Was sagt Gott zur Ehe – Scheidung?

Jede Ehe beginnt mit einer Scheidung, einer ENTscheidung.

Die Entscheidung dem anderen treu zu sein, in guten wie auch in schlechten Zeiten. Die Ehe ist nicht nur ein Vertrag, wo man einen Wisch unterschreibt. Die Ehe ist ein Bund zwischen zwei Menschen, den Gott geschlossen hat.


   Freiwillig LEBENSLÄNGLICH

…..so lautete das Urteil am Tag der Trauung.

 

Es ist das Versprechen den anderen ein Leben lang zu lieben, ihm Respekt entgegen zu bringen und demütig zu sein. In der Ehe lernt man nie aus…

 

Ich möchte über Scheidung schreiben. 

Doch ich glaube nur wer eine Scheidung erlebt hat, der kann wirklich mitreden… falls Du diese (leider) erleben musstest, dann kannst Du unter dem Artikel kommentieren wie Du dazu stehst.


Wie hast Du Gott während Deiner Scheidung erlebt?

 

Zum Thema Ehe gibt es zig Bibelstellen, wahrscheinlich deswegen weil keine andere Beziehung so intim ist wie die Ehe und so einen großen Einfluss auf das Leben hat.

 

Im Matthäus 19, 3-8 fragten die Pharisäer (die immer denken, dass sie die Supertollen wären) den Jesus:

"Darf sich ein Mann von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden lassen?"

Jesus antwortete: "Lest ihr denn die Heilige Schrift nicht? Da heißt es doch, dass Gott am Anfang Mann und Frau schuf und sagte:

'Ein Mann verlässt seine Eltern und verbindet sich so eng mit seiner Frau, dass die beiden eins sind mit Leib und Seele.' Sie sind also eins und nicht länger zwei voneinander getrennte Menschen."

"Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden."

"Doch weshalb", fragten sie weiter, "hat Mose dann vorgeschrieben, dass der Mann seiner Frau eine Scheidungsurkunde gibt, wenn er sich von ihr trennt?"
Jesus antwortete: "Mose erlaubte es, weil er euer hartes Herz kannte. Ursprünglich ist es aber anders gewesen."

Der Grund für eine Scheidung ist fast immer (oder immer?) ein verhärtetes Herz. Was das bedeutet, hat der Uwe Dahlke (Pastor) mal ganz gut auf den Punkt gebracht:

 

"Es ist die innere Unfähigkeit sich zu erinnern, was Gott bereits Großes für dich und mit dir getan hat. (…)

Wir denken instinktiv stärker an die Probleme und ihre Unlösbarkeit als an Gottes Fähigkeit uns zu helfen."

Wenn Deine Ehe den Bach runter geht, dann mußt Du alles dafür tun um sie vorm kentern zu retten!
Ich glaube Du bist dazu verpflichtet!
 

Aber wenn es trotz aller Bemühungen nicht mehr klappt?

 
Fragen wir nochmal den Erfinder der Ehe. Im Matthäus 19, 6 steht klipp und klar:

"Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden."

 

 

Interessant ist, dass es Ausnahmen gibt, zum einen wenn der andere kein Christ ist oder wenn der fremd geht:

 

"Wenn aber der ungläubige Partner auf einer Trennung besteht, dann willigt in die Scheidung ein. In einem solchen Fall ist der christliche Partner nicht länger an den anderen gebunden. Denn Gott will, dass ihr in Frieden lebt."
1. Korinther 7, 15

 
"Wer sich von seiner Frau trennt, obwohl sie ihn nicht betrogen hat, der treibt sie zum Ehebruch."
Matthäus 5,31
 
  • Wie sieht es aus, wenn Gewalt in der Ehe herrscht?
  • Wenn der Mann die Frau schlägt?
  • Wenn die Frau den Mann seelisch misshandelt?
  • Wo fängt Gewalt/Misshandlung an? Was meinst Du?
 
 
Ich habe in der Bibel eine Frau gefunden, die Ehebruch begangen hat und von den Pharisäern zu Jesus gebracht wird. Nachlesen kannst Du die Story im Johannes 8,1-11.
 
 
Die Pharisäer fragen Jesus:

"Im Gesetz hat Mose uns befohlen, eine solche Frau zu steinigen. Was meinst du dazu? Sie fragten dies, um Jesus auf die Probe zu stellen und ihn dann anklagen zu können. Aber Jesus bückte sich nur und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nicht locker ließen, richtete er sich auf und sagte: "Wer von euch noch nie gesündigt hat, soll den ersten Stein auf sie werfen!""

Das tut dann aber niemand. Und dann steht Jesus allein da mit der Frau. Anstatt sich an sein eigenes Gebot zu halten und es zu vollstrecken, handelt Jesus aus Gnade und verschont die Frau.  Er sagt zu ihr:
 

"Ich verurteile dich nicht. Du kannst gehen; aber tu diese Sünde nicht mehr."

Jesus bricht für diesen Menschen seine eigenen Regeln, weil er sie liebt! Deshalb schenkt er ihr, die die Schuldige ist, eine neue Chance.


Wenn ein Mörder Gnade finden kann, dann doch wohl auch ein Geschiedener oder eine Geschiedene?

Ich bin der Meinung, dass BIG Daddy die Gnade immer über das Gesetz stellt!
 
 
Nun könnte man denken, dass man doch nicht soviel um die Ehe kämpfen muß… denn wenn man sich scheiden lässt, wird das Gott einem anschließend vergeben.
 
Nun, ich glaube das ist ein äußerst gefährlicher Weg. Denn das würde bedeuten, dass man mit Gott zu spielen beginnt und genau diese Gnade der Vergebung wortwörtlich verspielt.

Jesus weiß, wieviel Leid, Sorgen und Tränen eine Scheidung mit sich bringt.
 
Diesen Schmerz und diese Not will er uns ersparen. Ich glaube, damit wir den Ernst der Sache begreifen, hat er uns das sechste Gebot gegeben: «Du sollst nicht ehebrechen.»
 
 
Ob man nach einer Scheidung wieder heiraten sollte… dazu mehr im nächsten Artikel.

Viel Segen und Liebe
Deine Jesus-Punk (verheiratet)
 

 

Foto oben: JMG  / pixelio.de; unten: Meredith Farmer/flickr.com

 


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Dieser Beitrag wurde am 7. November 2011 veröffentlicht.

110 Gedanken zu „Was sagt Gott zur Ehe – Scheidung?

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  1. Sabine

    Bin 4 Jahre hintergangen worden. Habe mindestens 4 Jahre auch seelische Demütigung erlebt. Ich sollte gehen, damit er besser dasteht in der Öffentlichkeit ( Chefarzt).
    War auch nicht immer zufrieden, habe es nicht anders gekannt als duldsam zu sein und durchzuhalten.
    Jetzt Scheidung mit Anwälten. Furchtbar. Ich glaube ich kann nie mehr vertrauen und lieben?

    Antworten
    1. Jessica

      Liebe Sabinen,
      ich wünsche dir alles erdenklich Gute , Mut und Kraft für deinen weiteren Weg.
      “Du darfst gluecklich sein”!
      “Du darfst Ja zu dir sagen”!
      Ich werde ein paar Samen für dich ausstreuen, aus denen erst ein zartes Pflaenzchen spriessen und später ein immer kraftvollerer, fest verwurzelter Baum entstehen wird.
      FRIEDEN, FREUDE, LICHT für Dich!
      Von Herzen Jessica

      Antworten
  2. Samuel

    Fand den Artikel gut.Bin grade in einer sehr schwierigen Situation .Lebe getrennt von meiner Frau und meinen Kindern.Meine Frau Kerstin und ich sind beide Christen und môchten in Gottes Wegen Leben.Trozdem môchte meine Frau unsere Scheidung.Ich habe Aufgrund einer Bipolaren Stôrung,
    viele Fehler gemacht und Dinge getan die meine Frau sehr verletzt haben.
    Ich kann sie verstehen.Bete aber und sehne mich so sehr danach das Gott unsere Ehe und mich heilt.Bin total verzweifelt ûber die Situation .Falls ihr fûr Ehen betet,Wûrde ich mich sehr freuen ,wenn ihr fûr uns,Samuel+Kerstin Warwel und unsere Kinder beten kônntest.Das Jesus ein Wunder tut.

