorin an, ob sie über meine Lebensgeschichte schreiben darf. Und so kam ein Buch heraus, in dem unter anderem auch meine Lebensstory steht. Dann fragte der Verlag an, ob ich nicht selbst ein Buch schreiben möchte. Die ersten Zeitungsfuzzis kamen und wollten einen Artikel über mich schreiben, dann kam die nächste Zeitung, dann die nächste… dann Radio und das Fernsehen.
Über jede Anfrage sprach ich mit Gott! Er gab mir Feedback und ermutigte mich, dass ich mit meiner Lebensgeschichte Menschen erreichen und berühren kann. Und so gab ich einen großen Teil meines Privatlebens auf und erzählte ab sofort öffentlich über mein Leben mit allen Höhen und Tiefen.
Das kostet mich Mut. Und wenn dann die Leute kommen und sowas sagen wie:
"Du willst berühmt werden." oder "Du bist ja richtig prominent, cool."
Das tut mir soooo weh! Weil ich genau das nicht möchte und es mein größer Kampf ist, dass die Menschen eben nicht eine solche Meinung bekommen.
Ich hatte Gott sei Dank nie wirkliche Probleme mit Stolz. Ich denke gerade weil ich von Beginn an, als die Leser mehr wurden, BIG Daddy darum bat, dass sie IHN hinter dem ganzen Geschreibsel sehen!
"Ein Jünger Jesu weiß, dass das Vorgehen gegen die Sünde des Hochmuts immer Kampf bedeutet. Er weiß, dass er niemals "demütig genug" sein kann. Auf jedenfall trachtet er nicht danach, sich selbst bekannt zu machen, sondern Jesus."
Matthäus 6, 16

Leute, bitte hört auf damit auf mich zu gucken – guckt auf den König! Ich habe große Erfurcht vor diesem rießigen Gott, aber sie allein ist nicht meine Motivation. Ich arbeite viel, um ihm zu dienen, aber nicht, um meine Hingabe zu beweisen.
"Ein Mensch, der Jesus kennt, betrachtet es nicht als Last, zu dienen. Er freut sich daran, Gott zu lieben, indem er sein Volk liebt."
Matthäus 13,44; Johannes 15,8
Fangt nicht an mich zum Star zu machen, Jesus allein ist der Held!
Ich merke, wie ich "gebremst" werde, wenn ich zuviel Lob und Aufmerksamkeit bekomme, wenn ich merke wie der große Gott klein gemacht wird. Ich hab dadrauf keinen Bock! Ich will das nicht!
Der Teufel, die alte Stinkebacke, ist da voll an der Arbeit….. die freut sich nen Loch in den Bauch, wenn sie den Bloglesern ein falsches Bild vormachen kann, wenn Neid und Eifersucht entsteht! Laß das nicht zu!
Das Ding ist, ich kann nur immer wieder mit Gott darüber sprechen, jeden einzelnen segnen und einen Beitrag wie diesen hier schreiben – aber es mir nicht möglich, dass Denken der Menschen über mich zu steuern. Deine Meinung musst Du Dir selbst bilden.
Bevor Du hier kommentierst oder über meine Worte nachdenkst….hock Dich hin und halte noch eine Minute die Klappe. Stell Dir mal vor, Du stehst jetzt vor seinem Thron…. Du stehst Jesus gegenüber…. und erst jetzt schreibe!
Sei fett gesegnet
Deine Jesus Punk
Fotos: oben: worshipchrist.de, unten: flickr.com
Wie wächst mein Glaube?
Durch meine letzten Beiträge kamen bei einigen Lesern die Fragen auf:
Wie glaube ich eigentlich? Wieviel Glauben ist notwendig?
Weißt Du, ich denke es geht nicht um die Menge des Glaubens, sondern Du musst kapieren was Glaube eigentlich ist und wenn Du das kapiert hast, dann musst Du nur das bißchen Glaube einsetzen was Du bereits hast!
