Missbrauch – Gott hat alles gesehen!

*Triggerwarnung*

Menschen können anderen Menschen das Leben zur Hölle machen. Menschen sind dazu fähig, andere Menschen so tief zu verletzen, dass sie ein Leben lang darunter leiden. Sei es durch sexuellen Missbrauch, Mobbing, Gewalt oder auch durch nur einen unachtsamen Moment – durch ein tragisches Unglück … nichts ist mehr, wie es vorher einmal war. 


Ich vermute, dass sexueller Missbrauch viel häufiger passiert, als wir denken und uns das bewusst ist. Man sagt oft: "Es geschah im Verborgenen – keiner hat es mitbekommen!" Vielleicht hat sogar die eigene Mutter weggeschaut ….


Die Zahlen, die man dazu im Netz findet, sind erschreckend hoch: 

"Sexuelle Gewalt ist ein gravierendes Problem in unserer Gesellschaft: Eine repräsentative Umfrage unter 14- bis 90-Jährigen (Häuser et. al. 2011) zeigt: Mehr als jede Zehnte beziehungsweise jeder Zehnte hat in ihrer beziehungsweise seiner Kindheit und Jugend sexuellen Missbrauch erlebt. Andere Studien (Wetzels 1997, Bieneck et al. 2011) mit Befragten unterschiedlichen Alters (16- bis 59-Jährige beziehungsweise 16- bis 39-Jährige) gehen von Häufigkeiten zwischen sechs und 16 Prozent aus. Repräsentative Untersuchungen zu sexueller Gewalt bei Mädchen und Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen (15- bis 65-Jährige) weisen darauf hin, dass diese zwei- bis dreimal häufiger sexuellem Missbrauch in Kindheit und Jugend ausgesetzt sind als der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt (BMFSF J 2012)."Quelle: www.hilfeportal-missbrauch.de


Manchmal laufe ich durch die Stadt und bete ganz gezielt für bestimmte Häuser oder Wohnungen, die ich sehe. Ich weiß weder, wer hinter diesen Fenstern lebt oder wie diese Menschen leben … doch Gott weiß es! Diese Menschen bewusst vor Gott zu bringen und sie zu segnen, ist das einzige und vielleicht sogar Größte, was ich tun kann … 


Sexuelle Gewalt kommt in vielen Familien vor, auch die frommen Familien sind davor nicht sicher. Missbrauchsfälle gab es in Kirchen, in Vereinen, in Kinderheimen, in Internaten, in Schulen, in Kasernen, zwischen Freunden …. Hinzu kommt, dass vermutlich viele Menschen aus Scham oder Angst niemals darüber gesprochen haben. Die Dunkelziffer scheint hoch zu sein. 


Ich finde es sehr schwierig, über dieses Thema hier auf dem Blog zu schreiben. Weil es so ohnmächtig, sprach- und hilflos macht. Weil so manches unfassbare Leid sich nicht in Worte fassen lässt. Und weil kein Wort es schafft zu trösten … und doch möchte ich nicht darüber schweigen, sondern Dir sagen, dass selbst in dunkelsten Momenten wo keiner hinschaut, Gott hinschaut! Niemals schaut er weg! Er beobachtet alles! Das ist meine tiefste Überzeugung!


Er schaut nicht hin, weil er drauf steht zu sehen, wie Du gequält wirst oder weil er Dich kontrollieren will – er schaut hin, weil er Dich liebt … und er weint!


Gott hat die Fähigkeit, an jedem Ort gleichzeitig zu sein! 

"Der Herr ist in seinem heiligen Tempel, er thront im Himmel und herrscht über alles. Er durchschaut alle Menschen und weiß, wie sie sind. Er sieht sich jeden ganz genau an, den, der Gott liebt, und jene, die ihn verachten. Der Herr hasst den Gewalttätigen." - Psalm 11, 4-5 HfA 


Gott interessiert sich für Dich! Keine noch so schreckliche Tat und kein Hilfeschrei entgeht ihm! 

Falls Du in Deiner Kindheit Schreckliches erlebt hast, dann weiß das Gott – er kennt Dein Herz und Deinen Schmerz, er war dabei!

"Gott durchschaut alles; er sieht, wenn Menschen Gutes oder Böses tun."Sprüche 15, 3 HfA


Gott ist kein kleiner Hanswurst, sondern wie ein megagroßer König, nur noch millionenfach größer! Das kann man weder beschreiben noch sich überhaupt vorstellen. Gott ist dermaßen mächtig, dass er das Wasser der gesamten Erde mit seiner hohlen Hand messen kann oder die Weite des Himmels mit der Handspanne bestimmt oder er kann Inseln wie Sandkörner hochheben … total crazy. Lesen kannst Du das im Jesaja 40, 12-15.


Dieser  r i e s i g e  G o T T  liebt Dich!  D U  bist sein  W u n s c h k i n d!


"Ich habe dich schon immer geliebt … " - Jeremia 31, 3 NLB


Selbst wenn Du im Verborgenen gequält, wenn Du tyrannisiert oder gar missbraucht wurdest (oder immer noch wirst), dann gibt es mindestens einen, der dies sah! Gott sah die Wahrheit!

"Er wird die Gebete der Hilflosen erhören und sich ihren Bitten nicht verschließen."Psalm 102, 18 NLB


Vielleicht fragst Du Dich jetzt, warum dieser Gott, der doch da ist, solche schlimmen Dinge wie Missbrauch überhaupt geschehen lässt?! Warum tut er so etwas? Warum unternimmt er nichts dagegen? Wo ist der fette Segen von Gott … in unseren dunkelsten Stunden?


Diese Fragen habe ich mir schon sehr oft gestellt! 


