Nick Vujicic – Alles eine Frage der Einstellung

Drei Tage war ich krank. Heute geht es mir besser und wieder fühle ich mich bestätigt.

Das passt zu meiner Themenreihe über Nick Vujicic, der Mann ohne Arme und Beine.

In seinem Buch “Mein Leben am Limit” merkst Du total, was dieser Kerl für eine positive Lebenseinstellung hat.

Mich kotzte es die letzten Tage an, dass ich fast jede Woche einen epileptische Anfall habe, manchmal sogar mehrere. Ich mußte mal wieder Medikamente umstellen. Denn die Richtigen in der korrekten Dosis sind noch immer nicht gefunden. Das ist ätzend.


Wochenlang muß dieses Zeusch hoch dosiert werden, danach abwarten, beten und hoffen, dass es wirkt. Und bisher immer das gleiche Ergebnis: Es hilft nicht.

Also wieder über Wochen absetzen… Schwindel, doppelt sehen, Taubheit, kotzen und was weiß ich. Alles ist möglich. Dann neue Medis ausprobieren…

Diese Pillen tun eine Menge an meinen Verdrahtungen im Hirn anrichtigen. Ich habe ich keine Ahnung wieviel meiner dämlichen Stimmung der letzten Tage, organisch begründet werden kann. Das ist mir auch total wurscht.
Fakt ist, ich habe in den letzten Tagen mir mal schön rein gezogen, was denn alles so unfair in meinem Leben ist. Den Pool mit Selbstmitleid gefühlt, zwar nicht randvoll…. aber auf dem trockenen saß ich auch nicht.

Und was lese ich dann im Buch: “Meine Leben ohne Limits” vom Nick:

“Stell dir die Einstellung zum Leben wie die Fernbedienung deines Fernsehers vor. Wenn dir das aktuelle Programm nichts bringt, schnappst du dir die Fernbedienung und schaltest um. So ähnlich kannst du auch deine Einstellungen umschalten, wenn sie nicht die Ergebnisse bringen, die du dir vorstellst. Die Umstände sind dabei nicht entscheidend.”

 

Ok… Knopp drücken und “Happy Sunshine” Stimmung? Nee, so einfach ist das nicht, sagt der ja auch nicht.

 

Ich denke 3 Jahre zurück. Damals hatte ich einen Tumor im Kopf. Das Ding war ganze 6cm groß und drückte die Nervenbahnen ab, die meine rechte Körperhälfte steuerten. Ich hatte oft saumäßige Schmerzen, nahm viele Medikamente. Manchmal pennte ich den ganzen Tag, und als ich irgendwann aufwachte, hatte ich das Gefühl nur noch Matschepampe in der Birne zu haben. Das ist nicht angenehm.


Doch durch zig Bestrahlungen und Chemotherapie, tausende Gebete wurde ich geheilt. Ich denke es war ein Wunder: Zusammen gerührt aus Gottes Power, den genialen Fähigkeiten der Medizin, die durch die Ärzte umgesetzt wurden und meine positive Einstellung zum Leben. Drei Zutaten zum “gesund” zu werden.

 

Gott lies mich nicht sterben, sondern leben und er sagte mir:

“Du wirst nicht sterben, sondern leben und erzählen, was der Herr getan hat!”
Psalm 118, 17

 

Dieser Satz steht oben auf dem Logo von meinem Blog. Sicher. Der ist was ganz Besonderes für mich.

 

Ich denke BIG Daddy hat mir das Leben gerettet, damit die Leute sehen können, wie er mich wieder hingekriegt hat. Die epileptischen Anfälle, die Angst es könnte immer und überall passieren…. sie erinnern mich daran, dass ich nicht perfekt bin.

Whatever – That’s my Live!

 

Ich weiß, dass Gott die Kraft hat und mich jederzeit komplett gesund machen kann. Doch momentan tut er das nicht. Und so wird mir immer wieder auf’s Neue bewusst, dass ich schwach bin – aber er soooo stark ist!