    Antworten
  3. Keidel renate

    Hallo,ich brauch Hilfe von euch .Ich bin Christin und lebe z.z in Ehescheidung und bin seid August von meinem Mann getrennt. Es gab viele Gründe,er hat sich nach einem Herzinfarkt sehr verändert und konnte mich als Ehefrau nicht mehr annehmen.Ich habe Schuldgefühle ,obwohl ich es nicht bräuchte .Gott hat alles gesehen was passiert ist .wir sind für Mann und Frau nicht geschaffen .Ich fühlte mich als seine Mutter und betreuerin und er lebte nur in seiner eigenen Welt und dachte er muss jetzt noch einiges erleben ,nur ich kann einfach nicht loslassen.was kann ich noch tun?

    Antworten
  4. Olga

    Ich brauche Rat!
    Ich War mit meinem Mann über 6 Jahre verheiratet, habe seinen jahrelangen Drogenkonsum ertragen müssen, was mir und unserem Kind nicht zum guten kam. In der Schwangerschaft mit unserem zweitem Kind, entschloss mein mann sich eine Therapie zu machen. In der Zeit hat er sich in eine andere verliebt und hat seine Familie verlassen. Nach über einem Jahr kam bei uns die Scheidung, diese liegt schon 7 Jahre zurück, es War schwer und sehr schmerzhaft für mich, zumal ich meinen Mann trotz all dem geliebt habe. Die Scheidung War für mich deshalb schwer,weil ich bis heute noch das Eheversprechen und unser gelübte vor Gott im Kopf habe, wir haben doch ein versprechen abgegeben,in Guten wie in schlechten Zeiten. …..und jetzt werden wir doch geschieden!?
    Meine Frage ist nun, wie kann ich mich davon lösen? Ich möchte mich neu binden und ich habe das Gefühl, dass ich noch gehalten werde. Was kann ich tun? Wer kann mir helfen?

    Antworten
    1. gekreuzSiegt Moderatorin Sandra

      Liebe Olga, 

      wenn ich das richtig erkenne, hast ja nun mal nicht Du das Versprechen gebrochen, sondern Dein Ex-Mann hat sich abgewandt. Wenn Du Dich noch gebunden fühlst an das Versprechen, dann lege dies alles vor Gott hin. Erzähle ihm, wie Du Dich fühlst, dass Du traurig bist, dass es nicht möglich war, das Versprechen zu halten, bitte Deinen Mann (innerlich) um Vergebung, bitte Gott um Vergebung und vor allem, VERGEBE Dir selbst. 

      Wenn jemand seine Familie verlässt, glaube ich nicht, dass Gott nun von Dir verlangt, dass Du für immer allein bleibst. Es ist an Dir, einen guten Lebensweg zu gehen und für die neue Bindung, die Du eingehen möchtest, Verantwortung zu tragen. Ich denke, es würde Dir gut tun, mit dem neuen Partner offen zu reden über das, was Du erlebt hast. Und dass Du, bevor Du ggf. noch mal ein Eheversprechen gibst, auch möchtest, dass es aufrichtig von beiden Seiten getragen wird. Kommunikation in der Ehe ist das Wichtigste. Immer offen und ehrlich sein, Vertrauen leben…. Du schreibst, Du hast den Drogenkonsum Deines Mannes “ertragen müssen” ….. Das ist ja so ein Punkt. Schau zu, dass Du in der neuen Bindung nichts mehr “ertragen musst” …. sondern sorge auch für Dich selbst und Deine Kinder, dass Ihr lieben dürft und könnt und dafür jemanden an der Seite hat, der Euch genau das zurückgibt. Liebe, Vertrauen, Zuverlässigkeit. 

      Lege alles vor Gott hin. Er wird Dir alles vergeben. Denn er kennt Deine Geschichte. 

      Seid behütet.

      Sandra 

      Antworten
      1. Anonymous

        Sandra, danke für deine netten Worte, dieses werde ich beherzigen.
        Eine Aussprache hatte ich auch schon mit ihm gehabt und bin ihm nicht mehr böse. Es tat sehr weh, doch schon den Kindern und mir zu liebe will ich ihm nicht mehr nachtragend sein.
        Ich schau nach vorne und gebe mein bestes.
        Danke nochmal für deine warmen Worte!

        Antworten
  5. emily

    Ich sitze hier und bin so oft an diesem Punkt an dem ich mich gerade befinde…wir sind seit 4 Jahren ein paar haben einen wunderbaren sohn wollten im.Oktober 2013 heiraten dazu kam es aber nicht unsere.Beziehung ist ein ständiges auf und ab ich habe das Gefühl das er mich nicht liebt sich mir aber verpflichtet fühlt wegen unseres Sohnes.. er hat mich so oft gedemütigt war einfach tagelang weg Drogen Alkohol lügen Kontakt zur ex usw und ich lasse ihn immer wieder teil unserer familie sein obwohl ich selbst nicht mehr kann ich weiss nicht weiter ich bete ich Bitte Gott darum.mir einen weg zu zeigen ..soll ich an seiner Seite stehen auf Gott vertrauen das er sein Herz erreicht und geduldig sei ? Dieses ganze auf und ab kann doch nicht von unserem Herrn kommen die Verzweiflung die Unsicherheit spricht Gott zu mir was will er mir sagen ..

