Wunderbar grausame Welt …

Ich liebe die Welt – das Leben.

 

Ich liebe es am Meer zu sein, dem Rauschen der Wellen zuzuhören und den Sand zwischen meinen Zehen zu spüren.

Ich liebe es, wenn ich die kühle und salzige Meeresluft tief einzuatme.

Ich liebe dieses Gefühl, wenn die Sonne aufgeht, die Vögel zwitschern und der Tag beginnt.


Das ist die Schönheit und Genialität dieser Welt.

 

Ich liebe es Menschen zu treffen, die kreativ sind und den Mut haben Neues ins Leben zu rufen.

Ich liebe es, wenn Menschen sich für das Recht auf Leben einsetzen und gegen Abtreibung protestieren.

Ich liebe es, wenn es Menschen gelingt Medikamente zu entwickeln gegen eine furchtbare Krankheit, denn dann können tausende Menschen weiterleben.


Das zeigt mir, dass Menschen das Leben achten und besser darin werden, es zu schützen.

Ich liebe es Eltern zu sehen, die ihre Kinder mehr lieben, als andere auf dieser Welt.

Ich liebe Eltern, die ihren Kindern die Welt erklären und sie vor Gefahren beschützen.

Ich liebe es coole Typen zu sehen, für die Mama die Beste bleibt. 


Es ist schön zu wissen, dass es noch heile Familien auf dieser Welt gibt.

 

Jemand sagte mal:

"Der Mensch ist eine der großartigsten Erfindungen unseres Planeten."

 

Und dann – gleichzeitig – schlage ich die Zeitung auf:

Ich hasse es verwahrloste Kinder mit dicken "Hungerbäuchen" zu sehen.

Ich hasse es, wenn reiche Menschen immer reicher werden und arme Menschen immer ärmer werden.

Ich hasse es, wenn Menschen ihre Macht missbrauchen.

Ich hasse es von Amokläufen lesen zu müssen….. ein Täter der bei einer Filmprimäre zwölf Menschen brutal abknallt.


Menschen entscheiden wahllos über Leben und Tod.

Ich hasse käufliche Liebe, die keine ist.

Ich hasse Nuklearwaffentechnologie.

Ich hasse es von Atomreaktorunfällen zu lesen, bei denen die Technik (nicht der Mensch, der die Technik schuf?) versagt hat.

Ich hasse es zu lesen, wie ein Vater seine Kinder aus Eifersucht grausam tötet….


Ich schüttel den Kopf über die Ungerechtigkeit und bin ohnmächtig angesichts mancher Schicksale!

 

Und wieder höre ich Stimmen der Leute:
 

"Wie Gott all so was zulassen kann?"

 

 

Gott? Haben wir den nicht überflüssig gemacht, mit all den tollen Erfindungen, unseren selbsternannten Superstars und Helden?

Wo kann ich Gott finden in all dem?  In beidem? In keinem? Gar nicht.

Gott findet uns, Gott sei Dank!

Gott ist nicht einfach alles Schöne dieser Welt: Sonnenschein, Urlaub, Schokolade ….

Gott ist aber auch nicht einfach der Schuldige an allem: an Versagen, Krieg, Naturkatastrophen …

 

Wir Menschen; wir bauen, erfinden, schaffen, denken, bringen Leistung. So soll es sein.

Doch zugleich hassen, mobben, stressen, versagen, morden und töten wir.

Das ist der verkackte Fluch des Sündenfalls! Wenn Menschen Gott spielen….

Und weil Menschen das einmal getan haben, musste Gott Mensch spielen. Und das war ein tödliches Spiel.

 

Ein Spiel, das in Wirklichkeit keins war, weil Gott sich darin zu Tode geliebt hat, um uns selber davon zu befreien.

 

Von dem Wesen, das zu allem fähig ist. Damit wir in dieser wunderbar grausamen Welt ein Stück mehr die Augen geöffnet bekommen für all ihre Schönheit. Für die Tatsache, dass die Welt voller Wunder steckt.


Es lohnt sich, zu leben, zu lieben, zu geben und zu investieren in andere Menschen – in diese Welt, in der wir gemeinsam leben.

 

Und gleichzeitig haben wir ein Herz, dass sich öffnen kann für all das Schlechte, Brutale, Kaputte…..  um berührt zu werden von all unserem Versagen und von einer Geschichte von vor vielen Jahrhunderten, die auch heute noch zeigt:

Wir Menschen sind nicht anders. Besser. Weiter. Aber: Gott ist noch immer derselbe.

 


Ich liebe diese Welt. Eine Welt, in der alles möglich ist.

Nur das eine nicht: Gott überflüssig zu machen.

 

 

Grüße und Segen

Jesus Punk

 

Text: Meine Gedanken, gemixt mit Gedanken von Kathi Wnuk (dran 09/08).

© Foto oben: gekreuzsiegt.de
© Foto unten: Raymond Larose / flickr.com

 


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Dieser Beitrag wurde am 10. August 2012 veröffentlicht.

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