Du kannst die Sicht auf Dein Leben ändern. Das ist kein posives Denken Geschwaffel. Nein. Es ist das Vertrauen in Deine Fähigkeiten, auf Gottes Power und ein akzeptieren, dass Du nicht perfekt bist.

 

Durch den Feind in meinem Kopf, wie ich den Tumor nenne, hab ich kapiert, dass das Leben jeden Moment zu Ende sein kann. Vielleicht hab ich das sogar schon viel früher kapiert, als ich mich mit den Drogen wegschiesen wollte – keine Ahnung. Wichtig ist, dass Du Gott dankbar bist! Nutze die Zeit, die er Dir hier in dieser Welt schenkt, sei nett zu Dir und zu anderen! Jajaja…. heute pädagogisches Gelaber ;-)


Anstatt Dich auf Deine Schwächen zu konzentrieren, guck auf Deine Stärken.

Ich habe epileptische Anfälle, kann meine rechte Körperseite nicht 100%ig bewegen…. ja und nun?

Man ey, ich kann sprechen, ich kann gehen, ich habe Arme und Beine und mein Leben ist fast normal. Nick schreibt in seinem Buch, dass es absolut normal ist auch mal zu trauern, zu heulen, wütend zu sein und Schiss zu haben. Wir sind alle keine Heiligen, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem Du Dir sagen mußt:

“Noch lebe ich. Will ich wirklich den Rest meiner Tage als ein Häufchen Elend verbringen?
Oder will ich neu anfangen und weiter meinen Träumen folgen?”

Kein Schwein sagt, dass das einfach ist. Du brauchst ne fette Portion Entschlossheit, Hoffnung und Vertrauen auf Deine Fähigkeiten. Ok, dass gibt’s nicht bei ALDI im Angebot…  aber mal ehrlich, wenn Nick Vujicic das schafft…. dann schaffst DU das auch!!

 

Nick ist oft unterwegs ist und muß viel mit dem Flugzeug fliegen. Und manchmal haben Flüge Verspätung und er muß stundenlang am Flughafen warten, früher hat er dabei oft Wutanfälle bekommen.

“Doch irgendwann wurde ich zu alt für Wutanfälle, die ohnehin wenig Spaß machen, wenn man nicht einmal mit dem Fuß aufstampfen kann. Ich muss also einen Weg finden, meine Einstellungen zu unvorhersehbaren Planänderungen zu optimieren.

Wenn wir heute stundenlang auf Flughäfen ausharren müssen, helfe ich mir, indem ich mir das Positive an der negativen Situation klarmache.

Der Flieger kann wegen des schlechten Wetters nicht starten. Das ist doch gut! Dann ist unser Flug umso sicherer, wenn der Sturm vorbei ist.

Oder:

Technische Probleme und wir sitzen fest, aber lieber warte ich am Boden auf ein intaktes Flugzeug, als in der Luft in einem kaputten zu sitzen.

Natürlich ist mir ein reibungsloser Ablauf noch immer lieber als unerwartende Ereignisse. Aber die Alternative ist, sich auf das Negative zu konzentrieren. Und auf Dauer ist das nicht gesund.

Wenn die Umstände, die du sowieso nicht ändern kannst, deine Stimmung und dein Verhalten bestimmen dürfen, läufst du Gefahr, in einen Teufelskreis zu geraten.

Es beginnt mit Ärger, übereiliten Entscheidungen und flüchtigen Einschätzungen. Du fängst an überzureagieren und schnell aufzugeben. Und letzten Endes verpasst du die Chancen, die sich immer – immer – genau in dem Moment auftun, wenn du glaubst, es wird nie mehr besser.

Pessimismus und negatives Denken verbauen dir den Weg nach oben. “

 

Morgen werde ich Dir von einer echt starken Frau erzählen. Sie heißt Joni Eareckson und hatte, als sie 18 Jahre war, einen Badeunfall.