Diese Fragen sind so alt wie die Menschheit. Bereits Habakuk stellte sie sich:

"Warum muss ich so viel Unrecht mit ansehen und warum schaust du untätig zu, wie die Menschen einander das Leben zur Hölle machen? Unterdrückung und Gewalt, wohin ich blicke, Zank und Streit nehmen kein Ende!"Habakuk 1, 3 HfA


Ich bin nicht Gott und werde es nie sein. Ich bin Mandy, ein Mensch. Die Antwort kann ich Dir nicht nennen. Aber ich kann versuchen, Dir zwei Dinge erklären, die mir in meinem Leben klar geworden sind:


Das erste Ding:  Ich weiß, dass Gott niemals so etwas wie sexuellen Missbrauch selbst tun würde! Ich bin überzeugt davon, dass Gott weint und unglaublich traurig ist, wenn er all das Leid sieht, was sich Menschen gegenseitig zufügen. Menschen sind fähig, grausame Dinge zu tun. Gott ist komplett anders. Er ist ein Gott der Liebe und nicht der Gewalt. Das erlebe ich so und das lese ich auch in der Bibel, die ich für sein Handbuch für mein Leben halte:


"Er liebt, was gerecht und gut ist, und seine Gnade erfüllt die Erde."Psalm 33, 5 NLB


Er liebt es, wenn Kinder liebevoll und gerecht behandelt werden. All die Ratschläge in der Bibel, wie wir mit anderen Menschen umgehen sollen, zeugen von einem respekt – und liebevollen Umgang. Doch Gott zwingt keinen Menschen, seinen Rat anzunehmen. Er schenkt uns die Freiheit selbst zu entscheiden. Und so kannst Du täglich neu auswählen, ob Du Gutes oder Schlechtes tust! Gott hat Dir Hirn und Herz geschenkt – Verstand und einen freien Willen. 


Manche Menschen entscheiden sich leider dazu, Böses zu tun …. auch wenn sie Eltern sind!


Das zweite Ding: Ich glaube nicht nur an einen liebenden Gott, sondern auch an den Teufel. Das mag zwar erstmal wie ein Märchen klingen … und doch habe so manche dunkle Stunde erlebt, wo es sich anfühlte, als ob das, was passiert ganz kalt ist … Liebe gab es da nicht … auch das kann ich nicht in Worte fassen. Es ist meine innere Überzeugung, dass Beeinflussung nicht nur von Gott, sondern eben auch durch den Teufel passiert:

"Seid besonnen und wachsam und jederzeit auf einen Angriff durch den Teufel, euren Feind, gefasst! Wie ein brüllender Löwe streift er umher und sucht nach einem Opfer, das er verschlingen kann." - 1. Petrus 5, 8 NLB


Ich wittere nicht hinter jedem Windstoss oder Schnupfen einen Angriff und doch glaube ich, dass hinter schlimmsten Taten, Kriegen, Krankheiten und Schmerzen mehr steckt als das, was wir sehen können! 


Fakt ist, wir leben nicht im Paradies, sondern auf dieser Welt, die nicht immer fair zu uns ist. Ich freue mich eines Tages dort zu sein, wo es all das Elend nicht mehr geben wird. In der Offenbarung 21, 4 steht:

"Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen."


Wenn Menschen Dir Schlimmes angetan haben, dann ist das nicht rückgängig zu machen … 


Doch Davin rät in den Psalmen: "Ihr Menschen, vertraut ihm jederzeit, und schüttet euer Herz bei ihm aus!" - Psalm 62, 9 HfA

Du kannst Gott alles erzählen, ihm Dein Herz ausschütten, ihm von Deinen Gefühlen erzählen oder auch aufschreiben. Er hat alles gesehen, was Du Schlimmes ertragen musstest und wird Dich verstehen!

Wenn es Dir gut tut, dann suche Dir Menschen, denen Du vertrauen und denen Du Dich mitteilen kannst – oftmals ist es gut darüber zu sprechen. Er bricht die Mauer des Schweigens und bringt Licht in die Vergangenheit. Vergiss dabei niemals, dass Freunde zwar offene Ohren haben, aber keine Therapeuten sind. Auch Therapeuten können leider nichts ungeschehen machen, aber Dir vielleicht helfen, besser damit zu leben. Dir helfen, mehr über die Hindergründe zu verstehen, auch wenn das nichts entschuldigt, sondern vielleicht etwas mehr erklärt … aber Dir hilft zu vergeben! Denn das, was Dir angetan wurde, ist mehr als genug – lass nicht zu, dass dieser Mensch auch noch Deine Zukunft bestimmt, Du verbittert wirst und sich Hass anstaut … 


Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute, viel Kraft und das Du Dir ebenfalls ganz klar wird, dass Gott immer bei Dir ist!

Deine Mandy

 

PS: Da es soviele missbrauchte Menschen gibt, gibt es leider auch viele Täter! In einem der nächsten Blogartikel wird es um diese Menschen gehen, die oftmals auch missbraucht wurden und es nicht schafften, den Teufelskreis zu durchbrechen.

Nachtrag, 21.05.2015 – Missbrauch – An die Täter …


Bekanntlich bekomme ich zu solchen schwierigen Blogthemen ab und an teils sehr lange Mails, wo mir Menschen ihre Geschichte erzählen. Ich möchte Dich bitten, mir das nicht zu schicken. Denn ich kann das aus Kapazitätsgründen nicht leisten. Außerdem sehe ich auch nicht meine Aufgabe darin. Ich habe einige hilfreiche Links zusammen gesucht – wo es Menschen gibt, die Dir zuhören und die sich auch besser mit Hilfestellungen auskennen. Natürlich kannst Du aber auf dem Blog einen Kommentar hinterlassen – selbstverständlich auch anonym.
 

 


Wer schreibt diesen Blog und warum? – Das erfährst Du, wenn Du HIER klickst
Kann ich Dich und Deine Blog-Arbeit unterstützen? Ja, dass ist möglich, dazu HIER klicken. Ich danke Dir von Herzen!

Dieser Beitrag wurde am 15. Mai 2015 veröffentlicht.

52 Gedanken zu „Missbrauch – Gott hat alles gesehen!

  1. Eri

    Hallo Mandy, 

    Danke für deine offenen Worte. 

    Ich bin eine Überlebende und dein Beitrag hat mich sehr bewegt und mir die Liebe Gottes nochmals klar gemacht.  Ich bete für all die Überlebenden und für dich. 

    Liebe Grüße. Eri

    Antworten
    1. dirk

      Ich bin ein Betroffener und ein Überlebender.
      Die Tat geschah auf einem Spielplatz – was für ein Wort.
      Er wollte mir etwas besonderes zeigen.

      Das schlimmste war nicht die Tat.
      Ich habe mich zweimal in meinem Leben anvertraut. Diese Menschen haben mein Vertauen missbraucht.
      Das hat letztendlich große Teile meiner Empathie; meiner Gefühle zerstört.
      Ich leben jetzt seit 56 Jahren alleine und den Rest schaffe ich auch noch.