    Antworten
  6. Ludmila

    Liebe Brüder und Schwestern. Ich bin schon in etwa 16 Jahren verheiratet. Schon vor dem Heirat habe ich sexuelle Verhältnis mit meinem Mann und schon am Anfang habe ich gesehen, das mein Mann heimlich masturbierte. Ich wusste, das Sex vor der Ehe eine Sünde ist, da ich zum Heirat Punkt schon 6 Jahren Christin war. Aber kein Christ wollte mich und ich dachte, das ich nicht gut genug bin. Eben gut genug mit mir Sex zu machen, aber nicht mich zu respektieren und lieben. Also, respektierte und liebte ich mich auch nicht. Ich war niemals zufrieden mit diesem Mann, respektierte ihm auch nicht für seine Porno sucht, Dummheit…Der konnte mir einfach nichts richtig machen. Aber durch Gebuhrt von 2 Kindern und meine Selbständigkeit ich habe versucht diese Problem zu ignorieren.Bis ich habe erreicht alles, was ich mir erwünscht habe: Eigentum Wohnungen, eigene Laden…Nur diese Einsamkeit, trotzt ein Mann zu haben, war immer da. Und das Gewissen, das ich bin nicht einzige Frau, welche mein Mann reizend findet. Ich habe mein Frust angefangen weg zu naschen. Durch Süßigkeiten habe ich über 60 Kilogramm an Gewicht zugenommen. Dann habe ich begonnen mit meinem Mann reden, das ich mich fühle, wie eine kostenlose Beilage. Das der schenkt mir keine Aufmerksamkeit und umarmt nicht einfach so aus Liebe, sondern wenn der Sex möchte, das der nichts tut nur aus Liebe zu mir…, ich habe geweint…So vergangen unsere letzte 8 Jahre, wo wir waren noch zusammen. Ich wollte mich nicht trennen oder scheiden lassen, denn ich musste mich um das Geld kümmern und getrennt zu leben ist "teurer". Inzwischen habe ich erfahren, das mein Mann irgendwann früher ein Schlaganfall gehabt hat. Ich habe Angst mit meinem Mann alt werden. Wir waren zwar sehr gute Partner um zu arbeiten und Geld ausgeben, aber wir waren niemals " ein Leib". Wir haben uns nie auch gut verstanden, oder interessant gefunden… Vor 6 Monaten habe ich das alles meinem Mann erzählt und verlangt, was ich bis jetzt mir nicht traute, das mein Mann nicht mehr masturbierte, damit ich unsere Ehe noch war nehmen kann. Das hat er versprochen, aber nicht erhalten könnte, den der Sklave der Sünde ist. Das hat mich aber so traumatisiert, das ich habe den Herrn gebetet mich oder mein Mann zu sich nehmen, denn ich möchte nicht mehr mit meinem Man zusammen leben, denn ich respektiere mein Mann nicht mehr. Und statt ich ihm mit meinem Hass überschüttete, habe ich mich von ihm getrennt. Laut Lehre meinen Herrn Jesus Christus darf ich mein nächsten nicht hassen und was böses auf ihn sagen. Daher bette ich, das Er mich verzeiht, das ich nicht aus Respekt und liebe mein Mann heiratete, das der mir gibt die Kraft noch weiter alle Finanzen de-regieren, Kraft die Kinder in Lehre Christi zu erziehen… Gottes Willen geschehe. Mein größte Wunsch ist, das mein himmlische Vater mich so ändert, das ich Ihm treue Knechten werde und in Seiner Herrlichkeit bleibe. Es ist nicht einfach und im zusammen leben mit meinem Mann überhaupt nicht möglich, denn Gottes Himmelreich in mir ist, wenn ich Frieden und Liebe habe. Für meine Fehler der Mann zu heiraten, der ich heiratete, muss ich jetzt "bezahlen", denn es ist eine Konsequenz, denn laut Lehre Christi darf ich mich nicht scheiden lassen, wenn aber es tue, muss allein leben. Es ist super schwer, denke ich Mal… Obwohl aus meinem Praxis kann ich anderes sagen. Ohne meiner Ehemann ich bin ruhiger und glücklicher, habe auch weniger Sorgen. Muss nicht mehr kochen, Wäsche waschen und vertragen noch eine Person. So lebe ich mit meine Kinder. Wenn ich von der Arbeit zurück komme, lesen wir Bibel, sprechen zusammen, betten…Das alles war überhaupt nicht möglich, wo mein Mann mit uns gelebt war. Und jetzt kann ich für mein Mann beten, segnen ihm, denn ich muss ihm nicht sehen. In geheimen wünsche ich, dass mein Mann eine Frau findet und selbst sich von mir scheiden lässt. Denn ich möchte geliebt und verstanden werden, zusammen mit einem Mann Gott loben, betten, Brüdern und Schwestern dienen…Da Bibel lehrt uns unsere Wünsche unserem himmlischem Vater zu anvertrauen, habe ich schon darüber gebetet. Und ich weiß, das Gott liebt mich und mir antwortet. Ob diese Mann wird mein Mann sein oder andere, überlasse ich dem Herrn. Jetzt bemühe ich mich durch Buße näher und Näher zum Gott kommen und Seine Willen erfüllen.
    Mit meiner Geschichte möchte ich ermutigen Mädels, die aus welchem Grund auch immer keinen Heiratsantrag ohne vorher zu Sex gedrängt zu werden, bekommen. Wer liebt, – der wartet. Wenn aber ein Mann dich nicht liebt aber du heiratest ihm trotzdem, früher oder später wirst du dich scheiden lassen müssen. Nach Lehre Christi darfst du nur ein Mal heiraten. Verspiele nicht dein einzige Schanze, wie ich.

    Wenn du ein " richtiger" Christ bist und richtest die Menschen, die sich getrennt haben, oder sogar geschieden sind, überlege dir das auch. Denn ich bin schon gerichtet. Alleine Gott weiß, was ein Mensch durch macht. Und ich wünsche keinem Menschen erleben diese Hölle auf Erden, die ich abgekürzt beschrieben habe.

     

    Antworten
  7. Sabine

    2007 haben mein Mann und ich nach 16jähriger Beziehung geheiratet. Immer schon hatten wir den Eindruck, dass Gott uns zusammengeführt hat, obwohl wir beide keine lebendige Beziehung zu unserem Vater hatten. Wir wussten intuitiv, dass Kirche (in unserem Fall katholisch) nichts für uns war. Die dort gepredigte Knechtschaft konnte nichts mit dem Gott zu tun haben, mit dem ich immer wieder und überall sprach. Wir wollten eigentlich nie heiraten, weil die uns bekannte tradizionelle Zeremonie uns immer eher wie ein Theaterstück erschien: Kirche, blabla, Essen im Restaurant usw. Eines Tages sahen wir per Zufall im Fernsehen eine Doku über eine Kapelle im Wald in unserer Nähe. Der dortige Pfarrer kam zu Wort. Er war gerade mit Gartenarbeiten beschäftigt, hatte einen großen Sonnenhut auf, strahlte übers ganze Gesicht und seine Rede war locker, lustig und frei. So etwas kannten wir von den uns bekannten Pristern nicht. Plötzlich war die Idee geboren, die unsere Herzen höher schlagen ließ. Trauung in dieser kleien Kapelle mitten im Wald, anschliessendes Essen dort im Wald, lockere ungezwungene Feier mit einem Prister nach unserem "Geschmack". Und so kam es dann auch. Wir verbrachten einen unbeschreiblich schönen Tag mit all unseren Freunden.

    Mit den Jahren jedoch schlichen sich immer mehr Probleme ein. Mein Mann führt einen kleinen Handwerksbetrieb, in welchem ich mich um die Verwaltung kümmere. Der Betrieb lief sehr gut. In der Freizeit waren wir viel in der Natur unterwegs: Klettern, Skitouren usw. Diese Leidenschaft machte mein Mann zu seinem Zweitberuf als Bergführer. Wir unternahmen mehrere Reisen mit unserem VW Bus. Immer mal wieder dankte ich Gott, dass es uns so gut ging: Haus, Betrieb, Gesundheit, keine Geldsorgen. Nach aussen hin war einfach alles perfekt aber ich merkte auch eine zunehmende innere Leere und sprach auch zu Gott darüber. Gleichzeitig wurde die Gegnerschaft zwischen meinem Mann und mir immer stärker. Wir stritten uns wegen Kleinigkeiten und im Nachhinhein erkannte ich auch wie respekt- und lieblos wir miteinander umgingen. 2013 spitzte sich die Situation für mich unmerklich zu. Mein Mann war abends immer öfters weg. Ich machte mir deshalb keine großen Gedanken, schließlich war er der einzige Mann auf dem Planeten, dem ich 100ig vertraute. Mitte April kam er von der Arbeit heim und sagte, er gehe jetzt. Ich fragte verdutzt wohin er ginge. Seine Antwort: "Ich gehe, ich kann nicht mehr." Ich wusste nicht wie mir geschah. Erst 2 Wochen später begriff ich, dass er wirklich weg war. Alle Gesprächsbemühungen scheiterten. Ich (er)kannte mein Mann, mit dem ich die letzten 22 Jahre teilte nicht wieder. Dass ich damals in ein tiefes Loch fiel, brauche ich eigentlich nicht zu erwähnen. Doch es war der Beginn für eine echte tiefe Beziehung mit Gott. Ich blieb in der gemeinsamen Wohnung und arbeitete (mehr oder weniger) weiter im Betrieb. Zum ersten Mal kaufte ich mir die Bibel und begleitete meine Schwiegermutter und meinen Schwager zum Hauskreis, welchen sie schon seit Jahren besuchten. Ich suchte HILFE. Was in den letzten beiden Jahren genau geschah kann ich nicht genau sagen und würde auch den Rahmen sprengen. Ich sehe heute, dass Gott mich immer wieder lehrte und führte auch wenn ich nicht immer alles verstand. Einige Monate nach Auszug meines Mannes bestätigten sich meine Befürchtungen. Er traf sich mit einer anderen Frau (die ich auch kannte). Im November 2013 bestätigte sich dann auch, dass die beiden eine intime Beziehung haben. Sie, verheiratet, 3 Kinder, 5 Jahre älter als mein Mann, Jägerin.

