Nach der Scheidung wieder heiraten?


Gestern war das Thema "Scheidung" dran und heute? Wieder heiraten?

Nehmen wir mal den Fall, dass zwei Menschen heiraten und alles tun um ihre Ehe zu retten. Doch es klappt nicht. Sie lassen sich scheiden… dann findet einer oder auch beide einen neuen Partner. Sie lieben sich und möchten heiraten.

Nehmen wir den Fall an, eine Frau verliert ihren Mann durch Krankheit. Er stirbt. Sie lernt einen neuen Mann kennen, den sie sehr liebt und möchte ihn heiraten.


Mehrfach redet Jesus von "Ehebruch", wenn Menschen erneut heiraten.

"Ich sage euch aber: Wer sich von seiner Frau trennt, obwohl sie ihn nicht betrogen hat, der treibt sie zum Ehebruch. Und wer eine geschiedene Frau heiratet, der begeht Ehebruch."
Matthäus 5, 32

 

"Wer sich also von seiner Frau scheiden lässt und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch; und wer eine geschiedene Frau heiratet, der begeht auch Ehebruch."
Lukas 16, 18


Wie kann eine Ehe gebrochen werden, die gar nicht mehr besteht?

Ich glaube weil sie vor Gott noch besteht. Ehe ist nicht nur ein Wisch den man unterschreibt, sondern auch ein Bund zwischen zwei Menschen den Gott geschlossen hat.

 

Was laut Bibel mit Ehebrechern geschieht kann man z.B. im 1. Korinther 6, 9 lesen:

"Wer (…) die Ehe bricht (….) wird nicht in Gottes neue Welt kommen"

 

Eine Sonderregel gibt es im übrigen auch noch:
 

"Wenn der Ungläubige sich scheiden lassen will, laß ihn gehen und versuche nicht ihn zurückzuhalten. Du bist in solchen Fällen nicht gebunden und kannst, wenn Du möchtest wieder heiraten und bekommst dafür den Segen Gottes!"
vgl. 1. Korinther 7, 15

 

Wer sich von seiner Frau trennt, obwohl sie ihn nicht betrogen hat, der treibt sie zum Ehebruch."
Matthäus 5,31

 

Achja und die Witwe kann auch wieder heiraten:

"Eine Frau ist an ihren Mann gebunden, solange er lebt. Wenn er stirbt, ist sie frei und kann heiraten, wen sie will, vorausgesetzt, der Betreffende gehört wie sie dem Herrn.
Besser ist es allerdings für sie, wenn sie nicht noch einmal heiratet."
1. Korinther 7, 39-40

 

Das war ein Einblick in die Gesetze. Gestern hatten wir es von der Scheidung ähnlich, die große Frage:

 

Wie wird Gott urteilen, auf Grund von dem Gesetz oder auf Grund von Gnade und Barmherzigkeit?

 

Diese ganzen Gesetze erinnern mich irgendwie an die Bettelei von einem Kind, dass unbedingt ein Ü-Ei will:

"Papa, Papa darf ich?? Bitte!!"

 

Man(n) könnte ja einen Kumpel drauf an setzen, die Frau geil auf ihn zumachen – somit hätte sie die Ehe gebrochen und einer Wiederheirat steht nichts im Wege. Die Brutalos bringen ihren Mann um die Ecke… dann sind sie Witwe… Hurra.


Aber so Spielerein kannste vergessen, von Mord ganz zu schweigen. Gott läßt sich nicht verarschen!


Gott kennt das Herz von jedem Menschen genau. Er weiß wie Du tickst und aus welchen Motiven Du handelst. Und deshalb glaube ich, dass Gott nicht streng nach Gesetz alle in eine Schublade stopft und gleichermaßen verurteilt.


Gott handelt immer aus Liebe und Liebe bebedeutet Gnade!

Haben wir nun also eine Freikarte von wegen, wenn wir uns scheiden lassen und neu heiraten…. ist doch nicht so wild, Gott ist ja gnädig und läßt Gesetze gern mal unter den Tisch fallen?

Nee… ich glaube nicht immer läßt er die Gesetze aus dem Spiel… denn dann hätte der die ja gar nicht aufstellen müssen.