      Antworten
    1. Elisabeth

      Hallo Mandy,

      dickes DANKE!!! dafür, dass du wieder einmal so offen und ermutigend ein schwieriges Thema ansprichst!!! Einer UN-Studie zufolge erleben 70 % !!! aller Frauen weltweit physische oder sexuelle Gewalt (http://www.un.org/en/women/endviolence/pdf/apromiseisapromise.pdf) . Für Deutschland gibt es Zahlen, die davon ausgehen, dass jedes 5. Mädchen und jeder 8. Junge von sexuellem Missbrauch betroffen ist = es ist KEIN Randthema, aber leider noch immer mit großem Tabu belegt. Der Täter/Die Täterin ist in den allermeisten Fällen nicht der große Unbekannte … sondern eine Vertrauensperson aus der Familie oder dem Bekanntenkreis, was es für betroffene Kinder noch schwieriger macht. 

      Hallo Martina,

      ich denke, Du bist mit deinem Ansatz auf dem richtigen Weg. Ich bin selbst Betroffene, und ich denke im Nachhinein, meine Geschichte wäre anders gelaufen, wenn die Situation in meinem Elternhaus anders gewesen wäre:

      1. Sex war ein Tabuthema – wenn darüber gesprochen wurde, war es negativ besetzt. Ich denke, es ist wichtig, Kindern das Thema Sex positiv zu vermitteln und klar zu machen, dass sie mit allen Fragen ohne Angst vor Zurückweisung zu einem kommen können.

      2. Ich halte es für wichtig, Kindern frühzeitig zu vermitteln, dass sie allein das Recht über ihren Körper haben  – und NIEMAND!!  sie ohne ihre ausdrückliche Zustimmung intim berühren darf.

      3. Ich habe den Eindruck, dass heute weniger stark als früher Kindern kommuniziert wird "Erwachsene haben immer recht" = Zu großer Respekt vor Erwachsehen erleichtert in meinen Augen Missbrauch.

      4. Es ist wichtig, Kinder ernst zu nehmen /ihre Geschichte zu glauben….auch wenn es dem, dem die Geschichte erzählt wird, total abwegig erscheint, weil er von Tante Kunigunde, Babysitter Michael oder dem Jugendtrainer Carl so eine gute Meinung hat, weil der/die nach außen so ein guter Kerl ist. Wenn Kindern ihre Geschichte einmal nicht geglaubt wird, die sie nach viel Überwindung erzählt haben, werden sie "dicht machen" und sie nicht wieder erzählen.

      5. Eine sehr schöne Art, auch jüngere Kinder zu erreichen ohne das Wort Missbrauch in den Mund zu nehmen, finde ich folgendes: "Es gibt gute und schlechte Geheimnisse. Gute Geheimnisse, die ein gutes Gefühl machen, darf man für sich behalten. Aber schlechte Geheimnisse, bei denen man sich nicht wohlfühlt / die Bauchgrimmen verursachen, muss man nicht für sich behalten. Die weiterzuerzählen ist absolut ok  – auch wenn du vorher versprochen hast, es nicht weiterzusagen. Schlechte Geheimnisse darfst du mir immer erzählen" ……

      Zum Umgang mit selbst erfahrenem Missbrauch: Man kann ihn nicht ungeschehen machen, die Erfahrung wird immer Teil von mir sein und die Auswirkungen auf mein Leben gehen (leider) weit über den sexuellen Bereich hinaus. Aber es ist meine Entscheidung, ob ich zulasse, dass diese Erfahrung mein ganzes weiteres Leben bestimmt …. oder ob ich versuche, mit Gottes Hilfe neue Wege zu gehen …..

       

      Antworten
  2. Tim

    Gott sieht den Missbrauch und das leid und hat in seiner unendlichen liebe nicht eingegriffen^^…ähm. Das es den Teufel gibt ist klar, aber gott könnte mal ab und zu Taten sprechen lassen. 

    Antworten
    1. GekreuzSIEGT Moderatorin - Sandra

      Hi Tim, ich verstehe Dein Argument. Allerdings gibt es sehr viele Beispiele, in denen Gott tatsächlich eingreift. 

      Auf das “WARUM NICHT IMMER” gibt es letztlich keine Antwort. 

      ABER … und diese Wahrheit stimmt “leider” nur zu oft, häufig finden Menschen erst durch Leid zu Gott. Das soll keinesfalls zynisch oder makaber klingen, ich habe selbst sehr viel Leid erlebt in meinem Leben. 

      Antworten
  3. Ines

    Sehr gut auf den gebracht. DANKE! Ich bin davon überzeugt, dass dieser Artikel Balsam für manche Seele ist.

    Antworten
    1. Lea

      "BERUFEN ZUM KÖNIGSKIND – Gefangen im Traume, Durchbruch zur Freiheit"  ;  Ulrike Wilmeroth, Ursula Roderus

      Antworten
  4. Ella

    Hallo Mandy,

    Ich finde keinen Zugang zu Gott.

    Als Kleinkind hat er mir nicht geholfen, Prügel und sex.Mißbrauch haben mich einsam gemacht. Als Jugendliche wurde ich dann zum Trebegänger und nahm alle möglichen Drogen , um den 'Schmerz' verlassen/ungeliebt zu sein , aushalten zu können.

     Das Gebet eines kleinen Kindes mit (noch) reinem Herzen  und die verzweifelte  Bitte an Gott, zu helfen wurde nicht erhört. Tage, Wochen, Monate, Jahre ging das Leid weiter.

    Heute ist mein Leben 'versaut'. ich bin nichts weiter, als eine Frau mit Depressionen und Mißtrauen  den Menschen gegenüber. Therapien haben nur soweit geholfen, dass ich mich noch nicht umgebracht habe.

    Antworten
    1. Mandy Artikelautor

      Hallo Ella.

      Du bist wertvoll, auch wenn es sich nicht so anfühlt! Es ist schön Dich kurz kennengelernt zu haben, vielleicht sehen wir uns ja mal wieder. Melde Dich gern bei mir und wir machen mal was aus (Facebook PN). Du hast Menschen, die Dich lieben – das ist sehr viel wert. Leider kann Dir keiner von ihnen den Schmerz, die Trauigkeit und das Mißtrauen abnehmen – aber vielleicht gelingt es ihnen Dir dennoch schöne Momente zu schenken?! Ich wünsche es Dir von Herzen!

      Ich weiß nicht warum Du keinen Zugang zu Gott findest. Ich weiß keinen einfachen Rat. Auch wenn es abgedroschen klingt, ich kann nur immer wieder für Dich beten und hoffen das es Dir eines Tages besser geht … 

      Mandy

       

      Antworten
      1. Ella

        Liebe Mandy,

        ja, das stimmt! Ich habe eine Familie, die mich mit meinen Depressionen tapfer aushält und immer für mich da ist. und….

        ich habe einen perfekten Ehemann gefunden, der genau wie ich die Harmonie liebt! 