    Kurzum: In den letzten 2einhalb Jahren habe ich gebetet und die Wahrheit Gottes immer wieder in sein und mein Leben gesprochen. Vor einem Jahr konnte ich ihm sagen, dass ich ihm vergeben habe. Ich suchte immer wieder das Gespräch mit ihm, da ich sah, dass es ihm nicht wirklich gut geht. Ich sagte ihm immer wieder, dass nur Gott ihm helfen kann. Bei allen Ratschlägen die ich ihm gab, nickte er zustimmend, doch es veränderte nichts. Ab und zu erscheint es meinem Verstand sinnlos und fraglich, dass ich immer noch in unserer Wohnung lebe und im Betrieb arbeite, aber mein Innerstes sagt mir, dass Gott mich so geführt hat. Das Sichtbare und mein Verstand stehen gegen das, was Gott sagt. Er sagt, dass ihm alles möglich ist, dass alles möglich ist für den der glaubt bzw. vertraut. Er sagt, dass nichts und niemand zwei Menschen trennen kann, die er zusammengeführt hat. Er sagt, wer bittet wird erhalten. Er sagt, was keine Auge gesehen, kein Ohr gehört und kein Verstand je ermessen kann er für diejenigen bereithält, die ihn suchen und lieben. All diese Zusagen und noch viele andere mehr bestärken mich immer wieder, mich (egal wie es aussieht) auf sein Wort zu stellen.

    Scheidung ist NIE eine Option für Lösung! (nur scheinbar)

    Ich möchte alle bestärken, die in einer ähnlichen Situation sind: Stellt Euch auf das Wort Gottes, sprecht es in Euer Leben! Lasst hingegen die Situation und die Umstände los! Sie liegen in Gottes (bester) Hand! Er ist treu! Auch wenn seine Mühlen ab und an langsam laufen, so bewegen sie sich doch fein und präzise. Er ist immer bereit zu seinem Wort zu stehen.

    SIEHE, ICH MACHE ALLES NEU

    dies ist sein mächtiges Wort! Ich vertraue ihm und werde mit seiner Hilfe eines Tages das Zeugnis über die Erneuerung unserer Ehe veröffentlichen können. Darauf freue ich mich schon jetzt.

    In Christus ist alles neu!

     

     

     

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  8. Toni

    Also ich war frischgebackener Christ, bin seit 2 Jahren gläubig und dann hat sich jemals in mich verliebt. Ich hatte überhaupt kein Interesse an einem mann, da ich in meinem ungläubigen leben als alleinerziehende genug schlechte Erfahrungen gemacht habe. Leider gab es dann einen “freund” der sich als Prophet Gottes sah und ständig visionen, Prophezeiungen und Offenbarungen hatte….. dieser charismatisch angehauchte “freund” meinte, das der Mann, der sich in mich verliebt hat, von Gott gesendet wurde! Dieser Mann, für den ich dann auch Gefühle entwickelte, überstürzte alles total (brasilianer mit touristen visuum) bestellte sofort ehe unterlagen und co. Ich sagte ihm dann die Wahrheit das mir das alles zu schnell geht. Doch dann gings los – der Mann ebenfalls prophetische träume und Offenbarungen von Gott am haben, brachte mich dazu zu glauben, das es Gottes Willen ist das wir sofort heiraten. Bereits vor der Hochzeit machte er einige fehler – wie zum Beispiel mich so lang zu manipulieren bis ich echt glaubte dass petting keine Sünde ist sondern nur sex sei Sünde. Das wäre eigentlich schon ein Grund gewesen ihn zu verlassen. Aber nein, tief erschüttert über seine Nötigung an mir ließ ich den Verlobungsring an, in dem Glauben das es Gottes willen ist und ich nix zu sagen habe. Mein pastor, seine frau und meine mutter – alle waren mich am warnen, doch ich dachte mir, dass die ja nicht verstehen, dass es Gottes Plan ist! (Ich war im hintergrund natürlich auch weiterhin manipuliert von diesem anderen “Propheten Gottes”, der auch brasilianer ist…… naja die Hochzeit kam, und mit ihr ein jahr voller kämpfe und trauer. Der hochengagierte christ den ich heiratete und sich zeigte wie das demütigste Lamm der Erde mutierte zu einem riesen charismatischen möchte gern Propheten und behandelte mich und meine Mutter wie das letzte, meinen sohn wie einen Soldaten beim Militär und war total undankbar. Naja, die Bombe platzte, er kiffte an Weihnachten (ohne deutschkenntnisse hat er es immerhin geschafft sich drogen zu besorgen) und haute dann drei tage ab….. ich war nervlich am ende wie noch nie in meinem leben. Er hat in einem jahr sehr viel gemacht, sogar hat er einmal nach einem streit die Gelegenheit in der Gemeinde genutzt und mit dem Wort Gottes mir hintenrum Vorwürfe gemacht ohne das die anderen es verstanden haben…. die liste ist lang….. naja nachdem dann die bombe platzte, unzählige pastoren mit ihm sprachen und er am Ende diszipliniert wurde (aus dem leib ausgeschlossen für eine gewisse Zeit) irgendwann hat er angefangen sich zu “ändern” wobei ich immernoch glaube, das er sich nicht aus Demut oder nächstenliebe ggeändert hat sondern aus purer Eigenliebe.
    … seit 5 monaten kämpfe ich und bete ich das ich wieder mit ihm anfangen kann, aber es geht nicht. Ich schaffe es nicht. Ichbin ttotal verzweifelt. Ich wurde verheiratet quasi durch manipulation, wurde anschließend ausgenutzt und nun soll ich weitermachen und ihn mit Herzen lieben. Was sagt ihr dazu? Was sagt ihr zu meiner Situation? Ich war mal grad 4 Monate gläubig und hab einfach nur alles gemacht von dem ich dachte es wäre richtig. ….. nun steh ich da, 25 jahre alt schon verheiratet und emotional voll am ende…. nicht fähig, uber all das hinweg zu kommen. …. es war auch eine sehr kurze Fassung meiner Situation. ….

    Antworten
  9. GekreuzSIEGT Moderator - Hanspeter

    Danke Ruth für Deinen Beitrag.

    Es macht immer wieder sprachlos, was Menschen erleben müssen. Gut zu wissen, dass unser Gott auch aus negativen Erfahrungen etwas Gutes draus machen kann. Diese verwandelnde Kraft fasziniert mich an Gott. Dir wünsche ich, dass Du viele ermutigen kannst, auch mutig die eigene Verantwortung zu übernehmen und nicht in der Opferrolle zu bleiben. Zum eigenen Schutz und um der Kinder willen, muss man manchmal auch unpopuläre Entscheidungen fällen. Hanspeter

