Obdachlosen sämtliche Hilfe streichen?!

obdachlos Bushaltestelle


Was wäre, wenn man den Menschen da draußen ohne Dach über dem Kopf sämtliche Hilfe streichen würde? Das bedeutet keine Kleiderkammer, keine Essensausgabe, keine Möglichkeit zu duschen, keine Nachbarin die mit der Teekanne kommt, kein Kältebus, keine Notübernachtungen, keine Mandy die warme Sachen sammelt und Wärmflaschen füllt … was wäre dann? 

Eine Frage die ich öfter höre, natürlich mit dem Hintergedanken: "Dann gebe es weniger Obdachlose. Solange ihr sie nährt …. wenn ihr was gegen Obdachlosigkeit tun wollt, dann … "

Ja, wenn keiner sich um sie kümmern würde – dann gebe es vermutlich weniger Obdachlose. Ein paar von ihnen (denen das noch möglich ist) würden vermutlich den Arsch hoch bekommen und etwas ändern – es zumindest versuchen. 


Doch was ist mit all denen, die NÖTIGE (manchmal überlebenswichtige!) Hilfe dann verwehrt wird? Ich glaube nicht, dass diese gnadenlose "Hilfe" richtig wäre!


Die Menschen, die ich seit Anfang November mehrfach die Woche treffe haben ganz unterschiedliche Gesichter und Lebensgeschichten. Je mehr ich sie kennenlerne, mit ihnen spreche und lache, stelle ich fest JEDER hat Hoffnungen und Träume! Egal wie beschissen ihr Leben gerade aussieht. 

Nicht nur aus diesem Grund ist es wichtig, den Menschen zu dienen. Ihre Hoffnungen zu wecken, ihnen die Hand zu reichen, den Rücken zu stärken und ihnen zu zeigen – oft auch zu beweisen: "Ich glaub an Dich!"

Es sind die Taten, die lauter sprechen als Worte! Gerade zu denen, die so oft belogen wurden und denen jegliches Vertrauen in Menschen verloren ging. 

Nicht nur die Menschen, die von Kleinauf misshandelt wurden, müssen sich Liebe nicht verdienen – jeder sollte sie im Überfluss geschenkt bekommen! Egal welche Nationalität er hat, wo er lebt, wieviel Kohle er hat, ob er süchtig ist ….


Die Menschen da draußen sind unsere Mitbürger – sie sind Menschen wie Du und ich – sie sind wertvoll!

Das sollten wir uns selbst immer wieder sagen und es auch ihnen zuteil werden lassen!  heart


Das wollte ich loswerden. 

Mandy

 


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Dieser Beitrag wurde am 2. Januar 2018 veröffentlicht.

45 Gedanken zu „Obdachlosen sämtliche Hilfe streichen?!

  1. Olaf

    Tränen vor Rührung. Danke für deine Liebe! Schon allein der Post gibt sicher manchen Kraft …. zum Beispiel mir! God bless you. Mandy!

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  2. Olaf

    Ich mache mir in die andere Richtung Gedanken darüber. Es kann doch nicht angehen in einem solchen reichen Land wie dem unserigen, dass der Staat seine Verantwortung auf die Hilfseinrichtungen und ehrenamtlichen Helfer abwälzt. Es kann doch nicht sein, dass ein Staat es zulässt, dass Menschen aus Osteuropa unter Vortäuschung falscher Tatsachen nach Deutschland gelockt werden und diese wieder zusehen müssen, wie sie nun mit ihren zerplatzten Traum fertig werden müssen.
    Es ist gut, dass ein bestehendes Hilfssystem existiert. Es sollte aber nicht die Verantwortung des Staates übernehmen.

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    1. Claudia

      Es hat nicht unbedingt etwas mit dem Staat zu tun. Ich arbeite für Menschen vom Staat bezahlt, um die Obdachlosigkeit zu verhindern. Wenn wir Pech haben, haben wir in einer Woche einen mehr. Es liegt an seiner Persönlichkeit, die weder er noch jemand anderes scheinbar beeinflussen kann. Da hilft nur noch der Glaube an Gott, dass er einen Plan hat.

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  3. Anita

    Liebe Mandy, habe Deine Idee einfach geklaut. 3 Obdachlose zu Heiligabend mit Decken und Wärmflaschen glücklich gemacht. Für die nötige Füllung mit heißem Wasser vorgesorgt. Ich selbst war nie glücklicher, als an diesem Abend. Ein unbeschreiblicher Moment!

