Brief an Laura

Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Sendung anrufen, Ratschläge gibt.

In einer ihrer Sendungen sagte sie, dass sie Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet kann, da diese laut Bibel Gott ein Gräuel wäre.

Darauf hin bekommt sie von einem Zuhörer einen Brief in einer wunderbaren Ausdrucksweise, wie ich finde. Der Mann hat sich die Mühe gemacht und Zeit genommen ausführlich zu recherchieren.

Ob er jemals eine Antwort bekommen hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. 

Die ganze Sache liegt mittlerweile auch mehr als 10 Jahre zurück, so das einige diesen Brief sicher schon kennen werden. Ich kannte ihn noch nicht und bin erst heute im Internet darauf aufmerksam geworden. Ich habe die nötigen Bibelstellen als Links ergänzt und wünsche gute Unterhaltung beim Lesen:

 

 

„Liebe Dr. Laura,

vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Gräuel handelt. Ende der Debatte. Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind


a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken? 

 

b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?


c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert. 

 

d) Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen? 


e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten? 


f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen? 


g) In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich eine Lesebrille trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt’s hier ein wenig Spielraum? 


h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?


i) Ich weiß aus Lev. 11:16-18, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?


j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19, weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüberhinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammen zu holen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14) Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. 

 

Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan, Thomas.“

 

 


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Dieser Beitrag wurde am 4. Juli 2013 veröffentlicht.

70 Gedanken zu „Brief an Laura

    1. Matthias

      Also ich muss dem Florian da mal zustimmen. Begebenheiten wie Sklaverei sind in allen (oder fast allen?) christlich geprägten Ländern bereits abgeschafft, die Trauer geht dem Haarschneideverbot voraus, Gebote, wie "Du sollst nicht töten!" werden ziemlich stark auf (m. E.) eher ironische als wunderbare Ausdrucksweise angeschnitten. Man muss, auch wenn wir selbst immer wieder sündigen, sündiges Verhalten nicht auch noch gutheißen! Du sagst einem Mörder, der seine Frau und Kinder umgebracht hat und lediglich an sich selbst scheiterte, auch nicht "Ich finds gut, dass du deiner Familie den Garaus gemacht hast". Nur mal so zum Gedanken anregen.

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      1. Martin

        "oder fast allen" das meinst du nicht ernst oder? :D

        Generell macht dein Beitrag eher wenig Sinn. Ich denke es ist gerade das Ziel des Verfassers, aufzuzeigen, dass der Bibeltext nicht wörtlich verstanden werden soll und nur im Kontext und mit vernünftiger Interpratation einen humanen Sinn ergibt. Ironie darf man halt nur anwenden wenn man sich sicher ist, dass sein gegenüber selbige auch als diese versteht. Also Matthias und Florian… vollends nicht verstanden woum es geht ;)

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  1. Elias

    Hier wird viel über Gesetze des AT gesprochen. Für eine Christen sind diese nicht bindend, außer auf moralischer Ebene. 

    Zum Thema Homosexualität: 

    Mk 10,6 von Anfang der Schöpfung an aber hat er sie als Mann und Frau geschaffen.

    1 Kor 7 

    2 Aber wegen der Unzucht habe jeder seine eigene Frau, und jede habe ihren eigenen Mann.

    3 Der Mann leiste der Frau die eheliche Pflicht, ebenso aber auch die Frau dem Mann.

     

    1Kor 11,11 Dennoch ist im Herrn weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau.

    Eph 5,31 »Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«.

     

    Und so weiter… In dem für Christen bindenden NT ist immer die Rede von Mann und Frau. Nicht Frau und Frau, oder Mann und Mann… 

    Was dieser nette Herr in seinen Schreiben schildert, zeigt nur, das wir Menschen halt sündigen (in diesem Falle gegen den alten Bund).

    Man kann noch so viel Auslegen und verdrehen und verbiegen in der Bibel. Homosexualität ist halt Sünde. Nicht mehr, nicht weniger.

     

     

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    1. Doro

      Schaut noch mal genauer ob die Gesetze des "AT" wirklich gar nicht mehr bindend sind. Apg 15,21 / Hebr. 10,26 / Joh 15 / 1.- 3. Johannesbrief / Matt. 5-7 / usw. Ich komme immer mehr zu dem Verständnis, dass Gottes Wille für uns immer noch der gleiche ist, mit dem perfekten Opfer Jesu für die Konsequenzen unser Sünden ist nur das Opfersystem und das Levitische Priestersystem erneuert worden, was Jesus für uns nun ist:

      Nicht falsch verstehen – ohne Jesus können wir NICHTS tun.

      Schaut euch mal auch das Konzil von Laodizäa an… m.E. ist es eine Fehlhaltung gegenüber Gottes ewigem Wort und einer Verkehrung von Gutes, was als schlechter definiert wird und Bösem, was als besser und gut befunden wird:

      http://wegedeslebens.info/Literatur/UnterDemGesetz_I.html

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    2. ich bin zwar nicht schwul, aber...

      :D

      Ich kann echt nur lachen! Immer diese radikalen Vollpfosten. Vielleicht etwas mehr in den eigenen Topf gucken, da dann für Ordnung sorgen und die anderen dann ihre Suppe kochen lassen. Ich bitte darum die Bibel etwas zeitgemäßer auszulegen. Deine zitierten Bibelstellen sprechen wie du selber schon so treffend bemerkt hast nur von der Beziehung zwischen Mann und Frau. Ich habe die Bibel slebst nicht gelesen und entschuldige mich schon jetzt für meine Unwissenheit, aber gibt es eine Passage die du mir zitieren kannst, in welcher klar und deutlich steht, dass Homosexualität eine Sünde ist?

      Falls ja, ändert das zwar für mich nicht mich würde nur interessieren ob es solch eine Stelle gibt.

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  2. Melanie

    also das kann man aber nicht vergleichen. und ehrlich gesagt, bible battles finde ich sowieso unschön undsinnlos. mein vater hat mir immer gesagt "am ende entscheidest du..wie legst du diese stelle aus, was sagt sie deinem herzen?" und genauso halte ich es.ohne anderen vorhaltungen zu machen. jeder verantwortet sich selbst.

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  3. Miriam

     Ich find's super. Ist doch klar, dass er es nicht ernst meint. Er zeigt ihr halt nur elegant, dass ihre Argumentation angreifbar ist.

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  4. Olga

    das hattest du schon mal gepostet und ich finde es einfach traurig, dass Gottes Wort so zurechtgelegt wird. im NT wird genauso gesagt, dass es für Gott ein Gräuel ist. und das ändert sich auch nicht mit dem Zeitgeist. schade, dass du so denkst.

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    1. Mandy (Jesus Punk) Artikelautor

      Ich habe es bisher noch nicht gepostet. Ich habe es heute erst im Internet gefunden, wie bereits geschrieben.

      Auch habe ich meine Meinung zum Brief überhaupt nicht geschrieben, ich will damit jeden selbst zum Nachdenken anregen.

      Der Brief ist sehr umfangreich, sich damit zu beschäftigen ist wichtig, aber da braucht man wohl ne Weile.

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      1. Olga

        Ich kenne es aber von deiner Seite. Da hattest du deine Meinung zu dem Thema schon mal kundgetan. Es gibt da nichts zum Nachdenken oder Diskutieren. In dieser Sache ist die Bibel ziemlich eindeutig.

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        1. Prisca

          Die Bibe ist beim Thema Homosexualität sehr eindeutig. Allerdings ist ein Leben nach biblischem Maße nicht mehr möglich, da einfach zu viele Kulturen aufeinander prallen und sich vermischen. Ich denke allerdings, dass es zu einem christlichen Lebensstil gehört, auf Menschen andere Religionen oder auf Menschen mit einem anderen Lebenswandel zuzugehen. Der einzig Unterschied zwischen Mann und Frau ist ein körperlicher… Ich kenne einen Homosexuellen, sehr gläubigen. Dieser hat lang gebetet und Gott hat ihm geantwortet, dass er sein Leben leben soll und er nicht seine Gefühle unterdrücken soll. Wieso also verurteilen wir etwas, was Gott gutheißt?!