    Antworten
  10. Ruth

    Hallo liebe Mandy,
    nachdem ich die Beiträge zum Thema Ehescheidung gelesen habe, möchte ich gerne meine Erfahrung dazu schreiben. Ich bin in einem frommen Elternhaus aufgewachsen. Nach außen hin schien alle. s in Ordnung, in Wirklichkeit gab es aber Gewalt und Missb rauch. Ich hatte sehr jung eine Eh e mit einem Mann geschlossen, der mich fast von Anfang anmisshandelt hatte. Vor unserer Hochzeit hatte er sich bekehrt, eine Therapie wegen seiner Alkohol- und Drogenprobleme gemacht und sich taufen lassen. Ich dachte, jetzt wird alles gut. Aber leider hielt er an Lügen und Hass fest, statt den heiligen Geistes in seinem Leben Veränderung schaffen zu lassen. Viele schlimme Jahre folgten, unter denen nicht nur ich, sondern auch unsere Kinder sehr gelitten haben. Bis ich an einen Punkt kam, wo ich nicht mehr konnte. Aber ich hatte ja gelernt, dass man als Christ sich nicht trennen dürfe und auf die Gewalt mit noch mehr Liebe reagieren sollte. Gott hat mich bei einem Suizidversuch buchstäblich gerettet und mir die Kraft gegeben, mich zu trennen, für mich und meine Kinder eine Wohnung zu suchen und eine Therapie zu machen. Ich wollte meinem Mann trotz der Trennung auch noch eine Chance geben. Stattdessen kam es von ihm danach zu Morddrohungen, sogar vor unseren Kindern und immer schlimmerem Alkohol- und Drogenmissbrauch. Meine Eltern bezeichneten mich wegen der Trennung als Einbrecherin und schickten mir Briefe mit Bibelzitaten, dass Gott mich strafen und seinen Segen von mir nehmen würde, gingen mit meinem Mann zum Rechtsanwalt um mich zu brechen, damit ich wieder zu ihm zurück käme und waren sogar bei Gerichtsverhandlungen nach dem Gewaltschutzgesetz mit meinem Mann da, um auszusagen, dass ich eine Lügnerin wäre. Ich würde mit den Beschuldigungen gegen meinen Mann nur von meinem eigenen Fehlverhalten ablenken wollen. Zum Glück hatte ich an meinem neuen Wohnort eine Gemeinde gefunden mit Menschen, die mich unterstützten. Zum Glück hatte ich das Jugendamt und die Polizei auf meiner Seite und Zeugen. Und immer wieder eine Zusage Gottes aus Jeremia: sie werden gegen dich kämpfen, dich aber nicht überwinden, denn ich bin mit dir, spricht der Herr. Trotzdem war ich eines Tages so verzweifelt, ob ich mich denn trennen dürfte und hatte solche Angst, dass Gott mich vielleicht doch verstoßen und bestrafen würde, dass ich ihn inständig bat, mir Gewissheit zu schenken und daraufhin meine Bibel aufschlug. Sowas mache ich normalerweise nicht. Aber ich konnte all dem Druck meiner Eltern kaum mehr standhalten und es ging mir extrem schlecht. Da schlug ich eine Bibelstelle, ich glaube aus Sacharja auf, wo Gott den Israeliten befiehlt, sich von ihren heidnischen Ehefrauen scheiden zu lassen. Ich kannte diese Stelle nicht aber ich bin bis heute ganz gewiss, dass er mir damit geantwortet hat. Sie steht auch für mich in keinem Widerspruch dazu dass Gott sagt, er hasse Ehescheidung. Aber Gott hat sich die Ehe als Schutz ausgedacht. Nicht als Martyrium und Freibrief, seinen Partner lebenslang ungestraft misshandeln zu dürfen. Das ist Sünde und Gott hasst die Sünde! Ich darf mich und meine Kinder vor jeder Form von Gewalt und Misshandlung schütze, ich sollte es sogar! Das ist meine Verantwortung, die Gott mir für mich und das Leben meiner Kinder gegeben hat! Nie und nimmer hat Gott die Ehe als einen Ort der Unterdrückung und Demütigung gedacht und er findet auch keinen Gefallen daran, wenn ich mich in die Opferrolle begebe und mich dem andern unterwerfe. Was für ein Vorbild bin ich dann meinen Kindern? Was für ein Bild bekommen sie von Gott und von Ehe? Ich bin meinem Gott so dankbar, dass ich heute wissen darf, dass ich Gewalt nicht mehr erdulden muss, dass ich Grenzen setzen darf und soll zu meinem Schutz und dass er mir immer mehr zeigt, wieviel ich wert bin. Dass ich es wert bin, liebe- und respektvoll behandelt zu werden. Dass ich immer freier werde, um zu lieben und geliebt zu werden. So, wie Gott sich das ursprünglich gedacht hat :-) Ich bin kein Opfer mehr, ich bin Gottes Augenstern <3

    Antworten
    1. Anonymous

      Das hast du toll gemacht.danke du hast mir geholfen denn gott will sicher nicht das man in eine ehe demütigung und gewalt erläbt .gott ist liebe gott ist respekt

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    2. GekreuzSIEGT Moderatorin - Sandra

      Liebe Ruth, 

      Deine Geschichte ist so wunderschön, natürlich nicht der Anfang und all das Leid, aber die Lehre, die Du daraus gezogen hast. Wie traurig, wenn die eigenen Eltern so verblendet sind …. 

      Du bist Gottes Augenstern. 

      HAMMER! Seid behütet und wachst in der Liebe des Herrn und zum Herrn. 

      Geht mit Gott. Er liebt Euch so sehr. Und es ist so schön, dass Du es weißt. 

      BERÜHRT, Sandra

      Antworten
    3. andreas

      du hast recht und ich glaube jesus christus handelt an jedem menschen ganz individuell.

      deshalb kann es auch keine pauschalisierung zum thema der scheidung geben.in einem fall ist sie falsch in einem anderen deinem fall ist sie gottes wille.deine eltern kommen mir wie die heuchlerischen pharisäer vor.jesus christus hat ganz klar gesagt dass das gesetz für den menschen da ist und nicht der mensch für das gesetz und er hat gesagt man soll auf den eigen balken im auge zuerst schauen das wäre angebracht für deine eltern und deinen ex mann. aber ganz sicher wird ihnen jesus christus den kopf zurechtrücken wenn es an der zeit ist das geht mit sicherheit allen so die glauben "rechtgläubig" zu sein und andere verurteilen.

      Antworten
  11. Dorena

    Hall Mandy !
    Be uns hat es kürzlich auch mal ordentlich gerappelt,weil ich mich schämte,dass ich meiner
    Probleme nicht Herr werde (nicht nur als Nachwirkung der Depression).
    Mir geht es zumindest etwas besser,seit ich mir klar gemacht habe,dass Gott auf uns aufpasst
    seit 30Jahren. Rein menschlich gesehen war unser Unternehmen  Ehe zum Scheitern verurteilt,ehe es begonnen hatte,weil wir beide als Bhinderte nur begrenzte Kräfte haben. Selbst Freunde eines christlichen Kreises von Behinderten und Nichtbehinderten zweifelten damals,ob das gut geht.  Aber Gott wollte es so und hat uns darum jeden einzelnen Tag bis jetzt immer soviel Kraft geschenkt zum Leben,dass wir nicht untergehen,sondern immer irgendwann einen Ausweg finden,wenn wir ein Problem haben. Wenn es einem schlecht geht und einen alles anstinkt (vor allem an sich selber),darf man sich erinnern,wie Gott einem schon geholfen hat,wie er getröstet hat oder so……nebenbei habe ich gelernt,zu verstehen,dass mancher Schmerz seine Zeit braucht,ehe er weniger wird.
    Und so bete ich wieder mehr und versuche an mir zu arbeiten,damit das Zusammenleben besser wird. Ich kann ausserdem nicht genug  dankbar sein,dass mein Mann sagenhaft viel Geduld mit mir hat.
    Im Übrigen kann ich Just Wondering nur zustimmen.
    Schalom ! Dorena

    Antworten
    1. Mandy Artikelautor

      Danke Dorena.

      “Behinderte” – sagen wir besondere Menschen – haben es wahrscheinlich weder leichter, noch schwerer – sondern haben einfach andere Konflikte als andere Menschen.
      Die Ehe entwickelt sich mit den Jahren und wird hoffentlich immer schöner – das wünsche ich Dir und Deinem Mann.