Ne gute Stelle dazu kannste im Matthäus 17 nachlesen. Da kommt nen Vater zu Jesus und erzählt, dass sein Sohn krank ist. Er hat den Jungen bereits zu Jesus' Jüngern gebracht, aber irgendwie isser immer noch krank. Daraufhin meint Jesus:
"Was seid ihr doch für eine verkehrte Generation, die Gott nichts zutraut!"
Jesus heilt den Jungen und dann fragen die Jünger, warum sie das nicht gebracht haben und unser Chef meint dazu:
Droht uns Gott mit der Hölle, wenn wir ihn nicht lieben?
Im letzten Beitrag habe ich die Frage gestellt, ob Du Jesus wirklich liebst?! Jemand kommentierte dazu und fragte sich selbst:
"Glaube ich nur zum Zweck, dass ich es in der Ewigkeit auch gut haben werde?"
Tschjaaa…. sind wir doch mal ehrlich: Bewertet Gott unser Leben an unserer Liebe zu ihm?? Droht uns Gott tatsächlich mit der Hölle, wenn wir keine liebende Beziehung zu ihm aufbauen?
Harter Tobak und doch ne einfache Antwort: Nein, Gott zwingt niemanden ihn zu lieben.
Pass mal uff:
Der Gott hat die Erde, Dich und den ganzen Kram drumrum geschaffen und er weiß was das Beste für Dich ist. Er liebt Dich, also sagt er Dir was das Beste für Dich ist, denn er möchte ja, dass Du glücklich bist und es Dir gut geht.
Soweit klar, oder?
Gaaaaanz zufällig ist Gott selbst das Beste für uns. Deshalb wirbt, lockt, schiebt und ruft Gott Dich auch. Das tut er auch durch andere Menschen. Mein Blog und so…
Beweist nicht auch sein "drohen" seine Liebe zu uns??
Kommentiere mal dazu, bin gespannt.
Ich denke das "drohen" ist auch vielmehr ein "warnen". Und das ist ein entscheidender Unterschied!
Bei Wikipedia heißt es zu "drohen":
"Eine Drohung ist die glaubhafte Ankündigung einer unangenehmen Maßnahme gegen jemanden, um ihn in seiner zukünftigen Handlungsweise zu beeinflußen."
Gott möchte uns aber nicht beeinflußen, sondern lässt uns die Freiheit und informiert uns… er warnt uns.
Eine "Warnung" definiert Wikipedia so:
"Eine Warnung ist die Vorhersage eines möglichen kommenden Schadens, der aber noch unterbunden oder gelindert werden könnte. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf eine drohende Gefahr."
Leuchtet ein, oder?
Wenn Gott uns nicht sagen würde, was das Beste für uns ist, dann würden wir ihn am Ende unserer Tage doch dumm anmachen und sagen:
"Hey Gott, ich bin jetzt in der Hölle gelandet…. und das alles nur, weil Du mir nicht gesagt hast, dass DU das Beste für mich bist???"
Da denkt manch einer sein Leben lang, eine liebende Familie, finanzielle Sicherheit, bedeutungsvolle Freundschaften und Gesundheit ist das höchste Gut. Doch dann, wenn hier auf der Erde sein letztes Stündchen vorbei ist… steht Gott da und sagt:
Mal ehrlich: Liebst Du Jesus?
Wenn du in jemanden verliebt bist, nimmst du einiges auf dich, um mit der Person, die du liebst, zusammen zu sein.
Du würdest stundenlange Fahrten auf dich nehmen, um bei ihr zu sein, auch wenn es nur für eine kurze Zeit ist.
Es macht dir nichts aus lange aufzubleiben, nur um zu reden.
Ein Spaziergang durch den Regen ist romantisch, nicht ärgerlich. Du bist bereit ein kleines Vermögen für den Menschen, der dir so wichtig ist, auszugeben. Und wenn ihr getrennt voneinander seit, dann hast du ratz fatz Sehnsucht und bist unglücklich.
Er oder sie ist alles woran du denkst und du ergreifst jede Gelegenheit, um zusammen zu sein.
In dem Buch "God is the Gospel" von John Piper bin ich auf eine krasse Frage gestossen. Ich möchte sie dir heute stellen.
