Amanda Todd – Ein Mädchen wird gemobbt

Amanda Todd – ein zwölfjähriges Mädchen aus Kanada lernt im Internet einen Mann kennen.

Sie chattet mit ihm, bis der Typ sie auffordert ihr T-Shirt hochzuziehen. Das Mädchen tut es und ein Jahr später erpresst sie der Kerl mit den Bildern…

Er nimmt über Facebook Kontakt mit ihr auf. Irgendwie ist er auch an private Infos von Amanda rangekommen. Er weiß ihren vollständigen Namen, ihre Adresse, er weiß über ihre Familie und Freunde Bescheid. Er will mehr von Amanda – doch sie weigert sich. Darauf hin veröffentlicht und verteilt er im Internet Fotos von ihren Brüsten.

 

Amanda wird gemobbt!

Schikaniert, bloßgestellt, geschlagen und ausgelacht – von ihren Mitschülern.

 

Sie wechselt mehrmals die Schule, doch findet keinen Anschluss mehr…

Amanda leidet unter Panik-Attacken und Depressionen, flüchtet sich in Drogen und Alkohol, traut sich nicht mehr aus dem Haus und beginnt sich zu "ritzen". Sie unternimmt zwei Selbstmordversuche. Doch ihr Martyrium scheint kein Ende zu nehmen….

In einem YouTube Video erzählt Amanda mit vielen Zetteln diese unfassbare Geschichte. Ihr letzter Satz im Video lautet:
 

"Ich habe niemanden, ich brauche jemanden."

 

Sechs Wochen, nachdem sie das Video bei YouTube veröffentlichte, stirbt Amanda. Sie nimmt sich am 10. Oktober 2012 das Leben….

Es ist erschreckend, wie dumm und brutal sich Menschen verhalten!

 

Unterdessen sucht das Hackernetzwerk "Anonymous" den Nutzer, der Amandas Oben-ohne-Foto verbreitet und so mutmaßlich zum Selbstmord beigetragen hat. Diese Gruppe veröffentlichte diese Woche den Namen und die Adresse eines 30-Jährigen aus British Columbia. Die Polizei beschuldigt den Mann zur Zeit noch nicht.

Selbstjustiz, in dem man jemanden öffentlichen an den Pranger stellt – wo noch nicht mal klar ist, dass er der Täter ist, ist in meinen Augen auch nicht besser als Mobbing.

 

Leute, wir müssen wach bleiben und zur Besinnung kommen!

Mobbing fängt klein an und kann extreme Formen annehmen, wie man beim Fall von Amanda sehen kann. Jeder Mensch hat seine Stärken und auch seine Schwächen und keiner hat das Recht jemanden zu erniedrigen. Vielleicht sind es kleine "Stachelein", man denkt selbst das ist doch nicht wild, dennoch kann man damit jemanden verletzen.

 

Wie geht man mit Mobbing um? Das wäre durchaus einen extra Artikel wert. Vielleicht können wir ja schon mal beginnen, darüber zu sprechen und uns Tipps zu geben.


Bist Du schon mal gemobbt wurden oder hast sogar jemanden anderen gemobbt?
Was kann man tun, um Mobbing frühzeitig zu erkennen und Mobbing zu stoppen?

 

Es wäre schön, wenn jemand den Mut hat, darüber zu sprechen. Vielleicht ist es Dir auch möglich Ratschläge zu geben.

Nicht zuletzt, lasst uns für die Menschen beten die gemobbt und erniedrigt werden – bete für Menschen, die Du vielleicht kennst und weißt, sie haben Probleme am Arbeitsplatz, in der Schule oder wo auch immer.
 

"Verhärtet nicht Euer Herz!"

vgl. Hebräer 3, 7-8

 

Bete bitte auch für Amanda's Familie und ihre Freunde!

Sei fett gesegnet!
Deine Mandy
Jesus Punk


Links zum Thema:



Film- und Buch Tipps:

Besonders den Film "Ben X" möchte ich Dir empfehlen – schau ihn Dir an. Er hat mich sehr bewegt.

Wenn Du die Filme/ Bücher nicht sehen kannst, liegt das an Deinem Adblocker.

Ben X
Nie wieder Mobbingopfer. Wie Sie sich gegen Psychoterror am Arbeitsplatz zur Wehr setzen können.

Mobbing und psychische Gewalt: Der Ratgeber für Betroffene und ihre Interessenvertretung
Bevor es kracht: Kids gegen Gewalt stark machen

Wenn Du mich und meine Webseite unterstützen möchtest, findest Du auf diesem Link alle Infos.

Dieser Beitrag wurde am 19. Oktober 2012 veröffentlicht.

72 Gedanken zu „Amanda Todd – Ein Mädchen wird gemobbt

  1. Biggi

    Da fragt man sich wo waren die Eltern……. Wenn das meinen Töchtern passiert wäre, ich weiß nicht was ich da alles unternommen hätte….. .

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  2. Mandy (Jesus Punk) Artikelautor

    Die Frage ist, was kann man unternehmen?

    Das Mädchen hat mehrfach die Schule gewechselt – Polizei war eingeschaltet… in dem Fall wäre es gut gewesen, schon mal damit zu beginnen wie man sich im Netz verhält und mit dem man so chattet. Aber Eltern können eben auch nicht 24 Stunden um ihre Kinder rumtanzen und jeden Schritt überwachen. Die Frage ist auch, was hätten die Eltern tun können von den Schülern, die das Mädchen gemobbt haben?
    Durch Facebook und Co gibt es da heute ganz andere Möglichkeiten, wird zwar hier und da aufgeklärt und auf Gefahren hingewiesen, ich glaube aber zuviele Eltern gucken wirklich was ihre Kinder im Internet so treiben.

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  3. Katilda

    eine furchtbare geschichte. :’( danke,dass du das schweigen darüber brichst, mandy. ich halte es für sehr wichtig, dass es menschen gibt, die nichts tabuisieren. danke <3

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    1. Mandy (Jesus Punk) Artikelautor

      Danke Katilda.

      Wobei ich es nicht als so nen großes Tabu sehe, es gibt schon einige gute Seiten und Bücher über Mobbing, speziel auch über Cybermobbing. Nur reicht es eben nicht, dass man sich darüber informieren kann – man muß auch aufstehen und darf nicht wegggucken, vielleicht ist das noch so nen Ding, wo sich viele nicht trauen und sich nicht “einmischen” wollen. Aber lieber einmal zuviel einmischen, als wenn sich was zuspitzt…

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  4. Sabrina

    Das arme Mädchen :-( Es tut so weh :( Dasitzen, dieses Video anschauen und zu wissen dass es zu spät ist….Ich wurde auch eine Zeit lang gemobbt, aber nicht so schlimm wie dieses arme Mädchen… Es gibt einen Bodyguard namens Michael Stahl, Christ, er und seine Mitarbeiter gehen z.B. auch an Schulen und bieten Kurse an.

