Manche haben nie erfahren was Liebe ist …

Als Kind hat sich fast jeder gern ein "Haus" aus Decken gebaut. Wie traurig, wenn man das als Erwachsener bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf der Straße tun muss :-( Immer wieder laufen Ratten vorbei, es stinkt nach Urin.
 

obdachlos


Die Menschen die hier "wohnen" kommen aus allmöglichen Schichten. Vom Akademiker bis zum Hilfsarbeiter. Sie haben irgendwann die "Kontrolle" über ihr Leben verloren oder hatten einfach nur großes Pech. Eins kam zum anderem.

Sie sind oft psychisch und körperlich krank, süchtig, verzweifelt, haben schlimme Schicksalsschläge und ein hartes Leben hinter sich. Ich hoffe mit heißem Tee, Gesprächen, unserer Zeit und Euren warmen Sachen können wir ihnen ein kleines Stück Herzenswärme schenken. ❤️ Und ihnen das Gefühl vermitteln nicht allein zu sein: "Wir denken an Euch – wir übersehen Euch nicht! Ihr seid wertvoll!"

Wenn mich einer dieser Menschen anlächelt oder wir uns umarmen, bete ich zu Gott das er niemals die Hoffnung auf ein besseres Leben verliert, helfende Hände annehmen kann und sein Herz öffnet. Das fällt vielen schwer. Zu oft ist ihr Vertrauen missbraucht wurden. Zu oft wurden sie verletzt. Zu oft wurden und werden sie abgelehnt.
 

Manche haben nie erfahren was Liebe ist …


Ich bin dankbar in meine saubere Wohnung, mit fließend Wasser und Strom zurück zu gehen, mich in mein warmes Bett zu legen und noch eine heiße Milch zu trinken. Doch mir blutet jedes Mal ein bisschen mein Herz, weil wir Menschen nicht retten können, sie unter den Brücken in der Kälte zurück lassen. Wir können ihnen nur mit unseren begrenzten Möglichkeit helfen, sie unterstützen und für sie beten. Doch vielleicht ist gerade das das Größte was wir tun können: jeden einzelnen Menschen von ihnen vor Gott bringen.


DANKE für Eure Geschenke!


God bless you,
Mandy

 


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Dieser Beitrag wurde am 1. Dezember 2017 veröffentlicht.

37 Gedanken zu „Manche haben nie erfahren was Liebe ist …

  1. Patrick

    Liebe Mandy, deine Beiträge tun mir so gut! Ich bin zwar nicht obdachlos, aber auch so oft im leben enttäuscht und hintergangen worden. Ich habe manchmal gar keinen lebensmut mehr. Und trotzdem möchte ich das Ellenbogenspiel nicht lernen. Ich möchte Mensch bleiben.

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  2. Sabine

    Deine “Arbeit” / Berufung ist so wertvoll für all diese Menschen. Danke und danke, dass Du uns daran erinnerst, wie gut es uns geht….allein bei den immer kälter werdenden Temperaturen mit einem Dach über dem Kopf, Wärme und Verpflegung etc. versorgt zu sein.

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  3. Sabine

    Auch wenn wir uns manchmal so hilflos fühlen, so ohnmächtig, machst du den einen Schritt auf die Menschen zu, der einen Unterschied macht. Wir wissen nicht, wann das Samenkorn aufgehen wird. Wir wissen nur dass Gottes Plan groß ist und wir nur ein Puzzleteil darin. Gottes Wege sind nicht unsere Wege … Und deshalb ist es so wertvoll, was du tust. Du hast ein Herz für diese Menschen und tust dein Bestes. Sei reich gesegnet ❤ Sabine

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  4. Jessica

    Liebe Mandy,

    dein Engagement berührt mich immer wieder und finde es so, so grossartig mit wie viel Herz du dabei bist.
    Unendlichen Dank!
    Auch wenn ich in dem Bereich lange nicht so aktiv bin wie du, so bin ich dennoch auf hamburgs Strassen unterwegs und unterstütze Obdachlose, wie auch junge Prostituierte. Ich kann deine Emotionen diesbezüglich, sehr gut nachvollziehen.
    Nichts ist selbstverständlich und der “Schritt” auf die Strasse kann manchmal sehr schnell gehen. Schön, dass es Menschen wie dich gibt Liebe Mandy, die Wärme, Liebe und Zeit schenken.
    Es kommt, wie ich finde und es erlebe, ja auch so viel zurück, denn ein ehrliches, authentisches Gegenübertreten, ist für die Menschen sofort spürbar. Für jeden einzelnen Kontakt und für jede einzelne Begegnung, bin ich dankbar.