        Das ist schon sehr viel wert.

        Liebe Grüsse und herzlichen Dank für deine Artikel hier im Blog, die ich gerne lese! ;-)

         

        Ella

        Antworten
  5. Martina

    Liebe Mandy,

    Dein Beitrag hat mir gezeigt, wie wichtig es für Eltern wie meinen Mann und mich ist, den Kindern von klein auf beizubringen, das sie allein bestimmen, wie nahe ihnen jemand kommen darf. Allein sie entscheiden, wer sie berühren darf. Und wenn das Kind sagt: "Das will ich nicht!", darf keiner sagen: "Stell dich nicht so an, sei nicht so empfindlich!". Das Kind darf wütend werden, ohne Schuldgefühle zu haben, darf Hilfe suchen, ohne als Petze bezeichnet zu werden.Und es kann davon ausgehen, das gerade die Eltern ihm glauben.

    Wir haben unseren Söhnen versichert, das wir die ersten sind, die für sie eintreten und das jeder, der sich an ihnen vergreift, sich warm anziehen muss! Das haben meine Eltern schon getan und das taten wir ebenfalls. Die Jungs, inzwischen selbst Männer, sind gerade, klar und selbstbewusst geworden.Hätten wir Mädchen gehabt, wäre es genau so gewesen. Nur das Opfer, ich will mal bei dem Begriff bleiben, bestimmt, ob ihm eine Begegnung oder Handlung unangenehm ist oder nicht. Was mich betrifft, mich berührt keiner, wenn ich es nicht will. Und ich sage das so eindrücklich und deutlich, das selbst ein Taubblinder checkt, wo es lang geht.

    Danke für Deinen nimmermüden Einsatz!

    Martina

    Antworten
    1. Ella

      Hallo Martina,

       

      es gibt Kinder, die haben keine Wahl, wenn sie zB. vom Täter erpresst werden.

      ich hatte die Wahl zwischen erniedrigender Dresche mit einem Siebenstriem auf nackte Haut oder liebevolles penetrieren.

      und es gibt viele Kinder, die viel zu klein sind, um zu begreifen, dass das , was mit ihnen sexuell gemacht wird, nicht normal ist! 

      und es gibt unzählige Kinder, die von ihrem Umfeld (Eltern/ Schule) vernachlässigt und ungeliebt sind und von einem sexualTäter  liebevolle Aufmerksamkeit, Lob, Zärtlichkeit und Geschenke bekommen.

      also, so einfach ist es nicht immer mit der 'Entscheidung'.

      Ella

       

      Antworten
      1. Sarah

        liebe ella! 

        Mich möchte dir nur sagen, dass du dich damals FÜR garnichts entschieden hast.das wurde dir mit der Wahl zwischen zwei Formen von Gewalt suggeriert. Du bist absolut unschuldig: wenn ich meinem Kind immer die Wahl zwischen Pizza und Pommes lasse, wer ist dann Schuld, wenn es ein ungesunder, fettleibiger erwachsener wird? Was würdest du dem Kind antworten wenn es sagt:" ich habe mich ja immer für Pommes entschieden, ich habe doch eine käseallergie. Ich bin schuld am vielen Pommes Essen "

        Antworten
    2. EineAno

      "Nur das Opfer, ich will mal bei dem Begriff bleiben, bestimmt, ob ihm eine Begegnung oder Handlung unangenehm ist oder nicht."

      wenn man von jüngster Kindheit an auf solche "Begegnungen oder Handlungen" (um bei deinen Begriffen zu bleiben) trainiert wird, dann bestimmt man da gar nichts! Überleben heißt, machen was "die" sagen. 

      Und auch ein noch so stark gemachtes und selbstbewusstes Kind, kann ein Opfer werden… Und ein Opfer ist erstmal ein Opfer. Punkt. (Ich sage nicht, dass es keine Wege heraus gibt und man auch irgendwann die Opferrolle verlassen soll/muss/kann… Oftmals muss man aber auch erstmal hinein finden!)

      Mit dem was du da schreibst… weißt du wie viel Täter mit Schuldgefühle machen und "du willst es doch/brauchst es doch" Sprüchen arbeiten? Ihre Opfer zu Mittätern machen? 

      Das nur, weil es auch echt falsch rüberkommen kann… 

      Ich sage meinen Kindern auch, dass NIEMAND etwas darf, was sie nicht wollen und sie sich wehren und immer reden dürfen… Auch über den besten Freund/in/Onkel der Familie etc. 

      Antworten
      1. Martina

        Hallo EineAno,

        Du schreibst:

        "wenn man von jüngster Kindheit an auf solche "Begegnungen oder Handlungen" (um bei deinen Begriffen zu bleiben) trainiert wird, dann bestimmt man da gar nichts! Überleben heißt, machen was "die" sagen. "

        Darum geht es! Wenn die Eltern sich so verhalten, können Kinder nichts tun, aber Erwachsene, die Zeugen werden, das Kinder nur gehorchen müssen und man abschätzig mit ihnen spricht. Alle Eltern, die so was mitbekommen, haben Augen im Kopf und Ohren zum hören, nach ihren Möglichkeiten zu helfen, sei es, mit einer Behörde/Arzt ect. Kontakt aufzunehmen oder auf andere Art. Wenn das Umfeld nicht sensibilisiert ist, bleiben die Betroffenen alleine.                                                                                      Außerdem gibt es Muster, die vererbt werden, Generationen, die das weiter geben, was sie vorgelebt bekommen haben, etwa Suchtverhalten oder andere Macken. Solche Muster können nicht unbedingt gelöscht, aber überschrieben werden.                              Wichtig ist, zu lernen, diese zu erkennen. da sind wir alle gefragt.

        Und weiter schreibst Du:

        "Mit dem was du da schreibst… weißt du wie viel Täter mit Schuldgefühle machen und "du willst es doch/brauchst es doch" Sprüchen arbeiten? Ihre Opfer zu Mittätern machen? "                                                                                                                   

        Bestimmt haben die meisten von uns schon erlebt oder mitbekommen, wie Kinder gerügt worden sind, wenn sie nicht jeden Erwachsenen küssen/umarmen/ die Hand geben wollten. Ich jedenfalls schon. Oder Kinder mit Kleidung angezogen werden, die aufreizend ist, bloß weil es den Großen gefällt. Damit beginnt es, da können wir alle mitreden! Wie weit darf eine Person in meine Nähe kommen? Was darf sie zu mir sagen, darf sie mich berühren und wo? Einfach überlegen, wie ginge es mir dabei und jeden Menschen, klein oder groß, so behandeln, wie wir es gerne hätten. Das ist das, was wir selber tun können, für mehr sind wir nicht verantwortlich.

