Weil nicht nur Worte unsere Sprache sind …

Jesus benutzte stets Gleichnisse und Bilder, wenn er zu den Menschen sprach, er sprach nie zu ihnen, ohne solche Vergleiche zu verwenden. So erfüllte sich die Prophezeiung: »Ich werde zu euch in Gleichnissen sprechen. Ich werde die Geheimnisse erklären, die seit der Erschaffung der Welt verborgen waren.« – Matthäus 13, 34


Ich mag Jesus, weil er es schaffte den Menschen mit einfachen Worten tiefgründige Weisheiten zu vermitteln. Die Geschichten mit dem Senfkorn, Saat und Ernte, der verlorene Sohn, der Weinstock, Licht und Salz … haben viele schon gehört und mehr oder weniger im Kopf behalten. 

Denn all diese Gleichnisse erzeugen Bilder in uns. Mit diesen inneren Bildern können wir visuell speichern, was wir hören. Ich finde, dass auch Gott dadurch besser zu kapieren ist – wie er tickt, wie er uns sieht … auch die Bibel liest sich lockerer.

Wer hat schon die Lust und Geduld ewig lange Textpassagen zu lesen? Auf den Punkt gebrachte, kurze Gleichnisse und Einheiten sagen oft mehr, als seitenlange Erklärungen.


Mir macht es Freude, alte Gleichnisse neu zu schreiben. Ich möchte sie nicht abwerten, sondern aufwerten, in dem ich versuche, sie für den Menschen von heute nachvollziehbarer und verständlicher zu beschreiben!
 

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Ein Junge fragte mich, wie es sein kann, dass Gott so viele Menschen gleichzeitig hören kann. In diesem Moment betet ja nicht nur einer auf dieser Welt. Ich erklärte es ihm mit Google.

Ganz viele Menschen können gleichzeitig verschiedene Suchbegriffe eingeben und Google zeigt trotzdem keine Meldung wie: "Sorry, aber gerade ist Bill aus Australien dran und hat mich was gefragt!". Bis ins kleinste Detail konnte ich ihm die Google Suche natürlich nicht erklären (bin ja kein IT Mensch) – aber auch Gott kann keiner bis ins Detail erklären. cheeky  

Mein Gleichnis hat dem Jungen weitergeholfen und das war mir wichtig. 

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Dieser Beitrag wurde am 22. Juni 2016 veröffentlicht.

Was tun wir nicht alles, um gut auszusehen??!

Obst und Gemüse im Supermarkt sieht meistens ziemlich geil aus! Es glänzt und funkelt in den schönsten Farben, die das Farbspektrum her gibt. 

Dabei spielt die Jahreszeit nur eine Nebenrolle. Schmeckt man auch; denn das gut aussehende Zeug aus Äthiopien oder sonstigen Ärschen dieser Welt schmeckt meist wässrig und fad. An die kleinen "Hilfsmittel" um die angeblichen Vitaminbomben ohne Makel oder Matscheflecken quer durch die Welt zu fliegen, denken wir mal lieber gar nicht …
 


Da lobe ich mir Äpfel, Zitronen, Tomaten & Co aus regionalen Gärten! Auch wenn die durch Form, Farbe und Größe vielleicht keinen Werbedesigner bestechen können …

Schönheit liegt im Auge des Betrachters Essers sagt man!  smiley

Guter, saftiger Geschmack ist eine Offenbarung!!


Ich habe in der Marktforschung gearbeitet. Weiß daher ein wenig, was die Lebensmittelbranche alles anstellt, um den Kunden ihre Produkte möglichst schmackhaft zu machen. Da geht in erster Linie ums Aussehen. Denn das ist neben dem Preis eines der wichtigsten Kaufkriterien.


Was tun wir nicht alles um das "Produkt Mensch" gut aussehen zu lassen?
Um uns für andere schmackhaft zu machen? 


Überlege mal, wofür Du in diesem Jahr mehr Geld und Zeit investierst hast?
Für Deine körperliche oder geistige Gesundheit? Für Dein Inneres oder Äußeres?


Wollen wir nicht alle ein bißchen aussehen, wie Models auf Werbe-Plaketen? Na klar, von der Spachtelmasse und dem Photoshop Gedöns mal abgesehen. Doch so ein durchtrainierter Körper ohne Schokoladenschwarte mit makellosen Zähnen, ist nicht schlecht, oder?

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Dieser Beitrag wurde am 21. Juni 2016 veröffentlicht.

Höchste Zeit aufzuwachen!!

