Jesus rastete komplett aus!!

Gestern schrieb ich den Beitrag: Jesus und Gewalt?!

Fazit: Jesus erhob vermutlich niemals die Hand gegen Menschen. Er zog nicht mit Waffen durch die Gegend, er hatte keinen Sicherheitsdienst und begab sich aufgrund dessen mehrfach in Lebensgefahr.


Doch es gibt eine Stelle in der Bibel, in der sich unser friedlicher Jesus von einer ganz andere Seite zeigt …. Er rastete im Tempel komplett aus. Lies mal Matthäus 21, 12-17 HfA
 

Hulk


Der Tempel war für Jesus und alle Gläubigen ein heiliger Ort. Dort wurde gebetet und gesungen. Doch eines Tages kamen Händler und Marktschreier und veranstalteten ein riesiges Towabo!


"Tauben, Tauben …. beim Kauf von fünf Tauben bekommst Du drei kostenlos dazu!!!
Jetzt kaufen, ein unschlagbares Angebot!!! Tauuuuben!" 


So muss das abgegangen sein und das ging Jesus gewaltig gegen den Strich. Jesus wurde zum Hulk!


Sind Jesus spontan sämtliche Sicherungen durchgebrannt? Ausraster im Affekt?


Nicht wirklich. Denn wenn man mal die Parallelstelle im Johannes 2, 13-16 NLB liest, steht da folgendes:

"Im Hof des Tempels sah er Händler, die Rinder, Schafe und Tauben als Opfertiere zum Verkauf anboten; und er sah Geldwechsler hinter ihren Tischen sitzen. Da machte Jesus aus Stricken eine Peitsche und jagte sie alle aus dem Tempel. Er trieb die Schafe und Rinder hinaus, warf die Münzen der Geldwechsler auf den Boden und stieß ihre Tische um. Dann ging er zu den Taubenverkäufern und befahl ihnen: »Schafft das alles fort. Macht aus dem Haus meines Vaters keinen Marktplatz!«

 

Jesus schnappte sich nicht irgendeinen Besenstiel, sondern setzte sich hin und begann eine Peitsche zu flechten. Er nahm sich Zeit dafür und wahrscheinlich überlegte er dabei, was er gleich sagen würde. Es war somit keine Handlung im Affekt, sondern eine bewusst durchdachte Handlung. Er wusste genau was gleich passieren würde. 

Dann zog er los und schlug mit der Peitsche wütend und aggressiv auf die Tische ein und machte mordsmäßig Radau. Die Münzen der Geldwechsler, die gern auch mal Reisende abzockten, flogen durch die Gegend. Die Händlerwaren fielen zu Boden, Tische kippten um … und Jesus hat wahrscheinlich richtig laut geschrieen, denn wie Du Dir vorstellen kannst, war es dort alles andere als mucksmäuschenstill. Schon allein der ganze Tiere wegen, die dort verkauft wurden. Da musste er schon ordentlich schreien, um von allen gehört zu werden. Viele erlebten Jesus von einer Seite, die sie vorher nicht kannten.


Jesus war ein Mensch. Und Menschen rastet auch mal aus und das ist in Ordnung! 

Jesus schlug mit seiner Peitsche auf Tische, aber nicht auf Menschen. Hätte er das getan, hätte die Tempelpolizei sicher eingegriffen und ihn festgenommen. Auch nachdenkenswert, dass sie es bei seinem Wutausbruch nicht schon taten?!


Jesus war kein Weichei, er haute auf den Tisch, wann immer ihm etwas gegen den Strich ging. Kein Beispiel verdeutlicht das besser als die Tempelstory. Heute würde er wahrscheinlich so manche Kirche stürmen und wütend seine Peitsche durchziehen. Nix gegen Kirchengebäude. Rein gehen, zur Ruhe kommen, beten, singen, einen Gottesdienst besuchen = toll! Aber all der Prunk und Protz und die vergoldeten, arschteuren Figuren …. was könnte man mit dieser Kohle alles anstellen, um den Armen zu helfen??! Heute stehen die Kirchentüren eher für Touris offen, die ihr Smartphone zücken und Fotos knipsen … anstatt 24 Stunden offen zu sein, für all die Menschen die Trost, Rat und Gebet suchen und sich auch mal über einen Teller Nudeln mit Tomatensoße freuen. Leider ist es fast nicht möglich Kirchen 24/7 zu öffnen, man denke nur an den Vandalismus. Es macht mich traurig, dass man einen extra Sicherheitsdienst bräuchte. Und dafür wiederum fehlt das Geld …


Was ist das Fazit dieser ganzen Tempelgeschichte?