      Mandy

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  12. Ilka

    Wir müssten einfach schon viel früher ansetzen… wenn das Kind erst in den Brunnen gefallen ist, dann is' doch zu spät. Scheidungen bei Kirchens sind doch fast so häufig wie bei Nichtfrommen. Wie soll's auch anders sein, wenn wir an Partnerwahl und Ehe genau so rangehen wie die, die ohne Jesus leben? :-((

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  13. Ilka

    Ok, ich gebe zu, dass ich den Artikel noch nicht gelesen habe. ABER ich möchte nur mal anmerken, dass manche "Vergebung erhalten haben" und "mit den Konsequenzen leben müssen" nicht auseinander halten können. Um das Beispiel mit dem Mord/Mörder aufzugreifen: Gott vergibt dem Mörder, wenn dieser darum bittet. Nur… der Gemordete ist immer noch tot; und auch der neue Mensch in Christus (ehemals Mörder) muss dann mit der Tatsache leben, dass er einen Menschen ums Leben gebracht hat – und wird wohl auch seine Gefängnis- oder sonstige Strafe absitzen und ausbaden müssen. Ein guter Freund meines Mannes hat sich nach eigenen Worten in seiner Ehe benommen wie der letzte Fürst… seine Frau hat sich getrennt. Er hat sich bekehrt, das Ruder 'rumgerissen, Bücher gelesen, Seelsorge etc… seine Frau hatte trotzdem aber die Fratz voll und hat die Scheidung eingereicht. I. hat bis zum Schluss um die Ehe gekämpft; Scheidung ist jetzt aber durch. Vergebung in Jesus hat er bestimmt… aber die Konsequenzen sind trotzdem da…

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  14. Jeanôt

    Scheidung ist nicht notwendig, meine Frau und ich habe auf Basis unsere glauben, unsere Ehe nochmals neu angefangen! das war in 1989, und funktioniert bis heute. Denn zu mal glaubte sogar unsere Gemeinde Leitung nicht mehr das dies möglich war. seine Worten waren: euer Ehe ist in der Mist gefahren!! Aber GOTT sah dies ganz anders. Durch seine Gnade und Kraft war dies möglich.

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    1. Mandy Artikelautor

      Jeanôt Ich finds super, dass Ihr Eure Ehe retten konntet und ich wünsche jedem, dass ein Neuanfang gelingt. Dennoch würde ich nicht pauschalisieren, dass Scheidung niemals notwenig ist.

      Es gibt Ehen, da ist Scheidung oder zumindest ein getrennt leben einfach das Klügste – bevor zwei Menschen oder auch noch die Kinder darunter leiden, schlimmsten Falls daran zerbrechen. Natürlich sollte vor einer Trennung alles dran gesetzt werden, damit man wieder zueinander findet.

      Der beste Tipp ist wohl – Dinge anzusprechen, bevor sie sich über lange Zeit zuspitzen – das es gar nicht erst zu dem Punkt kommt, wo man an Scheidung überhaupt nur denkt.

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  15. Elisabeth

    also diese Sonderregel im 1.Kor. 7, Vers 15 ist ja schon seeeehr frei übersetzt, dass man wieder heiraten kann und Gottes Segen dazu bekommt, das hab ich noch in keiner Übersetzung gelesen..
    heute glaube ich, dass wer seine Chance nicht nutzt und an der Ehe festhält, für den ist der Zug ganz einfach abgefahren. ich hab die Kommentare gelesen, doch persönlich kenne ich kein christliches Paar, das glücklich zum 2. mal verheiratet ist, ich weiß nur von Beziehungen, die noch chaotischer wurden als die 1. naja.. wer eine Geschiedene heiratet, der begeht Ehebruch.. kann das dann gesegnet sein?? und welcher gläubige Christ möchte das auf sich laden?

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    1. Mandy Artikelautor

      Ich wünsche Dir ne super Ehe, die lebenslang hält und Euch Beide glücklich macht.

      Ich denke das wieder heirsten angeht, muss man vorsichtig sein … da ich keine Scheidung erlebt habe, halte ich mich da mal eher zurück. Im Bekannten- bzw. Freundeskreis fallen mir vier Paare ein, die ich auch näher kenne – die bereits das zweite Mal verheiratet sind und Christ sind – bei keinem Paar denke ich, dass die Ehe nicht gesegnet ist oder sie unglücklich sind – im Gegenteil.

      Wobei das weniger zu diesem Artikel passt, sondern eher zum nächsten, den ich darüber schrieb:

      http://www.gekreuzsiegt.de/2011/11/08/nach-der-scheidung-wieder-heiraten/

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    2. Marlies

      Autsch…Knallhart in die Magengegend getroffen, Elisabeth.  Ich finde Du urteilst sehr unbarmherzig! Aber macht nichts. Ich wünsch Dir, falls Du verheiratet bist, weiterhin eine glückliche Ehe !

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  16. Conny

    ich war damals alles andere, aber nicht Christ, als ich mich scheiden ließ. Es gab trifftige Gründe für diesen Entschluss. Aber ich glaube an die Liebe, an die Ehe und jetzt auch an Gott der mir den rechten Weg weist …

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  17. Marlies

    Eigentlich meinte ich auch, dass meine Ehe durch gute, wie auch durch schlechte Tag hält. Aber wenn der eine keinen Weg mehr suchen und finden will, hat die Ehe keine Chance.
    Heute bin ich überzeugt, dass Gott aus Liebe keine Scheidung will, weil er genau weiss, wieviel Not und Tränen dahinter stecken, auch oder vor allem bei den Kindern.
    Ich bin nicht für Scheidung, obwohl ich als Kind froh gewesen wäre, hätten sich meine Eltern geschieden, anstatt das sich mein Vater das Leben genommen hat.
    Und für mich heute als Erwachsene bin ich froh, wenn ich zurück schaue, dass ich geschieden bin. Ich habe nun eine ganz andere Qualität kennen gelernt in meiner neuen Partnerschaft. Da kann ich es mir sogar wieder vorstellen zu heiraten, obwohl ich da noch etwas Zeit brauche ;)

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  18. Anonymous

    Noch was… nur weil etwas weltfremd ist, heißt es ja nicht, dass es verkehrt ist. Wo wir nun nen neues Thema anreisen könnten – wer bestimmt was falsch und was richtig ist? ;-)

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  19. Andrea

    Der Vergleich ist völlig okay, weiiiil der Herr keine Unterschiede macht so wie wir es tun! Gott sieht den Menschen nicht auf die Sünde! SŮNDE ist für Gott alles was uns trennt von Ihm und das fängt mit einer banalen Lüge an bis hin zum schliimmsten, was meiner Meinung nach unsere Vorstellung ůbersteigt! Jeder kann zu Gott kommen durch Jesus Chritus er ist der Weg, EGAL was Du gemacht oder sogar nur gedacht hast!

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  20. Anonymous

    Mord und Scheidung zu vergleichen war nicht meine Absicht, sondern eher das was in den Geboten steht. Vielleicht ist der Satz so etwas ungünstig gewählt. Mike: Wenn jemand Christ ist und sich dafür interessiert was "irgendwer" (ich meine allein Gott) durch die Bibel zu diesem oder jenen Thema sagt – der sollte sich damit auch auseinandersetzen, sonst wird er das nicht rausbekommen. Das habe ich dem Artikel, nach meinem Wissen, versucht. Ob die Antwort ihm dann in den Kram passt oder nicht das sei mal dahingestellt.

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  21. Mike

    Tut mir leid für die Kritik, aber allein schon dass ich drüber nachdenken soll was irgendwer dazu sagt, wenn ich ne scheidung plane, ist meines erachtens weltfremd und zeigt mir wieder ganz deutlich dass all das nicht funktioniert und veraltet ist ! SORRY !!!

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  22. Jeanôt

    waarom? Ik ben overtuigt das waneer een alternatieve mogelijk is, in plaats van scheiding, is dat beter voor iedereen. Maar het gebruikt veel kracht en moet om deze weg te kiezen. Niet iedereen vind de Kracht en moet voor dat. en dat is heel jammer en de sporen die het achterlaat zijn ook niet niets. denke ik.

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  23. Jeanôt

    Mord und Scheidung vergleichen, geht nicht so ganz gut. Gott, unser Vater, weiss ganz genau wieso und warum etwas nicht gut gegangen ist, und er wird im jedem Fall neu beurteilen. und denn dürfen wir auch noch auf Gnade hoffen. Aber es ist auch so, dass eine Scheidung, eigentlich eine schlechter Lösung ist, aber es gibt Situationen wo man keine andere ausweg findet. Und auch das versteht Gott sehr wohl!!. Aber er weiss auch das es eigentlich auch eine alternative gegeben hätte.

