Am Anfang war die Sehnsucht …

Vor einigen Tagen habe ich über Noah geschrieben und länger noch, darüber nachgedacht.


Gott gab Noah die Mission:

"Bau ein Schiff; 150 Meter lang, 25 Meter breit und 15 Meter hoch."


Noah hat nicht diskutiert. Er hat nicht gemotzt.
Er hat nicht gestreikt. Er hat mit der Arbeit angefangen!


Bei aller Liebe, ich hätte wahrscheinlich anders reagiert. Verwirrt und fassungslos.

"Hey Gott, geht's noch? Wie soll ich denn sooo ein riesiges Schiff bauen? Ok, ich hab meine drei Söhne, die mir helfen. Aber hallo, wir können doch nicht mal eben so eine Titanic hochziehen???"


Ich frage mich: Wo liegt der Unterschied zwischen Noah und mir? 


Der französischen Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry sagte mal:

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“


Noah war ein besonderer Mann. Ein Mann dessen Glauben so fest in ihm verankert war, dass er in Gott vollstes Vertrauen hatte. 


Ich glaube Noah hatte nicht Sehnsucht nach Meer, sondern nach mehr! Mehr von Gott! 

Ich glaube, dass Menschen, die Jesus folgen, eines Tages mehr von Gott sehen. Ich glaube nach unserem Tod geht es weiter. Ich glaube an eine himmlische Party. An einen Himmel ohne Leid, Schmerzen und Tränen. 

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Dieser Beitrag wurde am 5. Februar 2016 veröffentlicht.

Das Schiff hält nicht den Anker, der Anker hält das Schiff!

An der Nordsee mag ich am liebsten Stürme. Sie haben etwas mächtiges. Entfesselte Natur pur. Geil! 

Naja, zumindest wenn man auf festem Boden steht … 


Gestern habe ich mir ein neues Tattoo geschenkt, einen Anker. Die Bedeutung eines Ankers gefällt mir. Er steckt im Boden und hält das Schiff fest, damit es von den Wellen nicht weggerissen wird.

So mancher Sturm erschüttert auch unser Leben. Wellen überschlagen sich …


John Lennon sagte mal:

"Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen."


Wann gibt es schon den richtigen Zeitpunkt um krank zu werden oder einen Menschen zu verlieren?

Wann gibt es den richtigen Zeitpunkt für Streit, Mobbing oder Unfälle … ?


All das sind Stürme, auf die jeder Mensch gerne verzichten würde und die doch passieren.
Ja, das nennt sich Leben!


Wenn alles Mögliche und Unmögliche auf Dich einstürmt und Dein Leben ins Schwanken gerät, dann ist es umso wichtiger einen Anker zu haben. Einen Anker, der Dich festhält, Dir Sicherheit gibt, um in den Strömen des Lebens nicht abzutreiben. 


Corri ten Boom hat einen der fettesten Stürme in unserer Geschichte, den Holocaust, überlebt. 

Sie sagte: "Um zu wissen was ein Anker ist, braucht man den Sturm."


Wenn Dein Schiff an Land liegt, wirst die Bedeutung eines Ankers höchstens bei Wikipedia nachlesen. Du wirst nicht erleben, wie überlebenswichtig ein Anker in Notsituationen ist. 

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Dieser Beitrag wurde am 4. Februar 2016 veröffentlicht.

Im Kern Gesund

Ich möchte Euch heute ein neu gestartetes Projekt von einem guten Freund vorstellen.

Lucas ist Krankenpfleger, Vater und Kind in einem. 

Sagt er zumindest. Ich kann das nur bestätigen  ;-) 


 

Ein Blog für kranke Kinder und Jugendliche, die IM KERN GESUND sind!


"IM KERN GESUND soll chronisch kranken Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, auf sich aufmerksam zu machen. Alle junge Menschen, die viel Zeit auf Krankenhausstationen verbringen müssen und sich fragen, ob sich überhaupt jemand für sie interessiert möchte ich sage: Ja! Ich interessiere mich für Euch!

Hier ist Raum, um Euch auszutauschen, um Euch gegenseitig zu helfen, um Euch zu ermutigen. Du kannst hier deinen ganzen Frust rauslassen, aber auch Ängste äußern und dumme Fragen stellen."
 

[…] Ich lade Dich ein, mir Deine Geschichten zu schicken! Und ich werde Dir helfen, sie der Welt zu präsentieren. Sie soll – und muss – gelesen werden.

Du überwindest jeden Tag Hindernisse, die sich andere gar nicht vorstellen können.

Du hast von Dingen Ahnung, von denen andere noch nie etwas gehört haben.

Du trägst das Potential in Dir, anderen dringende Hilfe zu leisten.

Schick mir Deine Geschichte, stell Deine Fragen und teile Deine Antworten."

 

Die Bühne gehört Dir.


 



Ich finde das hört sich spannend an. Bevor ich noch viele Worte verliere, schau doch mal bei IM KERN GESUND vorbei und empfehle es gern an Kids weiter, für die dieser Blog interessant sein könnte!

 

Ich bin gespannt, was es auf www.imkerngesund.net bald zu lesen gibt!


Lucas, alles Gute für Dich und Dein großartiges Projekt!


Mandy

 


© Foto: Lucas Kowalewski

Dieser Beitrag wurde am 3. Februar 2016 veröffentlicht.

Und Gott sah, dass sie böse waren …

Vor einigen Tagen schrieb ich den Blogbeitrag:

Gott hat die Schnauze voll und lässt alle ersaufen!


Was bisher geschah:

Gott gibt Noah die Aufgabe ein mega-großes Schiff zu bauen. Noah stellt keine Fragen. Er motzt nicht.
Er legt mit der Arbeit los. Das Schiff wird fertig. Er zieht auf Gottes Anweisung hin, mit Frau, Kindern und jeder Menge Tieren ein. Gott lässt die komplette Erde fluten, alle Menschen und Tiere, die nicht auf dem Schiff sind, sterben dabei. 


