(B)armherzigkeit?!

Barmherzigkeit, was für ein altes Wort. Verstaubt. Aus unserer heutigen Sprache gestrichen. Schade eigentlich, denn:

Barmherzigkeit ist etwas Bombastisches, erwas Gutes!

Es gibt so (unnötig) viele Menschen in unserer Welt, die Leid und Elend erleben. Nicht nur in anderen Ländern, auch hier in Deutschland. In unserer Nachbarschaft. Menschen, denen wir nicht die Tür vor der Nase zuknallen sollten. Im Gegenteil. Diesen Menschen sollten wir die Tür weit öffnen!
 

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Von Rainer Maria Rilke (Lyriker) gibt es eine Geschichte aus der Zeit seines ersten Pariser Aufenthalts.

Gemeinsam mit einer jungen Französin kam er um die Mittagszeit oft an einem Platz vorbei, an dem eine Bettlerin saß, die um Geld bat. Ohne zu irgendwem aufzusehen, ohne ein Zeichen des Bittens oder Dankens zu äußern, als nur immer die Hand auszustrecken, saß die Frau jedes Mal am gleichen Ort.

Rilke gab nie etwas; seine Begleiterin gab häufig ein bisschen Geld. Eines Tages fragte die Französin verwundert nach dem Grund, warum er nichts gebe, und Rilke gab ihr zur Antwort: ,,Wir müssten ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand." Wenige Tage später brachte Rilke eine eben aufgeblühte weiße Rose mit, legte sie in die offene, abgemagerte Hand der Bettlerin und wollte weitergehen.

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Dieser Beitrag wurde am 20. Juni 2017 veröffentlicht.

Das ist aber ungerecht!

Wie oft hört man Menschen klagen, weil sie dies und jenes ungerecht finden?! Ja, dass Leben ist unfair. Egal ob wir Christen, Muslime, Atheisten, Rastafaries, Atheisten oder weiß ich was sind.


Ich bin Christ und gebe Dir hier meine Gedanken zum Thema Gerechtigkeit.

Schau mal was in Matthäus 5, 45 steht: "Denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten." 

Dieses Zitat ist übrigens gleichzeitig eine Aufforderung zur Nächsten- / Feinesliebe, aber dazu ein andermal mehr. 


Wenn es draußen regnet, wird jeder nass der auf der Straße läuft. 
 

Gestern habe ich kurz das Gleichnis vom reichen Kornbauer angesprochen. Es lässt mich nicht ganz los – weil es besonders zum Thema Gerechtigkeit eine Menge zu sagen hat:

»Ein reicher Gutsbesitzer hatte eine besonders gute Ernte. Er überlegte: ›Was soll ich bloß tun? Ich weiß gar nicht, wo ich das alles unterbringen soll. Jetzt hab ich eine Idee! Ich werde die alten Scheunen abreißen und neue bauen, so groß, dass ich das ganze Getreide, ja alles, was ich habe, darin unterbringen kann. Dann werde ich mir sagen: Du hast es geschafft und für lange Zeit ausgesorgt. Ruh dich aus! Lass es dir gut gehen – iss und trink und genieße dein Leben!‹ Aber Gott entgegnete ihm: ›Wie dumm du doch bist! Noch in dieser Nacht wirst du sterben. Wer bekommt dann deinen ganzen Reichtum, den du angehäuft hast?‹« Und Jesus schloss mit den Worten: »So wird es allen gehen, die auf der Erde für sich selber Reichtümer anhäufen, aber mit leeren Händen vor Gott stehen.« - Lukas 12, 16-21


Da arbeitet ein Gutsbesitzer sehr wirtschaftlich und durchdacht. Er baut neue Scheunen, damit er möglichst viel Getreide unterbringen und sein Vermögen vermehren kann. Quasi als Rentenversicherung, damit er und (falls vorhanden) seine Familie auch später mal gut versorgt sind. Soweit so gut. Oder doch nicht?


Ich bin Überzeugung es ist in Gottes Sinne, dass wir verantwortungsvoll mit dem umgehen was wir haben. 

Doch das Gleichnis gibt ne auch ne Art Warnung: Denn der Mann vergisst sich vor lauter Arbeit selbst. Seine Ausrichtung im Leben zielt auf die Frage ab: "Wie kann ich mein Reichtum vermehren?" - er scheint Gott dabei total aus dem Blick zu verlieren. Und damit auch aus dem Kreislauf des Geben's und Nehmen's zu plumpsen. (Apostelgeschichte 20, 35)
 

Viele Menschen können etwas verändern


Ich glaube an eine Welt, in der Gott uns alle gleichwertig geschaffen hat!

