Keine Zeit haben – ein Indiz für Bedeutsamkeit?!

Wann tust Du einfach mal nichts und vertrödelst die Zeit? Mal raus aus dem Schaffens- und Aktivitätenrausch: Füße hoch, entspannen, abhängen, nachdenken, spazieren gehen. Vielleicht auch Zeit für Familie, Freunde, Gartenarbeit, Sport … nicht aus Zwang, sondern aus purer Freiwilligkeit?! 


Im 3. Gebot steht: "Du sollst den Feiertag heiligen."

Damit sind nicht nur offizielle Feiertage gemeint, sondern auch Deine ganz persönlichen Feiertage. Hier geht es nicht um ein Verbot, sondern um ein Angebot gesunde Prioritäten zu setzen. Der Mensch braucht genügend Ruhe und Zeit, um sich zu erholen. Zeit in der er frei ist von jeglichem Leistungsdruck. Zeit zum relaxen.
 

Zeit für Pausen


Wenn Du Dir auf Dauer keine "Feiertage" zugestehst, wirst Du früher oder später k.o. gehen – leistungsunfähig und erschöpft am Boden liegen.


Wer von euch hatte schon mal einen Burnout und möchte erzählen wie es dazu kam?

Was waren die Alarmzeichen? Wie bist Du wieder rausgekommen? Was hat Dir geholfen? Was rätst Du schwer beschäftigten Menschen, denen 24 Stunden einfach zu wenig erscheinen?


Einige nehmen sich vor im Urlaub das Handy auszuschalten und den Laptop zuhause zu lassen. Grandios, wenn das klappt. Doch selbst das fällt manchen schwer und artet fast schon wieder in Stress aus, wenn sie wissen: "Im Urlaub darf ich das Handy nicht anmachen!"

Hier scheint es mir eher sinnvoll zu sein, seine innere Haltung zu ändern. Du musst nicht jede Mail und jede SMS sofort beantworten. Wenn das Dein Gegenüber anders sieht, dann ist das sein Problem – mach es nicht zu Deinem!
 

Zeit für Pausen 2


Übrigens, den Begriff "Burnout" ('ausbrennen') gibt es nur im Deutschen. Burnout ist eine Form von Depression. Wer unter Burnout leidet, hat mega viel Stress und ist von der vielen Arbeit völlig erschöpft. Vielleicht vermittelt man dem ein oder anderen damit auch: "Schau mal wie wichtig ich bin. Ich hab soviel Termine und Verpflichtungen, dass ich gar nicht hinterher komme und total ausgebrannt bin!" Keine Zeit zu haben ist somit fast zum Indiz für Bedeutsamkeit geworden. 


Wer unter Depression leidet, erfährt hingegen oft Abgrenzung und Verachtung.

Doch gerade das ist deprimierend und nicht förderlich wieder gesund zu werden. Warum sind wir, trotz aller Aufklärung, noch immer so beschränkt in unserem Denken gegenüber depressiven Menschen? Je nach Schwere einer Depression reicht es eben nicht sich in die Sonne zu setzen und an den blühenden Blumen zu erfreuen. Wer depressiv ist, gehört in ärztliche Behandlung. So wie ich mit einem Armbruch selbstverständlich zum Arzt gehe. 


Keiner sollte vor depressiven Menschen die Augen verdrehen! 

Depressionen können uns alle treffen. Jederzeit. Nicht nur weil wir überarbeitet sind und uns keine Ruhepausen gönnen. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der sich keiner schämen und verstecken muss, weil er Angst vor Ablehnung hat, wenn er zu seiner Erkrankung steht.

Im Zusammenhang meines Psychologie Fernstudiums habe ich einige Zeit in der Psychiatrie gearbeitet und Du glaubst nicht, wie viele dort offiziell "im Urlaub sind". Vor Familien, Freunden und Arbeitskollegen wird verschwiegen, dass man für einige Wochen in ein psychiatrisches Krankenhaus muss. "Was sollen denn die Leute denken??!"