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  5. Michaela Zöller

    ich finde das genau das was in diesem Brief steht den Punkt trifft….und das viele in Gemeinden genau das nicht hören wollen, da sie jahrelang anders geimpft worden sind….. Jesus bringt alle Gebote im NT auf den Punkt:

    Liebe Gott und deinen nächsten wie dich selbst…….

    so einfach ist das

     

     

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  6. Karl-Heinz Cwiklenski

    Hallo Mandy,

    zur Diskussion ist dieser Brief sehr gut.Wenn man allerdings im AT stehen läst und nicht bedenkt das diese ganzen Gebote oder Weisungen in erster Linie für das Volk Israel sind macht man vieles Falsf.Auch im NT wird darauf hingewiesen das diese Handlung nicht dem Willen Gottes entspricht,es sei denn das die Menschen darin  bleiben wollen -siehe Pharao.Dazu Römer 1-2 lesen.Es ist ein Unterschiede zu sehen zwischen den Menschen und den Praktiken die sie ausüben.Leider wird das in der heutigen Gesellschaft nicht mehr so gesehen.Siehe,man ist was Mann ist. Gruß,Kalle

    Antworten
  7. ela

    Neues Testament !!! :
    Gottes Zorn über die Gottlosigkeit der Menschen:

    26 Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen;

    27 gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen.

    28 Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdige Gesinnung, zu verüben, was sich nicht geziemt,

    29 als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten,

    30 Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam;

    31 unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig.

    32 Obwohl sie das gerechte Urteil Gottes erkennen, daß die des Todes würdig sind, welche so etwas verüben, tun sie diese Dinge nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie verüben.

     

    Wir sollen den Sünder lieben, aber die Sünde hassen!  Was haben wir doch für eine Angst die Wahrheit zu sagen … dabei lassen wir die Menschen in ihren inneren Gefängnissen allein … "bleib wie du bist "… schade !

    Dabei habe ich homosexuelle Menschen betreut, die nun frei sind und endlich wirklich leben (ohne suizidgedanken mehr zu haben).

     

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  8. Simone

    Hab mich gedanklich bischen damit beschäftigt. Christus sagt er ist des Gesetzes Erfüllung. ..merke aber das ich auch immer wieder auf mich schaue und meine ich müsste nun aber auch ein Stück Gestzt erfüllen. ..(natürlich mit Gottes Hilfe)das zereisst mich manchmal

    Da plötzlich erfass ich dann wieder das ER alles vollbracht hat und freue mich sehr. ..bis ich erneut auf mich schaue und wieder zermürbt bin. ..ein Teufelskreis…auf Jesus sehen ist der Schlüssel da raus

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    1. Anne-Dore

      [Als Spam markiert von Antispam Bee | Spamgrund: Server IP]

      .. und das Wissen, wer DU in Christus bist.. dass Du seine Idendität hast.. seine neue Natur.

      Antworten
  9. GoodAdvice

    Hallo zusammen,
    ich finde das Thema nicht leicht.

    Gottes Liebe ist vermutlich Größer als ich es mir denke, oder als meine eigenen Maßstäbe.

    Jesus sagt ja auch (in etwa) "Es kann JEDE Sünde vergeben werden, außer die Lästerung des Heiligen Geistes"
    Ich kenne eine Homosexuelle Frau, deren Freunde sich beschweren, dass diese immer grundsätzlich Sündig sind, ohne "etwas dafür zu können". Aber ich SELBST bin ebenfalls Sündig durch und durch und habe den TOD verdient.

    "Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten" trifft auf mich zu, auf DICH auch ?

    Gruß,

    GoodAdvice

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  10. Dennis

    Wie ich soll mir Gedanken drum machen? Erwartest du etwa das ich Gefahr laufe meine Meinungen zu hinterfragen. 
    Tztztz :-)

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  11. fundamentum

    Es sei darauf hingewiesen, was unser Herr Jesus gesagt hatte, bezüglich dem höchsten Gebot. Ich bin der Meinung, daran sollte man alles abklappern, selbst Paulus. Auch im neuen Testament ist Sklaverei Usus, man möge doch die Sklaven doch gut behandeln. Die Frau hat im übrigen im Gottesdienst die Klappe zu halten, also sind die weiblichen Meinungen im Forum doch bitte nur zu belächeln ;)

    Man muss schon darüber diskutieren, was man als "natürlich " definiert. Und Paulus ist aber NUR ein Diener Gottes, er ist NUR ein Theologe, er ist aber NICHT Christus. Zurecht hat Paulus gesagt, dass man alles prüfen solle und das Gute behalten.

    Ich denke, man sollte es sich nicht zu einfach machen.

    Viele Grüße

    Fundamentum

    Antworten
  12. Juliane

    Wichtig ist, dass wir nicht gesetzlich werden. Aber dennoch wird im Tonfall der Bibel deutlich, dass Gott uns Menschen als Mann und Frau paarig zueinander geschaffen hat und alle anderen Kombinationen nicht befürwortet. Das heißt nicht, dass wir homosexuelle Menschen verurteilen oder bevormunden sollten. Ich halte lieber meine Klappe als versehentlich verurteilend zu werden. Aber wenn mich ein homosexueller Mensch fragt, wie die Bibel das sieht, dann sag ich es auch klar – freundlich, aber klar. Der Ton macht nämlich die Musik. Ich mache niemandem Vorschriften, ich sage nur, wie Gott das sieht. Den Rest muss derjenige mit Gott selbst verhandeln.

    Antworten
  13. Tamara

    Homosexualität fällt ganz klar unter Unzucht, wie andere Dinge auch. Paulus sagt , das Götzendienst, Unzucht unddas essen von But nichts für jemanden ist, der zu Jesus gehört. Wenn man das aber getan hat, hat Jesus ja sein Blut dafür vergossen und kann befreien und heilen,. Man schadet ja nicht Gott mit seinem Verhalten, sondern sich selbst und Gott hat ja kein Interesse am Schaden der Menschen Er ist sich selbst treu in allem was er sagt.

    Antworten
  14. Devian T.

    Hi,

    versucht doch wenigstens mal in der Realität anzukommen. Das Reich Gottes ist von hier aus sicherlich nicht weiter entfernt. Ach und wenn ihr grad' dabei seid, versucht auch mal die vergangenen 2000 Jahre mit einzuplanen, da at sich nämlich zufälligerweise so ein bisschen was getan, nicht viel, aber wir wissen doch zumindest, dass wir auf einer Kugel leben, die um eine Sonne kreist. Und so ein paar andere Dinge könnte man vielleicht auch langsam mal akzeptieren.
    Falls das aber zu schwer ist, müsst ihr leider auf eine Zeitmaschien warten, die Euch ins 3. oder 4. Jahrhundert zurück bringt, denn hier werdet ihr wohl nicht so richtig klar kommen.
    Naja, jedenfalls bete ich für Euch, egal ob Ihr die Eine oder die Andere Lösung wählt.

    Antworten
  15. Kathrin

    Ich will jetzt nicht noch mehr Bibelstellen zitieren. Es ist durch andere Kommentare ja schon sehr deutlich geworden, daß auch das NT sehr wohl Stellung zu diesem Thema nimmt. Dieser Brief hingegen bezieht sich auf das AT und ich finde ihn zynisch und unangebracht aus schon genannten Gründen. Besonders wichtig finde ich jedoch, deutlich zu machen, daß die Sünde an sich Gott ein Gräuel ist, der Sünder selbst ein von Gott geliebter Mensch. Seit ich mit Jesus lebe, kann ich Homosexualität als solche auch nicht mehr "befürworten", alles andere wäre unehrlich. Das heißt aber nicht, daß ich die Menschen, die das betrifft verurteile oder deswegen nicht mehr mag.

    Antworten
  16. Andreas

    Liebe Mandy,

    ich lese hier schon seit fast drei Jahren mit und ich möchte Dir von ganzem Herzen danken, dass Du auch immer wieder schwierige Themen ansprichst von denen wir in unseren Gemeinden eher weniger hören.

    Aber gerade diese Themen beschäftigen uns auch oft und wir sind da oft allein gelassen.