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  24. Just Wondering

    Da schneidest Du ein wichtiges Thema an. Ich glaube, dass die Scheidung nicht die eigentliche Sünde ist, sondern die Folge einer langen Kette von Sünden wie innerer Trägheit, Gleichgültigkeit, Ignoranz und so weiter. Es gibt Beziehungen, da würde ich als Seelsorger sogar zur Trennung raten, z.B. wenn Drogen oder häusliche Gewalt mit im Spiel sind.
    Als Jesus hier mit den Pharisäern spricht, geht es ja nicht um den Scheidungsmodus im 21. Jahrhundert. Sondern darum, dass Scheidung in seiner Zeit ein männliches Privileg war: Eine Frau konnte sich nicht scheiden lassen, bei einem Mann genügte die öffentliche Bekundung vor Zeugen, um die Ehe aufzulösen. Und die Frau stand dann sozial im Regen, wenn ihre Familie sie nicht wieder zurück wollte. Vor den Pharisäern war das völlig in Ordnung, aber Jesus weist hier dem Mann die Verantwortung zu: "Wer sich von seiner Frau trennt, der treibt sie in den Ehebruch". Die Schuld lag in dem Fall beim Mann.
    Richtig ist auch, dass in früherer Zeit viele Ehen um der Fassade willen gelebt wurden, obwohl sich beide Partner irgendwann nicht mehr viel zu sagen hatten. Dazu kam die wirtschaftliche Notwendigkeit, zusammen zu bleiben, allein, weil zumindest die Frau in der Gefahr stand, nach einer Scheidung zu verarmen (und das Recht auf Scheidung existiert in Deutschland seit Beginn des 19. Jh.). Die hohe Zahl der Scheidungen kam erst in den letzten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts auf. Ein weiterer Grund ist mit Sicherheit die Individualisierung unserer Zeit, man achtet nicht mehr so sehr aufs "Du", sondern mehr aufs "Ich". Wenn meine Vorstellung in einer Ehe nicht befriedigt wird, sehe ich mich nach grüneren Wiesen um. Aus diesen und ähnlichen Gründen heiraten viele einfach überhaupt nicht mehr.
    Unter diesen Begründungen gibt es einige, die kulturell bedingt sind. Allerdings auch einige, die für mich geistlich problematisch sind. Denn gerade die Bereitschaft, schwere Zeiten miteinander durchzustehen (und das ist für mich ja nicht nur eine leere Worthülse im Trauversprechen) nimmt meiner Beobachtung nach zusehends ab. Viele Ehen unter Christen zerbrechen nicht an Gewalt oder Mißbrauch, sondern am Mangel an gegenseitiger Aufmerksamkeit und Kommunikation. Das sind aber veränderbare Komponente, und ich habe den Eindruck, da schmeißen viele viel zu schnell die Flinte ins Korn.
    Auch ist es meiner Wahrnehmung nach so, dass man mit dem Thema "Wiederheirat" (und auch dazu hat Jesus ja einiges gesagt) oft zu sorglos umgeht. Für mich als Pastor wäre es wichtig, bei einem Paar, bei dem ein Partner oder beide schon mal verheiratet waren, nahezulegen, die Gründe, die zum Scheitern der vorherigen Ehe geführt haben, seelsorgerlich aufzuarbeiten, bevor man die nächste Ehe eingeht – das macht die zweite Ehe wesentlich sicherer. Ich habs halt auch schon erlebt, dass eine Frau sukzessive mit 3 Alkoholikern vereiratet war und ich (und wir als Gemeinde) immer wieder nur fassungslos daneben standen und uns gefragt haben, ob sie den Schuss nicht hört. Zwei, drei Jahre später folgte dann der große Katzenjammer.
    Dass Jesus Geschiedene liebt, ist völlig klar – die Frage stellt sich im Evangelium doch gar nicht erst. Und ich glaube, dass die Gesellschaft – auch innerhalb der Gemeinden – mittlerweile so tolerant gestrickt ist, dass sich da kaum einer Gedanken drum macht. Umso dankbarer bin ich für Dienste, die sich die Pflege und Verbesserung bestehender Ehen auf die Fahnen geschrieben haben, wie z.B. Team F. oder Prepare/Enrich u.ä.

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    1. irene

      danke, das ist die antwort, auf die ich gewartet hab. ich bin trotz vieler guter argumente erstaunt, wieviel krampf in dem thema steckt und wie sehr es doch brennt. muss sich nicht jeder und jede mit gott ausmachen, was sie tut? ich glaube auch nciht, dass heutige notsituationen im blick waren, als dieses bibelwort entstand. ich selber habe einen geschiedenen mann geheiratet, bin glücklich mit ihm und hoffe, mit ihm alt zu werden. ich habe um den segen der kirche gebeten und ihn auch bekommen, weil man auch dort mitbekommen hat, wie ernst mir das ist. ich fühle mich deswegen nciht schlechter oder besser als wegen meiner anderen menschlichen schwächen und fehler, aber ich weiß mich sicher von gott geliebt. und ich behte für meinen mann (der gott fern ist) und unsere ehe und kinder ( die gott lieben) und weiß, das wir alle in IHM geborgen sind.

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  25. Claudia

    Ich bin Christ…wiedergeboren, erwachsenengetauft und habe 2 gescheiterte Ehen hinter mir.  DAS geht ja gar nicht….^^ so sind zumindest die Reaktionen der lieben Glaubensgeschwister und man wird schnell in eine Schublade gesteckt.
    Danke für deinen objektiven Beitrag. Gott hat dich mit Weisheit gesegnet. Auch wie schon oben von einem Bruder erwähnt muss eine Ehe wirklich von Gott gestiftet sein. Ich habe meine beiden Männer zu einem Zeitpunkt geheiratet, als ich Jesus noch nicht kannte. Während der 2. Ehe habe ich mich bekehrt. Und genau das hat meiner Ehe mehr geschadet als genützt, denn er teilte meinen Glauben nicht und entfernte sich noch weiter von mir. Ich habe gebetet wie ein Weltmeister, dass mein Mann sich bekehrt und dass Gott meine Ehe heilt. Aber es wurde immer schlimmer.
    Darf ich wieder heiraten? Paulus sagt es wäre besser wenn man nicht heiratet…ich glaube er wusste warum…. ;-)
    Ich denke schon, dass ich wieder heiraten darf, denn meine Männer kannten Gott nicht und sie haben mich beide betrogen, aber ich weiß inzwischen Gott kann mich unverheiratet mehr gebrauchen, denn so kann ich ihm mit ganzem Herzen dienen.
    Ein Appell an meine lieben Mitgeschwister…urteilt nicht zu schnell über geschiedene Christen, denn ihr wisst nicht was sie durchgemacht haben bis sie sich zu diesem Schritt entschlossen haben. Gott, der das Herz ansieht wird sein Urteil sprechen…..wir sündigen alle…ausnahmslos. Wer sagt denn, dass in Gottes Augen ein unbedachtes Wort, schnell gesprochen…aber andere verletzend …nicht eine genauso große Sünde ist? Denn vor Gott sind alle Sünden gleich groß…egal ob Lüge, Mord oder Ehebruch. 

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  26. Heidi

    ich bin mir sicher, dass ganz, ganz viele aufgrund eigener erfahrung mächtig dazu gelernt haben. diejenigen, die anderen gute ratschläge gaben! sehr gut! besonders der letzte absatz, tobias:-))))!!

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  27. Tobias

    Trennung und Scheidung ist mit umfangreichen Verlusten verbunden und die meisten machen sich im Vorfeld davon nicht wirklich bewußt, wie hoch der Preis wirklich sein wird, wer ihn bezahlen muss und orientieren sich sehr stark an der Vergangenheit und Gegenwart ohne die Bereitschaft sich selbst zu verändern, ohne die Ursachen eigener Neurosen zu finden und sich auch dadurch in die Partnerschaft und Beziehung einzubringen.

    Trennung und Scheidung scheinen vermeintlich das Ende einer scheinbar nicht enden wollenden Misere zwischen zwei Menschen zu sein. Die Wunden, die damit geschlagen werden, wirken noch sehr lange nach und verändern den Menschen – alle beteiligten Menschen.