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  4. Axel

    ja bringst es auf den Punkt.
    Wer weiß, was sie alles durchlitten haben und entbehren müssten ? Verzweifelt sind?
    Ja sie brauchen ein Licht wie du Mandy. Sie brauchen neue Hoffnung und Menschen, die wieder an sie glauben

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  5. Torsten

    In jedem von uns steckt ein „kleiner Hitler“ wenn ich an die Dinge denke, die dir die Leute sagen, Mandy, wenn es darum geht, dass es weniger Obdachlose gäbe, würde man sich nicht um sie kümmern… Zu der damaligen Zeit nannte man das wohl „Das Recht des stärkeren“… eine absolut unmenschliche Reaktion. Aber was soll ich sagen. Ich sehe Menschen in Städte wie Bielefeld oder Kassel auf dem Boden sitzen, mit einem Pappbecher und weiß nicht ob ich Helfen soll mit 1 – 2 € oder sie ignorieren soll oder ihnen etwas in Sachgütern gebe….

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    1. Mira

      Frag‘ doch einfach. Kenne Leute die nach dem 5. Brôtchen echt keins mehr runterkriegen, oder das 1. schon nicht, weil Wurst drauf ist und betreffende Person Vegetarier ist. Einfach mal fragen. Noch ein Beispiel: kenne einen Obdachlosen Hundehalter der seine liebe Not hat das ganze Futter weiter zu verschenken. Der Hund hat ‚ne Unvertràglichkeit und darf nur Spezialfutter. Wenn er das aber erzàhlt glauben die Leute oft er will nur Bargeld fûr sich. Also nimmt er’s, sagt brav Danke und schleppt es mit bis er wen findet der es brauchen kann.

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  6. Claudia

    Meine Meinung: Das Entscheidende ist, warum Du es tust. Für Dein Wohlbefinden. Anderer Leut Bewertung bzw. Lösungsweg ist überflüssig. Interessant wäre zu erfahren, was genau deren Problem ist, um dann gemeinsam mit Ihnen zu überlegen, was genau sie als nächstes tun können, damit das Problem verschwindet.

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  7. Thomas

    alles sehr lobenswert danke für euer Engagement. dennoch mein kleiner Einwand, Dapozzo muss feststellen, dass alle seine Bemühungen, sich selbst zu bessern, erfolglos bleiben. Schließlich erkennt er, dass nur Jesus Christus ihn aus Gnade von seinen Sünden erretten kann, denn Christus ist ja für ihn gestorben.
    Später, als Dapozzo Evangelist geworden ist, sagt er seine Zuhörern: „Eine Milliarde Silbermünzen, eine Million Gebete, eine Wagenladung guter Werke, ein Ozean voller Tränen können nicht eine einzige unserer Sünden wegnehmen. Nur das kostbare Blut Jesu Christi kann sie austilgen.“

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  8. Roland

    So zu argumentieren ist unanständig und völlig daneben! Wie du geschrieben hast würde es vielleicht im Einzelfall nutzen, aber mit Sicherheit nicht das Problem lösen!

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  9. Elke

    Liebe Mandy, ich wünsche dir von Herzen, dass die Liebe, die du gibst, im Übermass zurück kommt!
    Danke f deine guten Worte, sie sind such mir immer wieder Ermutigung!

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  10. Inge

    ——laß Dich nicht entmutigen. Gott hat Dich gersde an diesem Platz gestellt, damit Du Menschen etwas von seiner Liebe gibst. soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann, machst du das großartig. Gott sieht was du tust. Es wird immer diese Menschen geben, die genau wissen, wie man besser helfen kann. Sag ihnen einfach, sie sollen versuchen, ihre wunderbaren Ideen um zu setzen, dann haben die Menschen auf der Strasse noch größere Unterstützung.

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  11. Matthias

    Wenn man in Berlin den Wohnungsmangel angehen würde und das Konzept housing first einführen würden (und bitte nicht nur in Wohngettos für Bedürftige ) dann würde hier wirklich der Unterscheid gemacht werden können.en