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  5. Biggi

    Als Eltern sollte man auch seine Kinder kontrollieren was sie machen, was sie tun, mit wem sie unterwegs sind usw…. Ich habe immer gesagt ich bin nicht neugierig ich möchte nur wissen was ihr macht damit sowas wie bei Amanda im Keim erstickt wird.

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  6. Sabrina

    @ Biggi : Vom Prinzip her hast Du recht und ich habe selbt eine 10-jährige Tochter. Aber ich weiß nicht ob es so einfach ist zu überblicken was die ‘Kinder im Tenenialter machen, Bei mir schon haben meine Eltern nicht immer gewusst was ich mit 15 Jahren gemacht habe und heute mit den ganzen neuen Medien….Ich glaube kaum dass man das als Elternteil überblicken kann. Deswegen bin ich strikt dagegen dass meine Tochter TV, PC o.ä. im Zimmer hat. Mein Mann wäre da lockerer, aber ich möchte das nicht.

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  7. Babbel

    *ohne Worte* … es gibt nichts was es besser ausdrückt als ein “zu spät” … und ich weiss doch, wie JEsus hinterhergeht.. bis zum Schluss.. aber man merkt es dann nicht mehr.. kennen wir solche Gedanken nicht selber? Gibt so viele Schwache, Alleingelassene, Waisen, Witwen.. Paulus sagt zu seinem Sohn Timotheus, das der wahre Gottesdienst darin besteht, sich um diese zu kümmern…

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  8. Biggi

    @ Sabrina : Meine Eltern wußten immer wo ich war und was ich machte sie haben Vertrauen in mir aufgebaut, wenn ich dieses Vertrauen gebrochen hätte ich weiß nicht was passiert wäre und das habe ich an meine Kinder weitergegeben. Mein Mann ist gestorben an Krebs als meine Kinder 14 und 17 Jahre alt waren also im besten Pupertäts- und Teenialter. Heute ist eine verheiratet, die andere wohnt nicht weit von meiner Arbeitsstelle. Sie sagen das sie heute froh sind das ich damals so steng war, damals war das nicht so. Zum TV oder PC oder ähnliches bei uns gab es nur ein TV und PC und der war bei uns im Wohnzimmer.

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  9. Gina

    Bist Du schon mal gemobbt wurden oder hast sogar jemanden anderen gemobbt?

    Ja, ich bin ebenfalls gemobbt wurden. So quasi meine ganze Schulzeit… Ich hatte nie wirklich Freunde. Ich war immer eine Person, die sich nie für Disco, Jungs und Schminke interessiert hat. Mein Wert lag da nicht drauf. Alle anderen Mädels empfanden das aber für wichtig und unterhielten sich ständig darüber, ich konnte nie mitreden und wollte es auch nie. Bei Jungs war ich generell unten durch, weil ich als Streber abgestempelt wurde. Für mich war es immer wichtig, mich in der Schule zu konzentrieren, zu lernen, meine Hausaufgaben zu machen etc. Deswegen war ich noch lange nicht gut in der Schule. Ich habe auch durchaus meine 5en geschrieben, obwohl ich lernte. Das kam vor. Also es war nicht so, dass ich ich nur 1en und 2en geschrieben hätte und der Titel Streber angemessen wäre. Aber dadurch das da meine Prio drauf lag anstatt auf Party etc… wurde ich abgestempelt. Es gab immer mal wieder Jungs, die mir dann sagten sie mögen mich und ich fiel drauf rein. Sie verarschten mich nur und wollten mich einfach nur ins Bett kriegen. Ich merkte das Gott sei dank immer frühzeitig und konnte mich lösen von den Jungs.
    Es war keine schöne Zeit. Es gab zeiten da wurde ich sogar von den Lehrern beleidigt und beispielsweise "Sesamstraßenkind" genannt… Ich habe mich irgendwann gar nciht mehr getraut, mich mündlich im Unterricht zu beteiligen, weil wenn man was falsch sagt, ist man eh unten durch und wird fertig gemacht.
    Meine Rettung war damals in der siebten Klasse ein Mädchen, welches mich in den Jugendkreis einlud. Als ich Gott kennen lernte und dort meine ersten und ehrlichen Freunde fand, lernte ich mit Mobbing umzugehen. Ich habe versucht einfach die Schule durchzuziehen und auf "Durchzug" zu schalten. Die ganzen Kommentare nciht ernst zu nehmen. Es war nicht leicht und es ist auch nicht spurlos an mir vorüber gegangen. Auch wenn ich heute aus dem Mobbing draußen bin, hat es Spuren an mir hinter lassen. Habe öfters Angst und trau mich nicht auf Leuten zuzgehen. Mein Selbstbewusstsein ist seit dem im Keller.
    Mobbing ist keine gute Sache und kann einen Menschen extrem kaputt machen. Noch heute leide ich manchmal an den Folgen, die geblieben sind. Gott hat mir damals geholfen, stark zu bleiben, mich durch die Schulzeit durchzutragen. Er hat mir durch den Jugendkreis Freunde geschenkt die mich so akzeptiert und angenommen haben, wie ich bin. Das hat mir halt gegeben und war für mich sehr wichtig!
    Wenn ich das so schreibe und ich mich daran erinnere, zittert in mir alles. Ich hoffe, dass ich damit irgendwie weiterhelfen kann.
    Danke für diesen Beitrag! Es tut mir leid um Amanda, die es nicht geschafft hat, sich daraus zu befreien. =(
    Liebe Grüße
    Gina

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    1. Mandy (Jesus Punk) Artikelautor

      Hallo Gina.

      Danke das Du erzählt hast – da würde man sich nur wünschen, dass manch einer Deiner ehemaligen Mitschüler, dass heute mal liest… gut, dass Du wahre Freunde gefunden hast, wer weiß was sonst passiert wäre.

      Prägungen bleiben, aber Wunden können heilen – was manchmal lang dauert. Ich wünsche es Dir.

      Gerade Lehrer sollten darauf achten – mir fiel ein, als ich Deinen Text las, dass es es einen Sportlehrer gab, der mich öfter "Wurzelzwerg", "abgebrochener Riese" oder "laufender Meter" nannte – ja kann witzig sein, aber damals fand ich es nicht ganz so lustig. Ich war etwas kurz für mein Alter.