Wenn Du zum 5. heiratest, dann solltest Du Dich fragen was denn da falsch läuft in deinen Beziehungen. Und ich glaube, da setzt Gott auch an und ist bereit Dir zu helfen, wenn Du mit ihm drüber sprichst.

 

Ich glaube die Ehe ist nicht beliebig wiederholbar.

 

Denn Scheidung hat immer mit Sünde zu tun.

Jesus ist für Sünder am Kreuz verreckt und nur deshalb ist er fähig unsere Schuld zu vergeben… auch Ehebruch und Scheidung!

 

Alles Liebe

Deine Jesus Punk (verheiratet)

 

 

Foto oben: photocase, unten: BIG Day/flickr.com

Ich schreibe für eine Initiative von In-Meiner-Strasse e.V.  Wenn Du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest Du auf diesem Link alle Infos.

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11 Kommentare zu „Nach der Scheidung wieder heiraten?“

  • Iam:

    hhhhmmmmmmmmmm sehr schwieriges Thema…

  • Renate:

    "Im übrigen beseitigt Vergebung zwar die Schuld, aber nicht die Verletzungen der Seele…."
    Das stimmt so nicht Mandy; auch für unsere Krankheiten und Schmerzen und an uns begangene Sünden und unsere Reaktionen darauf ist Jesus gestorben: ER kann uns vollkommen heil machen. Sein Kreuz genügt und siegt! (siehe Euer Name ;-)
    (aber ich stimme mit Dir überein, dass es in diesen Geschichten keine Leichtfertigkeit geben darf; niemals!!)
    Renate

    • Hallo Renate,

      stimmt – da hab ich mich verhädert. Gott sei Dank kommt mit Vergebung auch Heilung ins Spiel.
      Böse Erinnerungen bleiben, aber die Gefühle dazu verändern sich – die Seele wird Gott heilen.

      Ich hab nach deinem Hinweis überlegt, ob ich das kurz erwähne im Artikel. Aber da es um Scheidung geht und Vergebung/Heilung auf einem anderem Blatt steht, habe ich den Satz der nicht ganz korekt ist gelöscht.

       

      Danke ;-) Gut aufgepasst!

  • Anonymous:

    Dass Jesus am Kreuz "verreckt" ist … ach, Mensch, der Ansatz ist oft so gut, nur die Formulierungen sind es nicht unbedingt.

  • Olli:

    Die Frage danach, was ich darf oder nicht als Christ finde ich vom Ansatz her schon falsch. Wir haben unseren Vater, den wir nach seinem Willen für unser Leben fragen dürfen und der uns immer antworten wird, wenn wir es hören oder in seinem Wort lesen wollen. Und wir dürfen dann in voller Eigenverantwortung handeln, wie wir wollen. Nur, gegen sein Wort handeln ist IMMER fallen. Da gibt es kein schlimm und weniger schlimm. Genau deswegen ist das Thema sehr schwierig und auch wieder ganz einfach. Man sollte sich über eines klar sei in diesem Fall. Eine gescheiterte Ehe ist eine totale Katastrophe und sicher nicht Gottes Plan für unser Leben. Und genau mit diesem Verantwortungsgefühl sollte man an eine Ehe auch herangehen. Vor allem auch mit einer gewissen Reife im Glauben und dem Willen, Jesus ähnlicher zu werden. Aber über jedem aus der Bibel herausgerissenem Zitat steht die Gesamtaussage des Wortes Gottes, und das bedeutet immer wieder durch Jesus einen Neuanfang zu machen- wie auch immer der aussehen mag, das ist Gottes Sache.

  • Welche “Frage danach” Meister? Haste meinen Beitrag gelesen oder nur hier den miniausschnitt? Deine Worte = meine Worte. So in etwa ;-)

  • Olli:

    Habe Deinen Artikel gelesen, klar. Meine Worte sollten kein Kontrapunkt zu Deinen sein, sondern meine Meinung einfach. Vielleicht am Anfang etwas falsch ausgedrückt.