Wir Christen dürfen nicht zu Weicheiern verkommen, die sich nicht trauen Kontra zu geben und lieber in Deckung gehen. Wenn was nicht richtig läuft, dann sollten wir aufstehen und lautstark protestieren. Ja, wer aus der Reihe tanzt macht sich angreifbar.

Manchmal müssen wir uns eben auch verletzlich machen – doch was kann denn passieren, wenn wir Gott im Rücken haben??!

 

Nachdenkliche Grüße 
Deine Mandy

 


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Dieser Beitrag wurde am 21. April 2017 veröffentlicht.

26 Gedanken zu „Jesus rastete komplett aus!!

  1. Michael

    Dem Argumen mit Prunk und Protz und was man damit alles machen könnte, Armen helfen und so, kommt in der Bibel vor. Das wirft nämlich ein Apostel der Maria vor, als diese mit Nardenöl (sehr kostbar) die Füße und Haare von Jesus salbt. Er sagt da nämlich auch, was für eine Verschwendung und wievielen Menschen man damit helfen könnte und Jesus fällt diesem Apostel ins Wort und maßregelt ihn. Dem Apostel ginge es doch garnicht um die anderen Menschen. Ihm, also Jesus, würde dieser “Protz und Prunk” doch zustehen. Und wer war dieser Apostel der diesen “Prunk und Protz” anprangerte und dafür von Jesus gemaßregelt wurde? Niemand geringeres als Judas. Der Prunkt steht Gott einfach zu. Das Gold steht für die Macht der Göttlichkeit, das steht schon die Bibel. Ich finde gerade diese pompösen katholischen Kathedralen so schön, sie sind ein Abbild der Macht und Schönheit Gottes und des himmlischen Jerusalems. Sie sind bis in die letzten Ecken wundervoll geschmückt, selbst da wo nie ein Mensch hinsehen wird, in den höchsten Höhen, wie im Kölner Dom. Weil wir Katholiken glauben, dass wir jede Messe mit allen Feiern, mit den Lebenden, den Toten und Heiligen die bereits bei Gott sind. Ich finde das einen sehr schönen Gedanken, die Gemeinschaft der Gläubigen über alle Grenzen hinweg. So manche protestantische Kirche und leider heutzutage, auch modernen, katholischen Kirchen erinnern eher an eine Garage und da ist nix mehr von einem Mysterium zu spüren, es wird gerade zu geleugnet. Es lebe der Protz für Gott, es steht ihm einfach zu. Und darüber hat sich Jesus ja nicht aufgeregt, der Tempel war ja super Protzig, das sogar die Römer diesen bewunderten. Jesus regte sich über das Geschäfte machen auf und das Feilschen und Erkaufen von angeblichem Seelenheil.

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    1. Birgit

      Gott wird wohl eher mit dem Herzen anstadt mit Protz (der ihm ohnehin gehört) angebetet werden wollen…Ihm ist unser Herz wichtig. Nicht Prunk und Protz. Er will unser Herz. Nicht seinen himmlischen Strassenbelag als Kirchendeko um ihn zu verherrlichen… ihm gehört doch das alles eh bereits.