Mich, Dich, Deinen Nachbarn Horst, Oma Ella, Deinen Bürokollegen und den Obdachlosen unten auf der Straße.

Wie weh es mir tut, wenn ich überlege wie leichtsinnig und dumm wir mit unseren Ressourcen – mit dem was wir haben – umgehen. Konsumorientierung, Überfluss und Überfettung auf der einen – Armut, Hunger und Wassermangel auf der anderen Seite. "Es ist genug für alle da" – diesen Slogan hat sich die Welthungerhilfe auf die Fahne geschrieben. Wenn wir es doch nur verstehen würden … wenn wir uns alle zu einem kleinen in den Geben und Nehmen Kreislauf ein bringen, ist schon sehr viel getan. Niemand wäre benachteiligt. Doch das bleibt wohl weiterhin nur ein Wunschdenken. Dennoch:


Was können wir ganz praktisch tun?

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Dieser Beitrag wurde am 16. Juni 2017 veröffentlicht.

Keine Zeit haben – ein Indiz für Bedeutsamkeit?!

Wann tust Du einfach mal nichts und vertrödelst die Zeit? Mal raus aus dem Schaffens- und Aktivitätenrausch: Füße hoch, entspannen, abhängen, nachdenken, spazieren gehen. Vielleicht auch Zeit für Familie, Freunde, Gartenarbeit, Sport … nicht aus Zwang, sondern aus purer Freiwilligkeit?! 


Im 3. Gebot steht: "Du sollst den Feiertag heiligen."

Damit sind nicht nur offizielle Feiertage gemeint, sondern auch Deine ganz persönlichen Feiertage. Hier geht es nicht um ein Verbot, sondern um ein Angebot gesunde Prioritäten zu setzen. Der Mensch braucht genügend Ruhe und Zeit, um sich zu erholen. Zeit in der er frei ist von jeglichem Leistungsdruck. Zeit zum relaxen.
 

Zeit für Pausen


Wenn Du Dir auf Dauer keine "Feiertage" zugestehst, wirst Du früher oder später k.o. gehen – leistungsunfähig und erschöpft am Boden liegen.


Wer von euch hatte schon mal einen Burnout und möchte erzählen wie es dazu kam?

Was waren die Alarmzeichen? Wie bist Du wieder rausgekommen? Was hat Dir geholfen? Was rätst Du schwer beschäftigten Menschen, denen 24 Stunden einfach zu wenig erscheinen?

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Dieser Beitrag wurde am 15. Juni 2017 veröffentlicht.

Was sagt Gott zum Thema Verhütung?

Ja, man kann über jedes Thema bloggen – auch wenn es für so manchen wahrscheinlich seltsam ist im Jahr 2017 die Bibel bzw. Gott zum Thema zu befragen. Sei es drum.
 

Fangen wir doch gleich mal mit 1. Mose 1, 28 an. Dort steht: 

"Seid fruchtbar und vermehrt euch! Füllt die ganze Erde und nehmt sie in Besitz!" 
 

Sex


Damals, vor tausenden Jahren, war es wichtig, dass die Menschen sich vermehrten – das Volk Israel sollte wachsen. Heute dagegen ist die Erde überfüllt. Zwischen 1980 und 2005, also in einem Vierteljahrhundert, ist die Weltbevölkerung um gut die Hälfte von 4,4 Milliarden auf über 6,5 Milliarden angewachsen. 2017 sind wir nun schon 7,47 Milliarden Menschen auf der Welt.

Pro Jahr mehr nimmt die Bevölkerung der Erde um mehr als 83 Millionen zu – das entspricht der Einwohnerzahl Deutschlands. 

Eine europäische Frau bekommt im Durchschnitt 1,6 Kinder in ihrem Leben, in Deutschland sind es 1,4 Kinder. In den ärmsten Regionen der Welt, etwa in den südlich der Sahara gelegenen Ländern Afrikas, bekommen Frauen im Schnitt 5 Kinder. Dort gelten Kinder quasi auch als "Rentenabsicherung". Außerdem werden Frauen oft schon sehr jung verheiratet. Da ist es Gang und Gäbe dann auch wesentlich eher Kinder zu bekommen, als bei uns.  