  • Danke sista, von einer altgedienten Ehefrau. In der Ehe hast Du es mit der Dreifaltigkeit zu tun, Dein Partner, Du und Er. Do kannscht Du Dir kää Bosse erlauwe! *find* :)

  • Marc:

    Diese Frage hatte mich auch beschäftigt, zumal man mir mitgeteilt hat, egal weswegen wir uns getrennt hätten, ich dürfte nicht mehr heiraten. Nun war es so, dass sie die Scheidung wollte, weil sie mich nicht mehr liebte. Sie hatte sich entschieden gleichgeschlechtlich zu leben. Hatte bereits eine Freundin. Ich fand es damals trotzdem schlimm, sie dann gehen zu lassen, aber was soll man tun, wenn das Gesetz dieses gestattet, dann bleibt mir nichts anderes übrig. Ich habe danach irgendwann die Stelle aus dem 1. Korinther 7,15 gefunden und konnte mich beruhigen, was das Problem anging. Das war gut. Und ja, ich denke, ich darf noch einmal heiraten. Aber dieses Mal sollte es dann funktionieren.

  • Ulrike:

    "Ich habe danach irgendwann die Stelle aus dem 1. Korinther 7,15 gefunden und konnte mich beruhigen, was das Problem anging. Das war gut. Und ja, ich denke, ich darf noch einmal heiraten. Aber dieses Mal sollte es dann funktionieren."
     
    Hallo Marc

    Wenn "man" dir mitgeteilt hat, dass du nicht mehr heiraten darfst, dann wird "man" sicherlich Hintergrundwissen gehabt haben. Es ist schade, wenn du als Suchender eine ungeliebte Antwort beiseite drängst und dann in der Bibel einen Freibrief für deine persönlichen Wünsche suchst.
    Der Korintherbrief ist von Paulus und nicht von Jesus oder von den Aposteln über Jesus. Hier hat Paulus seiner etwas schwierigen Gemeinde geschrieben, die mit ungetauften Menschen zusammen lebte und wo es ziemlich hoch her ging sexuell. Um diese unchristlichen Ausschweifungen etwas gerade zu biegen, gestattete Paulus den Gemeindemitgliedern einige Freiheiten – auch wenn er betonte, wer kann solle Jesus nachfolgen und enthaltsam leben.

    Die von dir zitierte Textstelle richtet sich nicht an Christen, die ungläubig leben sondern an tatsächlich Ungläubige (damals wurden so die nicht auf Jesus Christus getauften Menschen genannt).
    Wenn ein Christ ungläubig wird (was damals nicht der Fall war, die waren noch von ganzem Herzen Christen und brauchten nur Anweisungen wie eigentlich das Christentum gelebt wird), so muss für ihn gebetet werden und er muss mit Hilfe der Gemeinde auf den rechten Weg geführt werden.

    Sofern deine Ehefrau christlich getauft ist, begeht sie eine schwere Sünde, wenn sie einer Frau beiliegt (das gilt sogar schon im AT als Sünde). Das ist also für dich kein Freibrief eine neue Ehe einzugehen sondern der Auftrag Gottes an dich für diese Frau und deine Ehefrau zu beten. Im Sinne sogar von Paulus müsste nun die gesamte christliche Gemeinde für deine Ehefrau beten und sie anleiten wieder zurück zu finden auf den Weg Jesu und abzulassen von der homosexuellen Beziehung.
     
    Und was die Aussage mit "Sie liebt mich nicht mehr" betrifft: so oft wird Liebe mit Begehren verwechselt.
    Liebe im christlichen Sinne heißt auch den Feind zu lieben. Wer das kann, den Feind lieben, der weiß tatsächlich, was Liebe ist. Und der begreift, dass die Liebesschwüre eigentlich nichts anderes als oberflächliche Triebschwüre sind. Es ist schade, wie hohl und leer das kostbare Wort "Liebe" heutzutage doch geworden ist.
    Ich musste mir von meinem Ehemann auch anhören, dass er mich nicht mehr liebt.
    Seine Freundin sagte mir, als ich sie inständig darum bat ihn gehen zu lassen, weil ich und die Kinder ihn brauchen, warum sie ihn gehen lassen soll zu einer Frau, die er nicht mehr liebt.
    Und seine Anwältin sagte mir bei der Scheidung, als ich inständig um Aufschub bat, warum Aufschub, er würde jetzt eine andere Frau lieben und mit ihr ein gemeinsames Kind haben, das diese Liebe beweist.
    So oft das Wort Liebe … und doch ist immer nur Lust, Triebbefriedigung und Sünde gemeint…
    Ich bin der festen Überzeugung, dass die Liebe zwischen Eheleuten unzerbrechlich ist. Sie ist immer da, denn die Eheleute sind in Gott eins und verbunden. Aber es kann leider geschehen, dass einer oder beide Ehepartner sich von Gott und Jesus abgewandt haben und Scheuklappen tragen oder schwarze Augenbinden und so die Liebe nicht mehr sehen. Sie ist dennoch weiterhin da. Ob sie aber wieder sichtbar wird für die Eheleute oder ob sie für immer zugedeckt bleibt, dies liegt an den zweien.
    Doch nur weil einer die Liebe nicht mehr sieht – hat da der andere tatsächlich das Recht ebenfalls sich abzuwenden von der Liebe und den Weg der Sünde zu nehmen?
     