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    2. Michael

      Naja, es sind Gotteshäuser, wie der Tempel in Jerusalem und der war mal richtig prunkvoll, alles voller Gold steht in der Bibel, er ist das Vorbild für unsere Gotteshäuser, sie gehören nur Gott, nicht uns. Der Mensch ist ein Wesen das Symbolik braucht und lebt, so hat Gott uns erschaffen, siehe der Ring bei einer Hochzeit, Blumen für den oder die Liebste/en. Es gehört zu unserem Mensch sein. Also denke ich, das es unserer Art entspricht. Und richtig, da wo mein Schatz ist, da ist mein Herz. Im Tempel, beim Herrn, es ist sein Haus! Also passt die Symbolik mit dem Gold im Tempel, finde ich. Das mit dem Gold im Tempel wird im Levitkus ja auch gefordert, als göttliches Gebot. ;)

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      1. Colin

        Frage: wer hat denn das meißte Gold zur Verfügung gestellt, um die prunkvollen Kirchen aufgebracht. Nicht nur durch die Ablassbriefe kamen die Berge von Gold zusammen, Nein, die meist armen Leute, denen die katholischen Priester Angst vor Teufel und Hölle machten, haben die Kohle meist gezwuingener Maßen in die goldenen “Paläste” getragen, “Paläste” die GOTT nie gefördert hat. Er tat dies, weil er sie nicht wollte, weil er seine Wohnung in jedem von UNS gesucht und gefunden hat. Auch heute gilt das noch.  Alte Mütterchen, die ihren allerletzten Schekel mühsam in die Kirchen schleppten, haben ebenfalls das IHRE für den Reichtum diser Kirche beigetragen.

        ​P.S.: Damit wir uns richtig verstehen, ich gehöre zu den Menschen, die jedem seinen Glauben zugestehen.

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    3. GekreuzSiegt.de

      Und goldene Straßen im Himmel soll es geben …. hmm, ich mag Gold überhaupt nicht. Nicht in erster Linie wegen dem Wert, sondern von der Farbe her. Jedem das seine.

      Symbolik, etwas schön herrichten, designen – alles top … ob es unverhältnismäßig viele Millionen kosten sollte, geht mir wohl einfach gegen meinen eingeschränkten Menschenverstand.   :P

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      1. Jessica

        Dann habe ich wohl auch einen eingeschränkten Menschenverstand :-)……..
        In diesem Fall habe ich ihn dann aber sehr gerne.
        Liebe Grüsse Jessica

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    4. Jürgen

      Zu deiner Interpretation der Salbung von Bethanien fällt mir einiges ein, aber richtig traurig macht mich der Rest deines Beitrags. Trennt uns Christen echt 500 Jahre nach der Reformation so viel?
      Ich gehe am Sonntag in meine “Garage“ und bete – für uns alle…

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    5. Michael

      Wieso eingeschränkt? Gerade die Kunst wurde durch das göttliche, durch die Religion gefördert, es ist menschlich. Man muß sich nur mal vorstellen wo das Gold herkommt, es ist ja kein Metal das auf der Erde vorkommt, also entstanden ist, es ensteht bei Supernovas und kommt ja aus dem All auf die Erde. Was gibt es besseres also als Gold, um das göttliche zu symbolisieren, was nicht von dieser Welt ist. Die Bibel weiß davon. ;)

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    6. Michael

      Gold war ja auch eines der Geschenke der Weisen aus dem Morgenland. Es ist einfach Zeichen des Königtums Jesus Christus und dann doch lieber Gott als den Menschen geben. Und nicht vergessen König Salomon, der den Tempel baute, Gott gab es als Befehl und er baute es so wie Gott es wollte, wir lesen 1 Könige 6,21-22 Tempelbau: Das Innere des Hauses (Tempel) ließ Salomo mit bestem Gold auskleiden und vor der Gotteswohnung ließ er goldene Ketten anbringen. So überzog er das ganze Haus vollständig mit Gold; auch den Altar vor der Gotteswohnung überzog er ganz mit Gold.” Also ist es eines von Gottes Geboten, wie seine Tempel auszusehen haben und das hat die katholische Kirche immer ernst genommen und ich finde das gut so. Wir halten die Traditionen, die uns mit der Gemeinde unserer Vorväter und Mütter über alle Jahrtausende verbindet, ohne darüber zu urteilen. Weil wir es nicht besser wissen als sie!

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    7. Michael

      Es trennt und einiges, leider. Bei der Eucharistie angefangen, über die apostolische Sukzession (Tradition), bis zu den Sakramenten. Aber uns verbindet der Glauben an den einen Gott und die eine Taufe auf Jesus Christus unseren Herrn und das zählt mehr.