    Und ich finde es toll dass Du mit diesem Brief einfach einen Gedankenanstoss bietest und wir uns hier austauschen können. Und die Anzahl der Kommentare zeigt auch wie uns dieses Thema beschäftigt.

    Mich bewegt das Thema unter anderem auch schon lange, da ich unterschiedliche Kollegen habe die Homosexuell sind. Nun versuche ich durch mein Verhalten bei der Arbeit auch meinen Kollegen zu zeigen, dass ich Christ bin und ich habe auch schon dadurch das Geschenk erhalten mit dem ein oder anderen über Jesus zu erzählen. Und es hat mich tief traurig gemacht als ich mit einem dieser Kollegen gesprochen habe und dieser mir gesagt hat dass er bei dem "Verein" eh nicht eintreten kann da er schwul ist. Und ich habe mich total hilflos gefühlt weil dieses Thema total schwierig ist. Denn auf der einen Seite ist es in der Bibel schon sowohl im alten und neuen Testament beschrieben was Gottes Vorstellung dazu ist.

    Unser Herr ist aber total groß und lässt uns mit den Fragen nicht alleine wenn wir uns darauf ein lassen auf sein Wort zu hören.

    Und so habe ich in den letzten Wochen eine tolle Predigt zu diesem Thema von Tobias Teichen aus dem ICF München gehört.

    Anbei der Link zu der Predigt und wenn Ihr mit dem Thema wie ich schwanger geht dann investiert unbedingt die Zeit diese Predigt zu hören.

    Seid alle fett gesegnet.

     

    Ganz liebe Grüße

     

    Andreas

     

    Antworten
  17. Gekreuz(siegt) Moderator - Hanspeter

    Jesus hatte mit allen möglichen Menschen zu tun. Zöllern, Prostituierten, Ehebrechern, …   Er wollte sich von ihnen nicht distanzieren, sondern ihnen helfen sich zu verändern.  Keiner kann wohl Jünger Jesu sein, ohne sich durch ihn verändern zu lassen …

    Antworten
  18. Matthias L.

    Ich finde den Brief zynisch und unangemessen.
    Es ist der immer wiederkehrende Versuch alle Gebote einfach zeitgeschichtlich zu sehen und damit auszuhebeln und dem Zeitgeist preiszugeben.
    Niemand der ernsthaft Christ ist wird Homosexuelle Personen verdammen, das hat Jesus mit der Ehebrecherin auch nicht gemacht.
    Aber wie schon geschrieben wurde: es scheint sich eine panische Angst unter Christen breitzumachen Sünde Sünde zu nennen.
    Die Sünde klar nennen und verurteilen ist eine Sache, den Sünder selbst, also die Person zu lieben eine andere, und das geht gut zusammen.
    Und zu Sünde gehört auch Geiz, Habsucht, Betrug, Unehrlichkeit und vieles andere mehr.
    Ja, schade dass immer wieder das Thema Homosexualität dazu herhalten muss um deutlich zu machen dass Gott vieles heute angeblich ganz anders meint als er das "damals" mal gesagt hat.
    Zur Aussage Paulus ist ja nicht Christus: passt gut ins Konzept. Ein Argument mehr so lange an der Bibel rumzudeuten bis zwischen den Deckeln nichts mehr übrig bleibt … na gut, doch, der Inhalt wird halt sukkzessive durch die eigene Meinung ersetzt. Und die Ich-bin-Worte von Jesus könnte man ja noch drin lassen, die sind ja schließlich von Jesus selber ;)

    Antworten
    1. Das Weibchen

      wie … die ich-bin-Worte willst du drin lassen? Das geht nicht.. ich hab noch nie lebendes Licht, lebendes Salz und eine wandernde Tür oder einen lebendigen Weg gesehen… Ts… am besten schneidest du echt alles raus und lässt die schwarzen Deckel übrig… Spaß beiseite…. Dadurch, dass heute Sünde schön geredet wird und " es ja alle tun" wird sie nicht richtiger… Das Statement: Tue was dein Herz dir sagt, ist ja nun auch bedenklich, da im Herzen ja bekanntlich die bösen Gedanken sind.. 

      Was ich allerdings letztens mal interessant fand ist die Aussage von einem Seelsorger, daß Homosexualität wie jede Sünde ein Geist ist… sprich ein dämonischer Geist. Er war in San Francisco  und Gott hat ihn kurze Zeit, um ihn sensibel dafür zu machen, durch die "geistliche Brille" eines homosexuellen Menschen sehen lassen. Das war für ihn keine angenehme Erfahrung, weil er so die Macht der satanischen Welt spüren konnte.

      Passt auch zu den Erfahrungen, dass Menschen frei werden können, wenn sie die Eintrittstüren schließen und die Mächte gegangen sind. 

      Und ansonsten ist Homosexualität ebenso wie alle andere Sünden "zu beurteilen".. Jesus hat auch das ans Kreuz gebracht. Geiz ist genauso "schlimm"…. 

       

      So… und nun dürft ihr mich mal wieder als Fundamentalist und Spinner betiteln.. :p

       

      Antworten
  19. Sandra

    Verurteile niemanden nur weil er/sie anders sündigt als du!!!!!

     

    Am Ende richtet Gott über uns alle, und er macht keinen unterschied….

    Antworten
    1. Kathrin

      Liebe Sandra, wenn ich´s richtig verstanden habe ging´s hier eben nicht darum, Jemanden zu verurteilen, sondern eine bestimmte Sünde, in dem Fall Homosexualität. Das macht einen großen Unterschied….aber ja, da stimme ich Dir voll und ganz zu: Homosexualität ist nur eine von vielen Sünden und jeder von uns sündigt auf seine Weise und deshalb hat jeder Mensch Heilung und Vergebung nötig.

      Danke, Jesus, daß Du genau das für jeden von uns bereit hältst!!!!!

      Antworten
  20. Doro

    Nur ein paar interessante Gedanken:

    John Piper über das Thema:


    Andrew Wilson/Rob Bell discussion:

     

    Carmen Walker: Die Liebe zu Gott höher setzen als meinen Willen:

    ​ 
    Free to Sin

    Antworten
  21. Ute

    Danke, Mandy, für diesen provokativen Brief. Er löst offensichtlich mal wieder eine ziemliche Debatte aus. Aber das soll ja auch so sein.

    Ich habe einige Freunde und Bekannte, die homosexuell sind und es sich mit ihrer Veranlagung nicht leicht gemacht haben. Sie haben lange innere Kämpfe durchgemacht, es mit heterosexuellen Beziehungen versucht, sind wieder daran gescheitert und litten darunter, dass sie nicht so fühlen konnten wie andere. Erst als sie sich schließlich zu ihrem "Anderssein" bekannt haben, ging es ihnen besser. Sie mussten ihre Gefühle nicht mehr verstecken und ablehnen. Heute leben die meisten von ihnen in liebevollen homosexuellen Beziehungen, da können manche heterosexuelle Ehen wirklich noch was dazu lernen.

    Ich lese Bibelstellen zu diesem Thema (auch die neutestamentlichen) inzwischen ganz bewusst mit Blick auf ihren geschichtlichen Hintergrund. Damals war die Tempelprostitution üblich, Homosexualität kannte man lediglich im Zusammenhang mit "Lustknaben", die im Tempel aus pseudoreligiösen Gründen von Männern sexuell missbraucht wurden. Diese Verfehlungen, die nicht aus einer homosexuellen Veranlagung heraus sondern aus anderen Gründen vollzogen wurden, hat Paulus zurecht verurteilt. Und dies in einem Satz mit anderen verurteilungswürdigen Verfehlungen, die komischerweise in der christlichen Öffentlichkeit weniger bekämpft und diskutiert werden wie Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit, Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, Gerüchte verbreiten, Verleumdung, Gottesverachtung, Frechheit, Übermut, Prahlerei, erfinderisch sein im Bösen, den Eltern ungehorsam, unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig sein etc. (s. oben).

