Vertrauen
Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.

Vielleicht hast Du schon mal was von Sarai und Abram in der Bibel gehört. Zwei Menschen, die sich ein Baby wünschen. Doch irgendwie klappt das nicht.
Da kommt Sarai auf eine merkwürdige Idee.
Damals hatten die Leute so eine Art Sklaven, der die ganze Hausarbeit geregelt hat.
Sarai hatte auch eine Sklavin und ihren "Aufgabenbereich" hat sie dann mal eben erweitert:
"Da sagte Sarai zu Abram:
»Der Herr hat mir keine Kinder geschenkt. Schlaf du mit meiner Sklavin Hagar. Vielleicht kann ich durch sie Kinder haben.«
Abram war einverstanden. ( … )Abram schlief mit Hagar und sie wurde schwanger."
So – das hat also geklappt. Die gute Frau ist schwanger und somit so ne Art Leihmutter, die während ihrer Schwangerschaft blöderweise ziemlich überheblich wird und die Sarai immer nur runtermacht, wahrscheinlich so nach dem Motto:
"Haha. Du wirst nicht schwanger und ich direkt beim ersten Mal!!"
Sarai wird deswegen ganz schön eifersüchtig. Und Abram ist angesichts des ganzen Dilemmas total durch den Wind.
Neun Monate später wird dann ein kleiner Junge geboren. So richtig glücklich wird die Familie anscheinend nicht, es gibt immer wieder Stress ….
Eine Predigt voller Hoffnung

John Egglen hatte noch nie in seinem Leben eine Predigt gehalten. Nicht ein einziges Mal.
Das lag nicht einmal daran, dass er es nicht wollte. Es war bislang einfach nie nötig gewesen. Aber dann eines Morgens änderte sich dies. Über Nacht war seine Heimatstadt Colechster in England völlig eingeschneit.
Als er an jenem Januarsonntag im Jahre 1850 aufwachte, spielte er mit dem Gedanken, einfach zu Hause zu bleiben.
Wer ging denn schon bei einem solchen Wetter in die Kirche?
Doch er besann sich. Schließlich war er Diakon. Und wenn die Diakone zu Hause bleiben, wer würde dann noch gehen? Also zu er Stiefel, Hut und Mantel an und ging die sechs Meilen bis zur methodistischen Kirche.
John Egglen war offensichtlich nicht das einzige Gemeindemitglied, dass in Erwägung gezogen hatte, zu Hause zu bleiben. Ja, er war sogar einer der wenigen, die gekommen waren! Gerade einmal dreizehn Leute saßen in den Reihen. Zwölf Mitglieder und ein Gast. Sogar der Pastor war eingeschneit.
Jemand schlug vor, nach Hause zu gehen, doch Egglen wollte nichts davon wissen. Sie hatten einen so weiten Weg zurückgelegt, um zur Kirche zu gehen, also würden sie auch einen Gottesdienst abhalten. Außerdem hatten sie ja einen Gast, einen dreizehn Jahre alten Jungen.
Und Egglen predigte. Seine Predigt dauerte nur zehn Minuten. Er schweifte ab, verlor den Faden und kam nicht richtig auf den Punkt, weil er zu viel auf einmal sagen wollte. Am Schluss befiel den Mann eine für ihn eher untypische Furchtlosigkeit.
Er blickte auf, sah den Jungen direkt in die Augen und beschwor ihn:
"Junger Mann, auch auf Jesus. Schau auf ihn! Schau auf ihn!"
Was Gott mit dem Pferdeflüsterer gemeinsam hat ….

Ich mag eigentlich keine Pferde, reiten und was alles so dazu gehört.
Jetzt hab ich aber was gesehen, was ich faszinierend finde. Es ist die "Join Up" Methode, die hat sich Monty Roberts ausgedacht. Das ist der Typ, der Robert Redford bei seinem Film "Der Pferdeflüsterer" unterstützt hat.
"Join Up" ist so eine Art Vertrauensding und heißt auf deutsch verbinden, sich treffen oder zusammen fügen. Es beschreibt den Augenblick, in dem ein wildes, scheues oder traumatisiertes Pferd seine Angst verliert und sich seinem Trainer anvertraut.
Die Körperhaltung von dem Trainer ist total wichtig, denn daran entscheidet sich letzendlich ob das Tier Vertrauen fasst oder eben nicht.
Wenn sich der Trainer richtig verhält, dann bemerkt das Pferd das er es gut meint und eine Beziehung zu ihm aufbauen möchte. Es wird ruhig und bewegt sich langsam auf seinen Trainer zu. Und bald folgt es ihm auf Schritt und Tritt.
So ein Trainer hat das Verhalten der Tiere ganz genau studiert und weiß ganz genau wie sie reagieren und so ist das doch auch mit Gott, oder?
Mit dem Vertrauensmuskel in die Muckibude

Warum fällt es manchen Menschen schwer Gott zu vertrauen?
Das ist eine gute Frage und der bin ich auf den Grund gegangen. Thomas Härry vergleicht Vertrauen in seinem Buch "Voll Vertrauen" mit einem Muskel.
Den Vergleich find ich gut, leuchtet ein und vorallem ein Muskel, der kann wachsen und groß und stark werden. Jawohl!
Mit etwa 12 Monaten macht ein Mensch seine ersten Schritte und beginnt allerhand Dinge anzustellen. Schränke ausräumen, Zeug vom Regal runterziehen, an Zimmerpflanzen rumzupfen, gefährliche Treppen hochklettern…. Eltern bekommen regelmäßig die Panik, aber das Kind trainiert seine Muckis, die bald stark genug sind, um in Sekundeschnelle durch die Wohnung zu düsen. Mit der Fähigkeit zu vertrauen ist das ähnlich.
Ist Gott unfair?

Ich bekomme öfter mal Emails von Menschen, die mir von ihren Problemen erzählen. Beim lesen stellte ich in den letzten Tagen einen Zusammenhang fest, der sich durch fast jede Erzählung zieht. Es ist die Frage:
Ist Gott nicht unfair?
- Ich setze mich so für Gott ein und jetzt lässt er zu, dass ich krank werde?
- Ich war immer für jeden da und jetzt wo ich jemanden brauche, da ist keiner für mich da?
- Ich gebe immer mein Bestes und ernte solche Schwierigkeiten?
Ist das nicht ungerecht?
Ist es unfair, wenn Gott Leid zulässt, obwohl ich an ihn glaube?
Sei kein Huhn!

Es war einmal ein Mann, der in den Wald ging, um sich einen Vogel zu fangen.
Er kam mit einem jungen Adler zurück, den er dann zu seinen Hühnern in den Hühnerhof sperrte.
Er gab ihm Hühnerfutter zu fressen, obwohl er ein Adler war, der König der Vögel.
Nach einigen Jahren kam ein Naturforscher zu Besuch. Er erblickte den Adler und rief aus:
"Aber das ist doch kein Huhn dort, das ist ein Adler!"
"Stimmt.", sagte der Mann, "Aber ich habe ihn zu einem Huhn erzogen. Er ist jetzt kein Adler mehr, sondern ein Huhn, auch wenn er eine Flügelspanne von drei Metern hat."
"Oh nein", sprach da der Forscher. "Er ist noch immer ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers. Und das wird ihn hoch hinauffliegen lassen in die Lüfte."




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