    Sei gesegnet Liebe Mandy
    Ich wünsche dir einen schönen 1. Advent
    Von Herzen Jessica

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  5. Silke

    Ganz nach dem Evangelium der letzten Sonntage “was ihr einem geringsten meiner Brüder getan habt…….” ich glaube das schlimmste für die Menschen auf der Straße ist die Ablehnung derer die vermeintlich mehr zu sein glauben……Schön dass du so viele gute Ideen hast und diese mit so viel Einsatz umsetzt

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  6. Anonymous

    Ob für jemanden zu beten oder ihm von Gott zu erzählen etwas bewirkt würde ich bezweifeln. Ich kann mir vorstellen, dass Menschen in solchen Situation sicher auch mal gebetet haben. Ihre Hoffnung darauf gesetzt haben, dass es so etwas wie Gott gibt. Ich kenne es allerdings nur zu gut, dass man sich in Situationen, die zu groß für einen selbst sind an Gott wendet und nichts passiert. Auch das andere für einen beten und nichts passiert ist vorgekommen. Woran das dann immer liegt könnte ich nur spekulieren. Was ich aber weiß ist, dass jedem Menschen geholfen werden könnte. Aber nicht von einem einzelnen. Das Problem ist der Wahn von Markt und Kapitalismus. Nur Geld regiert die Welt. Richtig ist, dass sich dieses System gegenüber anderen durchsetzeten konnte, weil DIer im Menschen groß ist. Aber dieses System ist schon lang gescheitert und den Kollaps erleben wir immer un immer wieder. Und diese immer wieder passierenden Crashs reißen mehr und mehr Leute in so schlimme Sitationen. Gier und auf den Markt verwiesene explodierende Wohnungs und Mietpreise sorgen für so was wie oben beschrieben. Ein beschneiden dieser grassierenden Gier würde Situationen wie beschrieben verhindern und jedem eine Möglichkeit geben. Aber niemand der es könnte würde an dem System was ändern, weil sie selbst daran verdienen. Deshalb und weil niemand den Mut hat wird nihts geändert, weil man ja mit so einem Vorstoß auch schneller in der selben Situation sein könnte. Und wenn ich mir so was dann angucke frage ich mich schon sehr wo Gott wäre. Es lässt es zu obwohl so viele nicht mal schuldhaft so gestrandet sind. Manchmal frage ich mich welchen Nutzen Gott davon hat. Braucht es arme Menschen damit Leute sich besser fühlen können, weil sie gönnerhaft etwas geben. Nur das dieses geben auch nicht meh kann als eine Situation kurzfristig erträglicher zu machen, verändern kann es nichts. Wenn es stimmt, was erzählt wird könnte Gott was ändern, wo doch Gott gerade für die schwachen da sein soll. Ich glaube dann würde Gebete auch gehört, indenen sich jemand in der Not an Gott wendet. Aber irgendwie kann es Gott gar nicht so richtig geben. Vielleicht gibt es diese ganzen Geschichten über Gott ja auch nur deshlab weil Menschen sich so jemanden wünschen würden. Nur ein Wunsch macht nichts real. Naja feiern wir alle wieder Weihnachten, das ja auch nur Kommerz ist. Wenn einer weiß, wie man bei all so etwas noch glauben soll oder gar auf etwas nicht sichtbares vertrauen soll, nur raus damit!