Ja, was sollen sie denken? Das man jetzt irre geworden ist, voll psycho … oder das man stark genug ist und seine Probleme angeht, statt ihnen aus dem Weg zu gehen?! 


Jesus sagte mal:

"Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, wird es retten. Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert oder Schaden nimmt?" - Lukas 9, 24-25 ZB


Vielleicht ist diese Aussage eine Art Notbremse für Dich?! Du kannst sie als Einladung sehen, aus diesem Hamsterrad: "Ich muss jetzt was leisten!" auszusteigen. Stell Dir mal vor, der arme Hamster müsste Tag und Nacht in diesem Rad laufen … der arme Kerl würde Herzprobleme kriegen und elendig zu Grunde gehen.
 

Kennst Du das Gleichnis vom reichen Kornbauer? Lies es mal, steht in Lukas 12, 13-21

Ökonomisch gesehen, handelt der Bauer sinnvoll. Er baut größere Scheunen und schafft somit mehr Möglichkeiten seine Ernte gut und gewinnbringend zu lagern. Doch er verliert den Blick auf sein Leben. Er verliert sich durch die viele Arbeit selbst. Er sieht seinen Wert im Reichtum und nicht in Gott. Verhängnisvoll.


Ab und zu laufe ich einen Halbmarathon (21km). Bis Kilometer 12-14 halte ich, je nach Tagesform, ganz gut durch. Doch dann wird's happig. Kilometer 14-19 sind hart! Hier habe ich das Gefühl, ich halte nur durch wenn ich ohne Gehpause weiterlaufe. 

Vielleicht ist das in Deinem Alltagsalltag, der schon mal zum Alltagsauflauf wird, ähnlich?! Du hast das Gefühl Du hälst den Druck und die viele Arbeit mit Job, Familie und was weiß ich noch nur durch, wenn Du nicht anhälst?! Doch letzendlich ist das ein Trugschluss. Ja, es mag sein, dass es Dir nach einer Stunde hinsetzen und entspannen schwerer fällt wieder in Gang zu kommen. Doch auch das kannst Du trainieren.

Oder Du machst es wie ich beim Laufen. Ich mache nicht erst dann eine Pause, wenn ich sie am nötigsten habe (14-19km), sondern schon nach dem 10. Kilometer. Ich fühle mich vielleicht noch ganz gut und mache dennoch eine kurze Gehpause und knabbere meinen Energieriegel. Zwei, drei Minuten Puls runterfahren, Gelenke ausschütteln und weiter geht's im gemütlichen Lauftempo. Und siehe da; Kilometer 14-19 sind gar nicht mehr sooo schwer zu wuppen.


Lerne dich, Deinen Körper und Deine Bedürfnisse kennen.
Je nach Alter und Lebenssituation werden sie sich stetig verändern.


Gehe nicht dauerhaft über Deine Grenzen, denn das wirft Dich im Endefekt mehr zurück als es Dich erstmal voran bringt.


Für manch einen mag auch der Gottesdienst am Sonntag eine Art Ruhepol sein: Einfach mal gehen lassen, sich zurück ziehen, sich auf die Predigt konzentrieren, sich stärken und drauf einlassen, anschließend mit Menschen Gemeinschaft zu haben.  


Was ist Dein Ruhepol, liebe/r Blogleser/in?

 

Und jetzt nimm Dir bitte noch die Zeit und lies mal was im Prediger 3, 1-15 steht:

"Alles hat seine Zeit, alles auf dieser Welt hat seine ihm gesetzte Frist: Geboren werden hat seine Zeit wie auch das Sterben. Pflanzen hat seine Zeit wie auch das Ausreißen des Gepflanzten. Töten hat seine Zeit wie auch das Heilen. Niederreißen hat seine Zeit wie auch das Aufbauen. Weinen hat seine Zeit wie auch das Lachen. Klagen hat seine Zeit wie auch das Tanzen. Steine zerstreuen hat seine Zeit wie auch das Sammeln von Steinen. Umarmen hat seine Zeit wie auch das Loslassen. Suchen hat seine Zeit wie auch das Verlieren. Behalten hat seine Zeit wie auch das Wegwerfen. Zerreißen hat seine Zeit wie auch das Flicken. Schweigen hat seine Zeit wie auch das Reden. Lieben hat seine Zeit wie auch das Hassen. Krieg hat seine Zeit wie auch der Frieden. 