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    8. GekreuzSiegt.de

      Ich denke wir sollten gute Verwalter sein, mit allem was uns gegeben wird. Eben auch dem Geld. Ich würde das kostbare Salböl nicht als Freibrief sehen, dass aller Prunk und Protz in Gottes Sinne ist. Die Sünderin war Jesus total dankbar und gab ihm wahrscheinlich das Wertvollste was sie hatte, als Anerkennung.

      Schöne Kirchen sind toll und beeindruckend, da gebe ich Dir Recht. Ich denke wir sollten sie dennoch nicht zum Heiligtum machen, sondern allein Gott als heilig sehen.

      Wenn ich Vatikanstadt anschaue, wird mir da echt anders … und ich werde traurig. Viele Kirchen sind ja nun schon viele hunderte Jahre alt, damals war alles noch anders. Abreissen wäre ja doof. Es ist ein Denkmal, dass sicher vielen Leuten wichtig ist.

      Heute gäbe es wahrscheinlich gar nicht genug Geld um so eine pompöse Kirche hochzuziehen.

      Letzendlich will ich über niemanden richten, dass ist Gottes Job. Jeder hat selbst die Verantwortung zu überprüfen wo sein Herz sein soll und ob es mit dem übereinstimmt was er lebt. Wo Dein Schatz ist, ist Dein Herz ;-)

      Ich geh zum Beten aufs Klo, setz mich aufs Sofa, liege im Bett, fahre Fahrrad, geh in die Kirche … ob mit oder ohne Prunk. Gott schaut aufs Herz.

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    9. Birgit

      Mandy schrieb mal, unser Vater wird seine Braut eines Tages holen. Nicht seine Bräute….es gibt bei IHM keine Konfessionen mehr. Auch keine getrennten Tische zum Essen. Der Vater wünscht sich Einheit. Meines Denkens nach macht dann das getrennte Abendmahl hier auf Erden keinen Sinn. Gibt es das in der Bibel im NT, oder woher die Trennung?

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    10. Michael

      Da müssen sie mal die Protestanten fragen und nicht die Katholiken, die eine Einheit durch Vielfalt leben. Die Protestanten teilen sich ja immer weiter in kleinere Gruppen auf. Kennt jemand eigentlich die Anzahl aller protestantischen Kirchen? Also ich habe die Übersicht verloren. Die Trennung muss ja nicht sein. Lesen sie mal die Bücher von Kardinal Henry Newmann, der sah den einzigen Weg der Einheit darin, von der anglikanischen Kirche in die katholische zu konvertieren. Aber jeder wie er möchte aber das was uns trennt vom Abendmahl ist dessen Verständnis. Für uns Katholiken und alle alte orientalischen Kirchen , wie Kopten, Orthodoxen oder armenischen Kirche, ist das Brot und Wein nach der Wandlung, Leib und das Blut Jesus Christus unseres Herrn. Dieses Mysterium haben die Protestanten leider vor 500 Jahren aufgegeben. Aber wie gesagt, die Taufe in Jesus Christus, das gemeinsame Glaubensbekenntnis sowie der Glauben an den einen Schöpfer ein uns.

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  2. Mario

    Hallo Mandy, du hast recht Jesus war kein Weichei, Es geht zwar etwas am Thema vorbei, aber stell dir mal so einen richtigen harten und muskelbepakten, tätowierten Rocker vor und dieser solle sich daselbst hergeben um am Kreuz für jemanden anderen zu sterben. Er würde, daran glaub ich fest, nur weinen und um Gnade flehen und nach Mutti schreien. Da weiß man doch wer wirklich ein Weicheii ist und wer ein Mann. Ich glaube Jesus braucht keinen mehr zu beweisen, dass Er kein Weiches ist, sondern Er ist ein richtiger Mann und ein wirkliches Vorbild für alle Männer. In diesem Sinne…….Gott segne Dich und Euch alle. Und schönes Wochenende ; -)

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    1. Birgit

      Danke Mandy. Das meinte ich. War mir im Gedächnis hängen geblieben ;-) . — diese Mystik bzgl. Abendmahl und einiges andere der Kath. Kirche, ich gebe zu…ich verstehe es anders. Ebenso wie mein Heiliger Vater der im Himmel ist.