Warum? Warum ließ Gott Millionen Menschen ersaufen? Wozu?


Seine Erklärung vor der Flut: 

"Ich werde diese Menschen, die ich geschaffen habe, von der Erde ausrotten. Ich bereue, dass ich sie überhaupt geschaffen habe. Das tut mir weh. Die Erde ist ihretwegen voller Gewalt und Verbrechen. Jede Stunde, jeden Tag ihres Lebens haben sie nur eines im Sinn: Böses planen, Böses tun." 
 

Fazit: Das Projekt Mensch ist gescheitert. 


"Die Erde ist voller Gewalt und Verbrechen." heißt es – Sieht das heute nicht genauso aus?

Gottes Entscheidung war damals, die Menschheit auszurotten. Doch warum schafft er sie neu?
Warum schafft er sie anscheinend genauso, wie er es damals tat? Mensch 1.0 = Mensch 2.0??
Wo ist die Logik? Hat er aus seinen Fehlern nicht gelernt? Wollte er uns eine neue Chance geben?  

 
Nach der Flut sagt er: "Nie mehr will ich um der Menschen willen die Erde verfluchen und alles Lebendige vernichten, so wie ich es gerade getan habe, auch wenn die Gedanken und Taten der Menschen schon von Kindheit an böse sind."

 

Was meint Gott mit "böse" ??

Der Mensch ist von klein auf böse? Wie kann ein Kind böse sein? – Wer Kinder hat, wird wissen, was für fiese Kämpfe im Sandkasten abgehen können … bis einer heult!

Aber ist "böse" nicht ein ziemlich hartes Urteil?

In manchen Übersetzungen heißt es "von Jugend an" sei der Mensch böse.
Wer hat nicht mal Mist angestellt?


Natürlich hat jeder von uns schwache Momente, wunde Punkte, Worte gesagt und Taten getan, die er im Nachhinein bereut. Jeder von uns hat auch eine gute, liebevolle Seite. Es mag wenige Ausnahmen geben. Menschen deren Egoismus, Narzismus und Hass ihn so regieren, dass man ihn als "böse" bezeichnen könnte. Doch Gott meint ausnahmslos alle Menschen. Auch Dich und mich. Würdest Du Dich als böse bezeichnen?


Wahrscheinlich misst Gott Menschen nicht an Menschen, sondern an sich selbst.

Ein Mensch kann niemals sein wie Gott, auch wenn er sich die größte Mühe gibt. Sogar Jesus sagte zu einem Mann: "Weshalb nennst du mich gut? Es gibt nur einen, der gut ist, und das ist Gott.". – Markus 10, 18

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Dieser Beitrag wurde am 2. Februar 2016 veröffentlicht.

Deutschland aus der Perspektive eines Flüchtlings ….

Firas Alshater, ein Syrer, lebt seit zweieinhalb Jahren in Deutschland. Jetzt hat er den YouTube Kanal "Zuker" gestartet, in dem er aus seiner Perspektive erzählt, was er in Deutschland erlebt und wie wir Deutschen, seiner Meinung nach, ticken.  :-)

 

Sehr sympathisch. Ich bin gespannt, was es weiterhin von ihm zu sehen und zu hören gibt. Er kann schon ziemlich gut deutsch sprechen, für die doch relativ kurze Zeit hier. Hut ab!

 

Viel Erfolg, Firas!

Mandy

 

Dieser Beitrag wurde am 2. Februar 2016 veröffentlicht.

“Die schreibt einfach weiter, als wäre nichts gewesen?!”

Vielleicht bewegt und beschäftigt Dich diese Frage. Vielleicht geistert sie durch Deinen Kopf.

Vielleicht würdest Du darauf gerne eine Antwort / Erklärung lesen. Deshalb liegt es mir am Herzen, Dir zu schreiben.


Ja, ich habe gelogen. Ja, ich habe mich öffentlich dazu bekannt. Das bereue ich nicht. Es war wichtig für all die Menschen, die mich kennen, für alle Leser dieses Blogs und zuletzt auch für mich.
Ich habe einen Fehler gemacht und bin mir dem bewusst. Ich brauchte und brauche Zeit. Es ging mir nach meinem Geständnis sehr schlecht. Ich wurde kurzzeitig depressiv und brauchte ärztliche Hilfe, die ich auch in Anspruch genommen habe. Mir wurde in dieser Zeit bewusst, was ich angerichtet hatte. Ich schämte und schäme mich zutiefst dafür. 


Für mich ist Schreiben ein Ventil. Es stärkt mich, wenn ich mich mit Glaubensthemen beschäftige. Vielleicht ist das vergleichbar mit einem Musiker, der durch seine Texten und seine Musik neue Kraft bekommt, auch gerade in Krisen seines Lebens. Ich schreibe nicht nur für meinem Blog, sondern auch für mich selbst. Weil es mir damit besser geht, wenn ich Gedanken aufs Papier bringe. 

Nach meinem Geständnis habe ich eine (Blog-) Pause gebraucht, um es meinen weitläufigeren Freunden zu "erklären" (die engsten Freunde wussten es, bevor es auf meinem Blog Thema wurde), um in Freundschaften zu investieren und auch um selbst wieder halbwegs auf die Beine zu kommen. Auf dem Blog lief in dieser Zeit wenig bzw. informierte ich lediglich, wem wir in Eurem Namen die Schlafsäcken, Rettungsdecken, Mützen, Handschuhe usw. brachten.

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Dieser Beitrag wurde am 1. Februar 2016 veröffentlicht.