        Martina

        Antworten
        1. EineAno

          Danke, für deine Antwort, Martina

          Leider habe ich das Gefühl, dass wir sehr aneinander vorbei reden. 

          Alles was du schreibst finde ich auch ganz richtig und sinnvoll in Bezug auf das was "man" tun kann und Möglichkeiten… Sensibilisiertes Umfeld usw. 

          Nur geht es meines Erachtens noch viel tiefer und das ist eine, wenn auch positive/wohlwollende doch sehr oberflächliche Sicht dieser Thematik 

          Das mit der Verantwortung sehe ich demnach etwas anders… 

          LG

          Antworten
    3. Ines

      Hallo Martina,

      um was geht es Dir in Deinem Kommentar? Schön für Dich, dass Du alles "richtig" machst, aber Deine Worte sind realitätsfern und ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Weißt Du eigentlich wie viele Elternteile Täter sind oder wie oft Kinder durch Drohungen zum Schweigen gebracht werden? Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube und BITTE, da Du ja anscheinend Nichtbetroffene bist, DICH vorher einfach besser zu informieren, bevor Du Deine Meinung abgibst. Danke im Namen der Opfer.

      Antworten
      1. Martina

        Hallo Ines,

        in dem,was ich oben an EneAno schrieb, kannst Du auch für deinen Kommentar Antwort finden.

        Ob und wie ich betroffen bin oder war, was weißt Du denn schon?

        Und das "mit dem Schlag ins Gesicht der Opfer" ist Deine persönliche Meinung. Das sagt mehr über Dich als über mich aus. Wenn Du Dich bei Übergriffen so aggressiv verhältst, wie Du Dir hier zu schreiben herausnimmst, brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen! Oder bist Du Opferanwalt? Dann hilf, wo Du kannst und tue Deine Arbeit ordentlich. Das ist Deine Aufgabe.

         

        Martina

        Antworten
        1. Ines

          Hallo Martina,

          zu dem was Du geantwortet hast, könnte ich eine ganze Menge schreiben, aber das ist mir nicht so wichtig. Ich gebe zu, dass ich nicht gerade einfühlsam geantwortet habe, das war keine unbewusste (aber vielleicht doch zu spontane) Aktion. Ich wollte, dass meine Emotionen offensichtlich sind, so wie Deine nun. Das ist völlig in Ordnung für mich, ich fühle mich dadurch nicht angegriffen und Deine Reaktion ist verständlich und ich danke Dir für Deine Offenheit. Das ist nicht herablassend gemeint. Es hilft mir zu erkennen, wo noch Baustellen bei mir sind.
          Für meine Aggressivität bitte ich Dich um Verzeihung. Und Ja, ich hätte es anders, weniger unterstellend, formulieren sollen. Zu meiner Meinung und Emotionen von gestern, stehe ich allerdings weiterhin, nur darf ich noch lernen sie anders auszudrücken. Heute bin ich nicht emotional betroffen und wünsche mir und Dir, dass es Dich nun auch nicht weiter belastet, nachdem ich einsehe, dass ich mich im Ton vergriffen habe. Sei von Herzen gegrüßt, Ines.

          Antworten
  6. EineAno

    Wenn der Missbrauch, das verkauft und benutzt werden, alles unter einem frommen Deckmantel geschieht.

    Die Zeremonien und "Partys" in Gottes Namen geschehen. 

    Jegliche Verweigerung und Ausbruchsversuche aus dem System oder auch nur gewohnten Verhaltensweisen Strafen, Drohungen mit Hölle und Verdamniss nach sich ziehen. 

    Dann bin ich heute einfach schon froh, keine Todesangst mehr vor diesem Gott  haben zu müssen. 

    Dazu musste ich erst weg von diesem Gott. Keine Beziehung zu ihm haben müssen. 

    Und wenn er tatsächlich so ist, wie im Beitrag beschrieben… dann wird er das verstehen können. 

    Christen können das leider oft nicht. Nur möchte ich mich auch nicht jedem immer offenbaren müssen. 

     

     

    Antworten
    1. Judy

      Du Liebe/Lieber!!

      das tut unendlich weh!!  dass Menschen Gott und die Bibel so missbrauchen ist unbeschreiblich schäbig ekelhaft und lieblos es gibt keine Worte dafür! Jede Angstmacherei ist nicht Gott gewollt 

      das ist GOTTLOS!  Ich denke an dich und wünsche dir dass du Menschen hast die dir helfen deine Wunden zu verbinden!  Drück dich

      Antworten
  7. Antje

    Ja! Gott hat alles gesehen! Ich bin betroffene und mache gerade Therapie. Es lohnt sich! Gebt nicht auf!!! Ein Bild hat sich bei mir eingebrannt, wo ich wie erstarrt da liege. Während der Therapie hat sich das Bild verändert. Jesus kam zu mir, zog mich an, wickelte mich in sein Gewand und setzte mich auf sein Schoß und schloss seine Arme um mich! Er weinte mit mir! Jetzt bin ich aus dieser Erstarrung befreit und kann wieder selber handeln! Ich will euch allen damit Mut machen! Gebt nicht auf, Jesus war dabei, er weiß alles und hat es mit dir erlebt!!!

    Antworten
    1. Lukas Baumann

      Dein Kommentar berührt mich. Es ist ein Zeichen, dass Gott eben doch handelt. Ich danke Gott für deine Bereitschaft, Antje, dich von Christus in die Arme nehmen und dich heilen zu lassen. 

      Antworten
    2. Ines

      Hallo Antje,

      DANKE für Deine Offenheit. Ich schließe mich Dir an und mache es kurz. Christen haben von mir viel zu früh Vergebung erwartet (das sollten wir mal grundsätzlich lassen und Gottes Geist überlassen) und ich habe mich dabei selbst vergewaltigt, nur um immer wieder festzustellen dass ich es nicht kann und die Wut, die ich unbedingt loswerden wollte, nicht loswurde. Es war mehr als Wut. Das hat mich geistlich ganz schön unter Druck gebracht und ich hatte zu dem ganzen Elend, dann auch noch unnötig Schuldgefühle.

      Dann auf einmal ging Jesus mit mir in die schlimmste Situation zurück und ich habe seinen Zorn darüber gespürt was mit mir gemacht wurde und Tränen liefen über sein Gesicht. Kein überhöhter Anspruch an mich, er verstand mich und war auf meiner Seite. Daraufhin konnte ich vergeben. Aus eigener Kraft wäre das unmöglich gewesen. Ich wusst dass Jesus die Liebe ist, aber ich brauchte die Gewissheit dass er auch gerecht ist. 