Wenn du ein Leben haben könntest ohne Krankheiten, Schmerzen oder sonstigen Mist…. wenn du anschließend in den Himmel kommen könntest, mit all deinen Freunden, die du auf der Erde jemals hattest, mit all deinem Lieblingsessen, deiner DVD Sammlung, deinen Hobbys… mit allem was dir so Spaß macht, mit all den tollen Schönheiten der Natur… himmelblaues Meer, strahlendem Sonnenschein und so… ganz ohne Naturkatastophen, Streiterein und ohne finanzielle Probleme – wärst du zufrieden im Himmel, wenn Jesus nicht dort wäre?
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Das ist eine wichtige Frage, die ich dir heute auf's Herz legen möchte. Antworte nicht spontan, sondern denke dich da mal so richtig rein.
Wenn Du in Gott so richtig verliebt bist, dann wirst du feststellen das du ohne Jesus im Himmel niemals zufrieden wärst.
Morgen werde ich darüber schreiben, ob uns Gott zwingt ihn zu lieben und wie das denn nun ist, wenn man Gott nicht liebt – warum auch immer.
Du bist auf jedenfall von Gott so richtig megamäßig geliebt! ![]()
Segen für Dich
Deine Jesus Punk
Fotos: MeredithFarmer/flickr.com, Textauszüge: "Mein Leben als Volltreffer" von Francis Chan
Ich schreibe für eine Initiative von In-Meiner-Strasse e.V. Wenn Du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest Du auf diesem Link alle Infos.
Gekreuz(siegt) trifft Meeting Jesus
Ich habe am letzten Wochenende die Gina von www.mettingjesus.de getroffen, sie ist neben mir die zweite Bloggerin die für In-Meiner-Straße e.v. als Internetmissionarin im Netz unterwegs ist.
Was sie über unser Treffen so schreibt, lest oder hört es euch an
Klick dazu uff's Bild.
Fotos: meetingjesus
Ich schreibe für eine Initiative von In-Meiner-Strasse e.V. Wenn Du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest Du auf diesem Link alle Infos.
Wie verliebe ich mich in Gott?
Wenn ich mit Gott spreche, dann nenne ich ihn "Daddy". Bei einem meiner letzten Artikel las ich in den Kommentaren, dass nicht jeder zu Gott dieses "Kind-Vater" Verhältnis hat. Ich habe mich und Gott gefragt…. Warum ist das so?
Viele Menschen haben sich als Kind unerwünscht, wenn nicht sogar ungeliebt, gefühlt. Tiefere Unterhaltungen, liebevolle Berührungen und gemeinsame Unternehmung speziell mit dem Vater? Fehlanzeige! Vielleicht war der Vater auch streng und man musste aufpassen nichts falsch zu machen, sonst setzte es was.
Ich denke das sich so eine kaputte Vaterbeziehung auch auf die Beziehung zu Gott auswirkt.
Es gibt Menschen, die krampfhaft versuchen nicht zu sündigen oder Angst davor haben, Gott mit alltäglichen "Kleinigkeiten" zu "belästigen". Dabei ist nichts zu gering und unwichtig für ihn. Es gibt Menschen, die haben nicht die Erwartung von Gott gewünscht und geliebt zu werden. Die sind schon glücklich, wenn Gott sie nicht hasst oder verletzt.
Die Beziehung zu dem eigenen Vater färbt auf die Beziehung zu Gott ab.
Mit meinen Eltern kam ich auch nie klar, Schläge und alles…. aber bei mir ist das mit dem Vaterbild genau anders rum. Da ich nie einen Vater hatte, der sich auch so benahm, bin ich sooo froh ihn in Gott gefunden zu haben. Dieses Geschenk nehme ich mit offenen Armen entgegen. Und das solltest auch Du tun!
Gott kann man voll vertrauen und es ist wichtig seine Liebe nicht in Frage zu stellen und an ihm und seiner Versorgung für Dich zu zweifeln! Vielleicht beginnt man auch erst das zu kapieren, wenn man eigene Kinder hat.
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Kinder erklären, wa... An den Maus-Film musste ich auch gleich denken. Aber di...
Margarete Schmidt Hi Margarete, ich finde auch, du beschreibst das in Go...
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