Zudem kann jede 4. Frau in einem Entwicklungsland nicht verhüten, obwohl sie das gern möchte. (Quelle: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung) Ursachen dafür: Unterdrückung, fehlende Verhütungsmittel oder mangelndes Wissen. 

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Dieser Beitrag wurde am 13. Juni 2017 veröffentlicht.

Zero oder Hero?

Du fühlst Dich wie ein Loser? Du denkst Du hast nichts geschafft? Du bist die Karierreleiter nicht besonders weit hoch gestiegen … äh, wat für ne Leiter??

Ich werde Dir hier nicht sagen wie toll und großartig Du bist – mein Wunsch ist, dass Du das selbst erkennst!
Ja, vielleicht – ganz bestimmt sogar – hast Du in einigen Bereichen Deines Lebens versagt. Du hättest dies oder jenes besser machen können. Manches lässt sich nicht wiederholen. Die Zeit lässt sich nicht zurück drehen. Und nun? Im Grunde gibt es nur zwei Möglichkeiten.
 

Die erste Möglichkeit:

– Du trauerst verlorenen Chancen und dem was Du nicht geschafft hast noch immer hinterher.


Die zweite Möglichkeit:

– Du arrangierst Dich damit und sagst Dir: "Ok, ich habe nicht geschafft was ich wollte – weiter geht's trotzdem!"

Vogel Freiheit

In meinem Bekannten und Freundeskreis haben die meisten zB. Abitur und ich? Ich hab noch nicht mal einen Hauptschulabschluss.

Mein Leben verlief damals eben anders als ihres. Mit 13 Jahren bin ich von da, wo ich aufgewachsen bin, abgehauen und das war gut so. Denn ein Zuhause war das nicht. Geborgenheit, Wärme und Liebe kannte ich nur aus dem Fernsehen. Ich weiß noch wie heute, dass ich mir damals ein Versprechen gab:

"Mach Dir niemals Vorwürfe, dass Du nicht den 'geraden' Weg wie andere gehen wirst, denn Du weißt wie es Dir heute geht."

Und mir ging es scheiße, mit einer Alki-Mutter und einem Vater, der unter ihrer Fuchtel stand. Meine Flucht war ein Weg in die Freiheit. Nur Drogen und Alk nahmen mich wieder gefangen. So krass das auch klingt, das war immer noch besser, als zurück zu müssen. Das Versprechen von damals habe ich bis heute nicht vergessen. Ich habe nie bereut, wie ich damals gehandelt hab. Im Gegenteil. Ich bin froh und stolz auf mich, dass ich mich relativ früh abgeseilt habe. Auch wenn ich als Erwachsene so manche Entscheidung heute anders treffen würde.

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Dieser Beitrag wurde am 12. Juni 2017 veröffentlicht.

Vom Mut und der Freiheit Altgeglaubtes neu zu überdenken!

Mit Anfang zwanzig habe ich zum ersten Mal in der Bibel gelesen. Der Grund dafür: ich wollte wissen was Menschen glauben und was ihnen daran Kraft gibt. Ich fing mit dem Johannes Evangelium an. Und was soll ich sagen?

Nein. Es haute mich nicht direkt vom Hocker und ich war auch nicht geblendet vom ach so heiligen Jesus, der über irgendwelche Seen latschte, Blinde sehen ließ und Tote auferweckte. Das kam (und kommt mir oft noch immer) Science-Fiction mäßig vor. Dennoch blieb ich dran. Spannend war es ja schon … irgendwie. Und wie strange ist es denn bitte die Bibel zu lesen? Wer tut das denn schon?  

Naja, so einige Leute in frommen Gemeinden, aber da hatte ich bis dato nie einen Fuß reingesetzt. Einfach weil ich das nicht kannte; Gottesdienst und so. Ich hatte ja noch nicht mal Religionsunterricht … altes Ossiskind eben.

Irgendwann packte mich dieser Jesus aber doch …. auf (s)eine ganz spezielle Art. Der alte Menschenfänger.

Zweifel Bibel lesen


Heute, über zehn Jahre später schreibe ich diesen Blog, hab täglich mit Menschen zu tun, die an dies und jenes und angeblich nichts glauben und mit Menschen, die in (Glaubens-) Krisen stecken. 
 

Hab den Mut und die Freiheit Altgeglaubtes neu zu überdenken!