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  7. Erico

    Mir blutet da auch das Herz…. sowas sollte es in einem Land wie dem unsren nicht geben. Müsste doch möglich sein eine Grundsicherung für die hier lebenden hin zu bekommen

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    1. Benedikt

      Ich meine das darf man nicht pauschalisieren, aber meine Erfahrungen auf der Platte waren, dass doch einige auch freiwillig auf der Platte geblieben sind. Überhaupt auf Platte zu kommen ist aber tatsächlich in seltensten Fälle eine Entscheidung.

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  8. Thomas

    ich weiß gar nicht welchen like ich nehmen sollte zustimmung zum beitrag ja, über die tatsache traurig oder wütend. dennoch gehen mir bei diesen schlimmen bildern immer wieder fragen und gedanken durch den kopf. also helft mir beim verständnis der obdachlosigkeit in unserem land. bei aller persönlichen problematik des einzelnen ist er denn gezwungen vorallem im winter auf der strasse sein bett aufzustellen? ich kenne einige die wollen auf der sogenannten platte leben. für mich nicht vorstellbar, aber ich akzeptiere diese entscheidung. haben diese bilder noch etwas mit der unantastbarkeit der menschenwürde zu tun? frage an mandy ? wer sieht denn noch genau hin? ja du und einige wenige die in lebensbedrohlichen situationen helfend einspringen. ansonsten denkt in dieser gesellschaft doch jeder nur noch an sich selbst. da sagst du sie sind wertvoll, in wessen augen? ich kenne nur einen der dafür in frage kommt und dem hilfe dauerhafte hilfe möglich ist. ich bete darum, das noch mehr menschen deine initiative unterstützen und niemand im winter zu tode kommen muss.

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  9. Inge

    Liebe Mandy, ich habe hohen Respekt vor deiner Arbeit, und danke dir für alles, was Du tust. Mir kam als ich den Artikel laß, die Frage, in wie weit, ist in diesem Bereich, Hilfe zur Selbsthilfe möglich. Ein Sprichwort sagt ja aus, wenn du den Menschen wirklich langfristig helfen willst, Schenk ihnen keinen Fisch sondern eine Angel. Welche Möglichkeiten siehst du, Menschen dauerhaft von der Straße zu holen?

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  10. Dorothea

    Stimmt schon…..aber vielleicht Muss man Mut haben, schon vorher auf seine Nachbarn,Freunde,Kameraden mehr acht zu geben ? Viele stürzen ja ab, weil sie entweder krank sind oder kraftlos oder keine Info haben, was jetzt zu tun wäre. Oder sie igeln sich ein,weil Sie sich schämen. Dabei gibt es doch Möglichkeiten der Hilfe,damit man zumindest nicht obdachlos wird. Oder etwa nicht ?

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  11. Fabian

    Krasse Schicksale wie oben beschrieben, sowie die eigenen Probleme und Schwierigkeiten und die Tatsache, dass Menschen, die anderen Menschen schaden so viel Glück haben, zeigt doch am Schluss: Da ist kein Gott. Auf jeden Fall kein Gott der so viel Gute Eigenschaften haben soll, wie der christliche. Egomanen gewinnen, emphatische Leute verlieren (und werden von den Egomanen benutzt/missbraucht). Also wenn dann Gott diese Welt und die Menschen gemacht haben soll, muss er wohl den Bauplan rückwärts gelesen haben, in ägyptischer Spiegelschrift :(

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  12. Christoph

    Gott segne uns mit göttlicher Inspiration durch den Heiligen Geist, in den Situationen der Begegnungen ein Kanal der väterlichen Liebe Gottes zu sein. Unsere Ressourcen reichen zur Hilfe nicht….. Gottes Ressourcen sind übernatürlich, kraftvoll, wunderkräftig, liebevoll, barmherzig, ideenreich, erlösend, lebengebend, ermutigend, verändernd, befreiend, vetrauend, gesegnet!!!!!!….. ER kennt kein “unmöglich”!!!!