Was also hat der Mensch davon, dass er sich abmüht? Ich habe mir die Arbeit angesehen, die Gott den Menschen gegeben hat, damit sie sich damit plagen. Gott hat allem auf dieser Welt schon im Voraus seine Zeit bestimmt, er hat sogar die Ewigkeit in die Herzen der Menschen gelegt. Aber sie sind nicht in der Lage, das Ausmaß des Wirkens Gottes zu erkennen; sie durchschauen weder, wo es beginnt, noch, wo es endet. Dadurch wurde mir klar, dass es das Beste für den Menschen ist, sich zu freuen und das zu genießen, was er hat. Denn es ist ein Geschenk Gottes, wenn jemand isst und trinkt und sich über die Früchte seiner Arbeit freuen kann. Mir ist auch klar geworden, dass alles, was Gott tut, endgültig ist: Nichts kann hinzugefügt und nichts kann weggenommen werden. Gott handelt so, damit die Menschen Ehrfurcht vor ihm haben. 
Alles, was heute ist, besteht schon seit langer Zeit, und alles, was in Zukunft sein wird, hat bereits in der Vergangenheit existiert. Denn Gott holt wieder hervor, was in der Vergangenheit gewesen ist."


"Alles hat seine Zeit" – vielleicht nimmst Du Dir diese Aussage als Motto, um zur Ruhe zu kommen. Deine Lebenszeit – jeder einzelne Tag – ist ein Geschenk Gottes. Er wünscht sich, dass Du sie verantwortungsbewusst verbringst. 


Lass es nicht erst zum Burnout kommen, um Dir dann schmerzhaft darüber klar zu werden, dass Du diesen besagten "Feiertag" aus dem 3. Gebot wirklich brauchst! Sei schlauer ;-)


Und jetzt hab vielen Dank für die Zeit, die Du mir und nicht zuletzt auch Dir geschenkt hast, in dem meinen Blogbeitrag gelesen oder gehört hast!


Hab noch einen schönen (vielleicht freien) Tag! 

smilie schwimmt

Deine Mandy

 


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Dieser Beitrag wurde am 15. Juni 2017 veröffentlicht.

25 Gedanken zu „Keine Zeit haben – ein Indiz für Bedeutsamkeit?!

  1. Angi

    Danke :-) wenn schon die Hunderunde zum Punkt auf der Todo-Liste wird, der noch erledigt werden muss, dann merke ich, dass in meinem Kopf etwas schief läuft. Dann wird es für mich Zeit, abzuchecken, wie ich über die Dinge denke, die ich tue oder tun muss. Wie ich über die Dinge denke, beeinflusst sehr stark, ob ich mich überfordert und genervt fühle oder ob ich sie sogar mit Spaß tun kann. Aber es gibt auch Zeiten, da ist alles zu viel. Dann müsste ich planen und Prioritäten setzen. Das fällt mir oft sehr schwer.