      Es hat mich nicht extrem verletzt, aber schon irgendwie angedadscht – heute unverständlich von einem Lehrer sollte man was anderes erwarten. Wobei er oder auch Deine Lehrer es wahrscheinlich gar nicht mal mit Absicht gemacht haben, sondern vielmehr aus Leichtsinn.

      Deswegen sollte sich wohl jeder ab und an prüfen, wie er andere Menschen behandelt.

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      1. Gina

        Ist nicht leicht sowas zu erzählen, aber ich denke, wenn es wem helfen kann, dann ist es vielleicht ganz gut, wenn man sowas erzählt.
        Ich muss sagen, mir haben die Lehrersprüche sogar noch ein wenig mehr weh getan, als die von Schülern, weil ich dachte, von Lehrern erwartet man sowas nicht. Lehrer sollten doch eigentlich eher eine Vorbildfunktion haben, so war meine Ansicht, doch als es anfing, dass sogar die Lehrer mich beleidigten verlor ich jeglichen Respekt gegenüber Lehrern und als ich sie zur Sprache stellte und ihnen erzählte, dass ich das nun nicht so gut fand und mich es verletzt hätte wurde ich nur belächelt… ab da an fing des öfteren mal an, die Stunde zu schwänzen, was ich auch nicht gut fand, aber ich konnte die Bermerkungen einfach nicht ertragen. Dementsprechend war ich in dem Fach wirklich schlecht…
        Nach dem ich erfahren habe, dass ich damals mein Abi nicht geschafft habe, wollte ich wiederholen, aber dann erfuhr ich, dass ich die gleichen Lehrer bekommen hätte und dann wollt ich mir das ganze nicht noch ein Jahr antun. Also verließ ich die Schule. Im Endeffekt bin ich heute froh, dass ich es nicht mehr gemacht habe. Wer weiß, wie kaputter es mich noch gemacht hätte…
        Nun flickt Gott mich nach und nach wieder zusammen. Es ist viel Arbeit, wieder "normal" zu werden. Aber mit Gott können wir unkaputtbar werden. ;)

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  10. Will

    Ich bin zutieft betroffen über zu den Suizid von Amanda und spreche an dieser Stelle der Familie wie auch den Angehörigen von Amanda aus. Ich hoffe von ganzen Herzen, dass Gott mit ihr ist.

    Ich selbst habe auch viel Erfahrung mit Mobbing in der Schulzeit, wo ich und mein bester Freund von fast allen Seiten systematisch gestalkt, erniedrigt, verbal attackiert, beleidigt und gehänselt wurden. Im Rückblick denke ich, dass diese ehemaligen Mitschüler mit sich selbst unzufrieden waren und ihren Selbsthass auf uns projeziert haben. Alles scheint wohl aus einem gestörten Selbstwertgefühl resultierte. Wer keinen Frieden mit sich selbst hat, wird ihn auch nicht nach außen hin haben.

    Ich bete für alle, die gemobbt werden, dass Gott für sie da ist und ihnen die tonnenschwere Last der Sorgen von ihrer Seele nimmt. Ich bete dafür, dass zwischen Mobbingtäter und Mobbingopfer Frieden gestiftet wird und dass die Mobbingtäter mit sich selbst im Reinen sind ohne, ihren Selbsthass auf andere zu projizieren. Der Herr möge allen Frieden schenken.
     
    Amen.

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    1. Mandy (Jesus Punk) Artikelautor

      Amen. Danke Will.

      Mir kam gerade der Gedanke, dass es wahrscheinlich nicht mal selten der Fall ist, dass aus Menschen die gedemütigt wurden selbst Menschen werden, die andere später mal erniedrigen. Umso wichtiger ist es diesen Kreuslauf zu unterbinden.

      Ich glaube es ist gut, dass Du wenigstens einen guten Freund an Deiner Seite hattest – hast Du eigentlich Deinen Eltern davon erzählt oder den Lehrern? Haben die was unternommen?

      Ich würde es nicht als Mobbing bezeichnen – aber mich steckte man in der Grundschule irgendwann mal kopfüber ins Klo und spülte ab… ich hab's verdrängt. Das war ne einmalige Sache, keine längeren Demütigungen. Aber vielleicht war das auch ein Grund, dass ich so ab 10 Jahre oder so eher die Seiten wechselte… und andere ärgerte, vorallem die die schwächer waren als ich… und heute tut es mir sehr leid. Damals fühlte ich mich dadurch stark… Täter und Opfer zugleich.

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      1. Will

        Ja, es scheint allzu menschlich zu sein, dass diejenigen, die ein gekränktes Selbstwertgefühl haben, andere kränken, um ihr eigenes gekränktes Selbstwertgefühl zu kompensieren.

        Ich bin ihm sehr dankbar, dass wir zusammengehalten und niemand aus Feigheit zu den Mobbenden übergelaufen ist, was leider häufig der Fall war an dieser Schule. Meine Eltern haben sich meiner Probleme angenommen und brachten die Sache oft bei Elternsprechtagen zur Sprache, so dass auch Aussprachen zwischen Lehrer und dem mobbenden Schüler stattfanden. Leider war es auch der Fall, dass  viele Lehrer die Schüler zum Mobben angestachelt haben und die gemobbten Schüler gerne vorgeführt haben.
        Was dir passiert ist, ist wirklich unfassbar. Ich habe auch angefangen, andere zu ärgern und das Mobbing gegen mich gerne von mich auf andere abgelenkt habe. Heute ist es Vergangenheit und ich weiß, dass es nicht korrekt war von mir.
        Wie schon gesagt macht jeder Fehler und ist deswegen kein schlechter Mensch. Ich bitte Gott, dass er mir zeigt, was ich falsch verstanden habe und er mir verzeiht wie jedem von uns.
        "Aus Gottes Sicht ist jeder Mensch ein Gesetzesbrecher." (Shizoe)
        In diesem Kontext möchte ich noch folgender Video von Michael Stahl erwähnen, der ebenfalls schreckliche Mobbingserfahrungen in seiner Kindheit hatte:
         

         
         

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  11. Daniela

    Selbst mein Sohn wurde in der Grundschule (!!!) gemobbt.
    Jetzt besucht er eine ev. Privatschule. Innerhalb von wenigen Wochen war er wie ausgewechselt.

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  12. Jennifer

    wer sagt,dass es an den eltern allein liegt oder an den medien. ich gebe hauptsächlich den lehrern die schuld. die wenigsten tun was. meine lehrer haben die schüler zum teil angestachelt und ich weiss bis heute nicht mal warum. ich war nicht fett,hässlich und hatte gute klamotten an.