    Eine liebevolle homosexuelle Beziehung, wie es sie heute zunehmend gibt, weil sie gesetzlich erlaubt ist, gab es damals nicht. Man hat seine Veranlagung verheimlicht und konnte sie, wenn überhaupt, nur in einem zwielichten Milieu leben. Ich bin dafür, dass wir, wie Jesus es auch getan hat, genauer hinschauen, mit welcher Haltung wir unser Zusammenleben gestalten. Eine Ehe, ist nicht automatisch gut, weil sie aus Mann und Frau besteht, sondern sie kann einen Rahmen bilden für eine gemeinsame Beziehung, die von Liebe, Fürsorge, Respekt und Treue geprägt sein soll. Es gibt genügend Ehen – auch in christlichen Kreisen, die nicht von dieser Haltung geprägt sind, in denen vergewaltigt, misshandelt und gelitten wird, in denen der Geist Gottes keinen Raum findet. Und da sind dann nicht nur die Ehepartner betroffen sondern meistens auch die Kinder. Ich glaube, da sollten wir viel mehr hin schauen und darüber reden!

    Noch ein Punkt ist mir bei dieser ganzen Sache wichtig: immer wieder wird vom Zweck der Fruchtbarkeit in der Ehe gesprochen (steht übrigens auch im AT), und dass deshalb homosexuelle Beziehungen "unnatürlich" und nicht gottgewollt sind. Dann müssen wir aber wirklich überlegen, was wir da sagen! Was ist mit Ehen, aus denen keine Kinder hervorgehen, was ist mit Empfängnisverhütung, was ist mit Singles, die nicht heiraten? Komischerweise hat hier (beim Singlesein) Paulus eine Ausnahme gemacht, weil er es als seine Berufung erkannt hat, Single zu sein. Aber eigentlich verstößt er hier doch auch gegen das Gebot Gottes (seid fruchtbar und mehret euch), und Empfängnisverhütung müsste ebenfalls von uns Christen verurteilt werden, weil wir damit ebenfalls unnatürlich handeln. 

    Noch ein paar Punke, die mich dazu veranlasst haben, manche Bibelstellen "historisch-kritisch" zu lesen:

    Damals waren Sklaven noch gesellschaftliche Realität und wurden wahrscheinlich auch als "gottgewollt" so hingenommen. War es dann Sünde, wenn engagierte Christen gegen Sklaverei gekämpft haben und sie heute abgeschafft ist?

    Ein Mensch mit Epilepsie wurde – soviel ich weiß – von den Menschen in der damaligen Zeit als "besessen" angesehen, Gott sei Dank wissen wir heute, dass die Fallsucht andere Ursachen hat.

    Mein Sohn ist autistisch und kann sich nicht so in die gesellschaftlichen Normen integrieren, wie es im Allgemeinen erwartet wird. Es würde doch niemand auf die Idee kommen, sein Verhalten als Sünde zu bezeichnen, nur weil ihm aufgrund seiner Veranlagung Demut, Rücksichtnahme und Nächstenliebe fremd sind.

    Was ich damit sagen will: ich glaube, Gott hat Menschen ganz unterschiedlich geschaffen. Er möchte, dass sie ihre Veranlagung, ihre Gaben und Fähigkeiten zu seinem Lob entfalten können. Er möchte, dass wir als seine Nachfolger der Menschheit zeigen, dass Gott Liebe ist. Wenn jemand Sünde in seinem Leben erkennt, dann freut sich Gott, wenn er die Vergebung sucht. Aber es ist nicht unsere Aufgabe, unseren Mitmenschen Sünde vor Augen zu halten, die wir scheinbar bei ihnen erkannt haben. Ich finde da die Geschichte von Zachäus total befreiend. Jesus ist zu ihm gegangen, hat mit ihm gegessen und ihm keine Moralpredigt gehalten. Das hat Zachäus wahrscheinlich so in seinem Innersten berührt, dass er von sich aus sein sündiges Verhalten erkannt und bereinigt hat. Sollten wir uns als seine Nachfolger nicht auch wie Jesus verhalten?

    Antworten
    1. Mandy (Jesus Punk) Artikelautor

      Liebe Ute,

      dass was Du geschrieben hast ist in meinen Augen der beste, kritischste, ehrlichste und liebevollste Kommentar, der zu diesem Thema hierzu geschrieben wurde!

      Vielen, vielen Dank dafür!

      Es ist schon faszinierend, sobald das Wörtchen “Homosexualität” auf dieser Seite geschrieben steht, steigen die Besucherzahlen rasanat an. Es wird soviel Tamtam gemacht ums Schwulsein….

      Für Gott ist die Liebe das 1. und höchste Gebot! 

      Darum sollten wir uns alle drehen und nicht darum irgendwem hinzuwerfen, was er nun falsch macht und was Gott aber ganz anders sieht. Damit erreicht man das Herz der Menschen nicht, sondern nur ihren Zorn.

      Natürlich sollte man jemanden liebevoll drauf hinweisen, wenn das, was er tut, nach dem eigenen Verständnis Gottes nicht richtig ist. Dabei kommt es aber auch immer auf die Position an, die ich dem Menschen gegenüber habe. Und bevor ich mit jemanden über seine sexuelle Orientierung spreche und mit wem er nun wann und wie oft ins Bett steigt, da muss ich wirklich gut befreundet sein.

      Ich bitte jeden, der hier schreibt: Stell Dir bitte vor, auf diese Seite kommt ein Mensch, der schwul oder lesbisch ist, hat mit Gott nichts am Hut und liest diese Kommenare…

      In diesem Sinne
      wünsche ich einen wunderschönen Tag!

      Mandy

      Antworten
      1. Dorothe

        Liebe zu Gott und dem Nächsten ist die Zusammenfassung aller Gebote. Alle Gebote beinhalten, dass sie etwas damit in irgendeiner Form zu tun haben Gott und den Nächsten zu lieben.

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    2. Anonymous

      es besteht eine Möglichkeit, dass Homosexualität eine angeborene normale Variation ist.. es gibt aber auch andere Studien, die darauf hindeuten, dass es sich um eine psychopatologische Disposition handelt, hervorgerufen von ganz unterschiedlichen Faktoren, wie ungenügende elterliche Zuwendung, fehlende(s) Elternteil, Missbrauch etc.. Sowie es ein lebenslanger Prozess ist mit Jesus zu gehen und in vielen Bereichen des Lebens "an sich mit Jesus zu arbeiten"… und viell. einiges nie bewältigen zu können, ebenso ist es mit Homosexualität und allen anderen Missbrauchsformen von Sexualität (auch in der Ehe/Internet/Sexsklaven…). Allerdings wäre zu bedenken, falls an der pathologischen Variante was dran wäre, gleicht das Ausleben von Homosexualität doch dann der Symptombehandlung, statt ursächliche Dinge zu suchen und von Jesus heilen und verändern zu lassen… aber das gilt natürlich immer für alle Bereiche… es ist nur so eine heiße Diskussion, da espermanent, fast wie eine neue Religion in die Gesellschaft getragen wird, sich jedoch auch gesellschaftliche Konsequenzen daraus ergeben…

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    3. Myriam Reittinger

      Liebe Ute,

      Ich danke dir für deinen Kommentar!!! Genauso wie du denke ich auch! Ich hätte nicht die Worte dafür gefunden und ich bin sehr froh, dass du es so geschrieben hast. Immer wieder hat mich der Satz von Christen gestört: "Gott liebt den Sünder, aber er hasst die Sünde…." Deine Erklärung dazu ist sooo super und ich hoffe dass es viele Christen lesen und nicht mehr so über Personen mit einer homosexuellen Neigung sprechen oder denken!!!:)

       

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    4. eva

      Ich habe auf einer hier verlinkten Seite (soulsaver) eine mich erschütternde Schrift von einem gewissen Ali gelesen, der aus völlig kalter Bibelperspektive (wie das passieren kann, lesen wir ja oben) Homosexuelle als pathologisch "Selbstmitleidige" als therapierbar einstufte und zum Umkehren bewegen wollte. Liebe Ute, dieser Brief, den du geschrieben hast, ist wirklich Balsam für meine Seele und für alle anderen Leser bestimmt auch. Schön, dass du dir so viel Zeit und Geduld genommen hast, ihn hier zu schreiben. Hinzuzufügen wäre dem nichts mehr. Vielleicht nur noch eins, was mich kaum loslässt, seit ich Alis Text gelesen hatte: Die Kirche leidet sehr unter diesen menschenverachtenden Ansichten. Dabei könnte sie wirklich in ihrer Gemeinschaft ein großer Segen sein – allein schon für das Lernen und Geben und Empfangen von Empathie. Und das Lieben meines Nächsten, wie ich mich auch liebe. Ach ja, und Mandy: Ich fühlte ich mit 25 Jahren älter als mit 30… das mal so als kleiner Trost. Schön, dass es dich hier unter uns gibt!