Man sagt mancher Mensch muss tief fallen, bis er aufwacht und kapiert, dass in seinem Leben etwas falsch läuft und er dringend was ändern muss.   –   Ja, ohne Zweifel. Da ist was dran!


Der eine gibt mehr Geld aus, als er hat. Er ignoriert Mahnungen, bis eines Tages der Gerichtsvollzieher klingelt. Der Nächste ernährt sich ungesund, bewegt sich kaum, treibt keinen Sport. Er ignoriert jegliche Alarmzeichen seines Körpers, bis er deshalb schwer krank wird. So mancher versinkt allmählich tiefer und tiefer und noch tiefer im Drogenstrudel, bis er dem Tode näher ist, als dem Leben. Wieder ein anderer vernachlässigt Beziehungen, Freundschaften, jegliche soziale Kontakte, denn er hockt lieber vorm PC oder hat nur die Arbeit im Kopf …. bis er irgendwann furchtbar einsam ist. 

– Viele von uns steckten oder stecken in ähnlichen Situationen.
 

Es ist höchste Zeit aufzuwachen!!
 

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Menschen sind nicht perfekt und das ist auch gut so. Manche Erfahrungen muss wohl jeder selbst machen. Bei anderen Erfahrungen wäre es cleverer, auf gut gemeinte Ratschläge zu hören.

 

In Sprüche 27, 6 steht:

"Ein Freund bleibt dein Freund, auch wenn er dir wehtut; ein Feind überfällt dich mit übertrieben vielen Küssen."


Klingt heftig. Doch wenn ich drüber nachdenke, verstehe ich wahrscheinlich was damit gemeint ist. Ein Freund ist jemand, der mir manchmal auch unangenehme Dinge sagt. Der Alarm schlägt, mir in den Arsch tritt … "Hey, wach auf – da läuft was schief … "

Er tut das zu meinem Besten, auch wenn ich mich dadurch verletzt fühle. Ich will das nicht hören.
Denn er spricht einen wunden Punkt an – wer will da schon gern "berührt" werden?

Ein Feind dagegen schmiert mir Honig ums Maul, schmeichelt mir und lässt mich im Schlimmsten Fall voll ins Messer laufen. 


Blöderweise haben wir Menschen die Neigung, dass zu hören, was wir hören wollen, selbst wenn es von einem Feind kommt … 

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Dieser Beitrag wurde am 17. Juni 2016 veröffentlicht.

Wecke den Tiger in Dir!

"Vor langer Zeit, da sah ein Mann im Wald einen Fuchs, der alle vier Beine verloren hatte. Und er wunderte sich, dass das Tier, das keine Beute mehr jagen konnte, noch lebte. Dann erblickte er einen Tiger, der Wild gerissen hatte. Nachdem er sich sattgefressen hatte, überließ er den Rest seiner Beute dem beinlosen Fuchs.

Der Mann war erstaunt über die Güte und Sorge Gottes gegenüber dem beinlosen Fuchs. Bei sich sagte er: „Auch ich werde mich in einer gemütlichen Ecke ausruhen und Gott für mich sorgen lassen. Wenn ich nur Vertrauen habe, wird er mir schon das Nötige geben.“

Viele Tage vergingen, aber es geschah nichts, und der Mann saß immer noch in seiner Ecke. Er war dem Hungertod nahe. Da vernahm er Gottes Stimme: „Du bist auf dem falschen Weg. Folge dem Beispiel des Tigers und nimm dir nicht den behinderten Fuchs zum Vorbild!“.

Später traf der Mann auf der Straße ein kleines frierendes Mädchen. Sie zitterte in ihrem dünnen Kleid und hatte schon lange nichts mehr zu essen bekommen. Da wurde er zornig und beklagte sich bei Gott: „Wie kannst du das zulassen? Den Fuchs erhältst du am Leben, aber dieses kleine Mädchen lässt du hungern und frieren. Warum tust du nichts dagegen?“

Eine Weile sagte Gott nichts. Doch in der Nacht antwortete Gott dem Mann: „Ich habe etwas dagegen unternommen, ich habe dich geschaffen!“

(Geschichte nach einer arabischen Legende)
 

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"Werdet nicht müde, Gutes zu tun. Es wird eine Zeit kommen,
in der ihr eine reiche Ernte einbringt. Gebt nur nicht vorher auf!"
 

- Paulus in Galater 6, 9 -


Paulus hat Recht. Manchmal ist es ermüdend andere zu unterstützen und ihnen Gutes zu tun. Vorallem, wenn keine Dankbarkeit rüber kommt oder sich die Person nicht weiter entwickelt.