    Viel Kraft auf dem schweren Weg wünscht
    Ulrike
     
     
     

  • Tobias Hitzfeld:

    Ein Bund beginnt immer mit einem "ich will"… auch der Bund zwischen zwei Menschen beginnt mit diesem beidseitigen "ich will".
    Gott respektiert unseren Willen und so ist auch ein Bund zwischen zwei Menschen ebenso im Himmel geschlossen.

    Der Bruch eines Bundes kann mannigfaltig stattfinden und im Wort Gottes finden wir einige – aber nicht alle – Fallbeschreibungen.

    Wird ein Bund gebrochen, so besteht dieser nicht mehr fort – er ist zerstört und auch die Bündnispartner sind nicht mehr an den Bund gebunden.
    Wird eine Ehe aufgelöst so ist idR der Einzelne frei, einen neuen Bund einzugehen.
    Bei der Frage eines neuen Bundes zwischen Menschen, von denen mindestens einer bereits einen Bund nicht aufrecht halten konnte, stellen sich eine Vielzahl von Fragen.
    Was ist mein Anteil an dem bereits zerbochenen Bund, wie habe ich dazu beigetragen, daß es zum Bruch kam – sei es aktiv oder auch durch passives Verhalten?
    Wie gehe ich mit der Schuld um, der Ungerechtigkeit, dem Verlust, der Trauer, dem Schmerz?
    Wie gehe ich damit um, daß mein Partner bereits tiefe Verletzungen erlebt hatte, dass er empfindliche Stellen hat, Flashbacks auftreten können? Bin ich bereit, dies mitzutragen?
    Entspricht es Gottes Willen, daß ich einen neuen Bund eingehe? Sollte ich single bleiben und mich ganz Gott und dem Dienst, den ich verrichte, widmen?
    Wie gestaltet sich gegebenenfalls eine Patchworkfamilie – wie kann ich damit umgehen, möglicherweise mit dem neuen Partner meiner geschiedenen Frau zu begegnen, wie kann sie damit umgehen, meiner neuen Partnerin zu begegnen? Wie geht es den Kindern damit?
    Ist es überhaupt an der Zeit, einen neuen Bund einzugehen – welche Hypothek bringe ich in eine neue Beziehung mit hinein und mit welchen Situationen wird meine neue Partnerin belastet?
    Wir können erkennen, daß dies nur ganz wenige Fragen sind  – und es weit mehr dazu gibt – die Antworten werden immer sehr individuell ausfallen. Es ist anmassend und übrgriffig, anderen Menschen vorzuschreiben, was in ihrer Situation richtig oder falsch ist – eigene Eindrücke und Überzeugungen können als solche mitgeteilt werden, doch sollten wir Betroffenen gegenüber mit dem erforderlichen Respekt, Achtung und Würde begegnen und es nicht an der erforderlichen Sensibilität mangeln lassen. Wir sprechen hier über ein Thema, bei dem Menschen in ihrem tiefsten inneren erschüttert, bewegt und verletzt wurden und die dem Leben ein JA entgegenbringen – einem Leben, das sie nicht ohne Partner an deren Seite verbringen wollen oder können. Unser Gott ist ein Gott der lebenden und nicht der Toten – und er stellt das Gesetz nicht über das Leben und die Beziehung mit ihm.

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