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  13. Hanspeter

    Ein Bekannter von mir arbeitet in einer Notschlafstelle. Interessant ist, dass diese fast immer freie Plätze haben und manche soziale Einrichtung schliessen musste, weil die Betroffenen das Angebot nicht in Anspruch nehmen (es ist kostenlos). Auch an der Türe habe ich immer wieder Leute, die für Geld fragen zum Schlafen. Sobald ich sage, ich bringe sie mit dem Auto zur Notschlafstelle und bezahle alles für sie, wollen sie nicht mehr. Auch wenn ich ihnen gleich ein Essen anbiete. Remar zum Beispiel ist sofort bereit Menschen aufzunehmen. Auch andere Organisationen. Doch manche wollen einfach selber weiterwursteln und auch nicht mit einem Sozialamt zusammenarbeiten. Wir leben in einem freien Land. Solange jemand nicht andere gefärdet, darf noch jeder so leben wie er will.

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  14. Fabian

    Vor längerer Zeit sagte mir mal jemand: Wozu brauche ich Gott. Obwohl ich schon religiös geprägt war hab ich mir nicht viel dabei gedacht. Heute umso mehr. Man muss sich ja nur umschauen und entdeckt so viele, die mit Gott nichts zu tun haben, die auch nichts davon wissen wollen und denen geht es richtig gut. Bei so vielen, die nach Gott suchen und sich sein eingreifen wünschen ist es genau anders. Da bekommt dieser Satz so viel mehr Gewicht: Wozu brauche ich Gott? Ich frage es mich wirklich, wozu brauche ich jemanden, der nicht da ist. Wozu brauche ich jemanden, bei dem ich immer schuldig bin und mich schlecht fühle. Wozu brauche ich jemanden, der von anderen verteidigt werden muss warum er trotz aller versprechen eben grad doch nicht eingreifen kann. Wozu brauche ich jemanden, der trotz seiner Stärke einem schwächeren abverlangt: Machs halt selbst. Ja, wozu brauche ich Gott, wenn man alles trotz das man es eben nicht kann doch selbst können muss? Und wie vertraut man dieser Person, die in Büchern und Erzählungen alles hält was sie verspricht, nur in der Realität nicht. Nicht bei mir, nicht bei den Menschen, die auf der Straße leben müssen, nicht bei denen die ihren Job verlieren, nicht bei so vielen anderen. Was bleibt sind Geschichten, gerade jetzt wo es auf Weihnachten zu geht. Ein Fest, bei dem man ja eigentlich die Geburt von Jesus feiert, die Menschen sich Geschichten von Weihnachtswundern und allem möglichen erzählen. Naja nicht alle, für die meisten ist es Stress. Und Streit, weil das Geschenk nicht das Richtige war. Der Geist der Weihnacht eben. Nur Gott oder Jesus sind nicht da, was zur Eingangsfrage führt: Wozu brauche ich Gott, wenn daran glauben traurig macht oder wütend oder einem Chancen verbaut. Da stellt sich ja auch die Frage, wie hilfreich ein Gebet für einen anderen sein soll, wenn keiner da ist der es hört. Vielleicht hatte die Person ja damals recht mit der Aussage: Wozu brauche ich denn Gott?

    Ich gebe Dir recht: Manche habende erfahren was Liebe ist. Andere aber dafür so viel mehr, dass es dazu geführt hat, dass sie sich für besser als andere halten. Ob es wohl das ist, wenn davon die Rede ist, dass der Mensch nach Gotts Ebenbild erschaffen wurde und warum so viele Könige der Vergangenheit sich so aufgeführt haben. Von Gottes Gnaden… ????

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    1. Moderator Hanspeter

      Hallo Fabian

      Glauben heißt, sich Gott auch mit offenen Fragen anzuvertrauen, weil er mich liebt – weil ich bin (nicht weil ich mich schlecht mache). Glauben bedeutet nicht, dass Gott mir meine Wünsche erfüllt, sondern er mir in meiner Not zur Seite steht. Jesus siegt, indem er am Kreuz Leiden aushält und anschließend aus dem Grab aufersteht. Wozu brauchst du Gott? Um am und im Leben nicht zu verzweifeln. Dein Post offenbart, dass du das Geheimnis vom Glauben (nicht Verstand) noch nicht erfassen konntest. Anklage oder Rechtfertigung bringt dich nicht weiter. Herzliche Grüsse Hanspeter

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  15. Mauerblume

    Im Fernsehen habe ich einen Bericht gesehen über “little-home”.
    Diese Leute bauen Obdachlosen zum Start ins neue Leben kostengünstig winzige Häuser.
    Auch in Berlin anscheinend. Vielleicht könnte man sich mit denen mal austauschen und so
    ein Häuschen kaufen.
    Interessant auch, dass ein obdachloser Mann in dem Beitrag sagte, dass er jetzt froh ist,
    über das Haus, aber auch über die Erfahrung auf der Straße.