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  12. Jessica

    Liebe Mandy,

    ich gehe mal davon aus, dass dir nicht nur Respekt und Wohlwollen für deine Arbeit entgegengebracht wird, sondern auch viel Unmut und Unverständniss begegnet. Vermutlich wäre es dir ansonsten kein Bedürfniss gewesen, diesen Artikel zu schreiben.
    Woher kommt dieser Unmut? Doch meist von Menschen, die mit ihren eigenen Leben unzufrieden sind, auf der Stelle treten, sich stets als „Opfer“ sehen und diesen Unmut lieber auf andere Projizieren, als ihren Blick darauf zu richten, worauf sie wirklich wütend sind. Es ist ja auch um so vieles “ einfacher „, auf Obdachlose, auf Flüchtlinge….etc. wütend zu sein, als wie sich mit den eigendlichen Gründen zu beschäftigen.
    „Räumt auf“ Liebe Leute, und zwar bei euch selber…….anschauen, reflektieren, aushalten,…schon klar, alles nicht schön. Aber für die Unzufriedenheit jedes Einzelnen, ist niemand auf der Strasse verantwortlich.
    In diesem Sinne,……Möge das Neue Jahr viel Frieden, Freude und Licht bringen
    Lieben Gruss Jessica

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  13. Lukas Baumann

    Es stimmt. Wir sollen denen helfen, welche unsere Hilfe wirklich nötig haben. Wirklich nötig haben. Hile bedeutet aber immer Hilfe, damit jemand mal wieder für sich selber schauen kann. Was ist mit demjenigen, der alle Hilfe ablehnt, welche bei uns gewährt wird, weil er frei sein will? Was ist mit dem Uberheblichen, der über alle und alles schimpft, auf all jene lacht, welche eine Arbeit nachgeht, aber erwartet, dass jene, welche trotz fehlender Liebe in der Jugend, obwohl sie geschlagen und missbraucht wurden, sich in den Arsch geklemmt haben und für sich selber schauen könne, von denen erwartet der Schreihals, dass sie ihm jetzt helfen. Ist nicht jeder letztlich für sich zuständig? Soll ich den, den der frei sein will seine Freiheit auch spüren lassen?

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    1. Anonymous

      Ich stimme dem zu, dass es sinnvoll ist in der Weise zu helfen, dass der Mensch wieder selbstständig wird, aber das ist sehr leicht daher geschrieben, auch von mir.

      Dass einige Obdachlose Hilfe ablehnen, weil sie lieber frei sind, das mag schon sein, aber ich würde hier differenzieren. Da gibt es die einen die sich den Anforderungen eines gesellschaftlichen Lebens nicht gewachsen fühlen oder auch noch nicht sind. Die lehnen die Hilfe nicht ab, weil sie faul sind, die sind vielleicht einfach nur „fertig“ und da braucht es mehr als eine Wohnung und gute Ratschläge. In einer Wohnung kann man genauso vereinsamen.

      „…welche trotz fehlender Liebe in der Jugend, obwohl sie geschlagen und missbraucht wurden, sich in den Arsch geklemmt haben und für sich selber schauen könne, von denen erwartet der Schreihals, dass sie ihm jetzt helfen.“

      Inwieweit ich mich von den Erwartungen anderer verpflichten lasse, entscheidet erst mal jeder für sich selbst. Also Erwartungen anderer nehme ich persönlich nicht als Maßstab ob ich helfe oder nicht. Was ich allerdings schwierig finde ist die Übertragung, dass wenn man selbst es geschafft hat, es der andere auch schaffen kann. Ein Mensch zerbricht an seinem Leiden, der andere nicht.

      „Ist nicht jeder letztlich für sich zuständig?“
      Ja! Aber das hält mich persönlich nicht davon ab, meine Zuständigkeit auch darin zu sehen, anderen zu helfen, soweit ich es kann – natürlich freiwillig.

      „Soll ich den, den der frei sein will seine Freiheit auch spüren lassen?“
      Grundsätzlich sollte man die Entscheidung an sich respektieren. Ich nehme an, die Schlussfolgerung zielt auf die Personengruppe der Überheblichen. Also ich persönlich helfe dort lieber wo meine Hilfe auch angenommen wird, würde das aber nicht zur Regel machen, sondern den Einzelfall abwägen und vor allem mich darin von Gott führen lassen.

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  14. Peter

    “ Wer den Armen gibt, leiht dem Herrn – Arme werdet ihr immer haben – Was ihr dem geringsten Meiner Brüder tut, das habt ihr Mir getan.“ Mach weiter so, Mandy! JESUS, der Freund der Ausgestoßenen, geht dir voran. Er will Barmherzigkeit und keine Opfer. Viel Kraft und Freude, auch gerade für 2018!