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    1. Mandy (Jesus Punk) Artikelautor

      Ich weiß nicht ob es hauptsächlich die Lehrer sind, ich glaube da spielen mehrere Komponente rein… muß allerdings bestätigen, dass ich auch viele ungerechte Lehrer erlebt habe. Heute denk ich mir bei so manchen Vorfällen "Das kann echt nicht sein…."

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  13. Olli

    Unglaublich traurige Geschichte, hab sie gestern gehört, und als Mann ballen sich meine Fäuste in der Tasche, und irgendwie freu ich mich auf den Tag, an dem der Täter unserem Schöpfer gegenübersteht. Ich hoffe, das wird noch zu seinen lebzeiten sein, sonst kriegt er ein echtes Problem. Aber: was Verhalten im Internet betrifft oder sonst, in der Bibel steht irgendwo, dass zum Ende der Zeiten die Liebe erkalten wird. Die Zeit lässt sich nicht mehr zurück drehen, die Welt wird immer grausamer, berechnender, gemeiner. Menschen werden zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse immer weiter gehen, immer weniger auf die Bedürfnisse anderer Menschen schauen. Auch unter Christen ist das zu beobachten. Ich bin kein Das Ende naht- Typ, aber ich denke es ist Zeit, als Christen angesichts solcher Geschichten nicht mehr am Symptom zu kurieren, sondern ganz ganz nah am Wort Gottes zu bleiben, um nicht mit in diesen Strudel aus Gier, Gemeinheit, Liberalität, Lieblosigkeit und Gleichgültigkeit mit hineingezogen zu werden.

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  14. Mareike

    Also den Eltern darf man keine Schuld geben!!!!Ich selber war 11 Jahre lang ein Mobbingopfer und habe mich niemanden anvertraut…Ich hatte Angst,dass wenn man sich einmischt es noch schlimmer wird.Wichtig is es auf div Anzeichen zu achten,leider sind viele blind oder hilflos.Ich kann mit ihr mitfühlen und hoffe sehr,dass die Eltern nicht an SchuldGefühlen zerbrechen

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  15. Mandy (Jesus Punk) Artikelautor

    Meiner Meinung nach hat jeder ein Stück weit Verantwortung. Die größte Verantwortung haben die Eltern, aber auch die Lehrer haben Verantwortung – außerdem hat auch jeder für sich selbst die Verantwortung und für das was er tut.

    Jedes Kind hat irgendwann Grips genug, sich damit auseinander zusetzen was gut ist und was jemanden demütigt. Erziehung mag prägend sein, aber gilt auch nicht als Entschuldigung dafür – wenn ein Jugendlicher jemand anderen auf’s Maul hat.

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  16. Jennifer

    Mandy,selbst passiv sind sie täter. die eltern sehen ja meist nicht aktiv und nicht jeder erzählt es.wird aber oft von den eltern auch nicht ernst genommen. die lehrer spielen es auch runter oder leugnen es,grade die männer. ich werd meinem sohn später genau schauen,vorallem bei den männern.

    Antworten
  17. Mareike

    @Mandy Bei manchen setzt der Grips leider aus…Manchen von damals is es nicht bewusst was sie mir angetan hatten.Die wollten cool sein wenn alle auf einen druff losgehen!Kann das nicht nachvollziehen wie man so grausam sein kann

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  18. Mandy (Jesus Punk) Artikelautor

    Bei all dem was man selbst erlebt hat, denke ich, sollte man zwar nen gesundes Misstrauen haben – aber auch das Vertrauen, dass es wirklich gute Lehrer gibt und auch Eltern, die ihre Kinder zu anständigen Menschen erziehen wollen und das auch schaffen.

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  19. Jennifer

    Ich muss sagen,dass sich ein junge,der die treibende kraft war,später entschuldigt hat,aber jahre später. auf meine frage warum hatte er keine antwort. aber noch schlimmer fand ich die lehrer und die angeblichen freunde,die nicht geholfen haben.

    Die muss man grade am gynasium leider suchen! Traurig,grade dort,wo immer über die haupt geschimpft wurd.

    Antworten
    1. Mandy (Jesus Punk) Artikelautor

      Jennifer – Ich glaube viele wissen selbst nicht, warum sie das machen – ich finds gut, dass er den Arsch in der Hose hatte sich später (wenigstens) zu entschuldigen.

      Ich war selbst einige Zeit lang nicht die Netteste… und habe besonders Schwächere gedemütigt.

      An ein kleines dickeres Mädchen erinnere ich mich, die ich wirklich gequält habe… die heulend am Boden lag und ich Arsch hab noch zugetreten. Dafür gibt's keine Entschuldigung, von wegen die ach so schlimme Kindheit etc. dafür hätte man mich wegspeeren sollen, vielleicht hätte ich dann eher drüber nachgedacht.

       

      Warum hab ich es getan?

      Zum großen Teil aus Wut – Wut auf alles und jeden. Ich habe mich ungerecht behandelt gefühlt, meine Eltern haben sich um fast nix gekümmert, von den Lehrern kam ich mir verarscht vor – andere Schüler haben mich geärgert…(hab in anderen Kommentaren zu diesen Beitrag auf dem Blog was drüber geschrieben) vielleicht war es das berühmte "Ventil" – irgendwiewo muß es raus. Und als Kind / Jugendlicher ist man vielleicht noch nicht so weit, um sich zu überlegen was man jemanden damit antut oder man will es nicht. Ich habe mich dadurch besser gefühlt – war jemanden überlegen und hatte Kontrolle. Das war zwar nur kurzfristig, aber es war wie ein Sog… wenn die Befriedigung aufhörte, musste eben wieder jemand herhalten. Und wenn man dann den Ausstieg nicht schafft, dann glaube ich kann wirklich Schlimmes passieren und jemand stirbt dabei, weil man so die Kontrolle über sich selbst verliert. Wenn Alk und Drogen dazu kommen – nicht auszudenken.

      Deswegen ist echt wichtig einzuschreiten und den Kids andere "Ventile" zu zeigen – manche brauchen diese Ventile einfach, weil sie nicht in nem super Umfeld aufwachsen, wo sie jederzeit Menschen haben zu denen sie gehen können und viele können das auch gar nicht, weil sie es niemals lernten.

      Viele wurden gemobbt und werden zu Mobbern – dieser Kreislauf muß unterbrochen werden.

      Super Arbeit die Michael Stahl an Schulen macht – die schätze ich sehr!

      Antworten
  20. Damaris

    Sie ist jetzt an einem besseren Ort, Liebe umgibt sie, sie sitzt auf Papas Schloss und ist glücklich wie nie zuvor. Schade, dass Du das erleben musstest Amanda…

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  21. Babbel

    ..und ich war einer der ständig unten lag .. irgendwann hats mich dann gepackt und ich hab demjenigen in meiner Schulzeit, der mich als mobbte eine geklatscht.. dann war ich drüber weg.. und es hat mich nicht mehr gejuckt. Michael finde ich auch super.. gut was er macht.