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    1. Angi

      Ein Hund ist der Oberhammer! Der liebt einen auch wenn man völlig bescheuert ist :-D zumindest ist das bei meinen so… und sie bringen mich fast immer zum Lachen ( oder zum Heulen, weil ich so gerührt bin) und ich hab immer den Kick zum Rausgehen und sie schaffen mir einen leichteren Zugang zu meinen Gefühlen, wo ich sonst ganz schnell abblocke und mir Gefühle vom Hals schaffen will. Aber wenn die Hunde ankommen, den Kopf auf mich legen und mich so vertrauensvoll angucken, dann ist es schwer mit Blockieren. Sie sind ein toller Helfer bei Depressiven Phasen …. und schon schlägt die Begeisterung Wellen :-D

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    2. GekreuzSiegt.de

      Hach. Schön. Hab gerade einen Cartoon im Kopf, der passt so wunderbar dazu. Hab ihn auf die Schnelle leider nicht gefunden. Morgen schau ich nochmal. Muss jetzt pennen. Tätschel die Hunde von mir ;-)

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  2. Thomas

    Gott legt dir nur die Sachen auf die wir auch bewältigen können.Er würde nie etwas verlangen was wir nicht schaffen würden

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    1. Raffaelo

      Was Gott von uns verlangt, das können wir auch schaffen, ja, aber was verlangt Gott überhaupt von uns? Verlangt er alles von uns, was wir uns selbst auferlegen?

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  3. B.

    Von Kindesbeinen an wurde mir beigebracht, dass nur Arbeit dem Leben Sinn gibt. Ruhen ging überhaupt nicht. Und Urlaub auch nicht. Man musste immer irgendwie sinnvoll beschäftigt sein. Das hab ich voll und ganz übernommen und mein ganzes Leben damit zugebracht, zu Rennen, zu arbeiten, irgendwas Sinnvolles zu tun. Jetzt mit über 50 kriege ich die Quittung dafür. Ich bin ausgelaugt und völlig erschöpft. Muss meinen alten Vater pflegen und kriege das vor lauter
    Kraftlosigkeit fast nicht mehr auf die Reihe.
    Auch an den Sonntagen hab ich keine Ruhe. Es klappt einfach nicht. Fühle mich wertlos, wenn ich nix mache und nur herum sitze oder liege. Ich würde allen jungen Eltern den Rat geben, ihren Kindern
    die Balance zwischen Ruhe und Arbeit früh genug beizubringen.

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  4. k.

    Der Artikel ist soo wahr! Depressionen will man so gerne verstecken! Es ist unglaublich schwer darüber zu reden und man schämt sich dafür…. Bei mir war es erst ein Burnout und dann, obwohl Stress und alles viel weniger wurde, eine Depression. (Anzeichen vor Burnout: Stress, Gewichtsverlust, Schlaflosigkeit, innere Unruhe, die Frage “wer bin ich”? bis zu Identitätsverlust) Ich wünsche mir, dass Menschen einfach etwas empfindsamer darüber reden und das Wort “depressiv” nicht mit “verstimmt” gleichsetzen. Dass depressive Menschen ernst genommen werden und einen Therapeuten bekommen, egal ob gesetzlich oder privat versichert. Und dass diese scheiß Äußerlichkeiten und Statussymbole der Welt endlich egal sind und Menschen zeigen können, wer sie wirklich sind.

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    1. k.

      Anhang: Vorsorge ist wirklich besser als Nachsorge! Seminare an Schulen und Arbeitsplätzen wären super, die in diesem Thema mal aufklären!

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  5. Alois

    Interessant ist übrigens, dass das Wort Beruf von Luther erfunden wurde. Er wollte damit betonen, dass nicht nur die Berufenen (lat. Vocation) Geistlichen (Priester, Mönche) Gottes Werk tun, sondern ein jeder genau da wo Gott ihn hingestellt hat. Es gibt keine Christen zweiter Klasse. Das gläubige Milchmädchen verherrlicht Gott wie auch der Prediger der sie am Sonntag lehrt.