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  22. Hans Arnold

    Ich bin nicht homosexuell, das sei vorangestellt; ich frage mich, wenn ich solche Sachen lese, ob mir wohl das Sündenbewusstsein total abhanden gekommen ist. Ich habe auch keine Lust zu kontrollieren, ob da Bibelstellen aus dem Kontext gerissen wurden. Doch nur schon diese scharfe Betonung der Sündhaftigkeit einer Veranlagung widert mich an.

    Nach meinem Dafürhalten ist Sünde eine Haltung, eine Tat, die letztlich nur vom Betroffenen selbst als solche gespürt werden kann. Voraussetzung für diese Eigenschaft des Spürens setzt voraus, dass sein Kontakt zu seinem inneren Gesetzgeber nicht abgebrochen, zerstört ist. Ist sie das, dann hat ein solcher Mensch nur eine Sünde!

     

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  23. Christian

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     Jesus hat der Frau aus Samarien am Brunnen nicht die Moralkeule über gezogen, sondern war da wie in vielen anderen Stellen feinfühlig. Manchmal denke ich echt der eine oder andere von uns zimmert sich da so selber seinen Glauben zusammen  Die Gnade Jesu annehmen aber mental im alten Testament verfangen sein, das passt nicht zusammen. 
    P. S. Es gibt kein extra lauschiges Plätzchen für Dauermahner und Menschen die an allen Ecken und Enden den Teufel sehen im Himmel. Und Paulus Wettlauf zum großen Ziel beinhaltete sicher auch keine Christen die Bibel Bashing betrieben und sich die Wahrheiten um die Ohren knallen.

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  24. Dennis

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    Aber das diese fünf stellen zur Homosexualität immer wieder so ungeprüft ins Zentrum Rücken die Hunderte zur liebe aus dem zentrum raus und andere – viel eindeutigere – regeln, wie sie der polemische Brief aufzeigt unhinterfragt durch Kontext und Entwicklung relativiert oder eben gar heute ungültig erklärt werden deutet auf eine fast schon pathologische schieflage hin.

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  25. Christian

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    Christliche Diskussionen widern mich an :-) Diskussionen über Homosexualität gehen einher mit *was für Musik hört ein Christ *, darf man Ohrringe haben, tätowiert sein etc. usw. Mir fällt die Stelle im Johannesevangelium ein, in der der Pharisäer den Mann, der 35 Jahre lang nicht laufen konnte, darauf hinweist das er seine Matte, geheilt oder nicht, gefälligst nicht am Sabbat herum zutragen habe. Jesu Botschaft und Auftrag war klar:Liebt einander. Ich kann in keiner Stelle der Bibel entdecken, das unser Auftrag darin besteht, die Bibel und die Gesetze zur Befriedigung eigener moralischer Weltanschauung zu missbrauchen. Es geht auch nicht darum der Welt ein Moralgerüst aufzudrängen. Jemand der drogenabhängig ist, ein homosexueller, eine Frau die ihr Kind abtreiben will, jeder dieser Menschen wird dies weiteren tun, auch wenn ich den Moralapostel spiele und erzähle was das doch für arge Sünde in den Augen Gottes darstellt. Das einzige was hierbei befriedigt wird ist das eigene Moralverständniss, und das ist in meinen Augen genauso eine Sünde wie die zuvor genannten Dinge. Jesus sagt :Liebe den Sünder, und hasse die Sünde. Ich glaube das ist der Schlüssel um wahre Veränderung in die Gesellschaft zu bringen. Neokonservative Werte in die Gesellschaft einzuprügeln eher nicht.

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  26. Anne-Dore

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    immer nur schön nach eigenem Gusto die Bibel auslegen und Sünde bloss nicht mehr Sünde nennen… aber den Menschen dann in die ewige Trennung von Gott laufen lassen… in die "altmodische" Hölle… es geht doch gar nicht um Verurteilung, Richten… Liebet einander beinhaltet aber auch dass man die Wahrheit sagt… und Sünde trennt nun mal von Gott.. Der Weg ist Umkehr, Bekennen, Vergebung annehmen und das Leben als eine NEUE Schöpfung… Dann ist das Alte weg, vernichtet. Sünde ist vielfältig… wer das Finanzamt besch* ist genauso schuldig wie ein Massenmörder, oder jemand, der seinen Bruder beschimpft… Ein Ranking bei Sünde gibt es nicht. Das "Zauberwort" heißt GNADE. Aber… es ist an eine Bedingung geknüpft: Dass man das Opfer von Jesus Christus, seinen Tod an meiner Stelle annimmt.

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    1. Christian

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      P. S. Liebe Anne ich weiss wer ich in Christus bin. Und das hält mich davon ab, andere Menschen zu be oder verurteilen. Ich war einer der Verlorenen wenn du es so willst vor 2 Jahren noch. Und ich danke Gott dafür das ich von Menschen erreicht wurde die einfühlsam waren. Genauso kann ich deine Meinung so stehen lassen, weil wir in der Grundidee gleicher Meinung sind  :-)

      Wir haben leider aber im Leib Christi überwiegend Ermahner. Da geht es nicht um Auslegung der Bibel, Gott bezieht klar Stellung zur Sünde. Leider sitzt ein Großteil der Christenheit im Elfenbeinturm und wettert von dort auf die ach so böse Welt herunter. Frauen dir Abtreibungskliniken verlassen zu steinigen und fromm Schildchen hochzuhalten auf denen steht *God hates Fags*, das ist vielleicht ermahnen und zur Umkehr bewegen, aber sicherlich nicht das was Jesus wollte. Und zwischen Wahrheit sagen, und Religiosität verbreiten, speziell auf Facebook ist ein himmelweiter unterschied.

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    2. Ute

      Ich muss jetzt einfach nochmal was loswerden. Hier wird immer wieder davon geredet, dass man Homosexualität als Sünde erkennen muss, um Vergebung bitten muss und die "Sünde" dann zukünftig lassen muss. Auch ist immer wieder davon die Rede, dass man zwar "den Sünder" liebt aber nicht "die Sünde". Was ist aber Sünde daran, wenn dieser Mensch keine sexuelle Liebe zum anderen Geschlecht empfindet, noch nie empfunden hat und eine heterosexuelle Beziehung völlig gegen sein Innerstes geht? Es geht hier meines Erachtens um eine Veranlagung, die wir einfach mitbekommen haben und die wir auch nicht mal eben wieder ablegen können, weil wir jetzt erkannt haben, dass wir "sündig veranlagt" sind. Ein homosexueller Mensch (genauso wie ein heterosexueller) kann nicht unabhängig von seiner sexuellen Veranlagung gesehen werden. Wie kann ich denn einen homosexuellen Menschen lieben, im Sinne Jesu, aber das, was ihn als Menschen eben auch ausmacht, seine Veranlagung, hassen? Damit lehne ich ihn doch als Menschen ab. Das ist für mich was völlig anderes als einen Menschen, der einem anderen Menschen Böses zugefügt hat, zu lieben, seine Tat aber zu verurteilen! Einem anderen Menschen etwas Böses zuzufügen ist Sünde, da schließe ich auch Homosexuelle, die anderen Menschen schaden, nicht aus. Aber seine Veranlagung… dafür ist Gott zuständig! Und da frage ich euch wirklich mal ernsthaft: hat Gott einen Fehler gemacht, als er diese Menschen mit dieser Veranlagung geschaffen hat? Oder seid ihr tatsächlich der Meinung, dass homosexuelle Menschen ursprünglich mal heterosexuell veranlagt waren und danach "in Sünde gefallen" sind, von dem sie nun wieder "geheilt", "erlöst" – oder was auch immer – werden müssen? Dann habt ihr euch nie wirklich mit homosexuell fühlenden Menschen auseinandergesetzt. Ist halt immer einfacher, über Menschen, die anders sind, zu reden und ihr Verhalten zu verurteilen, als mit ihnen zu reden und sie erst mal ganz voruteilsfrei kennen zu lernen!