Menschen, die in frommen Familien aufgewachsen sind und Glaube quasi mit der Muttermilch aufgesaugt haben, sind manchmal gar nicht so überzeugt von dem was sie da eigentlich glauben. 

Die Eltern leben es vor, also ist das so – sie wachsen mit dem Glauben auf. Der Glaube prägt sie von klein auf. Irgendwann im Jugendalter oder erst sehr viel später, kommt fast jeder an den Punkt wo er Altgeglaubtes auf eine Art Prüfstand stellt. Doch leider lese ich viel zu oft, dass sich so mancher dann furchtbar schlecht und manchmal auch "falsch" fühlt, wenn er das tut.

Er hat Angst Zweifel zuzugeben. Er hat Angst Fragen zu stellen. Er hat Angst alt geglaubtes neu zu überdenken. Er hat Angst "vom Glauben abfallen" …

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Dieser Beitrag wurde am 9. Juni 2017 veröffentlicht.

Barmherzigkeit öffnet Türen

Die Geschichte vom barmherzigen Samariter, kennen wahrscheinlich viele, die meinen Blog lesen. Manchmal ist es fast schon nervig, bestimmte Bibelstellen immer und immer wieder zu hören. Doch das ist mir wurscht. Bitte bleib. ;-)

Denn ich finde das Gleichnis mit dem Barmherzigen Samariter ist gerade in Bezug auf unsere aktuelle Situation in unserem Land wichtig.

Barmherzigkeit öffnet Türen. Sie ist die beste und nährstoffhaltigste Grundlage, um Beziehungen aufzubauen.
 

Barmherzigkeit öffnet Türen

Auch nach sovielen Jahren hat der Barmherzige Samariter eine große Bedeutung.

Ein Gesetzteslehrer fragte Jesus:


»Wer gehört denn eigentlich zu meinen Mitmenschen?«

Jesus antwortete ihm mit einer Geschichte: »Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho. Unterwegs wurde er von Räubern überfallen. Sie schlugen ihn zusammen, raubten ihn aus und ließen ihn halb tot liegen. Dann machten sie sich davon. Zufällig kam bald darauf ein Priester vorbei. Er sah den Mann liegen und ging schnell auf der anderen Straßenseite weiter. Genauso verhielt sich ein Tempeldiener. Er sah zwar den verletzten Mann, aber er blieb nicht stehen, sondern machte einen großen Bogen um ihn. Dann kam einer der verachteten Samariter vorbei. Als er den Verletzten sah, hatte er Mitleid mit ihm. Er ging zu ihm hin, behandelte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier und brachte ihn in den nächsten Gasthof, wo er den Kranken besser pflegen und versorgen konnte. Am folgenden Tag, als er weiterreisen musste, gab er dem Wirt zwei Silberstücke aus seinem Beutel und bat ihn: ›Pflege den Mann gesund! Sollte das Geld nicht reichen, werde ich dir den Rest auf meiner Rückreise bezahlen!‹ 

Was meinst du?«, fragte Jesus jetzt den Gesetzeslehrer. »Welcher von den dreien hat an dem Überfallenen als Mitmensch gehandelt?« 

Der Gesetzeslehrer erwiderte: »Natürlich der Mann, der ihm geholfen hat.«

»Dann geh und folge seinem Beispiel!«, forderte Jesus ihn auf."

Lukas 10, 29b – 37 HfA


Der Priester und der Tempeldiener, sie sehen den hilflosen Mann – doch sie liefen weiter. Vielleicht waren sie gerade im Stress, genervt, hatten selbst zuviel um die Ohren … vielleicht hatte die verweigerte Hilfe auch religiöse Gründe, sie wollten sich nicht "unrein" machen. Doch sind das Gründe, einfach wegzuschauen? Wohl eher Ausreden.

In der U-Bahn kommt fast jedesmal einer vorbei, der verkrüppelt ist oder sonstwas, seine Lebensgeschichte kurz umreisst und die Hand hinhält. Manchmal gebe ich etwas und manchmal auch nicht. Ich kann nicht jedem helfen. Das ist nun mal so. Keiner von uns, kann alle retten. Doch wenn wir ehrlich sind, nutzen wir dieses Argument wohl auch öfter mal als Entschuldigung und helfen keinem. 
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Dieser Beitrag wurde am 6. Juni 2017 veröffentlicht.