    Der Link führt zu dieser Initiative und zu diesem Beitrag. https://little-home.eu/neues/

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    1. Annette

      Manche Menschen leben zwar nicht auf der Straße, haben ein zuhause, eine Wohnung, Wärme, Essen und Trinken, die sog. Grundbedürfnisse.
      Sozial sind aber auch viele Menschen eher runtergekommen, weil sie ebenso sehr viel Ablehnung erfahren haben und auch wenig Liebe erfahren haben.
      An diese Menschen sollte auch mal gedacht werden!
      Meine Frage, die ich mir stelle ist: Was ist Geborgenheit? Was ist “Anlächeln”, “Ansehen”?
      Was ist Sicherheit?
      Für mich sind das mit einigen Ausnahmen auch Fremdworte! Für mich sind das leider auch sehr seltene Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe.
      So nach dem Motto: “Jeder ist selbst für sein Glück verantwortlich, jeder muss sich selbst aus dem Sumpf herausziehen!!!” Das ganze kostet ungeheuerlich viel Kraft und macht mutlos, mich zumindest!

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      1. Mandy Artikelautor

        Liebe Annette, da gebe ich dir Recht – leider gibt es viel zu viele Menschen, die keine / wenig Liebe erfahren haben. 

        Ich kann Dir mal kurz erzählen, wie ich damit umgehe. Ich hatte keine Eltern, die ich wirklich “Eltern” nennen konnte. Ich habe, soweit ich mich erinnere, meine Mutter auch nie mit “Mama” oder “Mutti” oder was auch immer angesprochen. Für mich war sie eine Frau, vor der ich Angst hatte. Die mich schlug und verbal auf mich eindrosch. Leider muss ich es so krass formulieren. Mit 13 Jahren bin ich weg, war im Heim, haute wieder ab … pennte auf der Straße.

        Bis heute sind da Wunden, die weh tun. Klar, sind sie ein wenig geheilt – doch gerade zu Weihnachten (Fest der Familie) reißen sie auf und bluten. Das kann ganz schön weh tun, dass weißt Du wahrscheinlich selbst. 

        Jeder ist für sein Glück verantwortlich, zum Teil. Denn manches “Glück” lässt sich eben nicht so einfach “produzieren”, so wie liebende Eltern, die ihr Kind umsorgen und es in den Arm nehmen. Entweder man erlebt das so oder eben nicht. Wer es nicht erlebt, hat Pech gehabt. Es ist eine unfaire Welt, in der wir leben.

        Mir hilft es andere Menschen zu ermutigen, ihnen Gutes zu tun – sei es nun hier mit dem Blog oder eben die Obdachlosen. Ich gebe etwas und es kommt etwas zurück. Das ist wie ein Heilmittel für mich und legt sich wie Balsam über meine Verletzungen. Geborgenheit, Ansehen und einfach mal jemanden anlächeln wie Du schreibst, kannst Du erfahren in dem Du genau das anderen schenkst. Ich glaube mit Gottes Hilfe gelingt das auch dann, wenn man selbst wenig davon erfahren hat.

        Ich habe keinen Helferkomplex, weiß das ich die Welt nicht retten kann und setze mir immer wieder Grenzen – mach auch mal (längere) Pausen, opfere mich nicht auf … gebe soweit es mir möglich ist und soweit es mir dabei gut geht. Das ist für mich ein guter Weg, der mich Stück für Stück heiler und kräftiger macht. 

        Ich wünsch Dir von Herzen alles Gute!

        Mandy

         

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