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  27. Ralf

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    Man könnte dem Mann antworten, dass alle diese Vorschriften explizit dem Volk Israel gegeben wurden, und all diese Opfer etc. durch das eine Opfer Jesu erfüllt wurden und daher nicht mehr notwendig sind. Was sich aber nicht geändert hat ist Gottes Meinung zum Thema Homosexualität, siehe Röm. 1,26.27.

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    1. Florian

      Wenn das so einfach wäre, dann hat sich "Gottes Meinung" zum Thema Sklaverei offenbar auch im NT nicht wesentlich geändert, vgl. 1. Kor.7,21f. und 1. Tim.6, 1-3 – Diese Stellen sind nicht gerade eine Kritik an der Herrschaftsform "Sklaverei". Diese Form der Bibelauslegung führt m.E. nicht dazu, Menschen zu dienen.

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  28. Kathi

    Ich finde den Brief ehrlich gesagt gut, er zeigt bestimme Lücken in manchen Argumentationen gegen Homosexuelle. Allerdings wird in Römer 1:26-27 explizit geklärt, dass diese Regel aus dem alten Bund im neuen Bund fortbesteht. Was ich bei vielen unter uns Christen sehr bemängeln muss ist, dass wir nicht Homosexualität verurteilen, sondern Homosexuelle. Die Menschen sind genau so sehr von Gott geliebt. Und wir sündigen alle, Sünde ist Sünde. Ob lügen, betrügen, hassen, oder homosexuell sein. Es ist Sünde. Aber die Sünde macht nicht den Menschen aus.

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  29. Ulrike P.

    Hallo zusammen,

    ich hatte auch immer eine rigorose Kontra-Einstellung. Da waren schließlich die eindeutigen Bibelverse, an denen es doch nichts rumzudeuteln gab…schließlich steht ja auch im Römerbrief 1, dass "Gott sie ihren schändlichen Gelüsten übergab"  Nur das ich nie den Kontext beachtet habe, aus dem klar hervor geht, dass es da um Homosexualität in Verbindung mit Götzendienst ging. Das Menschen damit Götzenverehrung betrieben, die eigentlich von Haus aus Heteros waren, ist mir garnicht aufgefallen. DAS war der Grund dafür und darum war es schändlich.

    Auch Sodom und Gomorra wird gerne zur Verurteilung herangezogen…bloß das es auch da überhaupt garnicht um schwule Männer ging! – Die waren und sind bis heute nämlich immer und überall in der Minderheit. – Da wird aber beschrieben wie ALLE Männer des Ortes das Haus belagerten. Auch Lot hielt sie nicht für Homosexuell, sonst hätte er ihnen doch nicht seine Töchter angeboten, das hätte überhaupt keinen Sinn gemacht.- Aber ihnen ging es eben nicht um Sex, ihnen ging es darum die Männer zu erniedrigen, zu demütigen und ihnen Gewalt anzutun.

     

    Was mich aber schon immer  irritierte war die Tatsache, dass die Frage ob man Hetero- oder Homosexuell sein will, keine Entscheidung ist, die man einfach nach belieben treffen kann. Ist man Heterosexuell, dann hat man´s gut…man gehört zur großen Masse, man empfindet "Norm"gerecht.

    Aber was, wenn man anders empfindet? – Ich weiß von einigen – selbst Nichtgäubigen – das sie zuerst einmal unglaublich erschüttert waren und es vor sich selber leugnen wollten…oft Jahre, ja sogar Jahrzehnte. Aber warum wollten sie das? – Weil sie wussten, dass die Umwelt sie als Mensch ab dem Moment größteneils nur noch auf den sexuellen Aspekt ihrer Neigung reduziert…und nicht nur das…wohlwollende Aussagen wie: "Ich hasse ja nicht den Sünder, sondern lehne nur die Sünde, ab die er begeht."…bewirken das genaue Gegenteil von dem, was sie aussagen sollen. – Denn wenn man einem Dieb sagt, dass man nicht ihn als Mensch verurteilt, sondern nur das er anderen schaden zufügt, dann weiß er:: "Aha…ich werde als Mensch trotzdem geschätzt und brauche nichts weiter zu tun, als das stehlen zu unterlassen." Nichts leichter als dass, denn er ist ja nur dann ein Dieb, wenn er sich dafür entscheidet, einen anderen zu beklauen. Tut er das nicht, ist er auch kein Dieb…er schadetniemandem mehr und es gibt deshalb auch nichts mehr an ihm zu verurteilen.

    Das ist auf die Homosexualität aber nicht umzusetzen, die betrifft den Menschen in seinem Innersten und die Sexualität ist zudem ja nur ein Teilbereich davon. Lehnt man seine Homosexualität ab, dann lehnt man damit auch seine Gefühle, seine Bedürfnisse…und wenn ein Partner da ist…seine Liebe und Zuneigung diesem Menschen gegenüber ab.

    Bei keinem anderen Menschen käme man auf den Gedanken sich über seine Schlafzimmeraktivitäten Gedanken zu machen, geschweige denn sich da einzumischen. – Ist man sich symphatisch oder hat gleiche Interessen dann passt es. – Bei jedem stehen Charakter, Köpfchen und Lebenseinstellung im Vordergrund. Wieso kann das nicht für Homosexuelle gelten?

    Ganz schlimm finde ich auch, wenn Homosexuelle mit Päderasten verglichen oder sogar gleichgestellt werden, denn DIE fügen den Kindern Gewalt zu, weil sie sich ihnen aufdrängen und ihnen keine Wahl, ja schlimmstenfalls nicht einmal die Chance zur Flucht lassen. Sie missbrauchen und vergewaltigen sie körperlich genauso wie seelisch. Ich weiß, die Päderasten argumentieren auch damit das sie sagen, sie können ja nichts für ihre Neigung, aber sie wissen ja trotzdem, dass sie durch das Ausleben ihrer Neigung dem Kind Schaden zufügen und das alleine schon, wäre für jemanden der an Gott und Jesus glaubt, undenkbar.

    Eine homosexuelle Beziehung ist damit überhaupt nicht zu vergleichen, denn hier geht es um zwei Menschen die sich auf gleicher Höhe und gleicher Wellenlänge befinden. Und die gleichen Empfindungen füreinander haben.

     

    Um nun aber auf den Brief zu kommen…natürlich ist der zynisch…aber trotzdem wahr. Schließlich waren Paulus Worte dazu: "Denn die Schrift sagt: »Durch den Glauben hat ein Gerechter Leben.«

    Dagegen sagt die Schrift über den Weg des Gesetzes: »Wenn du durch das Gesetz Leben finden willst, musst du alle Gebote des Gesetzes erfüllen.«

    Doch Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes gerettet; am Kreuz nahm er den Fluch auf sich. Denn in der Schrift heißt es: »Verflucht ist jeder, der an einem Holz hängt.  (Gal 3, 11-13)

     

    Das Gesetz diente dazu, dem widerspenstigen Volk immer wieder vor Augen zu führen, dass sie nicht vor Gott bestehen können. Jesus nahm diesen Fluch auf sich, er erfüllte das Gesetz und ersetzte es dann durch das Gesetz der Liebe.

    Das ist das einzige Kriterium  nach dem Gott und Jesus die Menschen beurteilen. – Jedes noch so gute Werk zählt nichts, wenn die Motivation dafür nicht die Liebe ist.

    Und das AT zeigt sogar noch etwas: es zeigt, dass Gott immer nach dem Herzensgrund schaut. War die Motivation Boshaftigkeit, Hochmut oder Egoismus und dergleichen, hat er sogar  Dinge die wir als relativ harmlos betrachten würden, mit aller Härte bestraft.
    Doch ging es um menschliche Schwächen wie Angst oder Hoffnungslosigkeit, hat er manchmal sogar falsche Handlungen gesegnet, ich denke da zb an Lot´s Töchter und wie die zu ihrem Nachwuchs kamen.