      Übrigens liebe Mandy, mit dem Gebet geht es mir ähnlich wie Dir. Ich mach das überall, wo ich daran erinnert werde, also nicht nur im Gottesdienst. Und ich liebe die Gottesdienste meiner Herzensgemeinde :-). Lobpreis gehört für mich nicht nur in die Gottesdienste, sondern in meinen Lebensstil. Wenn ich für Menschen da bin. Ich hab für mich festgestellt, das ich die prächtigen Kath. Bauten gern mal ansehe. Für intensives Gebet stört es mich aber eher. Da ist eher guter Lobpreis und schlichte Umgebung dran. ;-)

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      1. Michael

        Naja, das mit den Bräuten und der Öllampe ist ja eher ein Gleichnis dafür, das wir Christen keine Wellnes Religion sind und nicht alle gerettet werden. Und jemand glaubt ja nicht an Gott, weil es soviele Religionen gibt und wir uns um die Wahrheit streiten. Dann dürfte er ja auchg kein Atheist sein, wenn er sieht wie sich die Atheisten im Harz IV TV streiten und benehmen. Das sind also nur vorgeschobene Ausreden. Diese Menschen haben entweder eine Wut auf Gott, aufgrund von persönlichen Schicksalsschlägen oder Angst vor den Konsequenzen, wenn es einen Gott geben sollte. Wir müssen uns schon um die Wahrheit streiten, denn es gibt eine. Natürlich ohne Wut, ohne Mißbilligung sondern in Gegenseitiger Anerkennung. Aber ich bin ja kein Christ weil ich mich für heilig halte, sondern genau wegen dem Gegenteil. Ich weiß das ich ein Sünder bin und es ohne die Hilfe Jesus nicht schaffen werde. Und dazu brauche ich seine Kirche, die mir in den Sakramenten die Heilszeichen Gottes spendet. Ich möchte eine Gottesdienst feiern wie er seit Jahrtausenden gefeiert wird, wie es bereits Generationen vor uns taten. Ich möchte einen Messe über die Jahrunderte hinweg feiern. Manche vergessen das Jesus die Kirche gewollt hat und klare Regeln aufgestellt hat. Auch vergessen viele, dass die Kirche bereits lange vor der Bibel bestand. Die Bibel ist ja “erst” im dritten Jahrhundert von der katholischen Kirche canonisiert worden und zwar für bereits unterwiesene Christen, die Bibel selber hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie verweist auf die Lehre der Apostel als Säulen der Wahrheit, also der apostolischen Sukzession. Ich denke das kann und muss man sagen können. Deswegen kann ich die Reformation auch nicht feiern, wie kann man die Spaltung der Christenheit feiern? In der katholischen Kirche wird in jeder Messe um die Einheit der Kirche gebetet und zwar im Hochgebet, dem “Canon Missae”, welches schon seit dem dritten Jahrhundert in der Messe gebete wird (ist das nicht wunderbar, die Verbindung zu den ersten Christen) so wie er es will. Ich zitiere: “Schenke deiner Kirche Frieden und Einheit, behüte und leite sie auf der ganzen Erde. …. Auch uns, deinen sündigen Dienern, die auf deine reiche Barmherzigkeit hoffen, gib Anteil und Gemeinschaft mit deinen heiligen Aposteln und Märtyrern…wäge nicht unser Verdienst, sondern schenke gnädig Verzeihung….” Die katholische Kirche ist da schon krass ehrlich mit sich und ihrer Vergangeneit. Die katholische Kirche versteht sich selber als Braut Christi, ist also weiblich und sie versteht sich als eine Kirche von Sündern und nicht von Heiligen. Wenn man also die Frage nach dem gemeinsamen Abendmahl stellt, sollte man sich fragen was die anderen darunter verstehen und warum.

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        1. Mandy Artikelautor

          Hey Michael, bei allem diskutiere … aber “Hartz IV TV”? 

          Ich weiß was du damit meinst, doch solche Bezeichnungen finde ich beleidigend für alle Menschen die auf Hartz IV angewiesen sind. 

          Halt dich bitte zurück, sonst möchte ich deine Kommentare auf meiner Seite nicht lesen.