Wir haben eine Zeitlang einen arbeitslosen Freund unterstützt, ihn öfter zum Essen eingeladen, ihm in Notfällen mit etwas Geld oder anderem ausgeholfen – damit er irgendwie über die Runden kommt. Irgendwann wohnte er sogar bei uns – während wir 5 Monate woanders waren. Es war abgemacht, dass er einen Teil der Miete zahlt. Doch er ließ uns hängen und hatte sich nicht an die Abmachung gehalten. Im Nachhinein kamen einige Lügen ans Licht, die er uns aufgetischt hatte. Bis heute bleiben die versprochenen Ratenzahlungen aus …

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Dieser Beitrag wurde am 15. Juni 2016 veröffentlicht.

Onesimus, ein Sklave haut ab … um zurückzukehren …

Der Brief an Philemon – unscheinbare zwei Seiten in der Bibel, diesem dicken Schinken.

Philemon lebte in Kolossä (Kleinasien) und war Christ. Wahrscheinlich wurde er das durch Paulus. 
Der zog als Prediger durchs Land, um den Menschen von Jesus von erzählten. Damals war es üblich, dass wohlhabende Familien Sklaven anstellten, die für sie arbeiteten. So auch die Familie von Philemon. Sie hatten einen Sklaven, der Onesimus hieß. Irgendwann haute der plötzlich ab, wahrscheinlich weil er Geld oder Schmuck geklaut hatte.

Onesimus musste aufpassen, Philemon nie wieder unter die Augen zu treten. Obwohl Philemon für seine Liebe und Großzügigkeit bekannt war, war es damals auch üblich das Sklaven für Diebstahl oder ähnlichen Mist hingerichtet wurden.


Auf seiner Flucht traf Onesimus auf Paulus. Genau. Der Prediger durch den Philemon zum Glauben fand. Wie und wo sie sich trafen? Keine Ahnung! Ob die sich schon mal begegnet waren und Onesimus deshalb Kontakt zu Paulus suchte? Ich weiß es nicht. Denn was das Treffen schwierig machte, war die Tatsache, dass Paulus im Knast saß. Vielleicht hatte er ja ab und zu Freigang? Vielleicht saß Onesimus auch kurzfristig ein? (falls Du es weißt, lass es mich wissen – schreib nen Kommentar)


Wie dem auch sei. Dreimal darfst Du raten wie das Treffen der Beiden ausging?!
Richtig. Auch Onesimus wurde Christ. Jesus hatte es ihm angetan   :-)
 

Er kapierte das Jesus frei macht, er überschüttet uns mit Gnade und vergibt uns alle Fehler der Vergangenheit, zumindest dann wenn wir dazu stehen und ihn um Entschuldigung bitten. Onesimus verstand aber auch, dass diese Freiheit nur halb soviel wert ist, solange er nicht versucht mit Leuten, die er mies behandelt hat, wieder klar zu kommen. Gott sprach ihm ins Herz und machte ihm klar, dass er zu Philemon zurück gehen sollte, um ehrlich zu sein und ihn ebenfalls um Entschuldigung zu bitten.
Das war eine mehr als riesige und mutige Herausforderung, denn ihm drohte der Tod!
 


Paulus, der mit Philemon befreundet war, beschloss zu helfen und seinen alten Freund gnädig zu stimmen. Er setzte sich hin und schrieb Philemon einen Brief. Dieser Brief ist einer der liebevollsten und sensibelsten Briefe, die ich in der Bibel bisher gelesen habe!

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Dieser Beitrag wurde am 14. Juni 2016 veröffentlicht.

Füße hoch, wir kommen ja eh in den Himmel?!

Die Erde wird es so, wie wir sie kennen, eines Tages nicht mehr geben. Gott wird eine neue Erde und einen neuen Himmel kreieren, so stehts in der Bibel. (zB. Offenbarung 21, 1)

Ist das ein Grund sich um die "alte" Erde, auf der wir leben nicht zu kümmern? Man könnte ja meinen: "Wir kommen ohnehin in den Himmel, also können wir sämtliche Bemühungen sein lassen!" 


Was für eine herrlich menschliche Denkweise – die wir wohl alle ab und an mal an den Tag legen. 

Wir lassen uns gern durchs Leben treiben und beschließen: "Also wenn ich mal fertig bin mit meinem Studium, dann …. " oder: "Naja, wenn ich später verheiratet bin, mache ich …. " oder auch: "Sobald ich in eine neue Stadt ziehe, werde ich … ".


Ja, was dann? Wird das Leben erst dann bedeutsamer? Ist erst dann die Zeit gekommen, sich um bestimmte Dinge zu bemühen? Fängt erst dann das wahre Leben an? 