    Hier geht es aber garnicht um eine Schwäche, hier geht es einfach um das was IST.  Wichtig ist natürlich es verantwortungsbewusst und im Geist der Liebe zu leben. – Aber das gilt für alle anderen auch.

    LG Ulli

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  30. Gekreuz(siegt) Moderator - Michael

    Wir finden in der gesamten Heiligen Schrift keine positiven Äußerungen zur Homosexualität.
    Die Ehe zwischen Mann und Frau wird von den ersten Seiten der Bibel an als schöpfungsgemäß dargestellt. – Daraus mag jeder selbst seine Schlüsse ziehen.

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    1. Ulrike P.

      Hallo Michael,

      ZITAT: Wir finden in der gesamten Heiligen Schrift keine positiven Äußerungen zur Homosexualität.

      Dat stimmt. :-D

      Das gilt allerdings auch für Geburtstagsfeiern. Im Gegenteil, die sind sogar SEHR negativ belegt. – Denoch kommt kein Christ auf die Idee, dass es verwerflich ist, Geburtstag zu feiern.

      Dasselbe trifft auch auf die Hochfeste der Christenheit zu…wie Weihnachten oder Ostern. Jeder kleine Radiosender und jede Zeitschrift informiert immer wieder darüber, dass die Riten mit denen sie begangen werden, in ihrem Ursprung heidnisch sind. Ich weiß…das trifft auf viele Dinge im Alltag zu…aber für mich persönlich liegt der Knackpunkt bei der Verquickung von heidnischen Ritualen mit Jesus Christus. –  Klar, ich finde die Lichter natürlich auch toll und ich dekoriere selber meine Wohnung um die dunkle Jahreszeit heimeliger zu gestalten. – Aber ich vermeide Engelein, Krippe und Weihnachtsmänner und mein Stichttag fürs rausholen ist der erste Schnee.

      Doch ich verurteile niemanden der es anders sieht und rede auch keinem sein Weihnachtsfest madig…ich sage meine Meinung dazu auch nur, wenn ich gefragt werde. Für mich gehören eben heidnische Symbole und christlicher Glaube nicht zusammen, da schlägt MEIN Gewissen und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Gott und Jesus daran gefallen haben…im Gegenteil, ihre Einstellung zu heidnischen Bräuchen ist hinreichend bekannt – Nein, ich denke eher, das sie es tolerieren und dass sie auch dabei auf die Herzenseinstellung schauen.

       

       

      ZITAT: Die Ehe zwischen Mann und Frau wird von den ersten Seiten der Bibel an als schöpfungsgemäß dargestellt.

      Das ist richtig, aber dennoch schließt es andere Formen des Lebens nicht aus, wie Jesu Worte zeigen: "Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es! " (Mat 19, 12)

      Erstere Aussage kann sehr wohl auch auf Homosexuelle bezogen werden.

      Wären doch alle Christen so offen eingestellt, wie Jesus es ist. – Aber Manche gleichen in ihrer Unbarmherzigkeit den Homosexuellen gegenüber, eher den Ungläubigen als dem Christus. Und das finde ich sehr bedenklich.

      LG Ulli

       

       

       

       

       

      Antworten
    1. Christian

      Es geht dir doch mittlerweilen nur darum im Bibel Battle zu gewinnen ;-) Wie oft muss ich jetzt noch erwähnen das wir in der Basis absolut einer Meinung sind ;-)  Es geht darum das wir genügend aufgeplusterte Mahner im Leib Christi haben. Die NUR kritisieren, sonntäglich brav ihre Kuchenschlacht in der Gemeinde gewinnen, aber Null und Nichts in der Welt bewegen wollen. Und ich rede jetzt auch bei Außeneinsatz nicht vom schieren Brüllen des Evangeliums in der Fußgängerzone, oder dem Traktate verteilen, sondern vom Einsatz an der Heimatfront. Und das beeinhaltet nicht der tausendste zu sein der dem Schwulen sagt wie doof sein Schwulsein ist.

      Und da du es ja so super mit Worttreue hälst, wie interpretierst du Paulus Aussagen ? Gehst du bedeckt in deinen Gottesdienst, schweigst du dort ? Oder lässt sich diese Bibelstelle dann frauengerecht wieder anders auslegen ? Ich habe es persönlich mittlerweile einfach nur satt andauernd gegen solche jahrelang eingebrannten Meinung anzukämpfen. Um die eigene Entrüstung zu verbergen, die eigenen Abneigungen und was auch immer, wird das ganze lieb und nett hinter der Bibel versteckt, die unbestritten die Wahrheit ist.

      Mir wurde einmal gesagt : " Christian nutze Jesus nicht als Entschuldigung dafür,das du ein ignoranter Mensch bist"
       

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      1. Gekreuz(siegt) Moderator - Michael

        Christian, versuch doch in Deinen Äußerungen etwas auf den Ton zu achten (ggü Anne-Dore).
        Ich weiß, das Thema ist “aufgeladen”. Trotzdem wollen wir uns hier mit Achtung und Respekt begegnen – auch und gerade wenn wir in manchen Punkten der Schrifterkenntnis “anders ticken”. Diese wichtige zwischenmenschliche Haltung sollte unseren gekreuzsiegt-Blog auch zukünftig auszeichnen.

        Danke! :-)

        Antworten
  31. Pingback: Nachtrag zur Orientierungshilfe zu Familie und Ehe - Lechajim

  32. ali

    Menschen mit homosexuellen Neigungen muss man mit Respekt begegnen. Dazu gehört auch, ihnen die Wahrheit über die Widernatürlichkeit dieser Neigung zu sagen. Die Wahrheit ist auch, dass Homosexualität der menschlichen Natur widerspricht.Das Thema Homosexualität beherrscht die Medien, ist geradezu eine Ideologie geworden. Dahinter steht eine fundamentale Änderung der Anthropologie. Die Homo-Ideologie wird von den Mächtigen der Welt in vielen Ländern unterstützt, verbreitet und finanziert. Trotzdem hilft dies niemanden und ist deswegen auch nicht wahrer. Das eigentliche Thema ist aber nicht irgend ein Kampf von überzeugten Christen gegen diese Ideologie. Viel wichtiger ist es, auf die Verzerrung der menschlichen Natur durch die Homo-Ideologie hinzuweisen. Christen haben die Aufgabe, die gottgegebene Würde des Menschen zu verteidigen. Darum gehört es sich respektvollen Umgang mit Homosexuellen zu haben und ihnen seelsogerliche Hilfe anzubieten, um zu „emotionaler und moralischer Integrität“ zurückzufinden. Christus ist das Vorbild für gesundes Menschsein und die Quelle der Heilung. Die Gnade Gottes kann alle Störungen heilen unter der Bedingung, dass wir uns auf den Weg eines Lebens mit der Gnade Gottes machen

     

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  33. ali

    Eine mögliche Antwort:

    Lieber Jake,

    Ihre Bemühen in allen Ehren! Sie sind ein Mensch, der weiß "Großen Frieden hat, wer das Gesetz Gottes liebt." (Ps 119,165) Nun fragen Sie sich vielleicht: Wie kommt es, daß ich keinen Frieden habe, sondern viele Fragen und Unruhe.