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  22. Regula

    Ich erlebte als Kind ebenfalls Mobbing. Unsere ganze Familie wurde gemobbt. Von etwa 30 anderen Familien. Unser Klassenlehrer hat sich für den Erhalt des Arbeitsplatzes meines Vaters eingesetzt. Aber eine neue Freundin konnte er nicht organisieren für mich. Durch meine Lebensgeschichte fand ich Jesus.

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  23. Regula

    Wir wohnten in einem Hochhaus mit 30 Wohnparteien. Fast alle arbeiteten bei derselben Firma, in der auch mein Vater angestellt war, denn die Firma hat ihnen diese Wohnungen vermittelt. Das Mobbing begann an der Arbeitsstelle meines Vaters, weil er sich wehrte, dass im Büro geraucht wurde! Er ertrug es gesundheitlich nicht, denn er hatte einen Lungenschaden. Sein Chef stand nicht hinter ihm. Er wurde Zeit seines Lebens intern versetzt. Die Familien im Haus wandten sich nach und nach gegen unsere Familie, setzten Gerüchte in Umlauf, wir waren machtlos, etwas dagegen zu unternehmen. Meine Mutter wurde depressiv, meinen Freundinnen wurde der Umgang mit mir verboten. Ich verbrachte meine gesamte Freizeit bloss noch in meinem Zimmer….

    Als wir umziehen sollten, weil mein Vater dazu gezwungen worden wäre, an einem anderen Ort der CH aber für denselben Arbeitgeber zu arbeiten, half uns mein Lehrer. Dies aus dem Grund, weil an diesem anderen Ort die Kinder meines Alters bereits seit zwei Jahren Französischunterricht gehabt hätten und ich noch gar keinen. Mein Lehrer meinte, so wie er mich kennen würde, würde ich das nicht gut aufholen können und in der Schule gesamthaft mit den Leistungen nachlassen. Er sprach mit dem Arbeitgeber meines Vaters und erreichte, dass wir bleiben konnten.

    Mit dem Preis, dass von da an erst recht niemand mehr was mit uns zu tun haben wollte, denn eine Familie dieses Hochhauses hatte bereits geliebäugelt mit dem Umzug in unsere Wohnung. Unsere Wohnung war grösser. Sie kamen sie bereits besichtigen und waren stinksauer, als wir bleiben konnten….

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  24. Regula

    Meine Eltern wohnten noch bis zur Frühpensionierung meines Vaters dort. Ich die gesamte Kindheits- und Jugendjahre. Ich wurde immer depressiver, zog mich mehr und mehr zurück, bekam Selbstmordgedanken, welche ich in Aufsätzen klar ausdrückte und dabei hoffte, dass meine Lehrerin meinen Hilferuf erkennen würde. Sie tat es nicht, sondern fand, als meine Noten immer schlechter wurden, dass bei mir “Hopfen und Malz” verloren seien. :-(

    Ich sehnte mich nach Gemeinschaft und lechzte nach Hilfe. Diese schickte mir Gott dann doch nach Jahren der Einsamkeit:
    - meine Berufsberaterin war überzeugte Christin. Sie beriet mich nicht bloss darin, was ich nach der obligatorischen Schulzeit für einen Weg einschlagen solle, sondern war ein Stück weit auch eine Seelsorgerin. Sie schenkte mir auf meine Frage, warum Gott all das Leid in der Welt zulasse, das Buch “Warum lässt Gott das zu?” – weiss grad den Verlag und Autor nicht mehr. Aber das Buch war ein erster Schubser in Richtung zum Schoss des Vaters. ;-)
    - in der reformierten Kirche, in der ich aufgewachsen war, wurde ein Jugendseelsorger angestellt. Er betonte in einem Jugendgottesdienst, dass er für sämtliche Nöte ein offenes Herz und Ohr hätte. Ich war von da an jeden schulfreien Mittwochnachmittag in seinem Büro anzutreffen. Aber ich getraute mich nicht, von meinen Problemen zu sprechen, da ich befürchtete, er würde sagen, dass seien zu kleine Probleme und ich dürfe nicht mehr kommen. smile So half ich ihm mit der Zeit bei der Büroarbeit und in der Bibliothek der ref. Kirche und war einfach froh, einen Menschen um mich zu haben, der wusste, dass ich Probleme habe und mich mit gütigen Augen ansah. MIt der Zeit bekam ich Kontakt zur Pfarrfamilie und durfte dort oft töpfern gehen und wurde eingeladen zu Spieleabende. Über meine Probleme sprach ich lange Zeit nicht. Mit der Zeit begann ich, sie in Briefen niederzuschreiben und dem Jugendseelsorger zu schicken. Sprechen darüber wollte ich immer noch nicht. Aber nun wusste ich, dass er im Bild war.
    - Ich geriet in okkulte Praktiken, las die Zukunft und ein paar Todesfälle in der Familie sah ich voraus.
    - Gleichaltrige Freunde hatte ich immer noch nicht. Aber mit der Zeit begann ich, in die Jugendgruppe der ref. Kirche zu gehen. Ein paar dort kifften und ich wollte einfach nur mal irgendwo dazugehören. So beschloss ich, nach den Herbstferien ebenfalls mitzumachen beim Kiffen, um ebenfalls cool zu sein.
    - Es folgten die Herbstferien und ich entschloss mich, ein Ferienlager “auszuprobieren”, von dem ich auf einem Plakat der Jugendgruppe was gelesen hatte. Dass es hiess “Auf den Spuren der Hugenotten” war mir egal. Hauptsache, es fand in der Provence statt. Da ich noch nie in meinem Leben im Ausland gewesen war und mir meine Eltern eine solche Reise im Rahmen einer (reformierten) christlichen Gruppe erlaubten, war mir alles egal – Hauptsache Provence. ;-) Tja – und dann folgte erst mal ein Schock: die waren doch alle übergeschnappt da. Sangen die ganze Zeit fromme Lieder und sprachen von Jesus als wäre er wirklich existent. ;-) Ich habe mich an dem Abend bekehrt, als ich das erste Mal hörte, dass Gott Vater sich sehnlichst eine Beziehung zu mir wünscht!!! Der Teufel wollte mich zwar nicht so schnell abgeben fürs Reich des Lichts. Es folgten ein paar Gebetskämpfe, welche krass waren. Ich hatte nie an den Teufel geglaubt, spürte nun aber am eigenen Leib, dass da zwei Mächte um mich stritten. Jesus gewann! :-) Das ist meine Geschichte. ;-)