      Dann erst konnte ich beten und meine es auch so: 'Rechne ihm die Schuld bitte nicht an, weil ich ihm vergeben habe.' Ich schließe mich Deinen Worten an:

      Ich will euch allen damit Mut machen! Gebt nicht auf, Jesus war dabei, er weiß alles und hat es mit dir erlebt!!!

      Antworten
  8. Lukas Baumann

    Aus eigener Erfahrung im umgang mit Kindern weiss ich, dass sie gegenüber vor 30 Jahren sehr viel selbstbewusster geworden sind und klarer sagen können, ob sie eine Berührung wollen oder nicht. Sie werden darauf aufmerksam gemacht, dass sie eben sehr wertvoll sind und einen eigenen Willen haben. Das finde ich eine gute Entwicklung, welche eine Kraft gegen die Macht des Teufels ist, die in den Tätern wirkt. 

    Antworten
    1. Judy

      An alle die hier selbstgerecht von dem "freien Willen" schreiben und hier Lösungen  präsentieren, das ist lieblose verachtend und LIEBLOS IST GOTTLOS!!  Gott würde so etwas nie schreiben oder sagen!!  An alle da draußen ich bin selbst Christ ich glaube an Gott und die Erlösung durch Jesus, die Bibel steht aber nicht über Gott und ihre Worte als Waffen zu missbrauchen und christliche Regeln als Gesetz zu predigen, Angst zu machen in JEDER Form ist ein Form der frommen Gewalt, heuchlerisch und Gottlos!! 

       Für einen klaren Blick kann ich nur empfehlen, und für alle die frommen mit Lösungen PFLICHT  Gott und das Leid : 
       

      Antworten
  9. Mandy Artikelautor

    Ihr Lieben,

    ich denke hier meint es keiner böse. Falls es ein Mittel gegen Missbrauch gibt, dann ist es die Kinder zu stärken – natürlich hilft das nicht in allen Fällen. Bitte nehmt hier auch Rücksicht in den Kommentaren, auf Menschen die vielleicht keine Erfahrungen mit Missbrauch haben. Sich aber dennoch Gedanken machen, was man tun kann. Das ist nicht gegen Opfer, sie meinen es nicht abwertend, sondern wollen eben auch helfen. 

    Alles Liebe.
    Mandy

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    1. EineAno

      Ich meinte es auch nicht böse! Gar nicht! 

      Kinder stärken ist ganz sicher genau das Richtige. Und da läuft heute sicher schon vieles mehr oder besser, als vor zehn oder zwanzig oder noch mehr Jahren! 

      Ebenso wichtig sollte es aber sein, dass mehr Menschen mit offenen Augen durch die Welt laufen, für die "das gibt's doch gar nicht Dinge" … Dass könnte auch helfen! 

      und die, die sich Gedanken machen und helfen wollen … kann man da nicht erwarten, dass sie sich etwas mit dem Thema auseinander setzen? 

      Es gibt leider nichts was es nicht gibt! 

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  10. Ines

    Hallo Mandy,

    es ist richtig darauf zu achten, dass man nicht von der anderen Seite vom Pferd fällt und schnell bekommen Kommentare einen Touch von Mobbing. Ich muss da selbst sehr darauf achten, wie weit ich gehe. Speziell hier allerdings stehe ich voll hinter meinem Kommentar. 

    Unabhängig davon wie etwas gemeint ist, ist es wichtig anzuerkennen wie es beim Empfänger ankommt. Missbrauch – egal in welcher Form, ist ein so sensibles Feld, darauf sollte man sich ebenso sensibel bewegen. Dass das nicht immer gelingt, ist menschlich und ich packe mich da auch an meiner eigenen Nase.
    In diesem Sinne, trage ich keinem etwas nach, aber ich werde weiterhin gegenspiegeln. Das brauchen wir alle und deshalb DANKE für Deine Achtsamkeit, dass das hier nicht ausufert und wir dem anderen Beweggründe unterstellen, die nicht vorhanden sind oder sonst in irgendeiner Weise hart urteilen, ohne den Menschen dahinter zu kennen. 

    Mein Widerspruch ist als kurzer Aufschrei "Autsch!" zu verstehen und nicht mehr, dabei bin ich ehrlich in meiner Emotion. Ich wünsche mir für uns alle, dass wir voneinander lernen. Kritik soll uns weiterbringen, aber darf nicht dazu führen, dass wir die gegenseitige Achtung verlieren. Dem anderen weh tun, ist nicht mein Motiv und ich hoffe, dass das rüberkommt. Ich brauche die Korrektur sehr viel mehr, als die meisten hier.

    Hier ist jede/r Einzelne ein/e Geliebte/r Gottes. :-) Wir sind GESCHWISTER. 

     

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  11. Judy

    Liebe Mandy, 

    ich schätze sehr was du schreibst dich als Person ebenso! Auch alle die hier Kommentare hinterlassen sind wertvoll und unantastbar! 

    hier geht es nicht gegen Menschen!!!!

     

    Manche Meinung gehört aber gründlich überdacht!

    Unbedachte Meinungsäußerungen können sehr verletzt  und ich finde es wichtig ein Bewusstsein zu fördern das Opfer schützt, vor "nur gut gemeinten Aussagen". Menschen mit schwersten Verletzungen dürfen nicht in die Rechtfertigung gestellt werden! 

    Leid und Missbrauch ist ein sehr schweres Thema, jeder nicht Betroffene sollte sich die Frage stellen:

    – kann ich meine Antwort einem 3 jährigem geben, das Gewalt und Übergriffe erlebt hat??

    – wie frei bin ich selbst, könnte ich mir diese Antwort auch geben,  wenn ich nicht "hier" geboren wäre sondern im 18. Jahrhundert in Pakistan? 

    Danke 

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  12. DoRo

    Heute in meiner Stillen Zeit gelesen:

    PSA 34:20 HFA

    Zwar bleiben auch dem, der treu zu Gott steht, Schmerz und Leid nicht erspart; doch aus allem befreit ihn der Herr!