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  6. Strolch

    Man wird auch vergesslich. Bevor ich zusammen gebroche bin , konnte ich mir absolut nix mehr merken. Ich hatte einen gereizten Magen, so das ich kaum noch was Essen konnte, war immer unruhig und konnte nicht stillsitzen. Abschalten und somit auch vernünftig schlafen ging auch nicht mehr. Ich wollte allen gerecht werden. Bei der Arbeit hab ich mich voll rein gehangen. Für meine Kinder wollte ich da sein (Schulische Probleme) üben üben üben) und in meiner Wohnung sollte es ja auch nicht aussehen wie bei Hempels unterm Sofa. Ich geh jetzt öfters spatzieren. Versuch mit meiner Familie was zu machen, hab eine neue Arbeit ( bin wärend der Krankenzeit gekündigt worden) und Dienstags lass ich das Handy und den Fernseher aus.

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  7. markus

    Dein Beitrag ist gut geschrieben – zumindest aber ein guter Diskussionseinstieg.
    Wobei Depression sicherlich nur ein Symptom von vielen ist, im Laufrad der “immer knapper werdenden Zeit” gefangen zu sein. Bei der Frage nach dem Warum und Weshalb landet man unweigerlich in der nächsten Diskussion “Wohlstand, Besitz, Glück”.
    Zudem kommt, dass viele Menschen die heute die Kappe “Burnout” aufgesetzt bekommen, lediglich unter einer klassische Depression leiden, die rein gar nichts mit mordsmäßiger Überanstrengung oder Überarbeitung zu tu hat… Mit “Burnout” wurde endlich eine blumige Umschreibung gefunden, psychische/seelische Leiden einen gesellschaftlich halbwegs anerkannten Touch zu verleihen.
    Denn ist es nicht so, dass der Fakt unter einer “Depression” zu leiden in unserer vorwiegend oberflächlichen Zivilisation einen gewissen Loser-Touch von Schwäche ode Versagen hat? Währenddessen beim Begriff “Burnout” die Leistungsgesellschaft vielfach wissend, gar annerkennend nickt… hat der/diejenige doch durch übermenschliches Arbeitspensum und -volumen seine Kapazit lediglich überreizt und ist ausgebrannt. Hat schon eher was heroisches, dass zu Behandeln breite Akzeptanz findet… denn diese Leute sind ja nicht “psycho”, sondern leiden lediglich an einem “vorrübergehendem” Belastungsproblem, das jeden Macher früher oder später erwischen kann. Sicherlich gibt es diese chronische Überbelastung in Form von Ausbrennen – nach- oder auch vorgelagert steht oftmals eine Depression (welcher Art und Intensität auch immer).
    Kenne sehr viele Leute, die ihre Diagnose “Depression” im Bekanntenkreis mit einem vielsagendem Blick als “Burnout” kommunizieren. Gaga. Die Angst vor dem “Gerede” ist in unserer, sich doch als aufgeklärt darstellende, Gesellschaft immens.
    In unserer lustigen Selfie-Lifestyle-Welt gibt man vieles persönliches Preis (Heim, schönes Essen, neues Auto, geiler Urlaub, super Parties, tolle Freizeit etc.) – aber eben möglichst nur Positives. Negatives wird möglichst hinter die prächtige Kulisse geschoben. Die Angst vor dem Gerede grasiert.
    Das hat zuweilen bizarre Auswüchse – Freunde informieren nicht, wenn der Partner im KH oder auf intensiv (!) liegt, der Verlust der Arbeitsstelle hat einfach “nicht stattgefunden”…etc.
    So wandeln wir bald noch noch zwischen 2 Extremen:
    Bewunderung/Neid – Gerede/Verachtung

    sorry für diesen (vielleicht unnötigen) Umfang…

    bin zufällig auf Deine Seiten gestoßen. Musste ehrlicherweise erstmal mit den Augen rollen, als ich den übermäßigen Christen-Aufhänger registrierte… jahrhunderte alte Glaubensdiktate sind so gar nicht mein Ding – aber das Weiterlesen hat sich echt gelohnt! Du scheinst ein interessanter Mensch zu sein.
    Zumindest hab ich mal meine Favoriten erweitert.

    Viel Glück!