    Vielleicht kommt es einfach daher, daß Sie die ganze Bibel nicht gründlich genug gelesen haben. Hätten Sie es nämlich getan, hätten Sie auf Ihre Fragen selbst die Antworten finden können.

    a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

    Nein, sollen Sie nicht! Sie sollen nicht einmal am Altar einen Stier zum Brandopfer "darbieten"! Seit der Reform des Königs Josia dürfen Brandopfer nämlich nur noch im Tempel von Jerusalem geopfert werden. Warten Sie also mit ihrem Brandopfer bitte zum Wiederaufbau des Jerusalemer Tempels. Probleme mit Nachbarn gibt es dort sicher nicht.

    b ) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

    Früher nannte man diejenigen, welche die Arbeit der Grundbesitzer ausführten, Sklaven. Heute nennt man sie – je nach Tätigkeit – Arbeiter, Angestellte oder Manager.
    Es ist bedauerlich, daß sie in solch finanziellen Schwierigkeiten sind, daß sie einen „Verkauf“ ihrer Tochter erwägen müssen. Vermutlich werden Sie für Ihre Tochter keinen so hohen Preis erzielen wie er heutzutage für Profisportler erzielt werden kann. Der Sklavenhandel mit Fußballern oder anderen Spitzensportlern ist gegenwärtig nicht so anrüchig, dafür aber sehr viel profitabler.
    Wenn Sie ihre Tochter „verkaufen“, vergewissern sie sich bitte unbedingt vorher, daß der „Käufer“ sich an das Gesetz hält und somit weiß, daß "Sklaverei" im AT etwas anderes ist als die eines antiken römischen Großgrundbesitzers oder eines amerikanischen Südstaatlers. Ihre Tochter wird demgemäß nicht „Leibeigene“ und "Eigentum" des „Käufers“, sondern sozusagen seine „Angestellte“. Nach sieben Jahren ist sie gemäß dem Gesetz (Ex 22,2) ohne weiteres wieder zu entlassen, wenn sie entlassen werden möchte.

    c) Ich weiß, daß ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

    Es geht in Lev 15 ausdrücklich um das Berühren von Frauen: „Und jeder, der sie anrührt, wird bis zum Abend unrein sein.“
    Ich frage Sie. lieber Jake: Müssen sie wirklich alle Frauen, die Ihnen über den Weg laufen anfassen? Jede Frau, die etwas auf sich hält, wird daraufhin pikiert reagieren, unabhängig davon, ob sie sich im Zustand ihrer "menstrualen Unreinheit" befindet oder nicht.

    d) Lev. 25:44 stellt fest, daß ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, daß würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

    Glauben Sie nicht alles, was Ihr Freund Ihnen erzählt. Es gibt viele Kanadier, die sich und ihre Arbeitskraft in den USA zu Markte tragen und verkaufen.

    e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, daß er getötet werden muß. Allerdings: bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?

    Sind Sie nicht! Da könnte jeder kommen, seinen unliebsamen Mitmenschen erschlagen und dann behaupten, er hätte dies oder jenes Gebot übertreten. Diese Sache gehört also vor die dafür zuständigen Stellen. Wenn Sie also die Gesetzesübertretung bei den zuständigen staatlichen Stellen angezeigt haben, ist die Sache im Grunde für Sie erledigt. Das Urteil haben nicht Sie zu sprechen. Sie haben sich nur bereitzuhalten, gegebenenfalls als Zeuge auszusagen. Wenn die staatlichen Stellen sie auffordern, an der Hinrichtung mitzuwirken, werden Sie sich aber kaum dieser Auforderung entziehen können: "Die Hand der Zeugen soll zuerst gegen ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen." (Dtn 17,7).
    Wenn Sie allerdings der einzige Zeuge sind, wird dem Betreffenden aber nix passieren: "Auf die Aussage zweier Zeugen oder dreier Zeugen hin soll getötet werden, wer sterben soll. Er darf nicht auf die Aussage eines einzelnen Zeugen hin getötet werden." (Dtn 17,6).
    Im Gegenteil: So eine Anklage kann auch „nach hinten losgehen“: "Wenn ein falscher Zeuge gegen jemanden auftritt, um ihn des Ungehorsams zu beschuldigen, dann sollen die beiden Männer, die den Rechtsstreit führen, vor den HERRN treten, vor die Priester und die Richter, die in jenen Tagen dasein werden. Und die Richter sollen die Sache genau untersuchen. Und siehe, ist der Zeuge ein Lügenzeuge, hat er gegen seinen Bruder Lüge bezeugt, dann sollt ihr ihm tun, wie er seinem Bruder zu tun gedachte. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen." (Dtn 19,16-21).
    Seien Sie also vorsichtig und überlegen Sie genau, was Sie tun. "Laufe nicht zu schnell vor Gericht; denn was willst du zuletzt machen, wenn dich dein Nächster beschämt?" (Spr 25,8)

    f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

    Hier ist zu unterscheiden, wem dies oder jenes ein Greuel ist oder sein soll.
    Gott gebietet in Lev 11,10, daß manche verschiedenen Speisen uns ein Greuel sein sollen.
    Im Gegensatz zur praktizierten Homosexualität, die auf jeden Fall Gott (!) ein Greuel ist (aber nicht allen Menschen) sind hier bei den Speisegeboten auch keine Strafbestimmungen beigefügt. Insofern könnte man Ihrem Freunde zustimmen.
    Wenn Sie also partout einen Maulwurf braten wollen oder ganz und gar nicht von geschmortem Wiedehopf oder gekochten Molchen lassen können … wenn Sie sich also vor gar nichts ekeln, kann ich Ihnen auch nicht raten.
    Nur achten Sie bitte darauf, daß sie nicht unter Naturschutz stehende Tiere jagen und verzehren. Unsere Naturschutzbehörden und Umweltschützer sind ganz und gar unbarmherzig – im Gegensatz zu Gott.

    g) In Lev. 21:20 wird dargelegt, daß ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muß zugeben, daß ich Lesebrillen trage. Muß meine Sehkraft perfekt sein oder gibt's hier ein wenig Spielraum?

    Ich gehe davon aus, daß Sie dem Stamme Levi zugehörig sind, denn sonst haben sie sich dem Altar überhaupt nicht zu nahen. Legen Sie Ihren Fall dem zur Zeit amtierenden Hohen Priester vor. Da Lesebrillen allerdings nicht im Gesetz verboten sind, denke ich, daß sie gute Chancen haben.
    Im übrigen ist hier wörtlich von weißen Flecken in den Augen die Reden und nicht von verminderter Sehkraft. Sollte dieser Fall bei Ihnen zutreffen, sehe ich allerdings schwarz für Ihre Priesterkarriere. Das gilt übrigens auch für den Fall, daß Sie ein „Buckliger oder ein Zwerg sind oder die Krätze oder Flechte oder zerdrückte Hoden“ haben.
    Da sind Sie mit Ihrer Lesebrille eigentlich noch gut bedient. Finden Sie nicht auch?

    h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

    Gar nicht, denn in Lev 19,27 wird das Schneiden der Haare nicht mit dem Tode bedroht.

    i) Ich weiß aus Lev. 11:16-8, daß das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

    Spielen sie Fußball mit den Händen?
    Falls sie Angst davor haben, einen Ball aus Schweinsleder zu berühren, ziehen sie getrost Handschuhe an. Man sieht das bei den Torhütern ja öfter. Aber nur, wenn diese Handschuhe nicht aus Schweinsleder sind! Vielleicht sollten sie darauf drängen, Bälle aus anderen Materialien zu verwenden. Oder Sie spielen einfach Schach oder joggen.

    j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, daß wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)

    Hier gilt das unter Punkt e) Gesagte sinngemäß. Von einer Hinrichtung im Rahmen einer kleinen, familiären Zeremonie steht übrigens in Lev 20:14 nichts. Da haben sie vielleicht nicht richtig aufgepaßt beim Lesen.

    So weit zu Ihren Fragen.
    Ich hoffe, lieber Jake, Ihnen geholfen und die guten Gebote Gesetze Gottes noch lieber gemacht zu haben.
    Denn "das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig und macht den Einfältigen weise." (Ps 19,8)

    Ihre Laura

     

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  34. Susanne Nitsch

     

    Tamara 5. Juli 2013 um 00:05

    Homosexualität fällt ganz klar unter Unzucht, wie andere Dinge auch. Paulus sagt , das Götzendienst, Unzucht unddas essen von But nichts für jemanden ist, der zu Jesus gehört. Wenn man das aber getan hat, hat Jesus ja sein Blut dafür vergossen und kann befreien und heilen,. Man schadet ja nicht Gott mit seinem Verhalten, sondern sich selbst und Gott hat ja kein Interesse am Schaden der Menschen Er ist sich selbst treu in allem was er sagt.

     

     

    Ist das Essen von Blutwurst denn auch verboten? Eine Freundin meiner Mutter isst das gerne…

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  35. Pingback: Nachtrag zur Orientierungshilfe zu Familie und Ehe - Lechajim - für das Leben

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