    Lieben Gruß

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  13. Schuldig

    puhhhhh

    Bein lesen einiger Kommentare habe ich mich gefühlt als habe ich rechts und links eins in die "Klappe" bekommen. Ich vollende was der Täter nicht geschafft hat, nämlich dich zum Schweigen zu bringen. Schuldig im Sinne der Anklage. Missbrauchsopfer haben lebenslang bekommen und dann noch lesen das sie selber bestimmen wie weit man sich ihnen nähern darf , grob gesagt, sie sind selber Schuld!! Ich möchte mal nicht weiter darauf eingehen, hier schreiben Menschen die total frei von Wissen sind . Es gibt da so einen schönen Spruch: Keine Ahnung, einfach mal die Fresse halten.  Solche Reaktionen bringen die Opfer zum Schweigen , leider, weil sie ja doch selber Schuld sind. Das ist nicht ok, so wird Missbrauch immer ein Thema bleiben worüber nur hinter vorgehaltener Hand  gesprochen wird.  Mädchen, Jungen , Frauen und Männer die missbraucht wurden sind nicht selber Schuld. 

    https://www.youtube.com/watch?v=PWEH8FrR3qI

    Gruß Schuldig

     

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  14. simone

    Wenn Gott zusieht, warum ? , ein Kind was sich nicht zu wehren weiß, es denkt es sei normal das das passiert. Was ist das für ein Leben was man leben muss. Mein glaube an Gott ist erloschen er hat nur zugeschaut, weil er mich liebt ?… was ist das für ein Gott?

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  15. Reli

    Habe mich oft gefragt wo war Gott in dieser schweren Zeit und warum hat er so vieles zugelassen? Dann bekam ich die Antwort, dass ich nicht weiß, was er schon alles nicht zugelassen und verhindert hat!

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  16. Ralf

    Ich habe diesen Raum, dieses Zimmer lange nicht verlassen. Ich habe mich nie gefragt warum Gott dies zugelassen hat. Wenn ein Mensch sich entschließt einen anderen Menschen zu verletzten kann Gott nicht plötzlich wie ein Blitz dazwischen fahren. So sehr ich es mir gewünscht hätte. Aber er gab mir Kraft zu überstehen, zu überleben und etwas unverzeihliches nicht zu tun. Ich weiß das er mir viele, viele Jahre später die Kraft gab diesen Raum zu verlassen. Geschehen 2011 in meiner Trauma Therapie.

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  17. Irmela

    Liebe Mandy,

    danke für die Links, die sicher eine gute erste Hilfe sind.

    Habe selber eine zeitlang eine Selbsthilfegruppe (christl) von "Aufbruch Leben" (= Wüstenstrom/ Living Waters, deutsches Programm) besucht; kann das nur empfehlen. AL bietet eine Umgebeung, wo es spez. Lehre, Anbetung und Gruppen-Moderatoren dabei helfen, dass man selbstkompetenter wird, mit den Folgen des Missbrauchs umzugehen, Heilung zu empfangen und Zukunft zu gestalten.

    http://aufbruchleben.userboard.org/forum

    Es lohnt sich!

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  18. Anonymous

    Ich weiß nicht, warum die Bibel ein Beleg für einen guten, den Menschen liebenden, Gott sein soll. Gerade in diesem Buch steht so viel was alles andere als das belegt. Menschen die von Gott gequält und ermordet werden. Menschen, die alles mögliche auszuhalten hatten, nur weil Gott sich beweisen will (Hiob). Es sind immer nur einzelne, die von einem guten Gott erzählen können. Im vergleich zur breiten Masse verschwindend wenige. In den allermeisten Fällen ist Gott nicht da, wenn sich jemand an ihn wendet. Aber auch diese Selektion findet sich in der Bibel. Auch wenn Sklaverei sicherlich nichts Gutes und schon gar nichts Richtiges ist, hat sich Gott für eine kleine Gruppe entschieden und andere Menschen, sehrwohl auch Unschuldige, gequält um die Israeliten zu befreien. Nicht zu vergessen die Menschheit bis auf einige wenige mit einer Flut auszulöschen. Oder aber auch Adam und Eva aus dem Paradies zu vertreiben, weil ihnen nichts anderes unterlaufen ist als das, was Gott selbst später getan hat. Klar ein Vertrauensbruch, dass sie ein Verbot übertreten haben. Aber sie wurden verführt. Dafür hart bestraft. Aber Gott selbst hat sich in der Hiob-Geschichte genauso verführen lassen und Hiob musste es ausbaden. Ich bin mir sicher das auch Hiob darauf vertraut hat, dass er nicht von Gott als Spielball misbraucht wird. Es gibt so viele Begebenheiten die das immer wieder zeigen, aber nichts was für einen guten Gott steht. Am Ende ist es eben eine Geschichte, die mit der Hoffnung der Menschen spielt, die immer nur einigen wenigen nutzen eingebracht hat und deshalb auch so viele Jahre überdauert hat.

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  19. Schuldig

    Geschichten mit negativem Ausgang bleiben uns eigenartiger Weise immer im Kopf hängen, das Gute nehmen wir zwar zur Kenntnis doch nicht so intensiv.

     

    Gott hat seinen Sohn sterben lassen für ALLE Menschen, er hat da keine Ausnahme gemacht. Er sagte auch, kommet her zu mir alle die ihr mühselig und beladen seid.

     

    Ich verstehe und kann alle Fragen nach dem  WARUM, oder wo warst Du Gott , oder auch, wo bist du jetzt unterschreiben. Gott, Du siehst alles und doch hast Du nicht eingegriffen. Manches erscheint mir einfach unverständlich. Wie kann er nur, dieser Gott der LIEBE, ist es überhaupt ein Gott der LIEBE?  Mich scheint er dann wohl doch nicht zu lieben. Ich habe es wohl nicht verdient.  Dieser Gott, dem ich schon alles mögliche an den Kopf geworfen habe, dieser Gott der Himmel und Erde erschaffen hat , der das Wunderwerk Mensch erschaffen hat, dieser Gott gab mir die Freiheit mein Leben so zu gestalten wie ich es möchte. So wie er mir die Freiheit gibt, so gibt er sie allen anderen Menschen auch. Nicht jeder Mensch nutzt diese Freiheit um Gutes zu tun, nicht jeder Mensch glaubt an diesen Gott der Liebe und nicht Jeder glaubt an die Liebe.

     

    Ja Gott ist sehr oft schwer zu verstehen und dennoch liebt er und keiner kann so lieben wie er.

    Berührt hat mich der Satz: Ich finde keinen Zugang zu Gott. Ich behaupte von mir das ich SEIN Kind bin und komme mir auch manchmal so vor als habe ich keinen Zugang zu IHM und doch weiß ich das ER da ist.

    Wenn ich die Tageszeitung lese bin ich oft traurig was aus dieser Welt geworden ist ( war sie früher besser?) , Mord , Missbrauch, Messerstechereien sind an der Tagesordnung , ich bewundere dann immer Gottes Geduld.