Seitdem ist sie querschnittsgelähmt, vom Hals ab. Trotz tiefen Verzweiflungsmomentan, bekam sie neuen Mut und neue Power durch Gott und ich bin fest davon überzeugt, dass wir durch solche besonderen Menschen ne ganze Menge lernen können.

 

In diesem Sinne, laß ihn raus den Jesus!
Fetten Segen Deine Jesus Punk

 

Fotos: Copyright von oben © Christian Wolf, Julia, gekreuzsiegt, Nick Vujicic
Ich schreibe für eine Initiative von In-Meiner-Strasse e.V.  Wenn Du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest Du auf diesem Link alle Infos.

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9 Kommentare zu „Nick Vujicic – Alles eine Frage der Einstellung“

  • Jane:

    Liebe Mandy!
     
    Schön, daß es Dir besser geht :-)   
    Nur ein kleiner Hinweis: Joni hatte keinen Reitunfall, sondern einen Badeunfall, sie sprang ins Wasser und brach sich dabei den Hals.
     
    Eine tolle Freu, extrem beeindruckend was sie aus ihrem Leben gemacht hat und ich freu mich schon darauf, was Du zu ihr schreibst.
     
    Be blessed
    Jane
     

     

  • Hallo erstmal !
     
    Zum Thema JONI ………du bist auch vom Pferd gefallen ;-)
    Bitte recherchiere nochmal gründlich ………………sie ist mit einem Kopfsprung mit 17 Jahren , in einem See gesprungen !
    Woher ich das weiß , ihr Leben ist verfilmt worden und lief  in den letzten 10 Jahren mindestens 2mal im Jahr auf Bibel TV .
    Nix für ungut , ist ja noch mal gut gegangen ……………..;-)  Immer schön die Hausaufgaben ,,gründlich '' machen , hörst Du ;-)
     
                                                                                                  Gottes reichen Segen weiterhin  van Tante Heike

  • ich:

    Falsch recherchiert Frau Punk! Schade.

    • Wie bereits erklärt war das ein Schreibfehler von mir, ich weiß das Joni einen Badeunfall hatte und keinen Reitunfall.

      Findest Du deswegen den ganzen Beitrag direkt schrottreif? Das entnehme ich deinem "Schade" und den Link hab ich mal gelöscht und lasse ihn unkommentiert.  …

  • Liebe Mandy,
    einen herzlichen Dank für Deine Arbeit. Ich finde es ganz toll, wie Du Dich, trotz Übelkeit und allem anderen was Dich zurzeit plagt, an Dein Laptop setzt und Deine Beiträge schreibst. 
    Deine Artikel sind für mich eine echte Bereicherung, so wie auch dieses hier und Deine ganze Reihe über Nick.  Ich freue mich schon auf das, was Du über Joni schreibst. Ich finde die ganze Kritik an Deinem Schreibfehler unfair. Wie wenn sich alles nur darum drehen würde!!! Von mir bekommst Du 5 Stimmen von ganzem Herzen. 
    Lass Dich nicht entmutigen und mach weiter so. Du bis ein sehr wertvolles Schwesterchen im Herrn! Nochmal Danke! 
    Ich umarme Dich!

    • Hallo Jutta,

      aufmerksame Leser – die mich drauf hinweisen. Das ist schon ganz gut so.

      Nur wenn nach ner halben Stunde, nach der Berichtigung, immer noch einer schreibt "du hast da nen Fehler", obwohl er ihn nie gesehen hat…. ist das albern und nicht wirklich ernst zu nehmen.

      Es freut mich, wenn dir meine Beiträge gefallen Jutta. Heute ging es mir auch schon viel besser…. gestern hab ich gelitten, dass war eigentlich nicht mehr zu toppen. Wird immer besser, dass ist cool.

       

      Sei gesegnet und danke für deinen Kommentar!

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