    Antworten
  8. Isa

    Ich bin in Afrika aufgewachsen,mein Leben dort war ziemlich einfach und ohne Druck. Erst in Dland begegnete mir dieser unglaubliche Schaffens – und gut funktionierenstress. Ich leide unter Depressionen und bin Alkoholkrank geworden. In der Therapie lernte ich mit Druck,Stress besser umzugehen. Heute bin ich gelassener. Es war aber ein langer Weg dahin zu kommen. Außerdem muss ich immer auf mich aufpassen. Achtsam sein! Danke liebe Mandy,dieser Artikel ist gut und wichtig!!!!

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  9. Brit

    Wenn du depressiv bist denkst du 90% -100% des Tages nur schlecht über dich u. die Welt, du kannst nicht aufhören zu Grübeln, selbst wenn du es möchtest. Du hast keinen Antrieb, keine Freude u. siehst alles schwarz. Starke und ständige Stimmungswechsel machen es einem unmöglich Stabilität zu finden, diese Krankheit ist einfach nur Grauenvoll und Zerstörerisch. Wenn es lange andauert, kannst du davon ausgehen das du dich extrem isolierst was dazu führt das du jeglichen Anschluss an die Gesellschaft verlierst. Weil du immer down bist ringst du täglich mit Suizid, die Gläubigen werden hier(Gottseidank mich eingeschlossen) meistens davor bewahrt, dennoch ist dieses Thema ständig präsent. Dankt Jesus auf Knien wenn ihr von dieser Krankheit verschont bleibt, es ist pure Verzweiflung.

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    1. Mandy Artikelautor

      Das was Du beschreibst, Brit ist eine schwere Depression – vor der auch Christen oder andersgläubige nicht bewahrt bleiben. 

      Dennoch gibt es ganz unterschiedliche Facetten von Depressionen. Leichte, mittelschwere und schwere. 

      Antworten
  10. Birte Daniela

    Als ich in Deinem Blog die Zeilen las:
    “Depressionen können uns alle treffen. Jederzeit. … Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der sich keiner schämen und verstecken muss, weil er Angst vor Ablehnung hat, wenn er zu seiner Erkrankung steht. …” Fiel mir ein Lied ein aus dem evangelisch lutherischen Gesangbuch dort unter Abendmahl Nr. 221 die Strofe 2. Es hat insgesamt 3 Strofen und ist damit gar nicht mal so lang. Darum werde ich es mal hier hinein schreiben:

    “Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen:
    wir sind, die wir von einem Brote essen,
    aus einem Kelche trinken, Jesu Glieder,
    Schwestern und Brüder.

    !!! Wenn wir in Frieden beieinander wohnten,
    Gebeugte stärkten und die Schwachen schonten,
    dann würden wir den letzten heiligen Willen
    des Herrn erfüllen. !!!

    Ach dazu müsse deine Lieb uns dringen!
    Du wolltest, Herr, dies große Werk vollbringen,
    dass unter einem Hirten eine Herde
    aus allen werde.”

    Text: Johann Andreas Cramer 1780
    Melodie: Lobet den Herrn und dankt ihm seine Gaben (Nr. 460)
    ebenda:
    Johann Cramer 1640

    Auch teilweise passend finde ich:
    “Herz und Herz vereint zusammen”
    evangelisch lutherisches Gesangbuch Nr. 251
    Dieses Lied ist mir jetzt zu lang mit seinen längeren Sieben Strofen.
    Im Internet kann man es finden. In:
    “die christliche liederdatenbank”
    wenn man die christliche liederdatenbank hinunter scrollt, findet man auch Liederbücher in denen Text, Melodie, eventuell Satz und Gitarrenakkorde zu finden sind.

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  11. Cornelia

    Meine geliebte Chefin ist neben mir krank geworden und ich habe es nicht erkannt!!!
    Habe deshalb jetzt eine Ausbildung angefangen als Seelsorger und möchte solchen Menschen im Vorfeld begegnen es wird teils von der Gemeinde bezahlt teils von Betrieb

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