    Könnte er nicht mit einem Fingerschnipsen dieser Welt ein Ende setzen?

    Dann wäre er wahrscheinlich auch wieder der böse Gott. Nein, er gibt vielen Menschen noch eine Chance.

    Haben wirklich alle eine Chance verdient? Ja, in Gottes Augen haben sie das, egal was sie getan haben, diese Chance gibt er nicht nur Mördern Kinder und Erwachsenenschändern, nein die gibt er auch dir und mir.

    Ich weiß nicht wo mein Weg mich noch hinführt und wodurch ich noch gehen muß, doch ich weiß das am Ende meines Weges Gott da sein wird. Ich glaube IHM wenn er sagt das ER alle Tränen abwischen wird und das es keinen Schmerz mehr geben wird.

    Die Frage nach dem WARUM wird er uns eines Tages beantworten. Manchmal Frage ich nicht warum sondern wozu?

    Wenn ich einem Beinamputiertem Menschen sage das er im Himmel tanzen wird, so wird er mich wahrscheinlich auslachen oder wütend beschimpfen, vielleicht aber weiß er auch das es so sein wird.

    Wenn ich den vielen verletzten Seelen sage das sie eines Tages geheilt sein werden wenn sie zu Gott gehen werden sie mir das wahrscheinlich auch nicht glauben können. Gott heilt auch hier auf Erden, warum er den einen oder anderen schneller heilt und warum manch er so lange darauf warten muß kann ich nicht beantworten.

    Doch ich weiß sicher das Gott da ist und das er niemanden der zu ihm kommt zugrunde gehen lassen wird.

    Das hat ER versprochen und darauf vertraue ich.

    Ich wünsche allen verletzten Seelen das sie die nähe und die heilsamen Hände unseres Vaters im Himmel spüren können.

    https://www.youtube.com/watch?v=S6SklemleOI
     

     

     

     

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  20. ivie

     ich glaube eigentlich nich an Gott, aber bei diesem bericht muss ich mich fragen ob es ihn vielleicht doch gibt,, denn wenn dann hat mein Täter (mein Vater) seine strafe bereits erhalten, er ist nervenkrank und kann sich nichts mehr merken,, er ist auch nich in der lage alleine wegzufahrn oder zum arzt meine mutter geht überall mit,, vielelicht ist es seine bestrafung für das was er mir angetan hat.

    Ja ich habe Überlebt und bin stolz drauf mein Leben alleine zu meistern ohne irgendwelche hilfen,

    bin glücklich verheiratet und habe 3 kinder ..

    mehr kann ich mir nicht wünschen

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  21. Anonym

    Danke Mandy für deine ehrlichen Worte.
    Eines ist mir wichtig: Bitte erweitert euren Horizont, wer Täter sein könnte.. Mein Täter war grade mal 3 Jahre älter als ich, der Freund meines großen Bruders (er war auch unser Nachbar) Vielleicht hat er siéine Eltern gesehen und wollte das auch mal ausprobieren, vielleicht hat er darüber gelesen, ich weiß es nicht und will es auch nicht wissen! Er wird rechtlich niemals dafür belangt werden können. Achja: Auch Opfer können (leider) zu Tätern werden, gerade weil sie sich einfühlen können. Manchmal findet eine Erpressung zum Schweigen durch einfache Sätze statt, wie: "Das erzählst du lieber nicht deiner Therapeutin/Mutter/Vertrauten" oder: "Das, was wir tun ist mehr als Freundschaft, aber ich bin doch so viel für dich da"
    Leider musste ich beides erleben, aber ich weiß, dass Gott bei mir war, er hat mit mir geweint, das einemal dafür gesorgt, dass mein Klinikaufenthalt es beendet und das erste Mal mir die Kraft gegeben "ihm" eine zu scheuern.
    Opfer kann jeder werden, ich kann zwar versuchen mein Bestes zu tun, aber im Endeffekt kann ich es nicht verhindern, wenn ein Täter es wirklich will/vor hat. Egal, wie selbstbewusst das Kind ist, wie verantwortungsvoll der Erwachsene, wie sehr man Moralvorstellungen hat, wie tief der Glaube ist, dass alles schützt mich nicht. Aber ich kann meinen Kindern/Geschwistern/potenziellen Betroffenen vermitteln, dass sie nicht schuld sind, dass ich immer für sie da bin, sie jeder Zeit zu mir kommen können (bitte nicht nur durch Worte, Taten sind ebenfalls wichtig) Mittel zur Prävention gibt es nicht, aber ich kann da sein, so wie Gott auch da ist. Und ich kann die Augen offen halten, eingreifen/nachhaken, wenn ich das GEfühl habe, dass etwas nicht stimmt.
    Zum Thema verzeihen: Muss ich das als Betroffene wirklich? Ich finde, das ist die Aufgabe von Gott, ich kann es zwar versuchen, aber ich muss es nicht, wenn ich es nicht kann. Trotz allem kann ich ein "normales" Leben leben, der Missbrauch bestimmt mich, dank Therapie, nicht mehr. Nur manchmal komme ich in Situationen, in denen ich Wut verspüre oder mich hilflos fühle, aber ich kann meine Reaktion einordnen und damit umgehen. Trotzdem wird niemals ein Kind von mir die Namen der beiden Menschen tragen, die mir das angetan haben.
    Meine Familie und auch die meines Freundes wissen darüber Bescheid, sie sind für mich da und helfen mir mit manchen Situationen umzugehen. Allerdings musste ich auch lernen meinen Eltern und meinem Bruder zu verzeihen und auch zu vertrauen, so wie sie lernen mussten, dass sie keine Schuld daran tragen/trugen was mir passiert ist. (Sie haben nichts davon mitbekommen und ich habe 12 Jahre lang geschwiegen und ihnen Vorwürfe gemacht, dass sie nichts mitbekommen haben; mich nicht beschützt haben)

    So, eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben, aber ich glaube es ist wichtig, dass Nicht-Betroffene das erfahren, sehen, was das alles mit sich zieht. (Mein weiteres Umfeld weiß nichts davon, man merkt es mir nicht an, ich habe mir einen Schutzwall gebaut, damals als Kind, weil ich mich geschämt habe und heute, weil viele Menschen einem mit Mitleid begegnen, das will ich nicht; es ist Teil meines Lebens, wie es bei einem anderen Teil seines Lebens ist, dass er früh einen Elternteil verloren hat oder gemobbt wurde oder so)

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