Und bis dahin? Füllt man bis dahin die Zeit irgendwie, macht so weiter wie bisher und träumt sich schon mal in die Zukunft?!
 

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So wie Homer von einem neuem, weichem Sofa träumt – träumen wir Christen gern vom Himmel. Wir freuen uns wie blöd auf den Tag, an dem Jesus wieder auf der Matte steht und uns mitnehmen wird in unsere schöne neue Welt. 

 

In Philipper 3, 20 schreibt Paulus: "Unsere Heimat ist der Himmel, wo Jesus Christus, der Herr, lebt. Und wir warten sehnsüchtig auf ihn, auf die Rückkehr unseres Erlösers."


Er schreibt das den Philippern. Philippi war eine römische Kolonie, die von römischen Bürgern gegründet wurde, die dort wohnen wollten. Lies Dir die Zeilen davor und danach im Philipper 3 selbst mal durch. Paulus erzählt, wie er sich selbst auf den Himmel freut, aber er sagt: "Hey, wir haben hier dieses Leben und das sollten wir nutzen und genießen, mit allen Privilegien, die uns zur Verfügung stehen!"

Ich mag die Lebenseinstellung von Paulus. Er sagt einerseits: "Christus ist mein Leben, aber noch besser wäre es, zu sterben und bei ihm zu sein." – Philipper 1, 21), andererseits merkt man, dass er neben all der Sehnsucht auf das was kommt, eine positive Haltung hat. Er sagt nicht: "Oh man, scheiß Leben – hoffentlich holt Gott mich bald hier raus!" – sondern: "Ok, ich bin jetzt hier und ich will das Beste aus diesem Leben machen!"


Was ist eigentlich "das Beste"? Was wünscht sich Gott von uns? 

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Dieser Beitrag wurde am 13. Juni 2016 veröffentlicht.

Gott ist tot!

"Eines Tages war es ruhig in Martin Luther's Arbeitszimmer. Er war traurig und verzweifelt. Er hat nicht mehr gesprochen, nicht mehr gearbeitet und auch nicht mehr gebetet. Mit hängendem Kopf saß er da und grübelte über dies und jenes nach. Er gab sich der Traurigkeit immer mehr hin.

Seine Frau Käthe macht sich Sorgen um ihn. Sie überlegte wie sie ihm helfen konnte. Dann zog sie schwarze Klamotten an und klopfte an seine Arbeitszimmertür.

Erschrocken fragte er: "Wer ist denn gestorben??" Käthe antwortete: "Gott ist gestorben! Wenn Du nicht mehr arbeitest und betest, sprichst und singst, dann ist Gott tot und hat keine Macht!"

Plötzlich kapierte Luther etwas Entscheidendes. Er hat sich viel zu sehr den negativen und drückenden Gefühlen hingegeben, dieser ganzen Mutlosigkeit, dass er Gott damit vertrieb. Doch Gott lebt! Zum Verzweifeln gibt es keinen Grund. Gott ist am Werk! Aber er lebte, als sei er tot. Die dunkle Mauer bricht Stück für Stück auf. Verzweiflung und Trauer werden kleiner – der Himmel wird größer. Luther ist wie befreit und geht wieder an die Arbeit." 


Diese Geschichte habe ich frei, mit meinen Worten widergegeben. 
Sie ist aus dem Buch Überlebensgeschichten für jeden Tag von Axel Kühner.

 


Aus Traurigkeit wird Freude, weil Luther seine Blickrichtung änderte. Jeder hat im Leben Baustellen, über die er sich Sorgen macht. Mal kleinere, mal größere. Je größer sie werden, umso mehr bestimmen sie uns. Wir drehen uns um sie und verlieren Gott dabei aus den Augen.

Er lässt uns in schweren Zeiten nicht allein, doch manchmal lassen wir uns selbst allein.  Es ist nicht immer einfach und geht so schnell, wie in dieser Geschichte – im Gegenteil.

Und doch erinnert sie mich in bestimmten Situationen immer wieder daran, auf was oder besser wen ich schauen sollte … Jesus!


"In der Welt habt ihr Angst, aber lasst euch nicht entmutigen: Ich habe die Welt besiegt."

- Johannes 16, 33


Ich wünsch Dir, dass Du ihn gerade dann erlebst und spürst, wenn Du durch schwere Zeiten gehst! Oder das Du zumindest eine Käthe hast, die Dich daran erinnert ;-)


Er lässt Dich niemals allein, dass ist mein tiefer Glaube!

 

Sei gesegnet!

Deine Mandy

Dieser Beitrag wurde am 10. Juni 2016 veröffentlicht.