    Antworten
    1. Anne

      danke Regula für deine Geschichte und dass Gott dich gefunden hat…unser grosser Gott…danke…be blessed und unendlich geliebt

      Antworten
  25. Sina

    Hey Regula, ich finde das ganz gross, dass Du heute reden kannst und den Menschen Deine Geschichte erzählst. Solche Geschichten sind wichtig, die Menschen sollten viel mehr über ihre Erfahrungen sprechen (egal welcher Art) denn nur so zeigt man Betroffenen, dass sie nicht allein sind und hilft ihnen aus dem Tief heraus. <3

    Antworten
  26. simone

    in meiner klasse wurde damals auch manchmal gemobbt. es betraf ein paar schüler, die nicht so "schlau" waren. es war kein so heftiges mobbing, aber die betreffenden wurden von den anderen jungen geschubst, geärgert. ich hab einfach drüber weggeguckt, fand es sogar machmal lustig. hauptsache, ICH wurde nicht geärgert!
    ein mädchen wurde in der ersten klasse von der lehrerein abfällig mit "du stinkst" betitelt. und wir schüler haben der lehrerin geglaubt, die ganze schulzeit über wurde das mädchen gemieden, war "eklig". ich selbst habe sie auch gemieden.
    jahre später weiss ich, dass ihre eltern eben viel geraucht haben, da konnte das mädchen nicht dafür, dass sie immer nach rauch roch. das lag nicht am "nicht waschen".
    als kind macht man sich darüber so wenig gedanken,ob man jemanden verletzt. man schwimmt mit dem strom, will dazu gehören. wenn da die eltern /lehrer nicht eingreifen und mal was (er)klären, sehe ich schlehcte chancen, dass sich von selbst was ändert. kinde rkönenn so gemein -oder besser gedankenlos-sein.
    heute tut es mir leid, dass ich nichts gesagt, nicht eingegriffen habe. falls ich das mädchen mal wiedertreffe (ich bin weit weggezogen von daheim) möchte ich mich bei ihr entschuldigen- wenn ich den mut dazu finde.

    Antworten
  27. Ille

    Mal ne Frage von nem ehem. realen Mobbing”opfer”: Was ist in einem Leben schief gelaufen, wenn einem das FB-Mobbing so sehr zusetzt, dass man a.) n youtubevideo macht und sich b.) trotzdem umbringt?! Soll jetzt nicht pietätlos klingen!

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  28. Mandy (Jesus-Punk)

    Ein YouTube Video rettet eben kein Leben. Sie war verzweifelt, hat Hilfe gesucht – Aufmerksamkeit. Da dreht ein Teenie von heute schon mal ein YouTube Video.
    Ich glaub aber das Video wurde erst richtig bekannt, als sie sich umbrachte.

    Irgendwo – weiß gar nicht mehr wo, da ich heute einiges drüber las – hatte ich gelesen, dass die Eltern sich nach ihrem Tod an einen Fernsehsender gewendet haben, um das Video und überhaupt dieses Mobbing mehr public zu machen. Um die Öffentlichkeit aufzurütteln…

    Nun dreht es anscheinend aber gerade in eine falsche Richtung ab und dieses Hackernetzwerk “Anonymous” übt sich in Selbstjustiz.

    http://www.fr-online.de/panorama/mobbing-opfer-amanda-todd-kommentar-der-ungerechte-tod-von-amanda-todd,1472782,20663230.html

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  29. Mandy (Jesus-Punk)

    Die Sendung habe ich bereits gesehen – sehr erschüttert, aber guter Vater der rausgeht und mit den Schülern spricht – nach Lösungen sucht. In den Kommentaren kann man ja leider genügend lesen das es bei weitem kein Einzelfall ist – der Selbstmord ist ja oft nur die Spitze des Eisbergs.

    Antworten
  30. Helena

    Ja, ich fand das auch sehr mutig vom Vater. Trotzdem könnte ich weinen, wenn so etwas passiert. Und vielen ist das so egal! Ich erschrecke aber manchmal über mich selbst, wenn ich Ansichten oder Meinungen an mir entdecke, die so lieblos sind. Tja, der Balken im eigenen Auge… Wenn ich Gott nicht hätte!

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  31. Ille

    Ich will bestimmt niemanden angreifen, aber ist es richtig den Schülern die ganze Schuld zu geben? Wie gesagt, ich kenn es nur real – okay online fortgesetzt, aber was soll’s? – nur… wie ich es einschätze, wollen diese Kinder und Jugendliche gar nicht ernsthaft, dass es so weit kommt und ich frage mich einfach, was das für Menschen sind, denen das SO nahe geht, das war eigentlich mehr meine Frage, auf die ich abzielte… :( ich hoffe, ihr seid jetzt nicht böse!

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    1. Jasmin

      @Ille: Das Schlimme an Cybermobbing ist ein gewisser Ewigkeitscharakter. Das Netz vergisst nicht. Was einmal online war, bleibt auch online. Beschämende Fotos, Videos usw. können durch das Netz zigmal geteilt werden und dadurch an anderen Stellen auftauchen.
      Ja, auch früher wurde gemobbt und dennoch blieben diese Mobbereien lokal begrenzt. Wer die Schule oder sogar den Wohnort wechselte, konnte fast sicher sein, dass das Mobben vermutlich aufhören wird. Heutzutage brauchen die Jugendlichen nur den Namen eines neuen Mitschülers googeln und sofort stoßen sie auf kompromittierende Websites von früheren Mitschülern des Neuen. Daher helfen Dank des Internets auch keine Ortswechsel mehr. Aus diesem Grund sehe ich auch einen gewaltigen Unterschied zwischen Cybermobbing und realem Mobbing.
      Ich war früher selber mal Mobbingopfer – durch einen Schul- und Wohnortswechsel hat sich das Mobbing glücklicherweise gelegt. Ich wurde damals aufgrund meiner Unsportlichkeit gemobbt. Damals gab es zum Glück noch keine Handykameras. Heute wären meine unglücklichen Sportversuche vermutlich gefilmt und ins Netz gestellt worden, wo dann Hunderttausende mir unbekannte Personen diese Bilder gesehen hätten und sie gedownloadet und weiter geteilt hätten.
      Ich vermute, dass das für Amanda das eigentliche Schlimme daran lag. Dadurch muss sie sich unheimlich ohnmächtig gefühlt haben. Die Folgen sind ja auch noch weitreichender. Welcher zukünftige Chef würde sie mit solchen Fotos später mal einstellen usw.? Jeder Personalchef googelt die Namen der Bewerber. Damit würde sie selbst als Erwachsene noch unter den Fotos zu leiden haben – selbst vielleicht unter irgendwelchen Kollegen, die sie mit diesen Fotos aufziehen könnten.
      Zu den Schülern wäre vllt. noch zu sagen: Wenn ich früher nach Hause kam, konnte ich mich dort von dem Mobbing in der Schule erholen. Mein Zimmer und meine Familie waren mein Rückzugsort. Da konnte ich mich sicher fühlen. Beim Cybermobbing gibt es keinen wirklichen Zufluchtsort mehr. In jedem Kinderzimmer steht ein Computer mit Internetanschluss. Was früher die Markenschuhe waren, sind heute die sozialen Netzwerke. Wer "in" sein will, muss einen Account haben. Und damit gibt's selbst im Kinderzimmer keinen Rückzugsort mehr vor dem Mobbing. Das muss enorm zusetzen.