    Ich möchte gerne noch den Blick auf das Thema TRAUER – und Trauerbegleitung, Trauerarbeit in diesem Zusammenhang richten.

    Menschen, die sich trennen, verlieren in der Regel damit sehr viel – und ein Verlust ist ähnlich wie beim Todesfall einer geliebten Person oft sehr schmerzhaft. Leider beachten dies viele Menschen nicht und anstatt dem Betroffenen zu helfen, sich dessen bewusst zu werden, werden ihm zusätzliche Lasten auferlegt, es wird unbarmherzig Gottes Wort zitiert und Schuldgefühle werden verstärkt, anstatt Lasten abzunehmen.

    Sollen geschiedene, die in eine Gemeinde gehen wollen vor sich ein Schild tragen, auf dem AUSSATZ steht – damit alle “Heiligen” ausweichen können und sich nicht beschmutzen müssen, was meint ihr? Was hilft einem Menschen, der verlassen wurde oder der verlassen hat (da es für ihn unerträglich geworden war in dieser Un-Beziehung)?

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  28. Heidi

    in meiner damaligen gemeinde wurde jeder, der zum ersten mal die gemeinde besuchte, gefragt:”bist du geschieden?” lautete die antwort:”ja”, wurde ihm gesagt:”dann darfst du nie wieder heiraten”! die das sagten, waren keine alten, verbohrten, ewig gestrigen sondern junge, so um die 20 +/- , so meine damalige altersklasse. das interessante, was fast unsere ganze gemeinde auseinandertrieb: die beiden gesetzlichsten, die in dieser sache agierten “mussten” heiraten und einer der beiden war geschieden!!!! ironisch, was?

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  29. Bernhard

    …auch ich war früher völlig blauäugig + so »fromm«, daß ich entsetzt war, wenn christen nach scheidung wieder heirateten.
    auch erinnere ich mich an ein paar in der feg, das zusammen lebte (beide geschieden). niemand wagte ihnen was zu sagen, aber jeder dachte «das ist nicht ok«.

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  30. Heidi

    wenn menschen sich zur ehescheidung äußern, die eine glückliche ehe führen und nie durch solche extremfälle, wie sie immer öfter leider auch in christlichen ehen passieren, an ihre physischen und psychischen grenzen gestoßen sind, ist das in meinen augen “vom grünen tisch” gesprochen! es ist genauso, als versucht ein “nichtalkoholiker” oder “nicht-drogen-abhänger” nachzuvollziehen, was diese menschen empfinden!
    ich selbst hielt seinerzeits an einer ehe fest, weil ich von den “frommen” keine hilfe sondern nur bibelsprüche an den kopf geworfen bekam – weil diese menschen es nicht nachvollziehen konnten, wie es ist, mit einem alkoholiker zu leben!! lange, lange musste ich mit diesem mir eingeredeten schuldgefühl fertig werden und wäre fast vom glauben abgefallen – wären da nicht andere, liebevolle christen gewesen!
    interessanter weise sind diejenigen, die mir früher mit bibelzitaten begegnet sind – heute alle geschieden und in zweiter ehe verheiratet! so schnell kanns gehen!!!!als die frommen “salven” aus ihnen herausplatzten, waren alle im schnitt erst 1-3 jahre verheiratet und der honeymoon platzte ihnen noch aus allen nähten……….

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  31. Jesus-Punk

    Hey Bernhard. Wenn das 15/20 Jahre schon so geht… hm schwer. Dann ist alles natürlich sehr festgefahren. Je länger so nen Zustand ist, umso schwerer wird es – Co Abhängigkeit kommt dann fast automatisch.

    Ich denke wenn man Gott vertraut und ihm das auch nach der langen Zeit noch anvertraut… ne Therapie macht, zum Seelsorger geht und erstmal rausbekommt… wo genau sind denn die Probleme, wann hat das begonnen und was können wir tun…. dann hat das ganze noch eine Chance wieder besser zu werden.

    Zur räumlichen Trennung. Das ist natürlich immer auch ein Vertrauensschritt. Letzendlich ist es dann die Frage…. will ich meine Ehe retten oder will ich finanziell nicht absaufen. Zur Not, wenn es gar nicht anders geht muß man eben zum Amt gehen und sich da für ne Zeitlang Geld zur Überbrückung holen. Dann biste räumlich getrennt, ich denke dennoch das dann dran ist die Probleme endlich anzugehen und nicht zu sagen “So, jetzt wohn ich in meiner Bude und Du in deiner – Füße hoch”.

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  32. Bento

    ach Thommy, zugegeben, das beispiel ist extrem, aber ich fürchte wir kommen bei dem Thema nicht auf einen Nenner ;-)) … jmd. zu seinem Ehepartner zu nehmen ist ein öffentlicher (und sozialer) Akt, dem die sexuelle Vereinigung folgt – “ein Fleisch” ist viel mehr als die sexuelle Komponente! Der Mann verlässt das Elternhaus und auch die Frau geht aus dem Haushalt des Vaters und sie gründen etwas völlig Neues… Scheidung ist ebenfalls ein öffentl. Akt (Scheidebrief) – die Trennung vom Partner ist da etwas anderes, besonders wenn es um pers. Unversehrtheit oder die Rettung der Ehe geht. … wenn man den Vergleich zwischen dem Ehebund und dem Bund zwischen Jesus und Seiner Gemeinde (Eph.5,22-32) mal genauer unter die Lupe nimmt, dann kommt man besser dahinter, wie Gott es meint…- das ist heute alles sehr unpopulär, ich gehe hier aber trotzdem vom bibl. Befund aus (Gottes Plan!) und was Jesus dazu sagt, und nicht von dem was in unseren “wilden Zeiten” so alles üblich ist und als normal angesehen wird…

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  33. Thomas

    schön die lebt seit 15 jahren getrennt bento…ich sage: sie ist GESCHIEDEN…denn ich hab ina bibel noch nicht gefunden das man in einer ehe ist wenn ein pfaffe sagt “kraft meines mir verliehenen amtes erkläre ich euch zu mann und frau” vielemehr hab ich bisher verstanden das man sich kennen lernt sich liebt und dann die EHE vollzieht indem man ein fleisch wird…….deshalb kein sex vor der ehe bevor man nicht sicher ist das der mann derjenige ist mit dem mann den rest seines lebens verbringen will. wenn sich zwei trennen ist das ne scheidung egal ob uff irgendnem zettel steht das die verheiratet sind.

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  34. Jesus-Punk

    Da geb ich Dir Recht… räumliche Trennung und sobald der kranke Partner irgendwelche Schritte unternehmen möchte, die das Problem angehen.. dann kann man ja sagen “Wenn Du wirklich was tun möchtest, sag mir was und wann und ich steh dir bei – ruf mich an.” Das mit dein und mein Problem hab ich falsch ausgedrückt. Sicher ist, Probleme sollten gemeinsam angegangen werden.

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  35. Bento

    Mandy – na endlich mal jmd. der mich versteht ;-))… zu deinem zweiten Kommentar möchte ich anmerken, dass räumliche Trennung allerdings sehr hilfreich sein kann, (ich kenne sogar eine Schwester, die seit ü15 Jahren getrennt von ihrem Mann lebt, um Gewalt zu entgehen…) … die Einstellung “krieg du erstmal DEIN Problem unter die Hufe, sonst…” kann es aber nicht sein – sie ist ja genau die Geisteshaltung, die das “ein Leib-sein” bereits aus den Aaugen verloren hat und zwischen “mein und dein Problem” unterscheidet – Fakt ist aber, egal welche Symptome auch immer auftreten, sie sind das gemeinsame Problem (die Ehe ist krank – nicht ein Partner!) und kann auch nur gemeinsam überwunden werden! … Ehebruch und Scheidung hattest du doch selber schon unterschieden und es sollte auch nie durcheinander gebracht werden…… naja, da haste ja wieder ein Fass aufgemacht… ich stimme weitgehend mit dir überein – und gut, dass wir mal drüber reden ;-)))…

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