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  15. D

    „Was wäre, wenn man den Menschen da draußen ohne Dach über dem Kopf sämtliche Hilfe streichen würde?“

    Dann wäre die Menschheit noch unmenschlicher ……
    Dann trifft zu, was Jesus in Matthäus 14, 12 gesagt hat „Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten.“

    Dann leben wir nicht nach Gottes Willen
    Jakobus 4,17 „Wer weiss gutes zu tun und tut es nicht, ……..“

    Jesaja 58,7 „…… brich dem Hungrigen dein Brot, und die, so im Elend sind, führe ins Haus; so du einen nackt siehst, so kleide ihn, ……

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  16. Mauerblume

    „Der Mensch läßt sich gewiss eher vom Stehlen und allem Bösen abhalten, wenn man ihm Liebe zeigt und ihn recht zum Glauben an den himmlischen Vater hinlenkt, als wenn man das Land mit Galgen und Zuchthäusern voll macht.“ J. H. Pestalozzi

    Liebe und das Hinlenken auf den himmlischen Vater sind sicher in jeder seelischen Notlage die besten Geschenke, die wir geben können.

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  17. Rita

    Liebe Mandy,
    Du bist eine Dienerin Gottes. An Dir und Deinem Handeln an denen, die sich selber, warum auch immer, nicht helfen können wird die Liebe Gottes zu uns Menschen sichtbar. Seine Liebe fließt durch Leute wie Dich zu denen, die in unserer Gesellschaft verachtet und vergessen sind.
    Hier schreibt jemand, daß Du oder Andere das für das persönliche Wohlbefinden tun. Das sehe ich anders. Es geschieht aus Liebe und Barmherzigkeit. Fühle Dich von mir gedrückt.

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    1. Kira

      „An dir und deinem Handeln an denen, die sich selber, warum auch immer, nicht helfen können, wird die Liebe Gottes zu uns Menschen sichtbar.“

      DAS kann ich zu 100% unterschreiben. Da gehe ich ganz mit. Die Liebe Gottes, die man selbst erfährt, für andere erlebbar werden zu lassen, in dem man auf sie zu geht, sie wahrnimmt, ihnen ganz praktisch hilft…ja und nochmal ja.
      Was ich weiter unten geschrieben habe: mich stört die Idee, dass man anderen seine persönlichen Glaubensvorstellungen zwingend vermitteln muss. Dass es nur darum geht, wie die ersten Apostel zu predigen…und die praktische Nächstenliebe dann, wenn überhaupt, so nebenbei läuft.
      Der Satz, den du hier geschrieben hast, der macht für mich Gottes Botschaft aus.

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  18. G

    Was wäre wenn man den Obdachlosen sämtliche Hilfen streicht?
    Ich halte das für keine besonders gute Idee,
    Vielleicht ein unpassender Vergleich aber es wäre in etwa dasselbe als wenn der Heilige Geist nicht mehr in den Kirchen wirkte und sämtliche Christen verhungern.

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  19. Anonymous

    Obdachlosen die Hilfe streichen?
    Halte ich für keine besonders gute Idee, aber diese Menschen brauchen auch viel „mehr“, nämlich den Geist Gottes und ein neues Leben.
    Ich würde mir mehr Apostel wünschen die Gottes Botschaft weitergeben, so wie die Ersten.

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    1. Kira

      Ich sehe nicht viel Sinn darin, jemandem auf der Straße etwas zu predigen… Gottes Botschaft, wie immer die auch lauten mag, macht keinen satt.

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      1. Rita

        Vielleicht doch!? Vielleicht hat ja derjenige, der „dem auf der Straße“ von Gott erzählt, ein paar Euro dabei oder ein paar warme Socken?

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        1. Kira

          Die „paar Euro oder ein paar warme Socken“ bringen natürlich etwas. Klar ist für einen Obdachlosen sein Grundproblem damit nicht gelöst, aber er erlebt zumindest in dem Moment etwas Unterstützung. Aber die Notwendigkeit, dabei von Gottes Botschaft (wie lautet die überhaupt?) zu sprechen, die sehe ich nicht. Helfen können und sollten wir alle tun, aber das geht auch ohne religiöse Konzepte, die einem selbst vielleicht richtig erscheinen, aber keinen erkennbaren praktischen Nutzen für den Obdachlosen haben.

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  20. Rita

    Ohne hier eine Diskussion entfachen zu wollen……die Botschaft lautet: Gott liebt Dich. Er hat Dich nicht vergessen.
    Ob das einen praktischen Nutzen hat? Keine Ahnung. Aber er hat seine Socken, Geld für eine Mahlzeit und Seelenfutter noch dazu.Und,wenn es gut lief, noch etwas: Hoffnung!!

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    1. Kira

      Ja… das stimmt. Etwas Wärme, Essen und vielleicht Hoffnung sind viel wert.
      Vergiss bitte, was ich vorher geschrieben habe..es tut mir leid. In der Grundlage sind wir uns einig – Das Gottes Botschaft Liebe ist.

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