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  32. Mandy (Jesus-Punk)

    Die Mitschüler sind halt die, die sie am meisten trangsaliert haben – sicher hätten die Lehrer und Eltern evtl. auch was anderes unternehmen müssen. Wie ich weiter oben schon schrieb, tragen viele eine Teilschuld und da muss man eben überlegen, wie man in Zukunft eine solche “Kette” schon in den Wurzeln erstickt, damit es nicht mehr soweit kommt. Auch das Mädchen trägt eine Mitschuld – v.w. chatten und sich nackisch machen…

    Als Teenie werden allen Freunden Oben-Ohne Fotos geschickt, die Kids robben sich in großen Gruppen zusammen, treffen sich irgendwo – lauern ihr auf, verprügeln sie. Es wird ihr unglaublich peinlich gewesen sein – ich seh das schon als sehr belastend. Nicht jeder hat nen tiptop Selbstbewusstsein, (vorallem mit 13-15) und kann da drüber stehen. Wenn Du Dir den Film “Ben X” mal anschaust – es ist schon erschreckend, wie schnell sich auch so eine Spirale von mobbing entwickelt.

    Ich denke es ist sehr wichtig, die Augen aufzuhalten und nicht nur ne Empörungswelle loszutreten und “Hach die Arme” – ja, ist so – aber ändert nichts an Kids oder auch Erwachsenen, denen es heute so geht – dass sie unter dem Psychoterror enorm leiden.

    So – der Flohmarkt wartet auf mich. Ich hoffe Dir einige Gedanken dazu gegeben zu haben und böse bin ich nicht, ist doch nur ne Nachfrage zu der ich dir meine Vermutung sagen kann ;-)

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  33. Viktor

    Ich finde es sehr schön, dass du darüber schreibst. 
    Wenn man in Google 'Amanda Todd' eingibt kommt man auch schnell auf Seiten, die Amanda immer noch schlecht machen & ihr sogar selbst die Schuld für all das geben. Das ist unglaublich. Das Mädchen muss so viel durchgemacht haben. Gott möge ihrer Familie & auch allen anderen Menschen, die gemobbt werden, Kraft geben & sie segnen. & falls sie Gott noch nicht kennen, so suchen sie hoffentlich nach ihm & finden ihn auch. 
    Ich muss gestehen, dass ich in der Grundschule ebenfalls gemobbt habe. Warum? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich war es wirklich dieses 'Ich habe Kontrolle über diese Person' – Ding. In dieser Zeit habe ich einfach nicht darüber nachgedacht, was ich ihm damit antue. Das entschuldigt aber rein gar nichts. 
    In der Realschule wurde ich dann gemobbt. Zumindest die ersten 4 Klassen. Oder waren es 2? Ich erinnere mich grade leider nicht mehr genau. Was ich aber dazu sagen möchte, ist dass ich das absolut verdient habe. Ich sehe das einerseits als Strafe & andererseits als Segen, denn nun konnte ich am eignen Leib erfahren, wie es ist gedemütigt zu werden & in Angst zu leben. Angst davor in die Schule zu gehen. Angst wieder irgendwas an den Kopf geworfen zu bekommen. Sowohl Wörter als auch Gegenstände oder Schläge. 
     
    Letztendlich prägt diese Erfahrung einen auch & ich glaube, dass all das auch maßgeblich dazu beigetragen hat, dass ich zu Gott gefunden habe. Doch sollten wir versuchen allen Menschen so eine Erfahrung zu ersparen, denn das ist, weiß Gott, nicht einfach sowas zu durchleben & wir sehen auch leider an Amanda, wie all das enden kann. Aber was kann man dagegen tun? 
     
    Ich denke es ist wichtig, dass Thema schon mehrmals in der Schule anzusprechen & das in verschiedenen Klassenstufen. Angefangen in der Grundschule, durch die weiterführenden Schulen, Fachoberschulen, etc. Ich muss sagen, dass ich mich nicht an einen einzigen Vortrag bezüglich Mobbing erinnere. Das heißt, dass ich nicht weiß, ob es das bei uns überhaupt gegeben hat. Natürlich heißt das nicht, dass es das nicht in anderen Schulen schon gibt. 
    Auch am Arbeitsplatz sollte das Thema angesprochen werden.
    Man darf das nicht totschweigen, denn jeder weiß, dass dieses Problem in der Gesellschaft existiert & das nicht zu knapp. 
     
    Gott segne & behüte euch alle! 

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  34. Helena

    Ille, ich weiß nicht, aber es kommt mir so vor, dass du das Video nicht oder nicht ganz gesehen hast. Findest du es normal, dass die Mitschüler, nachdem der erste Selbstmordversuch nicht “geklappt” hat, geschrieben haben, sie soll doch gefälligst ein stärkeres Bleichmittel nehmen, damit es dann endlich klappt? Und dass das ja gar nicht so gemeint war von den Mitschülern? Ich habe so etwas nicht abbekommen früher und war auch nicht gerade beliebt. Und ich glaube doch, dass es einen Unterschied macht, wie alt man ist und was man von zuhause an Selbstbewusstsein mitbekommen hat. Ich denke, dass das Mädchen einfach das Bewusstsein für sich selbst gefehlt hat und nicht überblicken konnte, was für Kreise das zieht. Heilig war sie nicht, aber das bin ich auch nicht. Ich denke sie hat sich geschämt und entblößt gefühlt und eine Kinderseele ist einfach verletzlicher. Einfach mal zum nachdenken…