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          1. Michael

            Ich bin in einer Umschulung, ich bekomme selber Hartz IV, also AG2, also hätte ich mich dann quasi selbst beleidigt, was ist das dann? Ich halte von dieser Art der “political correctness” nichts. Denn oft ist nicht derjenige das Problem, der etwas sagt, sondern der Empfänger der damit negatives verbindet. Bildersprache ist wichtig, sie macht Dinge anschaulich und verständlich.

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  3. Jürgen

    Michael: ja, ER ist auferstanden, ja, in der kath. Kirche ist Vielfalt und ja, die Herrlichkeit Gottes ist ausdrückbar in Prunk und Schmuck und Gold. Aber von wem wurde das erkauft und wer hat für diesen Prunk gelitten und den Preis bezahlt? Keine Reue, kein Irrtum, kein Grund nicht weiter Stolz zu sein auf den Besitz? Christus wollte nie eine Kirche, daher vielleicht die vielen kleinen Einheiten? Aber die kat. Kirche ist immer im Recht ;-)

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  4. Spasiba

    Guten Abend. Wir brauchen eine tiefere Beziehung zu dem Herrn, nicht Gebäude mit Gold geschmückt.
    Der Zustand unseres Herzens ist am Wichtigsten wie Birgit und Mandy lehren.

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  5. Lukas Baumann

    Also Gebäude sind zur Ehre Gottes und auch aus Liebe zu Gott errichtet worden. Eine alte Romanische Kirche ermöglicht das Geheimnis Gottes zu erfahren und in die tiefe Versunkenheit zu kommen. Was mich eher stört, dass Glaube zum Kommerz verkommt. Als erstes würde wohl Jesus in seine Geburtskirche gehen, wo ein echter Jahrmarkt abgeht mit Touris und Verkaufsständen noch und noch. Ich floh aus dieser Räuberhöhle und entdeckte im Hof eine ergreifende Krippendarstellung.

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  6. Anonymous

    Spielt es denn wirklich eine Rolle zu welcher Kirche man gehört? Ist es nicht wichtiger die Menschen anzunehmen wie sie sind? Sie zu lieben und in unserer Gemeinschaft aufzunehmen, auch wenn sie anders zu sein scheinen? Warum kann ich in der Kirche nicht ehrlich sein und meine Bedenken äußern, ohne schief angeguckt und gleich ausgeschlossen zu werden? Warum spühre ich nur Kälte und keine Liebe, kein willkommen sein, wenn ich in die Kirche gehe, nur weil ich noch nie dort war? Noch nicht einmal vom Pfarrer kommt ein lächeln! Kirche und Gemeinde beginnt bei mir dort, wo die Menschen nicht auf Status oder aussehen schauen, sondern wo die Menschen ihr innerstes zeigen können ohne Angst haben zu müssen, dass sie verurteilt werden. Für mich ist überall dort Kirche, wo ich angenommen bin, mit all meinen Schwächen und Fehlern. Ich gaube aus tiefsten Herzen an Gott und ich liebe Jesus, auch wenn ich nicht jeden Sonntag in die Kirche gehe.

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  7. Spasiba

    Unser Herr erfühlte seine Mission ohne die Hilfe von Gebäuden mit Gold geschmückt!

    Er brauchte die Hilfe von keinen Gebäuden um uns das größte Geschenk anzubieten.

    Kirche ist wo Gottes Gegenwart ist, denn dort sind seine Kinder angenommen
    mit all ihren Schwächen und Fehlern.
    Wer der auferstandene Herr liebt gehorcht ihm.
    Dafür braucht man kein Gebäude mit Gold geschmückt. Dafür soll man täglich oder so oft wie möglich die Bibel studieren.

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  8. Guest

    Nunja. Er hatte ja auch Recht, denn er sagte:” Macht das Haus meines Vaters nicht zum Marktplatz!”
    Wenn Ich sehe wie das Evangelium Heutzutage vermarktet wird, würde ich manchmal am liebsten dasselbe tun.
    Man verkauft teure Bücher und versucht sich selbst vor den Menschen zur Schau zu stellen, aber bloß keine Umkehr und Buße mehr. In der Bergpredigt sagte Jesus das man in der Kammer zum Vater beten soll. Wer macht das denn Heute noch?

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