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  35. Dorena

    Mobbing ist schlimm,aber nur eine von vielen Spielarten des Bösen,womit wir vom rechten Weg abgelenkt
    werden sollen. Als Einzelperson wird zum Beispiel in einer Schulklasse nicht jeder Schüler so ein böser 
    Mobber sein(wollen),aber der Gruppendruck ist eben nicht zu unterschätzen.
    Mein "Mobbing" in der Schule ist fast 40Jahre her,beschränkte sich aufs Zöpfchen ziehen
    der Jungs und den Spitznamen Oma,weil ich in der Tat eine langsame Trine war.
    Als ich davon genug hatte und mich beim Klassenlehrer beschwerte,hat das Zöpfchen ziehen 
    aufgehört………….mehr war nicht.
    Um so mehr tut mir jedes Kind leid,das keine schöne Kindheit/VJugend erleben darf.
    Von positiven Erinnerungen kann man lebenslang zehren…….gerade in dunklen Zeiten.
    Dies heutigen Kindern zu ermöglichen,ist für die Eltern von heute angesichts des Arbeitsdrucks bestimmt 
    oft sehr schwer. Ich sehe es ja in der näheren Verwandtschaft. Gott sei Dank,unmöglich ist es nicht.
    Schalom ! Dorothea

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  36. Judit

    Cybermobbing kann tragischerweise jeden treffen, ich weiß, wovon ich rede. Bin u. a. auch deswegen auf Psychiatrie. Die Leute suchen eben einen Sündenbock, dabei ist doch Jesus schon gestorben und auferstanden. Das ist, woran ich glaube.

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  37. Dorena

    Genau,die Leute suchen einen Sündenbock,weil es sehr weh tun kann,wenn man es mit den eigenen Sünden zu tun kriegt.
    überhaupt,sie erstmal aufzuspüren,ist schon eine Aufgabe für sich………..da ist es einfacher,wenn man den Schwarzen Peter anderen in die Schuhe schieben kann.
    Gruss Dorena

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  38. andy

    ich bin geschockt………………………………..ich bin canadier…………………..ich hoffffffffffffe die polizei bekommt ihn.ich kann euch versichern das die polizei in canada auf hochdruck arbeitet,da macht jeder polizist die sache zu seiner sache…..aber wenn ich erlich bin hätte ich nicht gedacht das so was schlimmes in meinem land pasiert………ich bin tot traurig sie war so hübsch und süss.sie wollte doch nur freunde haben ,nicht mal hollywood könnte so eine storry schreiben .das traurige ist das eine süsse 15 jährige die storry schrieb………ich fasssssssse es nicht.lg andy

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  39. Leooo

    Hi, ich bin Leonie.

    Ich gehe noch zur Schule. Wir haben gerade das thema cyber mobbing, weil sich eine gute Freundin von Mir Wegen cyber mobbing Selbst umgebracht :(

    wir Wurden beide gemobbt über's Internet und in der Schule meine Freundin hat es nicht mehr ausgehalten Was ich sehr traurig finde wie weit es doch kommmen muss bis die leute ein bisschen gehirn entwickeln mich mobben sie immer noch und ich habe keine ahnung wie das alles weiter gehen soll… ich halte das halt langsam nicht mehr aus und sie stand Mir immer zur seite Weil sie wusste wie das ist jetzt  habe ich niemanden mehr…

    wie die menschen nur so grausam sein können ich habe ein vortrag    gehalten: „wenn mobbing zum Tod führt“ trotz dem kann sich NIEMAND in meine lage versetzen ich werde immer  gemobbt und gehasst…  

    die geschichte über Amanda nimmt mich mit als ich mir das Video ansah musste ich echt weinen

    BITTE LEUTE IHR KÖNNT JA MICH MOBBEN ICH BIN EGAL ABER BITTE LASST SOLCHE MÄDCHEN WIE AMANDA IN RUHE!!! 

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    1. Gekreuz(siegt) Moderator - Hanspeter

      Hallo Leonie

      Vielen Dank für deine Offenheit, darüber zu sprechen. Leider sind sich viele nicht bewusst, was ihre Worte und ihr Verhalten bewirken. Unser himmlischer Vater möchte, dass wir einander ermutigen und fördern. Er macht keine faulen Sprüche. Er liebt dich, weil du bist und nicht weil du etwas getan hast. Im Sturm zu wissen, da ist einer, der mich an seiner Hand hält, das gibt Kraft. Ich wünsche dir von Herzen, dass du gerade jetzt erlebst, wie er mit dir ist. Ich wünsch dir auch, dass deine zweite Hand frei bleibt, um andere zu ermutigen. Wir brauchen einander und Gott, der uns liebt. Ich wünsche dir die innere Gewissheit, von Gott geliebt und sein Kind zu sein. Herzliche Grüsse Hanspeter

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    2. Gekreuz(siegt) Moderatorin - Ulrike

      Liebe Leonie,

      es ist furchtbar was du erlebt hast und weiterhin noch aushalten musst. Manche Menschen sind einfach so kaltherzig, das sie ihre helle Freude am Leid anderer haben. Mit ihnen kann man eigentlich schon fast Mitleid haben, denn Herzenswärme werden sie so nie erfahren.

      Das was mit deiner Freundin geschehen ist bestürzt mich…ich wünschte sie hätte nicht aufgegeben, es ist so traurig.

      Ich bete für dich, dass du weiter durchhältst solange es nötig ist, aber auch das du aus dieser schlimmen Situation befreit wirst.

      Und noch etwas ganz Wichtiges will ich dir sagen: Du bist NICHT egal! – Im Gegenteil, du wirst geliebt – sogar unendlich – und bist auch jetzt nicht alleine. Denn Gott und Jesus sind vor allem bei den Menschen, die Schweres erdulden müssen, auch wenn du es nicht bemerken solltest, sie sind auch bei dir, näher als dir irgendein Mensch je sein kann.

      Sei getröstet und gesegnet.

      LG Ulli

       

       

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    3. Anne

      Liebe Leonie,

      es tut mir sehr leid was dir und auch deiner Freundin passiert ist, ich wünsche dir viel Kraft, denn auch du bist unendlich geliebt von unserem BIG Daddy, da kann ich mich den Worten von Hanspeter und Ulrike nur anschliessen

      ich kann es teilweise nachfühlen, denn auch ich hatte mit mobbing auf der Arbeit zu tun, aber ich denke dieses Cybermobbing hat einfach noch grössere Ausmasse

      be blessed und umarmt

      Anne

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      1. Anne

        Liebe Leonie,

        dieses Video von Michael Stahl ist schon weiter oben erwähnt worden…es hat mich sehr berührt

        be blessed Anne

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  40. Gast

    Wenn ich heutzutage Kinder hätte, würde ich versuchen sie in eine christliche Schule zu schicken, obwohl ich nicht mehr so dolle von den Christen überzeugt bin, aber dort ist es wenigstens etwas heller, als in den staatlichen Schulen.

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